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Hallo ihr Lieben,

meine Geschichte wird etwas länger und ich hoffe, ihr lest es trotzdem.
Meine Name ist Miriam und ich leide an einer generalisierten Angststörung. Vor etwa 11/2 Jahren war ich bereits in einer Klinik, die allerdings keinen nachhaltigen Erfolg brachte. Ich bekam dann von einem Psychiater Zyprexa, was mich fast symptomfrei gemacht hat. Leider habe ich davon bestimmt 30 kg zugenommen und habe es 5 mal versucht abzusetzen, was leider immer in einer absoluten Katastrophe geendet hat. Daraufhin begab ich mich vor 13 Wochen in einer teilstationären Therapie, um das Zyprexa auszuschleichen und wie ich dachte, ein vergleichbares Medikament zu finden. In der Tagesklinik befinde ich mich immer noch. Ich bekam Abilify, was mir ganz gut half. Dieses wurde jedoch bald wieder abgesetzt. Nun nehme ich seit 8 Wochen Ca. Lyrica und es hilft einfach nicht. Ich habe täglich Dauerpanik. Es ist so schlimm. Starke körperliche Symptome, die kaum auszuhalten sind. Jeden Morgen werde ich durch ein starkes Angstgefühl im Magen geweckt und so geht es dann den ganzen Tag. In der Klinik helfen sie mir medikamentös einfach nicht. An den Therapien nehme ich dennoch Teil. Was soll ich nur tun? Bitte helft mir.

Viele Grüße Miriam

28.10.2015 16:57 • 29.10.2015 #1


19 Antworten ↓


Icefalki
Liebe Miriam, willkommen hier.

Es tut mir leid, dass sich da nichts bessert. Mit medis kann ich nicht mitreden, hatte selbst nur Citalopram bekommen. Und deshalb bist du ja in der Klinik gut aufgehoben.

Jetzt nur mal meine Frage, du warst vorher stabil. Da ich das medi nicht kenne, warum nimmst du das nicht mehr. Nur wegen des Gewichtes?.

Ich nahm auch ca. 20 kg damals zu. Das war es mit aber wert. Sprich, lieber dicker und zufrieden, als mit Angst. Ich habe aber meine medikamentöse, angstfreie Zeit genutzt, um über mich nachzudenken warum ich diese Angst entwickelt habe.

Wie ist es bei dir? Konntest du daran arbeiten, oder tust es jetzt?

28.10.2015 18:00 • #2



Keine medikamentöse Hilfe in der Klinik

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Zitat von Icefalki:
Ich nahm auch ca. 20 kg damals zu. Das war es mit aber wert. Sprich, lieber dicker und zufrieden, als mit Angst.


Daumen hoch für diesen Satz

Genau das dachte ich mir vor 20 Jahren auch, ich bekam das Übergewicht aber auch ohne Medikamente hin. Und Übergewicht ist nun mal (wenigstens damals für mich) eine gut Nervenberuhigung. Fette schmieren die Nerven ein und machen stabiler.

lg
Franz Huber

28.10.2015 18:25 • #3


Joschi
Hallo Miriam...Warum wurde bei Dir das Abilify abgesetzt wenn es Dir geholfen hat?Ich kenn Zyprexa und Abilify gut.Das wurde mir in der Psychiatrie gegeben.Mir hat es leider nicht geholfen...Ich kann mir auch gar nicht vorstellen wie so ein Medikament gegen eine Angststörung hilft...Am besten ist es doch sich den Situationen zu stellen....

28.10.2015 18:34 • #4


Hallo,
ja ich würde dir gerne helfen.
Du hast Panikattacken oder ? Bei Panikattacken ist das so dass du die Muskelentspannung nach Jakobsen machen kannst. Das hilft super .
In der Zeit in dem du es machst kannst du keine Panikattacken kriegen. Und jetzt sag ich dir wie das geht. Du musst beide arme anspannen ganz fest und etwas länger halten , nachdem du dann loslässt spürst du eine große Entspannung . In der Zeit sagst du dir ganz viele positive Dinge wie zB. Ich habe keine Angst, ich bin sicher, ich bin gesund.
Dein Unterbewusstsein wird umprogrammiert.
Das sollte ganz gut funktionieren .

28.10.2015 18:37 • #5


Die Medikamente finden doch vor allem Anwendung bei Schizophrenie, Manie, Bipolaren. Versteh ich nicht, warum dir das gegeben wurde.

28.10.2015 18:38 • #6


Zitat:
Die Medikamente finden doch vor allem Anwendung bei Schizophrenie, Manie, Bipolaren. Versteh ich nicht, warum dir das gegeben wurde.


Weil Antidepressiva oft nicht ausreichend wirken.

28.10.2015 18:43 • #7


Neuroleptika sind da sicher keine optimale Lösung. Aber die Ärzte wissen bestimmt, was sie tun.

28.10.2015 18:49 • #8


Vielen Dank erstmal für eure Antworten. Ich bin damals in die Institutsambulanz, weil ich (nur) Unruhe hatte. Ich wusste ja gar nicht, was das Zyprexa mit mir anstellt. Das Problem war nicht nur die Gewichtszunahme, sondern, dass die Zunahme nicht aufhörte und ich mich immer depressiver fühlte. Das Abilify wurde mir gegeben als Ersatz für Zyprexa. Klar, diese Medikamente sind nicht für Angststörungen, aber sie haben ja geholfen. Nun ja, dass Lyrica hilft mir auf alle Fälle nicht. Aber jetzt mal abgesehen von den ganzen Medikamenten. Ich mache Sorgenkonfrontation, bewege mich viel, mache Entspannungsübungen, aber die körperlichen Symptome lassen nicht nach. Ich quäle mich von Tag zu Tag. Abends wird es meistens besser. Viele Grüße Miriam

28.10.2015 18:50 • #9


Zitat:
Neuroleptika sind da sicher keine optimale Lösung

Was wäre denn die optimalere Lösung....?

@Lala
Zitat:
Ich mache Sorgenkonfrontation, bewege mich viel, mache Entspannungsübungen, aber die körperlichen Symptome lassen nicht nach. Ich quäle mich von Tag zu Tag.

Meine bescheidene Meinung ist, dass dieser ganze Kram auch bzgl. der eigentlichen Krankheit wenig bringt.

Apropos, Zyprexa ist das Neuroleptikum, wo man am meisten mit zunimmt.
Bei Abilify wird es geringer sein. Den Stein der Weisen suchen wir hier allerdings noch

28.10.2015 18:51 • #10


Das sollte der Arzt wissen.

28.10.2015 18:52 • x 1 #11


Ich denke auch, dass, wenn man schon einiges an Therapien versucht hat, nur noch das richtige Medikament hilft. Ich bin quasi gesund in die Klinik, in der Hoffnung wir würden gemeinsam das richtige Medikament finden, und Nu Sitz ich hier und weiß nicht wie es weitergehen soll. Mit den Ärzten dort kann man nicht reden. Die lassen sich auf nichts ein...Leider.

28.10.2015 19:25 • #12


Icefalki
Muss nochmals nachfragen. du sagst, dass mit den Ärzten nicht zu reden sei?

Und auf was sollen die sich einlassen..sorry, ich verstehe das jetzt echt nicht. Geht's nur um medis?

28.10.2015 20:40 • #13


Ja, in dem Sinne schon.

28.10.2015 20:41 • #14


Icefalki
Lala, wenn dich meine Fragen nerven, sag es einfach. Aber ich kann mit deiner Antwort nichts anfangen.

28.10.2015 20:56 • #15


Nein, das hast du falsch verstanden, sorry. Ich wollte sagen, dass es mir im Moment wirklich nur um Medis geht. Die Therapie ziehe ich ja so durch, jedoch fällt es mir mit der Dauerpanik sehr schwer. Es ist einfach so, dass ich mich nicht ernstgenommen fühle. Die Schwestern sind toll, aber die Ärzte nicht wirklich. Kann ich von einem Medikament nicht Linderung erwarten?

28.10.2015 21:00 • #16


Icefalki
Das Problem mit den medis ist, dass die nicht alle gleich gut und was dem einem hilft,für den anderen eben nicht ,wirken. Ich war auch erstaunt, als ich das hier im Forum gelesen habe.

Und Dauerpanik ist echt schrecklich. Und dass du dich von den Ärzten nicht ernstgenommen fühlst, ist für eine "Psychoklinik" sehr sonderbar.

Oder stört dich deren "sachliches""Gebahren? Hoffst auf mehr Mitgefühl?

28.10.2015 21:08 • #17


Nein, eigentlich stört mich die Art und Weise der Ärzte. Die sagen einfach, dass das Lyrica in Studien das beste Mittel gegen GAS ist. Jedoch bin ich kein wissenschaftliches Objekt, sondern ein Mensch. Und dann geben die mir etwas, was mir geholfen hat und nehmen es mir wieder weg mit der Begründung, dass das Abilify nicht für die GAS zugelassen ist. Das ist ja auch nachvollziehbar und will ich gar nicht abstreiten, aber warum geben die es mir erst?

28.10.2015 21:16 • #18


Icefalki
Also das verstehe ich auch nicht. Da würde ich nochmals nachhaken. Evtl. stimmt ja die Diagnose nicht? Wenn es dir hilft?

Wie gesagt, ich kenne mich echt nicht aus, aber da müssten doch besserer Argumente angebracht sein, als dieses medi nicht für die Krankheit zugelassen ist.

Da würde ich jedes Detail wissen wollen.

28.10.2015 23:26 • #19


Die Diagnose stimmt schon, denke ich. Neuroleptike werden schon bei Angsterkrankungen eingesetzt. Natürlich ist das nicht die optimale Lösung, aber Lyrica hilft mir definitiv nicht...oder ich bin ein hoffnungsloser Fall, ich weiß es nicht. Auf alle Fälle fühle ich mich dort nicht mehr gut aufgehoben.

29.10.2015 06:54 • #20



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf