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Hallo zusammen
im Mai war ich zum Letzten Mal hier online.

Ich habe damals darüber berichtet, dass ich aufgrund meiner Angststörung seit Jahren Benzos einnehme und langsam ausschleichen möchte.

Bei meinem xten Selbstversuch bin ich diesen Sommer wieder gescheitert.

Bei 0.5 mg Xanax tägsüber und 10mg Zolpidem für die Nacht komme ich nicht weiter herunter. Und leider finde ich hier in der Schweiz keine Ärzte, die nach dem Ashton-Manual herunterfahren wollen.

Ab November hätte ich die Möglichkeit eines stationären Aufenthaltes in einer Privatklinik, die auf Angstörungen spezialisiert sind.

Sie haben mir vorgeschlagen, die Benzos innerhalb von 12 Wochen auszuschleichen und auf Seroquel umzusteigen, bis ich komplett absetzen könnte.

Begleitend bekäme ich kognitive Verhaltenstherapie-Sitzungen in Gruppen und alleine.


Was haltet ihr davon? Zunächst war ich von dem Angebot begeistert, aber inzwischen (nach nochmaliger Durchsicht des Asthon-Manuals) befallen mich Zweifel...


Was meint ihr?
Liebe Grüsse, Carla

03.09.2010 16:07 • 13.11.2010 #1


9 Antworten ↓


Hallo Carla

erstmal möchte ich sagen, finde es sehr mutig,
dass du von den Benzos loskommen willst.
Ich bin Alprazolam-Abhängig aber im Moment kommt für mich Entzug nicht in frage.

Zu deiner Situation: Ich möcht dir bei deiner Entscheidung nicht im Weg stehen,
aber Seroquel halt ich für keine gute Idee. Mir hat man das auch schon gegeben.
Es ist ein ziemlich schwaches Neuroleptikum das bei einem Benzo-Enzug eigentlich nicht viel nützt.

Die einzig wahre Entzugs-Methode bei Benzos finde ich ist die von Dr. Heather Ashton
aber die wird natührlich nicht überall angewandt.

Wie gesagt ist nur meine Meinung, lass dich nicht beirren
- PrivatKlinik hört sich doch auch gut an.


liebe Grüße und viel Kraft für den Entzug. Hannes

09.09.2010 22:01 • #2



Absetzen von Benzos in einer Klinik ? Positive Erfahrungen

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hallo,

mir steht auch entzug bevor, doch ich weiss nicht wie ich das mit einer ausgewachsenen angstneurose stemmen soll.

wo kann ich diese Ashton Methode machen? ist sie sanfter und erträglicher? gibt es adressen in stuttgart oder in der nähe?

vielen dank für jede hilfe die ich bekommen kann.

lg
tamarina

13.09.2010 19:07 • #3


Hallo ihr Lieben

@Hannes: vielen Dank für die ermunternden Worte!
Die Klinik macht wirklich einen sehr guten Eindruck. Morgen habe ich ein Vorgespräch, bei dem ich abklären möchte, wie langsam ich die Benzos abstellen kann.

@tamarina: ich stehe vor dem genau selben Problem wie du: ich sehe nicht, wie ich ohne Medis meine ebenfalls extreme Angstneurose in den Griff bekommen kann.

Ich leide seit genau 20 Jahren an Angst- und Panikattacken....

Deshalb ist das Ashton-Manual auch keine wirkliche Lösung für mich. Denn selbst wenn ich den Entzug dank Ashton-Manual problemlos schaffen würde, wäre ich beim Umgang mit meinen Ängsten immer noch auf mich alleine gestellt.

Deshalb habe ich mich für die Privatklinik entschieden: sie haben ein speziell entwickeltes Programm für Patienten, die unter starken Angst- und Panikattacken leiden. Hier kann ich den Umgang mit meinen Ängsten in einem geschützten Rahmen erlernen und hoffentlich mit in den Alltag nehmen.

Hier ein Link zu meinem Therapieprogramm:

http://www.privatklinik-wyss.ch/media/stationar_Angsterkrankungen.pdf

Herzliche Grüsse
Carla

14.09.2010 14:59 • #4


ich bitte nochmal dringend um adressen für kliniken die die ashton manual methode machen.

ich bin jetzt schon auf diazepan, aber damit geht es mir auch nicht sehr gut. jeden tag diese schweren attacken! es gibt keinen anderen ausweg als entzug bei mir.

lg
tamarina

15.09.2010 13:47 • #5


Liebe Tamarina
leider weiss ich keine Adressen für dich.
Vielleicht magst du einen extra Beitrag dafür eröffnen, den lesen dann hoffentlich mehr Leute... Ich drücke dir auf alle Fälle die Daumen

Ich war heute an einem Vorgespräch in meiner Klinik.
Sie haben mir im Moment von einem Entzug abgeraten.
Ich kann zuerst mit einer Angstbewältigungstherapie, kogn. VT, beginnen. Und wenn ich gefestigter bin kann ich nach eigenem Rhythmus, also hoffentlich nach Asthon, auschleichen...

Seid alle herzlich gegrüsst da draussen

15.09.2010 22:40 • #6


hallo,

hat von euch schon mal jemand einen normalen entzug von benzodiazepinen gemacht und kann davon berichten?

kann man die angst da auf mittelstark halten

oder läuft es anfangs gut doch trifft einen dann wie ein schlag?

hab jeden tag panik, die ärzte sagen durch die abhängigkeit der benzos. weiss nicht weiter, kann kaum mehr vors haus.

lg
tamarina

15.09.2010 22:56 • #7


hallo tamarina
was meinst du mit 'normalem' Entzug?

Einen kalten Entzug, also gleich auf null setzen, oder innerhalb von Wochen ausschleichen?

Was für Möglichkeiten hättest du denn?

Ich denke, dass Benzos die Angst verschlimmern können, aber ich denke auch, dass deine Ängste eigentlich einen anderen Ursprung haben, den du behandeln lassen solltest.

Wie wäre es mit einer kognitiven Verhaltenstherapie?

lg, Carla

05.10.2010 15:10 • #8


Hallo Carla,

die Ängste die ich jetzt habe, sind nicht meine Ängste, sie kommen von dem Benzo, dass ich lange genommen habe bei Bedarf. Aber lasst Euch von Ärzten nicht täuschen! Sie sagen euch, nimm es bei Bedarf, aber davon wird man süchtig, und was für Auswrikungen es hat sagen sie einem nicht!

Die Benzos bleiben lange im Körper und wirken von dort aus und machen schlimme Attacken.

Lg
tamarina

05.10.2010 15:29 • #9


Hallo Ihr Lieben,

ich hab jetzt meinen Benzo Entzug in der Klinik erolgreich hinter mir,

und es gingt Gott sei Dank mit ganz wenigen, Mittelstarken panikattacken, also ohne
eskalierende Attacken.

Bin so froh und möchte allen Mut machen in einer Klinik zu entziehen!

Wurde mit Distraneurin entzogen.

Liebe Grüße
Tamarina

13.11.2010 17:15 • #10



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