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Frozen93
Hallo ihr Lieben ich bin froh wenn Dienstag ist und ich nach langen 4 Wochen wieder zu meiner Therapeutin kann. Ich fühle mich nur noch am Boden und depressiv. Ich war für drei Tage im Krankenhaus weil ich eine Radiofrequenzablation am Fuß hatte. Habe mich auf der einen Seite sehr drauf gefreut und auf der anderen Seite wollte ich nicht. Richtig genießen konnte ich nicht. Nun bin ich wieder zu Hause bei den drei Mädels und Mann. Nun geht wieder gar nix mehr. Freue mich nicht mal auf mein Pferd das ich zur Verfügung habe. Nur müde und einfach tierisch genervt von Kindern und dem doofen Haushalt. Ich habe das Gefühl zu blöd für alles zu sein. Jeden Tag liegt hier Zeug und Dreck rum was mein Mann gar nicht wahrnimmt und es quasi an mir liegen bleibt. Jeden Tag von morgens an schon Streit. Wenn ich Zeit hab kann ich mich trotzdem nicht entspannen bzw. fühle mich hinterher nicht besser. Ich möchte mehr schaffen und immer Ordnung haben aber keine Kraft da ich ja irgendwie trotzdem ständig am werkeln bin aber wiederum auch mal nichts mache. Egal wie ich was mache ob Pause oder das Gegenteil ich finde keine Befreiung oder Befriedigung. Ich bin froh wieder daheim zu sein aber auf der anderen Seite wäre ich gerne wieder weg aber eben nur weil es nötig ist. Mir fällt auch auf ich habe gerne irgendwelche körperlichen Probleme wo ich zb operiert werden muss oder etwas gebrochen habe. Weil ich dann eben ruhig machen muss und auch Anerkennung bekomme. Der Tipp einfach nix zu machen wenn ich keine Lust habe bringt nix da es mit auch nicht hilft und jemand ja den Haushalt machen MUSS. Ich fühle mich mit viel machen und wenig machen nicht wohl. Wenn die Kinder vormittags Schule und Kindergarten sind schlafe ich wenn möglich immer was auf der einen Seite schön ist es aber wie zwingend vom Körper kommt. Wie so eine lahmende Müdigkeit. Ich würde gerne auch mehr arbeiten als ich im Moment tu aber dann wird es ja noch schlimmer. Weiß einfach nicht wo hinten und vorne ist. Meinem Mann kann ich langsam nicht mehr böse sein weil er es einfach nicht sieht oder stört. Es bleibt einfach alles an mir hängen. Genauso wie der Einkauf. Er hat keine Lust und macht es halt nicht. Ich habe für alles so blöde Schuldgefühle egal in welche Richtung. Finde es immer bei mir am Schlimmsten auch wenn es Momente gibt wo ich eigentlich sehe quatsch da wo ich putze liegt mehr Dreck wie bei mir. Aber die Wahrnehmung sagt was anderes. Sorry für den langen Text. vielleicht hat ja jemand Lust zu antworten

07.12.2019 09:06 • 09.01.2020 #1


7 Antworten ↓


Knipsi
In so einer situation saß ich damals in meiner ehe, die mittlerweile geschieden ist. Ich fuehlte mich wie du. Im hamsterrad sitzend, funktionieren muessend, gleichzeitig voellig erledigt und meinen vormittag mit schlaf verbracht, weil ich sonst damit beschaeftigt war es allen recht zu machen, mich um alles zu kuemmern und alles irgendwie zusammen zuhalten.

Was dein wunsch nach einer Symptomatik betrifft. Das kenne ich zu gut! Wenn ich iwas bevorstehen habe, wo sich alles in mir wehrt.. Durchdenke ich situationen, wie zb. Gleich falle ich die treppe runter und denn falle ich aus. Aber da es was "sichtbares" ist hat jeder verstaendis und sorgt sich um mich und ich muss kein schlechtes gewissen haben wenn ich nicht mehr kann.

Wie ist das so mut deinem mann so als paar? Nehmt uhr euch zeit fuer euch? Sehr ihr euch noch als paar? Teilt ihr noch momente nur zu zweit? Wenn du ihm all das sagst wie du dich fuehlst, wie reagiert er darauf? Sagst du ihm das ueberhaupt? Oder erzaehlst ihm nur wie das schon wieder alles aussieht in eurem haushalt?

07.12.2019 09:59 • #2



Hallo Frozen93,

Suche Austausch mit einer Mama

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Frozen93
Zitat von Knipsi:
In so einer situation saß ich damals in meiner ehe, die mittlerweile geschieden ist. Ich fuehlte mich wie du. Im hamsterrad sitzend, funktionieren muessend, gleichzeitig voellig erledigt und meinen vormittag mit schlaf verbracht, weil ich sonst damit beschaeftigt war es allen recht zu machen, mich um alles zu kuemmern und alles irgendwie zusammen zuhalten.Was dein wunsch nach einer Symptomatik betrifft. Das kenne ich zu gut! Wenn ich iwas bevorstehen habe, wo sich alles in mir wehrt.. Durchdenke ich situationen, wie zb. Gleich falle ich die treppe runter und denn falle ich aus. Aber da es was "sichtbares" ist hat jeder verstaendis und sorgt sich um mich und ich muss kein schlechtes gewissen haben wenn ich nicht mehr kann.Wie ist das so mut deinem mann so als paar? Nehmt uhr euch zeit fuer euch? Sehr ihr euch noch als paar? Teilt ihr noch momente nur zu zweit? Wenn du ihm all das sagst wie du dich fuehlst, wie reagiert er darauf? Sagst du ihm das ueberhaupt? Oder erzaehlst ihm nur wie das schon wieder alles aussieht in eurem haushalt?

