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Pebbles22
Guten Tag meine lieben,
Ich bin neu hier, darum stelle ich mich erstmal kurz vor.
Ich bin eine Frau, 32 Jahre alt und lebe seit ungefähr 6 Jahren mit einer angststörung.
Zwischenzeitlich war es ein paar Jahre besser muss ich sagen, jetzt seit ein paar Monaten hab ich wieder die volle ladung.

Im Moment beschäftigt mich eins sehr und zwar, dass ich oft mal Wortfindungsstörungen habe oder mal Wörter komplett vertauschen.
Habe mich grade mit einem Nachbarn unterhalten und statt trockner, mikrowelle gesagt. Das macht mir unheimlich Angst.
Beim Arzt war ich, der hat seine kleinen Tests gemacht und gesagt ich habe keinen Tumor. Blut ist alles super, Blutdruck ect immer alles gut.
Dann kommt die Angst, was wenn es doch ein Tumor ist, was wenn ich an frühdemenz erkrankt bin oder oder oder.
Googlen tu ich Gott sei dank schon garnicht mehr, wer weiss was man da noch für Krankheiten finden würde, wenn ich meine Symptome eingebe.

Im grossen und ganzen weiss ich ja, dass es vermutlich von meiner Angst kommt und den Stress der dadurch einher geht, aber ich würde gerne wissen, ob es hier jemandem genau so geht, vielleicht würde mich das mehr beruhigen.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Lieben Gruß

16.04.2023 11:31 • 31.05.2023 #1


20 Antworten ↓


Frau_Pübbels
Hallo ,

Zitat von Pebbles22:
Im grossen und ganzen weiss ich ja, dass es vermutlich von meiner Angst kommt und den Stress der dadurch einher geht, aber ich würde gerne wissen, ob es hier jemandem genau so geht, vielleicht würde mich das mehr beruhigen.


Wie Du schon erkannt hast , kommt das vom Stress. Kenne ich auch gut ,ich vergesse dann die Wörter oder vertausche sie ,so wie du . Hatte letztens etwas mehr Stress als sonst und da ist mir das auch aufgefallen, dass ich Wörter komplett falsch benutzt habe .

Also alles gut nix Tumor, nur Stress .

Edit : Wir haben einen ähnlichen Namen sehe ich grade

16.04.2023 12:28 • x 5 #2


A


Wörter vertauschen/Wortfindungsstörung-Angst!

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Pebbles22
Danke dir - das war schon sehr beruhigend. Man denkt immer man ist komplett alleine damit und ist total hilflos
Das hat mir schon sehr geholfen. Wahnsinn was die Angst alles mit uns machen kann.
Ja, das mit dem Namen ist ja mal super cool

16.04.2023 18:22 • x 1 #3


Frau_Pübbels
@Pebbles22 gerne das Gehirn kann unter Stress / angst seltsame Kapriolen schlagen. Kann ich ganze Arien von singen.

16.04.2023 18:23 • x 2 #4


Meteora
Angst wirkt sich auf das Sprachzentrum des Gehirns aus. So erkläre ich mir das, dass ich in meiner ersten Angstphase auch diese Wortfindungsstörungen hatte. Ich habe immer das Gegenteil von dem gesagt, was ich meinte, z.B. die Hose war mir zu groß statt zu klein. Ich hatte Angst, verrückt zu werden, aber es ging irgendwann wieder weg und war nicht sehr ausgeprägt. Das Schlimmste daran war die Scham in sozialen Situationen, wenn herauskam, dass ich das falsche Wort gesagt habe. Aber wie gesagt, es ist seit 7 Jahren nicht mehr aufgetaucht und ich lebe noch! Also kann es nichts Schlimmeres gewesen sein.

19.04.2023 20:06 • x 2 #5


F
Hallo, ich habe das beim Schreiben. In letzter Zeit fällt mir auf, dass ich in E-Mails oder Textnachrichten immer mal Wörter vergesse. Das macht mir unglaubliche Angst. Gut, man tippt immer mehr und schnell, meist nebenbei... Trotzdem ängstigt es mich. Das hat angefangen, als eine Kollegin mir mal sagte, ich habe in einer E-Mail ein Wort vergessen. Ich weiß nicht, ob ich danach mehr darauf geachtet habe.
Meinen Hausarzt brauche ich gar nicht nach einer Überweisung zum Neurologen zu fragen. Er kennt meine Hypochondrie. Es ist halt auch immer was anderes. Eben habe ich auch in dieser Nachricht ein Wort vergessen, noch korrigiert. Bin total fertig deswegen. Denke, dass ich einen Hirntumor habe.

26.04.2023 10:46 • x 1 #6


igel
Die Ängste können alle möglichen Sachen mit uns machen, welche dann wiederum neue Ängste auslösen...

31.05.2023 08:30 • #7


Pebbles22
Ich kann nicht mehr ehrlich! Sobald eine Sache beim Arzt abgeklärt ist, kommt eine neue. Traue mich schon garnicht mehr zum Arzt.
Jetzt habe ich seit Sonntag hin und wieder über den Tag verteilt so ein kribbeln im Rücken.. manchmal Schulterblatt gegend dann mal so richtung hintere hüfte.. auf jeden fall immer auf der rechten seite.
Kommt kurz und geht dann wieder und so weiter.
Hab natürlich den Fehler gemacht zu googlen.
Ich habe so die schnauze voll davon immer was neues zu haben und mir wieder Sorgen zu machen.
Vorallem wenn es sowas ist wie jetzt, wo es offensichtlich körperliche Symptome sind, also irgendwas muss ja da sein sonst würde es nicht so kribbeln. In meinem Kopf bin ich schon wieder unheilbar krank.
Hiiiilfe

31.05.2023 08:37 • #8


igel
Klar, Du brauchst professionelle Hilfe gegen die Ängste ! Die kann Dir so direkt aber hier keiner geben. Sprich das Thema Angststörung direkt beim Arzt an.

