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So seit 3 Wochen bin ich nun in der Uniklinik,Abteilung Psychiatrie.

Erstmal hat man mich in ruhe ankommen lassen. Mein Therapieplan ist derzeit so, dass ich morgens Gestaltungstherapie habe, Soziales Kompetenztraining,für mehr selbstsicherheit, zweimal die Woche bin ich abends im atelie und mittags gehe ich boxen, ins fußball, fitnesstudio und in ne schnellsportgruppe und gesundheitsinfo.
ich hab 2x die woche jeweils eine stunde Einzelgespräch und 2x eine stunde gespräch mit meinem pfleger.
mein pfleger ist der hammer.wir verstehen uns bombe und er versteht mich und meine panik. ich fühl mich echt geborgen und kann mit ihm über alles reden.
meine therapeutin ist auch nett, aber da stimmt die chemie nicht ganz so doll.
wir sind 19 leute auf der station.2 mit panik die anderen haben zwänge.ist ne station für beide krankheiten.
ich habe das einzige 3er zimmer erwischt. geht, aber nervt schon.

morgen ist die erste expo. da gehe ich mit meinem pfleger und meiner thera zusammen in den edeka einkaufen. die wollen sehen, wie ich panisch werde und reagiere.und dann muss ich eben im laden bleiben, bis alles vorbei ist.alles gaaaan´z langsam.obwohl ich normal immer rennen würde hab schon schiss. aber irgendwann muss es ja losgehen. und ab dann jeden tag, egal wie es mir geht.
ich hab natürlich jetzt ne fette grippe und dann bin ich besonders anfällig für panik. kann dann die ganzen symptome nicht zuordnen. hilfeeeeeeeee
ich schreib morgen, wies war

27.12.2011 18:09 • 19.01.2012 #1


3 Antworten ↓


Hey Mixi, erst jetzt bist du ind er Klinik?! Ich erinnere mich ncoh an den Thread 'gemeinsames Warten auf den Klinikaufenthalt'.. Da hast du auch mitgeschrieben oder?! Auf jeden Fall schön, dass es jetzt endlich soweit ist! Ich wünsche dir viel Erfolg! Ich habe meine 4 Monate schon durch und es hat super geholfen!

27.12.2011 23:02 • #2



Klinik Tagebuch

x 3


sooo ihr lieben, ich halte euch mal wieder auf dem laufenden.
ich bin jetzt in der 5. woche auf der angststation.
seit 2 wochen läuft täglich expo. die erste übung war, jeden tag in den edeka. der ist net weit von der klinik. ich musste 3x am tag hin, wenn er voll ist, mit nem auftrag von der pflege, was ich kaufen muss. ich hab die uhrzeit immer recht früh gewusst, damit ich mich vorher schön verrückt machen konnte. ich muss da jeden tag hin, egal, wie es mir geht. das geht inzwischen... also anspannung ja, panik nein. seit gestern darf ich mein liiiieebes handy nichtmehr mitnehmen

gestern war ich das erste mal in der freiburger innenstadt. bin mit meinem pfleger unterwegs gewesen. mit der staßenbahn hin (bin seit 10 jahren in keiner bahn mehr gewesen) und dann in große kaufhäuser, geschländert, mit der rolltreppe gefahren und alles LANGSAM, nicht wild rumrennen. waren in 2 handyshops zum beraten lassen (ätz, da kann man dann nicht einfach wegrennen). ich war danach schweißgebadet,hatte weiche knie, mir war nur schlecht, aber es lief besser, als ich erwartet hätte.
ab jetzt muss ich jden tag in den edeka und in die stadt. das wird immer anstrengender.

plan ist, dass ich als nächstes alleine in die disco gehe. in 2 wochen. aufstylen und mit der bahn hin, auf ne volle party, da bleiben und mit dem nachtbus zurück. keine ahnung, wie das geht.

ich hab jetzt ne diagnostizierte sozialphobie dazu bekommen. also wenig ist agoraphobie, mehr anteile sind soziophobischl. das ich panik bekomme, weil ich denke, was die anderen über mich denken, ob man mir ansieht, dass ich panik habe,, ob ich auffalle, weil ich nervös bin. also wird diese komponente mitbehandelt.
ich muss die woche in meinem partyoutfit auf station und dem gelände rumrennen. das ist bei mir recht krass. also grufti-punk. und in der klinik renne ich voll zivil und brav rum, eben um nicht aufzufallen. also muss ich mich jetzt voll stylen, im mini, mit iro und schminke rumrennen (in ner KLINIK) und die blicke der leute aushalten und die fragen. das ist echt mies. ich hasse es, wenn man auf mich schaut. ich versuche immer, nicht aufzufallen und bin immer angemessen für die jeweilige situation gekleidet...

demnächst soll ich arbeiten probieren, von der klinik aus. also allein hin kommen und erst 2 stunden am tag da bleiben, trotz panik und das dann steigern.
den bereich suche ich mir aus, den arbeitgeber für die zeit sucht die klinik. also die wissen dann, dass ich aus der klapse komme und was ich habe. das nimmt mir etwas druck, aber passt mir in sofern wieder nicht, weil mir meine krankheit und in der klinik sein peinlich ist und ich das normal verheimliche und keiner weiß- aber auch da muss ich durch,.



also ich kann die klinik in freiburg und die station 6 nur empfehlen. da wird man echt fit gemacht und übt und übt und exponiert den ganzen tag, bis die panik weg ist.


bis demnächst

14.01.2012 22:03 • #3


Hallo,

das hört sich total gut an. Bin grad total unten. Würde so gerne in eine Therapie die mir wirklich hilft. War schon zweimal in stationärer Behandlung, hat mir nur nicht geholfen.

Ich wohne in der der Nähe von Berlin. Kann man dann trotzdem in eine Klinik in einem anderem Bundesland gehen? Weißt du was davon?

Hoffe auf Antwort!

19.01.2012 02:08 • #4




Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf