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frau_knacks

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Hallo ihr,
ich hatte heute mein aller erstes Gespräch mit einem Psychologen. Ich muss sagen dass ich eher enttäuscht bin.
Ich leide unter teilweise sehr heftigen Angstzuständen und phasenweise Hypochondrie. Er ging darauf aber kaum ein sondern fragte viel über meine Kindheit, über das Verhältnis zu meinen Eltern usw. Da meine Kindheit durchwachsen war (Scheidung, Vater brach iwann den Kontakt ab) fand er da natürlich viel Futter und bohrte immer weiter. Es fiel mir total schwer mich direkt so nackig zu machen vor einem völlig fremden und irgendwie fühlte ich mich die ganze Zeit missverstanden. Er sagte dann auch dass er nicht ganz den Zusammenhang zu meinen Ängsten und Panikattacken versteht. Ich fühlte mich die ganze Zeit so unwohl obwohl er an sich recht nett war. Außerdem war ich die ganze Zeit kurz vorm losheulen und wusste gar nicht warum.

Mich würde mal interessieren wie bei euch so die ersten Gespräche waren. Habt ihr sofort gespürt ob ein Therapeut zu euch passt? Habt ihr euch auch so schwer getan über euch zu reden mit einem völlig fremden Menschen? Musstet ihr weinen oder was hat es emotional mit euch gemacht?

28.05.2019 19:24 • 31.05.2019 #1


7 Antworten ↓


-Leeloo-

-Leeloo-


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Bei mir war es auch heftig, ich bin in Tränen ausgebrochen, das war mir auch sehr peinlich. Aber ich habe auch genau das gesagt, dass es mir unangenehm ist, dass ich jetzt heulen muss. Du kannst selbst entscheiden, was und wieviel du am Anfang erzählen möchtest. Du kannst auch sagen, dass es dir gerade unangenehm ist, dass die Situation neu ist und du dich unwohl fühlst. Wenn er empathisch darauf eingeht, kannst du nach und nach mehr erzählen...es liegt in deiner Hand...
Ich hatte ca. 5 Gespräche, um zu spüren, ob die Chemie zwischen uns passt.

28.05.2019 20:16 • #2


Safira

Safira


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Vergiss den Psychologen und ab zum nächsten Psycho Date.

Ich hatte bis jetzt 5 Erstgespräche. Alle waren anders. Nr1 und 4 haben mich nie wieder gesehen.
Beim fünften war ich sehr sehr skeptisch bezüglich der Erfahrung meiner letzten Therapeutin Nr.3. Habe dieses Erstgespräch von Nr.5 zu Hause im Geiste auseinandergenommen. Letztendlich habe ich mit ihm eine Therapie begonnen und bin sehr zufrieden.

Schlussendlich dient dieses Erstgespräch dazu um für dich herauszufinden ob du mit diesen Menschen über schwere Themen sprechen kannst. Ob es einen Ansatz für eine Basis gibt. Das kann man auch manchmal nicht beim ersten Gespräch erkennen. Aber wenn es gleich so abläuft wie du geschildert hast musst du gucken. In der Regel hast du fünf probatorische Gespräche, die man dazu nutzen kann. Du musst dich also nicht gleich entscheiden. Kannst du aber.

28.05.2019 20:20 • x 1 #3


frau_knacks

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Ich habe morgen direkt das nächste und bin schon sehr gespannt. Es ist leider mittags und danach muss ich wieder an die Arbeit, weshalb ich hoffe dass es mich nicht zu sehr aufwühlt.
Der von heute hat momentan auch nur was in der Gruppentherapie frei und ich bin mir noch nicht sicher ob das was für mich ist.

28.05.2019 20:38 • #4


Safira

Safira


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Hat er dich denn über diese Gruppentherapie aufgeklärt?

28.05.2019 21:37 • #5


frau_knacks

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@Safira nur ein bisschen, da war die Zeit dann leider schon um und er konnte nicht mehr so darauf eingehen. Ich weiß nur dass eine Sitzung dann 2x 50 Minuten dauert und 7 Teilnehmer dabei sind (was ich ganz schön viel finde)..

Das 2. Gespräch vorgestern war dafür total angenehm, ein sehr netter Psychologe der scheinbar auch viel Ahnung gerade von den ganzen Symptomen um die Panik herum hat. Leider arbeitet er nur bis 16 Uhr und was sage ich dann meinem Arbeitgeber?
Naja, weitersuchen ist angesagt...

Ich habe jedenfalls für mich herausgefunden dass eine Verhaltenstherapie mir eher zusagt als eine tiefenpsychologische. Das sagte mir auch der 2. Psychologe bei dem ich war. Das hat mir wieder etwas Hoffnung gegeben.

31.05.2019 11:14 • #6


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von frau_knacks:
Ich weiß nur dass eine Sitzung dann 2x 50 Minuten dauert und 7 Teilnehmer dabei sind (was ich ganz schön viel finde)..


7 viel? Ich war mal in einer Gruppentherapie, da waren 10-12 Teilnehmer. Es herrschte aber oft langes Schweigen, weil niemand sehr gesprächig war

31.05.2019 17:20 • #7


Safira

Safira


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Ich finde 7 auch okay. In meiner Psycho Klinik waren wir mindestens 14. Von Anfang bis zum Ende habe ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt. Die Therapeuten wechselten wie sie gerade Dienst hatten. War alles 0/8/15
Durch die Fluktuation waren wöchentlich auch 2-4 neue Patienten neu in der Gruppe. Es kam nichtmal ansatzweise ein Vertrauensgefühl in mir auf. Leider waren alle Krankheitsdiagnosen zusammen gewürfelt gewesen.

Wenn es von Anfang bis zum Ende immer die gleichen Leute wären, mit einem straiten Coach, würde ich sofort ja sagen.

31.05.2019 17:41 • #8



Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf


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