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Coru
Hallo zusammen,

ich habe dieses Thema erstellt, weil ich mich momentan in einer schwierigen Phase der Therapie befinde. Die ich i.wie selber herbeigeführt habe. Also ich bin erst ganz kurz in Therapie wegen meinen Panikattacken. Woran das liegt, weiß ich eigentlich schon, da ich schon mal in Therapie war. Ich dachte mir also.. ok ich mach das jetzt anders und dann hört das mit den Panikattacken auf. Es war einfach, weil ich so gehofft hatte, dass dann alles wieder schnell so ist wie früher. Das ging total nach hinten los.

Ich verhielt mich also anders als ich es sonst tun würde. Also ich verhielt mich so, wo ich später mal hin möchte, wie es für mich das beste ist.. nur war ich einfach noch nicht bereit dafür, dass weiß ich jetzt. Seitdem Zeitpunkt habe ich wieder schlimme Panikattacken, ich fühle mich generell grauenvoll und als würde das nicht reichen, habe ich jetzt auch noch schlimme Alpträume dazu bekommen. I.wie habe ich bei mir da was losgetreten. Habe jetzt öfter Therapie deshalb. Ich wollte nurmal nachfragen, ob das von euch vielleicht jemand kennt, dass bei euch i.was im Laufe der Behandlung "losgetreten" wurde und dann ging es erstmal richtig schlecht? Ich hoffe, mein Körper kriegt sich bald wieder ein. Danke schon mal fürs lesen

LG

Coru

11.03.2017 14:16 • 12.03.2017 #1


3 Antworten ↓


Hotin
Hallo Coru,

für das, was Du hier beschreibst, versuche ich mal einen Erklärungsversuch zu schreiben.
Zitat:
Woran das liegt, weiß ich eigentlich schon,


Das ist gut. Besser wäre es natürlich, wenn Du hier sagen könntest, worum es da geht.
Zitat:
Ich dachte mir also.. ok ich mach das jetzt anders und dann hört das mit den Panikattacken auf. Es war einfach,
weil ich so gehofft hatte, dass dann alles wieder schnell so ist wie früher. Das ging total nach hinten los.


Dann kennst Du den echten Grund eventuell noch nicht.
Es kann aber auch anders sein.
Zitat:
Ich verhielt mich also anders als ich es sonst tun würde. Also ich verhielt mich so, wo ich später mal hin möchte, wie
es für mich das beste ist.. nur war ich einfach noch nicht bereit dafür, dass weiß ich jetzt. Seitdem Zeitpunkt habe
ich wieder schlimme Panikattacken, ich fühle mich generell grauenvoll und als würde das nicht reichen, habe ich jetzt
auch noch schlimme Alpträume dazu bekommen.


Ich finde es gut und mutig, das Du Dein Verhalten verändert hast. Wenn Du jetzt wieder Panikattacken und
Alpträume hast, denke ich gibt es dafür vermutlich folgende Erklärung.

Du wirst nichts losgetreten haben. Der Grund für Deine ersten Ängste ist sehr wahrscheinlich eine selbst
gebaute Sperre in Deinem Unterbewusstsein.
Du versuchst jetzt mit der neuen Verhaltensänderung so zu tun, als sei da gar keine Sperre. Etwas, was Dich bisher
immer behindert hat, einfach ignorieren, funktioniert aber normalerweise nicht.
Du musst Dich unbedingt genauestens mit der Sperre in Deinem Unterbewusstsein beschäftigen. Die Tür, welche
immer noch verschlossen ist, musst Du erst öffnen.
Zitat:
Ich hoffe, mein Körper kriegt sich bald wieder ein.


Dein Körper kann daran gar nichts beeinflussen. Und von selbst hört das leider vermutlich nicht auf.
Kannst Du durch nachdenken diese Sperre finden? Oft sind das Menschen, sehr oft die Eltern oder Erzieher,
die mal etwas verboten haben.
Du kannst es aber auch selbst gewesen sein, die die Sperre gebaut hat, weil Du früher mal von einem Gedanken
irrtümlicherweise überzeugt warst. Von dem Du und ich heute aber wissen, dass es eine falsche Überzeugung ist.

Viele Grüße

Bernhard

12.03.2017 21:59 • x 2 #2


Nataraja
Ja, das ist definitiv bei mir auch so und ich habe mit meiner Therapeutin darüber gesprochen. Das empfehle ich dir auch.

12.03.2017 22:09 • x 2 #3


yellow_belly
Nicht genauso, aber so ähnlich sagte es letztens meine Psychiaterin. Nach meiner letzten Phase hatte ich 5 Jahre relative Ruhe, zwar mit Medi Unterstützung, aber egal. Damit hätte ich, nach heutigen Stand, leben können. Aber seit einiger Zeit hat es mich wieder eingeholt, das komplette Programm. Die Ansage war, sie wissen ja alles. Jetzt würde ich ihnen einen stationären Aufenthalt in einer Klinik empfehlen und tiefen psychologisch Ergründen vorher die Angst/Panik kommt. Tja - „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“ Johann Wolfgang von Goethe - nur mit der Realisierung, das wird sich zeigen.

12.03.2017 22:17 • x 2 #4





Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf