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invisiblemuesli

invisiblemuesli
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Ich hadere gerade mit mir weil ich am Mittwoch ein Erstgespräch für die Suchtklinik bei uns in der Stadt habe. Habe zwei Kinder (14 und 3) und habe meinem Mann gesagt, dass ich Angst habe, dass sie es ohne mich nicht schaffen. Vor allem weil der Große und er sich immer in den Haaren liegen. Auch mein Kleiner hängt so an mir zurzeit, dass ich so Angst habe, ihn alleine zu lassen. Ich würde einen Aufenthalt ca. im August bekommen, aber ich sträube mich noch ein wenig. Das habe ich meinem Mann gesagt und er meinte nur, dass es allen ohne mich besser gehen würde. Vermutlich hat er auch recht damit. Er meint, dass das das Einzige ist, das mich noch retten würde und ich das machen muss. Tut schon weh zu hören, dass man für alle nur eine Bürde ist, aber ich habe so dermaßen Angst vor der Klinik, dass ich nicht mehr schlafen kann. Gott sei Dank begleiten mich meine Eltern zu dem Gespräch, sodass ich nicht alleine bin. Die können das alles nachvollziehen. Aber dass er mich weg haben will, tut schon weh zu hören. Hat vielleicht jemand auch Kinder und einen Klinikaufenthalt hinter sich? Vl. mag das jemand teilen mit mir.
Alles Liebe ☕

• • 10.06.2026 x 1 #1


49 Antworten ↓

Maulwuerfchen
Hallo. 🌷

Ich finde es sehr traurig, dass Dein Mann so mit Dir spricht.

Ich würde bei der Krankenkasse nachfragen, ob Du wenigstens das kleine Kind mitnehmen kannst (sowas wie eine Mutter Kind Kur vielleicht?)

Kannst Du das grosse Kind vielleicht bei Freunden unterbringen?
Dass er versorgt is, aber trotzdem noch in die Schule geht.

Was ich denke wenn ich das lese:
Du musst von diesem Mann weg.

Alles Gute.
Schreib ruhig, wenn Du möchtest. 🌷

• x 3 #2


A


Klinik - ohne mich geht es allen besser

x 3


Phaedra
Angesichts dessen, was Du in Deinen anderen Threads über Deinen derzeitigen Zustand schreibst und daß da zwei Kinder drinhängen die diesen Zustand täglich miterleben, glaube ich daß Dein Mann seelisch einfach an der Grenze ist. Und jetzt sieht er den Silberstreif am Horizont, nämlich diese Klinik. Und in dem Moment, wo Du relativierst und eventuell doch nicht hingehen willst, ist ihm klar, daß sich der Zustand fortsetzt oder eventuell noch verschlimmert. Und vermutlich wollte er Dir deshalb mit recht drastischen Worten klarmachen, daß es jetzt an Dir ist was zu ändern und daß so, wie es derzeit ist, es nicht weitergehen darf.
Ich glaube auch nicht, daß Du das kleine Kind mitnehmen solltest. Im Gegenteil, es ist wichtig daß Du Dich voll und ganz auf Dich selbst und Deine Genesung konzentrierst um da wieder rauszukommen.

• x 11 #3


invisiblemuesli
@Phaedra
Ja, da hast du vollkommen recht. Er will einfach wieder seine Freundin zurückhaben, aber das wird eben ein langer Prozess werden. Da ich einen Entzug mache, kommt für mich es nicht in Frage meinen Kleinen mitzunehmen. Deshalb möchte ich das, wenn schon, in der Klinik machen. Die sollen das nicht mitbekommen wie es mir dann geht....weil ich weiß, dass das sehr unschön werden wird...
und ja, mein Mann ist komplett an seiner Grenze.....

• x 3 #4


Phaedra
Er will seine Freundin wieder zurückhaben, und er will vor allem auch sicher, daß es Dir wieder besser geht. Und manchmal muß man jemanden, den man liebt, auch etwas unverblümter ansprechen, damit der einen Schritt in die richtige Richtung wagt. Sei ihm nicht böse für seine ehrlichen Worte, er hat grad all seine Ressourcen ausgeschöpft.
Du packst das!

• x 6 #5


invisiblemuesli
Danke für eure Unterstützung. Ich habe jetzt tatsächlich gestern das Erstgespräch für einen klinischen Entzug gehabt. Wie es aussieht, werde ich Ende Juni einrücken für 3 Wochen und dann 6 Wochen Tagesklinik machen. Ich habe so Bammel davor... 😢 meine Eltern waren mit und haben mich begleitet. 🌺

• x 3 #6


Phaedra
Respekt vor Deinem Mut. Klopf Dir ruhig selbst auf die Schulter, dass Du den Schritt wagst und das in Angriff nimmst. Du und Deine Familie, ihr könnt nur gewinnen!

• x 2 #7


E
Zitat von invisiblemuesli:
Aber dass er mich weg haben will, tut schon weh zu hören.

Das ist nur deine Interpretation.

Er hat gesagt, dass es allen ohne dich besser geht, weil du aktuell eben krank bist, nicht leistungsfähig, gereizt oder wie auch immer deine Probleme sich zeigen.
Natürlich ist es für den Partner und die Kinder schwer oder anstrengend, wenn sie mittendrin stecken und alles life mitbekommen.
Du bist keine Bürde. Du bist krank.
Um welchen Entzug wovon geht es denn ? Tavor?
Sorry...ich kann deine vorherigen Themen nicht alle nachlesen.
Dein Mann und die Kinder werden klar kommen. Bestimmt. Und wenn es mal chaotisch ist oder gestritten wird, dann ist das so. Davon geht die Welt nicht unter. Sei mal zuversichtlich!

• x 3 #8


Laurentius85
@invisiblemuesli

Ich finde die Begründung deines Mannes sehr schwierig. Es kann gut sein, dass er wirklich nicht von dir persönlich, sondern von dem Krankheitsbild gesprochen hat. Das hätte er auch anders formulieren können. Frag vielleicht mal nach, was er genau gemeint hat und du dich nicht als Last fühlen willst, was deinen Aufenthalt nicht leichter macht.

Du solltest schon mit einem guten Gefühl in die Klinik gehen.

Spontan fällt mir nur ein, dass man von der Krankenkasse auch eine Haushaltshilfe bekommen kann.

Ich würde meine KI einfach fragen, was es für Hilfsangebote bei Verhinderung eines Elternteils gibt.

Da muss es doch Hilfsangebote geben, wo eine weitere Behörde wie das Jugendamt oder andere Stellen ein Hilfe für Familien bei Konflikten und Überforderung anbieten.

Hier mein KI Auszug:

"Mögliche Ansprechpartner und Hilfen sind z. B.:
das Jugendamt / Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD)
Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)
Beratungsstellen für Familien mit psychisch erkrankten Eltern
Sozialpsychiatrischer Dienst
Familienberatungsstellen
Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern
Krisendienste oder Familienentlastungsdienste
Diese Stellen können unterstützen, wenn:
ein Elternteil in die Klinik muss,
beide Eltern überlastet sind,
Kinder mitbetroffen sind,
oder der andere Elternteil Unterstützung braucht. �
CJD Bildung & Soziales +2
Es gibt auch spezielle Angebote für Familien mit psychisch belasteten Elternteilen, die Beratung, Begleitung und Vermittlung von Hilfen anbieten. �
Essen +2
Oft läuft vieles über das Jugendamt, aber das bedeutet nicht automatisch „Kindeswegnahme“. Häufig geht es erstmal um Unterstützung, Entlastung und Stabilisierung der Familie. �
reddit.com +1
Wenn du möchtest, kann ich dir auch sagen:
welche Stelle meist der erste Ansprechpartner ist,
wie man so etwas formuliert,
oder welche Hilfen speziell für Kinder / Partner / beide Eltern gedacht sind."

• x 2 #9


Laurentius85
@invisiblemuesli

Entschuldige bitte, ich konnte meine vorige Nachricht nicht mehr anpassen. Ich hoffe, dass du mich nicht missverstehst.

Hier noch ein ähnlicher Auszug:

"Mögliche Stellen sind z. B.:
Erziehungs- und Familienberatungsstellen
Gespräche mit Eltern, Kindern oder gemeinsam
Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)
Unterstützung direkt im Alltag zuhause
Kinder- und Jugendpsychotherapeutische Dienste
Sozialpsychiatrischer Dienst
Jugendamt / ASD
nicht nur bei Gefährdung, sondern auch als Unterstützung
Angebote für Familien mit psychisch belasteten Elternteilen
Dort geht es oft um:
bessere Kommunikation,
Konflikte entschärfen,
Verständnis füreinander,
Entlastung,
Grenzen,
Unterstützung im Alltag,
und Hilfe, damit Beziehungen nicht weiter eskalieren.
Viele Menschen denken beim Jugendamt sofort an etwas Negatives, aber ein großer Teil der Arbeit besteht tatsächlich aus freiwilliger Hilfe und Unterstützung für Familien.
Wenn du möchtest, kann ich dir auch erklären:
welche Hilfe bei welchem Konflikt sinnvoll wäre,
wie so ein Gespräch abläuft,
oder wie man ohne „großes Drama“ Kontakt aufnimmt."

• x 1 #10


invisiblemuesli
@Gedeon Hallo! Bei mir geht es um Praxiten. Ich bin bei der Höchstdosis angelangt und muss davon einfach weg. Ich mag nichts mehr machen. Habe vor allem Angst...mir gehts einfach schlecht und ich merke, dass meine Familie sehr leidet. Ich habe noch keine Nachricht bekommen von der Klinik und werde bald irre.....

• #11


invisiblemuesli
@Laurentius85 Danke für deine Bemühungen und deine Beiträge. Ich habe nur eben leider die Schwierigkeit, dass alles alleine durchstehen zu müssen, da mein Partner denkt - naja, ich gehe in die Klinik und er bekommt die "alte" Freundin wieder zurück. Das wird nicht so sein befürchte ich..Ich könnte nie Hilfe für zuhause in Anspruch nehmen, da er dagegen wäre. Mir bleibt nur die Klinik und danach die 6- wöchige Tagesklinik die mir "hoffentlich" hilft. Ich habe solche Angst.