Danke für deinen Text. Ja wir nehmen uns auch Zeit zu zweit. Also mal ein Tag komplett ohne Kinder so alle 5 Monate. Und sonst halt Abends aber auch nicht jeden Tag. Geht eh nur alle zwei Wochen da mein Mann alle zwei Wochen Spät bis 12 Uhr nachts hat und Vormittags jeder so sein Ding macht. Ich spreche beides an. Aber ihn stört das nicht so und macht sich da kein Kopf. Er ist der Verdiener und dafür fühlt er sich halt verantwortlich. Klar wenn ich einkaufen muss usw. bleibt er mit den Kindern zuhause oder wir unternehmen was zusammen. Aber zb in der Zeit wo ich im Krankenhaus war hat er sich natürlich um die Kinder und kochen gekümmert und Hausaufgaben. Aber was den Haushalt betrifft nichts. Ja ok spülmaschine halt eingeräumt und ausgeräumt bzw halt das was vom kochen anfällt oder die getragene Kleidung in den Wäschekorb.

07.12.2019 11:11 • #3


Icefalki
@frozen , ich kann dich so gut verstehen, da ich diesen ganzen Haushaltsmüll auch zum Kotzen gefunden habe, bzw. immer noch als Zumutung empfinde, ein nie endender Kreislauf, von langweiliger, nicht beachtender Tätigkeit. Bäääh.

Wir müssen darüber auch nicht diskutieren, dass gewisse Dinge einfach zu tun sind, aber man darf auch durchaus mal sagen, dass es einem stinkt.

Und das ganz gewaltig. Mir geht es so, dass, wenn ich den Haushalt machen muss, mich ja keiner stören darf, denn, komm ich aus dem Rhythmus, hab ich keine Lust mehr.

Und wenn ich Stunden damit zugebracht habe und innerhalb von 5 Minuten sieht es wieder chaotisch aus, empfinde ich das als eine Herabwürdigung meiner Person.

Hab mir dann eine Hilfe geholt, einmal in der Woche, dann war es supi. Jetzt sind die Kinder weg, bedeutet deutlich weniger Chaos. Aber damals, ich hätte ausflippen können. Kann dich also gut verstehen.

07.12.2019 14:13 • x 1 #4


Orangia
Ich hatte das auch, 2 Kinder und obendrein einen nervösen Hund, der immer gehaart hat wie blöd (Dalmatiner) und am liebsten immer und ständig ausgeführt weden wollte. Da hab ich auch regelmäßig am Rad gedreht und manchmal geweint vor Frust.
Da hilft nur eins: so gut es geht Gelassenheit üben und fünf gerade sein lassen.
Sich sagen, daß es nicht den Rest deines Lebens so ist, sondern nur eine Phase.
Es wird nicht besser, sondern nur anders
Anstatt ständig zu putzen mal lieber eine Runde Mensch ärgere dich nicht oder Uno mit den Kindern spielen.
Die sind so schnell groß finde ich, und ich denke auch manchmal, hätte ich mir bloß mehr Zeit genommen...

07.12.2019 18:10 • x 1 #5


meryem
Hallo Frozen 93,
Ich bin 39 Jahre alt und habe 3 Kinder.
Auch mir wird häufig alles zuviel.
Besonders morgen ist es bei mir am schlimmsten.
Wie geht es Dir zur Zeit?
Lg

28.12.2019 21:24 • x 1 #6


Frozen93
Zitat von meryem:
Hallo Frozen 93,Ich bin 39 Jahre alt und habe 3 Kinder. Auch mir wird häufig alles zuviel. Besonders morgen ist es bei mir am schlimmsten. Wie geht es Dir zur Zeit?Lg

Danke für deine Antwort. Über die Ferien war es sehr anstrengend. Es gibt Tage da fällt es mir leichter oder schwerer. Aber allein das Gefühl man ist für alles zuständig zieht mich extrem runter und dich? Was hast du denn für eine "Krankheit"?

09.01.2020 17:17 • #7


meryem
Hallo Frozen.
Die Ferien sind jetzt vorbei.
Ich hatte das Glück das mein Mann Urlaub hatte, von daher stand ich nicht ganz so alleine da.
Meine Kinder sind 14, 5 und 3 Jahre alt.
Ich fühle mich auch häufig überfordert und denke ich werd den Kids nicht gerecht. Vom Haushalt will ich gar nicht erst anfangen.
Ich habe mir eine Haushaltshilfe gesucht, sie kommt mal sporadisch, das ist schonmal etwas Entlastung.
Mein Mann ist den ganzen Tag arbeiten.
Es gibt Tage wo ich viel schimpfe und mir tut es dann auch echt leid.
Ich habe Angst vor Krankheiten hauptsächlich und Depressionen, bin auch in Therapie.

Was hast Du für Krankheiten?
Wie alt bist Du wenn ich fragen darf und wie alt sind die Kiddis ?

Lg

09.01.2020 22:59 • #8




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