Zitat:Heute bin ich total lustlos und mache den ganzen Tag quasi gar nichts.
Der "Enthusiasmus" von vorgestern ist - wie erwartet - wieder verschwunden.
Mach dir nix draus, könnte am Wetter liegen. Ich schieb heut auch nur Arbeit vor mir her, anstatt sie zu erledigen
Zitat:Würde nicht auch gerade eine tiefenpsychologische Therapie diese Dinge mit meinen Eltern aufgreifen ?
Weiß ich nicht. Die Sache mit deinen Eltern ist halt die: Ich weiß nicht, inwieweit du darauf Einfluss nehmen und etwas an ihrem Verhalten zueinander und zu dir ändern kannst. Man kann andere Menschen bekanntlich nicht ändern, bloß sich selber. Am Ende kämpfst du da gegen Windmühlen und verrennst dich in einer Problematik, auf die du kaum bis gar keinen Einfluss hast, und das wär dann verschwendete Zeit und Energie. Und selbst,
wenn du erkennen würdest, woher deine Probleme kommen, ist die Frage, ob dir diese Erkenntnis helfen würde, etwas daran zu ändern. Ich wusste z.B. ohne Therapie dass meine Agoraphobie wohl schon in meiner Kindheit und meiner Krankheit begraben war, und durch den Tod von meinem Papa zum Vorschein kam. Das wusste ich noch vor Beginn meiner Therapie. Aber beim Umgang mit der Angst hat mir das Wissen kein bisschen geholfen. Darum bin ich auch so skeptisch, ob dir die Tiefenpsychologie was nutzt
Ich kenne selber ein Elternpaar, das seine Söhne noch immer wie kleine Kinder behandelt. Der Vater ist ein cholerischer Patriarch, die Mutter eine dienbare Putzfrau im Haushalt. Die Söhne sind 25 und 28 und müssen weder selber putzen noch kochen noch einkaufen noch irgendwas zum Haushalt beisteuern. Sie leben in absoluter Abhängigkeit von ihren Eltern, die ihnen sogar noch öfter sagen, welche Klamotten sie doch bitte anziehen oder dass sie sich die Haare waschen sollen. Manche Eltern sind so, entweder durch ihre eigenen Wertevorstellungen oder durch die Erziehung. Mitunter spielt auch ein übergroßer Beschützerinstinkt eine Rolle. Etwas ändern oder auch nur darüber reden können sie nicht. Der eine Sohn ergreift jetzt einfach die Flucht, weil er diese Abhängigkeit, in die man ihn hinein zwingt, nicht mehr aushält, der Andere wird langsam selbstständiger, aber erst, seit er einen festen Job hat und regelmäßig aus dem Haus und unter gleichaltrige Leute kommt. In so eine Abhängigkeit hinein gepresst zu werden, ohne, dass man etwas daran ändern kann, das kann allein schon zu großen Problemen führen. Sowohl auf psychischer Ebene, als auch in ganz einfachen Dingen, z.B. dass man(n) nicht weiß, wie man sich selber versorgt, weil man(n) es nie gelernt hat. Erlaub dir doch mal den Jux und lad die Selbsthilfegruppe zu dir ein. Würde mich interessieren, wie das wär.
Zitat:P.S.: Warum hat dieser Thread so einen bescheuerten Titel ??
*lol*