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Hallo allerseits,

ich habe eine Freundin die schon seit langer langer Zeit depressiv ist. Diese permanente negative Einstellung ist schon so fest verwoben mit ihrem Charakter, dass ich nicht weiß wann der depressive Teil aus ihr herausspricht und wann sie einen 'normalen' Moment hat.
Nun ist es schon so weit mir ihr das sie vollkommen resigniert und ihr alles egal ist. Das hat mir viel Angst bereitet, als ich letztends ein Gespräch mit ihr hatte und alles was ich herausbekommen habe ein "Ist mir eigentlich egal." war.
Da ich mich ein wenig mit Depressionen beschäftigt habe, sehe ich schon dass das in die vollkommen falsche Richtung geht und möchte nun unbedingt, dass sie zu einem Therapeuten geht.
Ich habe ihr das schon öfter vorgeschlagen aber sie hält überhaupt nichts von Therapeuten bzw. war in ihrer Jugend bei einem, der es noch schlimmer gemacht hat. Nun ist da ihre vollkommen negative Einstellung, ihr trügerisches Gefühl der Bedeutungslosigkeit aller Dinge(also brauch sie auch keinen Arzt sozusagen) und ihre schlechte Vorerfahrung mit Ärzten.

Was kann ich also am besten sagen und machen um sie Schritt für Schritt in eine Arztpraxis zu bringen? Was auch wichtig ist, wie kann ich mich verhalten, wenn sie vollkommen abblockt (was sie vermutlich machen wird)?


Ich würde mich so sehr über gute Ratschläge freuen, da ich die Situation momentan sehr akut empfinde und große Angst habe, es könnte schon bald zu spät sein!

Vielen Dank!

07.07.2013 00:21 • 06.08.2013 #1


2 Antworten ↓


Hat denn niemand eine Ahnung? ): Ich hatte heute die Situation in der sie sehr schwach war und sich stark geschnitten hat.
Wir haben uns getroffen und geredet und ich konnte ihr nur sagen was ich wusste und wie gern ich und andere Freunde sie haben aber in Hinsicht auf professionelle Hilfe habe ich keine Fortschritte gemacht. Das ist auch für mich frustrierend... niemand ne gute Methode oder Wortwahl auf Lager die er mit mir teilen kann?

06.08.2013 19:33 • #2


Leider nein.

auch ich habe in meinem engsten Freundeskreis eine Freundin der seit der Trennung vom letzten Freund, Mai 2012, total aus dem Ruder läuft .... sie interessiert sich für so gar nichts mehr, bricht auch den Kontakt ab zu fast jedem und das einzige was sie noch interessiert ist Sport und Diät. sicherlich, ich mach auch Sport und esse gesund, aber ich red nicht den ganzen Tag von nix anderem.
helfen werd ich ihr nicht können, denn der erste Schritt, also die Einsicht dass Hilfe nötig ist, muß von ihr alleine können. aber diese Einstellung dass alles egal ist und auch die Menschen, mit denen sie so ewig befreundet war, egal sind macht es extrem schwer an sie ranzukommen.

ich kann Dir leider nicht sagen was Du tun kannst.
aus meiner Zeit, wo ich so depressiv war, kann ich nur sagen dass wenn man mich versucht hat in eine Therapie oder ähnliches zu schleusen, ging das meist nach hinten los und ich hab nur noch mehr dicht gemacht.

06.08.2013 19:43 • #3




Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf