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E
Zitat von invisiblemuesli:
Ja, das denke ich mir auch. Mein Freund ist halt sehr leistungsorientiert - ohne Leistung bin ich quasi nutzlos...nicht böse gemeint, aber ich muss halt arbeiten gehen...was ich ja gerne tue...man wird sehen wie es mit dem Entzug überhaupt klappt. Aber wenn ich nochmal zu Benzos greife, wird er mich verlassen, das ...

Ich finde du stehst unter enormen Druck, dieses ich muss das nun alles schaffen sonst klappt es nicht mehr mit der Beziehung und ich muss danach Leistung erbringen und arbeiten gehen weil du sonst nutzlos für ihn bist.

Ich kenne eure Beziehung nicht und ich möchte auch nicht dein Partner verurteilen weil er so gestresst ist mit der Situation, doch ich weiss nun was du damit sagen wolltest, dass er denkt danach seist du wieder zusammengeflickt und seist wieder die Alte Partnerin von damals, obwohl du selber innerlich bereits weisst, dass es viel länger braucht als er sich das vorstellt und das macht dir sicher Druck und Ängste, ich hoffe du lernst in der Klinik genau dies an zu gehen damit er dich nicht mehr unter Druck setzen kann mit seinen Erwartungen, nicht wegen dem Entzug das ist super dass du das machst aber es gibt ja auch noch psychische Gründe.

x 5 #21


Falko78
Nimm bitte das Angebot mit der Klinik an. Egal, was andere sagen oder denken - es ist Deine Gesundheit.
Was wird möglicherweise geschehen, wenn Du die Klinik hinter Dir hast? Wahrscheinlich geht es bergauf, vielleicht kommt noch eine Tagesklinik hinterher.

Das bringt weitere positive Effekte mit sich...und hier schreibe ich als Angehöriger einer Betroffenen...
Was Dein Mann gesagt hat, ist nicht nett. Es klingt sehr stark nach Überforderung und gleichzeitig auch nach "bitte, bitte tu etwas".

Ich unterstelle mal, dass Dein Mann, ebenso wie ich, kein ausgebildeter Psychologe ist. Ich kann Dich verstehen, aber auch die andere Seite - die des Angehörigen.
Ich war auch häufig überfordert, schon damals, als es bei meiner Frau vor 10 Jahren mit Panikattacken losging.
Es fallen Sätze, die man nicht so meint.

Wenn Dein Mann sonst eher positiv auf Dich einwirkt, dann leg den "falschen" Satz ab. Schlepp nicht weitere Last mit Dir rum, sondern konzentriere Dich auf Deine Gesundheit.
Vielleicht hast Du den "falschen" Satz schon bald wieder vergessen.

Ich drücke Dir die Daumen und hoffe, dass es bald wieder bergauf geht!

x 5 #22


A


Klinik - ohne mich geht es allen besser

x 3


K
Könnte er mit dieser Aussage gemeint haben: "wenn du wieder glücklich und du selber bist" ? Wir Menschen drücken uns nicht immer optimal aus. So kam seine Aussage, er wolle wieder die alte Freundin haben, bei dir so an, als müsstest du wieder so sein, wie du früher mal warst, was ja tatsächlich niemand leisten kann und was dich sehr unter Druck gesetzt hat, während er er dich doch nur wieder glücklich sehen will?
Diese beiden Aussagen sind tatsächlich nahe beieinander und tatsächlich würde vielleicht ein Freund auf Nachfrage antworten: "ja ich will, dass du wieder so bist, wie du mal warst" obwohl wir eigentlich damit meinen: "ich will, dass du wieder glücklich bist"!
Selber hat jeder manchmal auch einen Knoten in den Hirnwindungen und sagt nicht alles richtig.
Ein Angehöriger ist selber emotional sehr unter Stress. Dass dann mal unglückliche Aussagen kommen, müssen die Erkrankten berücksichtigen und lieber einmal mehr nachfragen, als dass sich falsche Annahmen verinnerlichen. Aber das ist, wie wir alle wissen, auch Teil des Krankheitsbildes, dass Unsicherheiten bestehen, Zweifel kommen und dadurch falsche Annahmen entstehen.

Du hast ein großes und ein kleines Kind und er betreut diese während du weg bist. Das ist doch ein Liebesbeweis!
Ich wünsche dir alles Gute und du schaffst das!

x 2 #23


Gedeon
Google mal "Oxazepam Entzug"...Entzug von Benzodiazepinen.
Nicht weil ich dir Angst machen möchte, sondern damit du einfach weißt was auf dich zukommt.
Das wird nicht leicht werden. Setze dich durch, wenn du den Eindruck hast, dass sie in der Klinik zu schnell runterdosieren wollen.
Die Frage ist ja auch, wie dir dann alternativ geholfen werden kann, denn der Grund deiner Benzo-Einnahme wird ja nicht verschwinden, nur weil du das Oxazepam absetzt.
Es können auch Medikamente gegeben werden, die dir den Entzug erleichtern. Es ist wichtig, sich vorher darüber zu informieren, wie so ein Entzug ablaufen wird. Welche Möglichkeiten es gibt und wie lange es dauert, dauern kann....bis man wirklich davon weg ist.
Ich habe das auch mal machen müssen und kann daher mitreden. Allerdings war es nicht Oxazepam sondern Lorazepam. Der Entzug erfordert eine medizinische Begleitung und erfolgt durch das schrittweise Reduzieren der Dosis (Ausschleichen) über mehrere Wochen oder Monate.
https://www.mywaybettyford.de/suchtkompendium/oxazepam/
https://dassuchtportal.de/medikamentens...ne-entzug/

x 2 #24


invisiblemuesli
@Elemente, @falco78 Ja, ich werde das Angebot auf jeden Fall annehmen. Mir wurde bei dem 1- stündigen Gespräch mit dem Arzt auch gesagt, dass ich nicht weiß wie ich runterdosiert werde (weil ich das nicht wissen soll), aber Ersatzmedikamente bekommen werde, damit ich den Entzug nicht so schlimm spüre. 3 Wochen sind natürlich schon kurz, aber mit 6 Wochen Tagesklinik hintendran hoffe ich, dass es funktioniert.

Ihr habt auch recht damit, dass mein Freund einfach komplett überfordert ist und nicht weiß, was er mit mir tun soll. Er tut mir auch leid, weil ich ihm nicht das geben kann, was er braucht. Letztens habe ich zu ihm gesagt, dass ich mir unsicher bin, ob er das mit den Kids schafft (der Große ist in der Bubität) und er hat mich wieder bestärkt und gemeint, dass nur mehr die Klinik eine Option für mich ist. Auch mein großer Sohn kam zu mir und meinte: "Mama, du machst das jetzt. Wir wollen nicht, dass du stirbst. Vor allem der Kleine braucht dich noch." 😢 Ich war total sprachlos, dass er das so sieht und gleichzeitig auch erleichtert, dass er bemerkt, dass sich was ändern muss.

x 1 #25


invisiblemuesli
@Gedeon Ja, der Arzt meinte so: "die ersten 10 Tage werden die Hölle, dann geht's kurz bergauf und dann kommt nochmal der Horror"...."na super", hab ich mir dann gedacht.. 😩 Sie wollen es eh schrittweise reduzieren, aber halt innerhalb der 3 Wochen....mit Ersatz und anschließend Tagesklinik. Mannomann...und dann kommt noch das Beste: gestern hat bei uns der Blitz eingeschlagen...mein Kleiner war draußen (es hat nicht nach Gewitter ausgesehen) und es ist so viel kaputt...alle Fernseher, Omas Gechirrspüler, mein Ofen, mein Herd, Kaffeemaschine,usw....wir hatten kein warmes Wasser......

x 2 #26


Gedeon
@invisiblemuesli ach du meine Güte. Wenn es kommt, dann kommt es dicke. Das fehlt ja noch, das sind dann ja auch einige Kosten, die da auf euch zukommen.

x 2 #27


Falko78
@invisiblemuesli Das sind ganz liebe Worte von Deiner Familie!
Und damit haben sie recht.

x 2 #28


invisiblemuesli
Ich habe jetzt ganz offiziell einen Termin bekommen: Ich muss am 23.6. in die Klinik! HILFE! Ich hab sooooo Panik davor...zuerst habe ich mich voll gefreut und jetzt denke ich mir nur mehr: ich schaff das nicht, ich schaff das nicht....vor allem mein Freund und der Große streiten jeden Tag....jetzt hat er so viele Verbote bekommen...und vorgestern waren wir wieder im LKH weil er sich den Ringfinger gebrochen hat....jetzt hat er ne Schiene... 😩 Ich kann die zwei nicht alleine lassen- die bringen sich gegenseitig um....vor allem mein Freund und meine Oma haben dann meine Euphorie gedrückt...ich hab mich auf den Termin gefreut und sie dann halt: "Was? Du freust dich? Das wird sicher schlimm.." Danke auch....

Gestern haben wir Besuch bekommen und ich tat so, als hätte ich Migräne nur um nicht runtergehen zu müssen...bin dann 4 Stunden geschlafen weil ich mir eine ganze Praxi eingeworfen habe....heute hab ich bis halb 11 geschlafen, wollte nicht mitfrühstücken bzw. konnte nicht...mag nicht raus, nix mehr....will niemanden sehen und einfach nur schlafen, TV gucken und gamen.....dazu kommt noch dass unser Kühlschrank auch kaputt geworden ist wegen dem Blitzschlag...alles kaputt...wenigstens kümmert sich mein Freund darum weil ich könnte das nicht....so viele Gedanken und so viel Mist....

x 1 #29


Phaedra
Zitat von invisiblemuesli:
Gestern haben wir Besuch bekommen und ich tat so, als hätte ich Migräne nur um nicht runtergehen zu müssen...bin dann 4 Stunden geschlafen weil ich mir eine ganze Praxi eingeworfen habe....heute hab ich bis halb 11 geschlafen, wollte nicht mitfrühstücken bzw. konnte nicht...mag nicht raus, nix mehr....will niemanden sehen und einfach nur schlafen, TV gucken und gamen...

Ganz ehrlich. Du hast dich aus der Familie quasi schon rausgezogen indem Du Dich mit den Tabletten wegschießt. Und das belastet die Stimmung daheim sicherlich enorm. Vielleicht streiten die beiden weniger, wenn sich die Stimmung daheim insgesamt aufklart? Es ist Deine Pflicht, und das sag ich jetzt von Mutter zu Mutter, dass Du alles dransetzt wieder als Teil dieser Familie Deinen Platz einzunehmen. Und das heißt Verantwortung zu übernehmen und Deine Kinder zu leiten. Sich nur verstecken, alle Verpflichtungen dem Freund abzugeben und nur gamen oder TV schauen - das geht in Deiner Situation einfach nicht. Geh zu diesem Termin. Ja, es wird sicher hart, aber das bist Du Dir selbst und allen die von Dir abhängig sind schuldig.

x 2 #30


Z
Hey, gut, dass du den Termin hast! Ist ja völlig normal, dass da jetzt die Angst und Panik hochkommen, wenn es so konkret wird, wer hätte das nicht. Denk noch ein bisschen daran, wie du dich am Anfang gefreut hast und versuche das Gefühl wieder hoch zuholen. Es ist eine echte Chance für dich! Klasse, dass du das machst.

Ich hatte auch mal einen Klinikaufenthalt, bei dem ich dachte, ich kann meinen Mann mit meinem Sohn nicht alleine lassen. Es war eine sehr angespannte Situation und schließlich hat sich die Zeit für uns alle als positiv heraus gestellt. Mein Sohn war nachher viel selbstständiger und die Beziehung zwischen den beiden hatte sich auch positiv entwickelt.

Also, es kann auch gut sein!

Ich drücke dir die Daumen!

x 1 #31


Gedeon
Zitat von invisiblemuesli:
"Was? Du freust dich? Das wird sicher schlimm.." Danke auch....

Dass es leicht wird hat ja auch niemand behauptet. Aber du tust den ersten Schritt in die richtige Richtung, du machst einen Anfang um an deiner Situation etwas zu ändern, zu verbessern. Für euch alle.

Du musst jetzt nichts mehr abwägen, ob du in die Klinik gehst oder nicht. Du hast dich angemeldet und nun hast du einen Termin! Das ist doch Grund zur Freude. Nägel mit Köpfen machen und nicht mehr herumeiern.
Wenn ich das mal so sagen darf. Versuche zuversichtlich zu sein. Lass dich nicht runterziehen.

x 2 #32


Gedeon
Zitat von Phaedra:
Du hast dich aus der Familie quasi schon rausgezogen indem Du Dich mit den Tabletten wegschießt.


Diese Formulierung finde ich aber mehr als unpassend. Hast du selber schon mal Benzos genommen oder nehmen müssen?
Warst du auch schon mal von Benzos oder Psychpharmaka generell abhängig?
Du brauchst nicht antworten. Es geht mir nur um das Wort wegschießen.

x 3 #33


Phaedra
Zitat von Gedeon:
Diese Formulierung finde ich aber mehr als unpassend. Hast du selber schon mal Benzos genommen oder nehmen müssen? Warst du auch schon mal von ...

Ich antworte aber gerne. Nein, ich war noch nie von Benzos abhängig. Aber wenn man inzwischen bei einer Höchstdosis angekommen ist und den kompletten Tag verschläft und sich anderweitig zu fast nichts mehr aufraffen kann, dann finde ich das Wort "wegschießen" ganz extrem treffend. Man sollte sowas meiner Meinung nach nicht mehr beschönigen, sonst entsteht am Ende das Gefühl, dass es eh nicht so schlimm wäre. Natürlich gibt es Faktoren, die zu dieser Abhängigkeit geführt haben und das weil ich gar nicht kleinreden - die Schilderung eben und alles andere, was in den übrigen Threads der TE steht, zeigt aber eine ungeheure Dringlichkeit, und die möchte ich unterstreichen.

x 2 #34


Gedeon
@Phaedra die Dringlichkeit sehe ich ja genauso.
Wegschießen ist dennoch kein passendes Wort. Ich würde es eher Flucht nennen.

x 1 #35


invisiblemuesli
Also "wegschießen" finde ich ganz passend. Heute hab ich mir schon 100mg "eingeschossen" weil ich einfach nicht mehr kann. Bin seit 10 Uhr in der Arbeit und mir geht es psychisch ganz mies. Habe auch noch Halsweh und Schnupfen bekommen. Gestern hatte mein Großer Bauchschmerzen und ich hab mir einfach nur gedacht "Nimm einfach eine ganze Schachtel Benzos...dann biste weg und alles ist besser". S* Emetophobie...ich könnte ausrasten weil ich zu nix nutze bin...gestern hab ich meinem Freund gesagt dass es mir psychisch superschlecht geht und was macht er? Meckert mich an, weil ich, anstatt die Wäsche (es standen zwei Wäschekörbe da) bei meinem Lappi gesessen bin...kann ich ja verstehen aber Mann...ich will einfach nur noch Ruhe....

#36


invisiblemuesli
Zitat von Phaedra:
Ich antworte aber gerne. Nein, ich war noch nie von Benzos abhängig. Aber wenn man inzwischen bei einer Höchstdosis angekommen ist und den kompletten Tag verschläft und sich anderweitig zu fast nichts mehr aufraffen kann, dann finde ich das Wort "wegschießen" ganz extrem treffend. Man sollte sowas meiner ...

Und ja, es ist wahr, ich bin zu nix fähig, würde am liebsten den ganzen Tag schlafen und niemanden hören und sehen....exakte Formulierung....tatsächlich würde ich mich gerne wegschießen..... Kopf Wand

#37

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Finchen1985
Hallo.

Ich kann Dich verstehen, dass Du Angst hast, wenn Dein Kind Bauchschmerzen hat. Ich hab die Angst ja auch.

Bitte hör auf, Dich mit den Tabletten voll zu stopfen. 😔
Deine Kinder brauchen Dich. 💚

Versuch Dich irgendwie anders abzulenken.
Lies dem Kind was vor oder spielt was zusammen.
Oder hört ein Hörspiel oder so.

Wenn was is, schreib ruhig.

x 1 #38


invisiblemuesli
Ich stopf mich lieber mit Tabletten voll als halbtot auf der Couch zu liegen weil ich wieder eine Panikattacke habe und mein Kind nicht weiß was mit Mama los ist...das ist ja das Schlimme....ich will sie nicht nehmen, aber ich MUSS...weil ich sonst nicht funktionieren kann.... und das Schlimmste ist: ich befürchte daran wird auch die Klinik nix ändern....meine Attacken werden wiederkommen und das macht mich so dermaßen fertig dass ich einfach nicht mehr will und kann...

#39


Phaedra
Du brauchst einen Plan für nach dem Entzug, damit Du nicht in die eingefahrenen Bahnen zurückfällst, wenn Du aus der Klinik wieder draußen bist. Ich würde mich an Deiner Stelle jetzt schon um die Nachsorge kümmern - ambulante Betreuung, Psychotherapie, Tagesklinik, was auch immer zur Verfügung steht und Dir weiter hilft. Eventuell weiß der Hausarzt, wohin man sich wenden kann, oder Du rufst direkt bei der Klinik an, ob sie Adressen und Kontakte vermitteln können.
Ich sehe das mit den Entzügen bei meiner Alk. Nachbarin - die kommt regelmäßig aus Entgiftungen wieder nach Hause und nach kürzester Zeit geht es wieder los, weil die Alternativen und Perspektiven fehlen.....

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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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