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Guten Abend!

Ich bin Sarina, fast 19 Jahre alt und bin gerade auf der Suche nach einem Grund für mein "Problem" auf dieses Forum gestoßen.

Ich weiß nicht genau, wie es sich nennt, was mein Kopf da fabriziert, also fange ich einfach mal an

Ich erinnere mich, dass es schon vor einiger Zeit (vielleicht 4 Jahre?) angefangen hat: Abends im Bett habe ich nachgedacht, und unterbewusst, gedanklich, war es, als würde ich einzelne Wörter wie auf einem Handy eintippen. Oder dass ich bei geschlossenen Augen eine Tastatur vor mir habe und ich die Augen von einem Buchstaben zum anderen bewege, gedanklich irgendwie Wörter schreibe.
Es hat damals schon angefangen, dass es mich stört. Mittlerweile wird es aber irgendwie schlimmer, störender. Irgendwann finden es an, dass ich unterbewusst (!) Wörter, die ich in Gesprächen (z.B. im Unterricht) höre, mit dem Finger z.B. auf mein Bein schreibe.. immer wieder, mehrmals hintereinander das gleiche. Und erst während ich das mache, wird es mir bewusst.
Es kommt mittlerweile immer öfter vor. Symbole, momentan Fragezeichen oder Kringel. Und sie müssen immer gleich aussehen. Gedanklich ist es dann so.. (Es muss auf der rechten Seite beginnen, dann zweimal im Uhrzeigersinn den Kringel zeichnen. Vier Stück davon, im Kreis angeordnet, wie ein Mandala. Dann noch welche dazwischen.) Und wenn ich dabei einen Fehler mache, fange ich neu an. Es macht mich wahnsinnig. Ich hoffe, das klingt nicht zu verrückt.

Aber eine Zwangsstörung fängt doch nicht unbewusst an, oder? Was ist das dann und woher kommt das?

Ich hoffe irgendwer kann einschätzen, was das sein könnte und mir dazu was sagen.
Vielen Dank schonmal!
Sarina

27.03.2016 22:14 • 27.03.2016 #1


2 Antworten ↓


Perle
Hallo Sarina,

nein, das klingt überhaupt nicht verrückt.

Seit ich denken (bzw. zählen) kann, zähle ich z.B. die Buchstaben einzelner Wörter. Wenn eine Ungerade Zahl dabei heraus kommt, so stört mich das und ich versuche, das Wort in eine Gerade Anzahl Buchstaben umzuwandeln. Ich zähle auch gerne mal Pflastersteine und achte beim Gehen darauf, nicht unbedingt auf Fugen zu treten.

Ich denke, dass viele Menschen sowas oder ähnliches machen, ist eine Art "Entlastung" für das Gehirn. Vermutlich mache ich das, wenn ich besonders viel "im Kopf" habe, was zu erledigen ist und mich stresst. Das Gehirn schützt sich dann in gewisser Weise.

Bist Du denn gerade gestresst?

LG, Martina

27.03.2016 22:25 • #2


Danke für die Antwort schon mal, das beruhigt mich. Naja, ein ruhiges Leben führe ich nicht. In Ausbildung und noch dazu als Krankenschwester. Und man hat ja doch immer was im Kopf und noch was zu erledigen und dies und das... Aber es stresst mich momentan nicht unbedingt merklich... Eher die Symbole in meinem Kopf. Die stressen mich.
Ich zähle bspw. auch beim Lesen die Zeilen und bewege meinen Finger alle 5 Zeilen nach unten. Aber das stört mich nicht mehr so sehr. Das muss ich einfach machen, und es ist eben so. Aber diese Symbole die ich mittlerweile seit bestimmt zwei Wochen immer und immer wieder in meinem Kopf zeichne, wenn ich zur Ruhe komme.. Das nervt mich einfach unfassbar, aber ich kann nicht aufhören.

27.03.2016 22:33 • #3




Prof. Dr. Borwin Bandelow