• x 1 #12


D
Zitat von invisiblemuesli:
Auch mein Kleiner hängt so an mir zurzeit, dass ich so Angst habe, ihn alleine zu lassen. Ich würde einen Aufenthalt ca. im August bekommen, aber ich sträube mich noch ein wenig.

Viele Kinder spüren, wenn es den Eltern oder wie in deinem Fall der Mutter sehr schlecht geht. Das verunsichert sie und sie suchen noch mehr Halt und wollen beruhigen.
Das ist vermutlich nur ein weiteres Signal, jetzt etwas zu ändern.

Ich würde das Kind nicht mitnehmen. Du weißt nicht wie es dir gehen wird in der Klinik. Willst deinem Kind das zumuten? Soll es Zeuge sein? Noch mehr verunsichert?
Das möchtest du doch nicht verstärken?

Und um Vertrauen zu lernen, musst du loslassen. Die Kontrolle, deinen Mann, deine Kinder und deine Medis.

Suche nicht weiter nach scheinbar plausiblen Gründen, warum du doch nicht in die Klinik kannst 😉Bis August ist noch lang.
Du wirst noch 1000 Gründe in deinem Kopf finden. Aber sind alles die Ausflüchte eines Abhängigen 🍀

• x 3 #13


invisiblemuesli
@Dunkelbunte Danke ja, da hast du Recht. Anscheinend darf ich schon Ende Juni in die Klinik...warte schon so auf den Anruf....Ende August bin ich dann fertig mit Tagesklinik, sodass ich im Herbst hoffentlich wieder arbeiten kann. Ich bin so nervös, da hilft fast nichts....gestern hat mein Freund mich zum Streichen des Carports verdonnert weil er meinte, dass mich das ablenkt und Natur mir guttut....war echt lustig eigentlich lachen

• x 1 #14


invisiblemuesli
Das Schlimme ist nur, dass ich alles vergesse. Heute habe ich vergessen, dass keine Kinderkrippe ist und mein Freund war voll sauer weil er den Kleinen bringen wollte. Bin dann wie ein Häufchen Elend auf der Couch gesessen und wusste nicht mehr was ich tun soll. Das Vergessen macht mich kaputt.

• #15


D
Zitat von invisiblemuesli:
Ende August bin ich dann fertig mit Tagesklinik, sodass ich im Herbst hoffentlich wieder arbeiten kann.

Nimm dir lieber zu viel als zu wenig Zeit 😉

• x 2 #16


invisiblemuesli
Ja, das denke ich mir auch. Mein Freund ist halt sehr leistungsorientiert - ohne Leistung bin ich quasi nutzlos...nicht böse gemeint, aber ich muss halt arbeiten gehen...was ich ja gerne tue...man wird sehen wie es mit dem Entzug überhaupt klappt. Aber wenn ich nochmal zu Benzos greife, wird er mich verlassen, das ist sicher..... traurig( und davor habe ich Angst...das ich das nicht schaffe...

• x 1 #17

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D
Zitat von invisiblemuesli:
Aber wenn ich nochmal zu Benzos greife, wird er mich verlassen, das ist sicher..... ( und davor habe ich Angst...das ich das nicht schaffe...

Mach das für dich und deine Kinder. Das ist am Wichtigstens.

• x 1 #18


E
Zitat von invisiblemuesli:
Hallo! Bei mir geht es um Praxiten. Ich bin bei der Höchstdosis angelangt und muss davon einfach weg.

Die Anfangsdosis sollte 25-50 mg Oxazepam (Praxiten) betragen. Danach kann die Tagesdosis erforderlichenfalls auf bis zu 150 mg Oxazepam/Tag gesteigert werden. Die Tagesgesamtdosis beträgt in der Regel 50-150 mg Oxazepam/Tag. Sie kann auf mehrere Einzelgaben mit einer größeren Dosis zur Nacht verteilt werden.

Wieviel nimmst du denn aktuell, wenn du von Höchstdosis sprichst? Und wie lange nimmst du sie schon? Bei welcher Diagnose, wenn du denn eine bekommen hast?

• #19


invisiblemuesli
@Gedeon
Also ich nehme aktuell 150 mg Oxazepam und 20mg Paroxetin. Die Benzos nehme ich seit 1 1/2 Jahren und in der Dosis ein halbes Jahr würde ich sagen. Ich habe eine Angst- und Panikstörung, Zwangsgedanken und Zwangsstörung, schwere Depression, emotional- instabile Persönlichkeitsstörung vom Typ Borderline, eine isolierte Phobie (Emetophobie) und kPTPS. Die Benzos nehme ich deshalb, weil es für mich mit den Attacken nicht mehr möglich war zu leben...konnte nicht mehr arbeiten und den Haushalt führen...die gingen über Tage...mir war ständig übel.....

• x 1 #20


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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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