31.05.2023 08:40 • x 1 #9


Schlaflose
Zitat von Pebbles22:
Jetzt habe ich seit Sonntag hin und wieder über den Tag verteilt so ein kribbeln im Rücken.. manchmal Schulterblatt gegend dann mal so richtung hintere hüfte.. auf jeden fall immer auf der rechten seite.

Das wird ganz einfach ein eingeklemmter Nerv sein.

31.05.2023 11:42 • x 1 #10


petrus57
Zitat von feechen:
In letzter Zeit fällt mir auf, dass ich in E-Mails oder Textnachrichten immer mal Wörter vergesse. Das macht mir unglaubliche Angst.


Das geht mir in der letzten Zeit auch so. Ich schreibe was und im Nachhinein merke ich dann, dass ich einen Teil vergessen habe zu schreiben. Da fehlen dann mitten im Satz einige Wörter. Das macht mir auch massiv Angst.

31.05.2023 11:50 • #11


Phaedra
Zitat von Schlaflose:
Das wird ganz einfach ein eingeklemmter Nerv sein.

Ganz genau, irgendwas durch einen verspannten Muskel ausgelöstes. Vielleicht in der Nacht schlecht gelegen oder durch eine blöde Bewegung passiert.
Mir ist schleierhaft, wie man durch so etwas banales auf schwerwiegende Krankheiten kommen kann.

31.05.2023 11:56 • x 1 #12


R
Zitat von Pebbles22:
Guten Tag meine lieben, Ich bin neu hier, darum stelle ich mich erstmal kurz vor. Ich bin eine Frau, 32 Jahre alt und lebe seit ungefähr 6 Jahren ...

Oh, ich habe das andauernd.. gerade, wenn ich den Kopf mit Sachen voll habe und sehr gestresst bin.

Ich suche dauernd nach Worten, werde extrem vergesslich und vertausche Wörter. In ruhigeren Zeiten wird das wieder besser

31.05.2023 12:20 • x 2 #13


F
Oh Gleichgesinnte. Ich kenne das auch. Vor allem, wenn ich wieder akut ein Angstthema habe, an dem ich (mehr oder weniger) unterbewusst rummache. Ich vertausche dann ähnlich klingende Wörter (z.B. Report statt Rekord) oder vermische Sätze (wenn ich meinen Sohn fragen will wo er ist, gleichzeitig sagen will, dass ich hier bin, kommt so nonsense raus wie „wo bin ich?“) und dann kriege ich noch zusätzliche Angst vor Demenz.
Meine Therapeutin sagt, wenn das Zentrum für Emotionen durch Angst aktiv ist, ist der Cortex heruntergefahren und das logische Denken funktioniert nicht so gut wie unter Entspannung. Klingt voll logisch, meistens glaube ich es auch, aber in der akuten Situation dreh ich kurz frei.

31.05.2023 12:48 • x 3 #14


R
@FrauTrümi oh ja.. Rationalität ist sowas komisches, wenn man im Panik-Modus ist

31.05.2023 12:54 • x 1 #15


Pebbles22
@Phaedra naja dafür bin ich ja hier angemeldet, weil ich eben eine Angststörung habe. Und ich mache das ja nicht extra, dass ich mit wer weiss was für Katastrophen gedanken um die Ecke komme, wenn ich solche Symptome verspüre. Mein Kopf ist direkt bei MS, hirntumot ect ect.
Glaub mir, das macht mir keinen spaß

31.05.2023 13:17 • #16


F
@Rachelsarah Ja! Ich tu mir auch mega schwer, meine „Rationalität“ und „Emotionalität“ einzuschätzen.

Manchmal merke ich nur schwer, dass ich im Angstmodus bin und meine dann ich sei auch rational. Dann neige ich dazu, dumme Sachen zu denken und zu machen (zu angsthemen googeln etc.), obwohl ich eigentlich weiß, dass es mich noch mehr triggert und auch nichts bringt.
Wenn ich dann Abstand gewinne und von außen gucke, merke ich erst, was für einen Quatsch ich in dem Moment für „rational“ gehalten habe.

Ich habe mit meiner Therapeutin die Vereinbarung, dass ich Entscheidungen nur treffe oder in bestimmten Dingen aktiv werde, wenn ich mich „gut“ fühle, also keine Angst habe, weil ich nur dann WIRKLICH rational denken kann…
Hab da echt mittlerweile eine „Angst-Checkliste“, die mir hilft zu gucken, wie ernst ich meine „rationalen“ Gedanken aktuell nehmen kann.

31.05.2023 13:30 • #17

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Phaedra
Ich glaube Dir sofort, daß Du das nicht aus Spaß machst. Aber Kribbeln ist was derart harmloses und banales...sogar wenn man das googelt kommen in erster Linie Verspannungen, Nervenreizungen etc. Man muß schon recht um die Ecke googeln, daß man auf Hirntumore oder MS stößt.

31.05.2023 13:34 • #18


R
Zitat von FrauTrümi:
@Rachelsarah Ja! Ich tu mir auch mega schwer, meine „Rationalität“ und „Emotionalität“ einzuschätzen. Manchmal merke ich nur schwer, dass ...

Oh ja, das kenne ich. Gerade mit dem Googeln. Ich bin so jemand, mir hilft es sogar, medizinisch über meinen Körper Bescheid zu wissen. Also hab ich mit meiner Therapeutin ausgemacht, nicht komplett mit dem Googlen aufzuhören, sondern gesund und richtig zu googeln.

Wenn ich z.b. weiß, dass ich Nackenschmerzen habe und mir ist schwindlig, darf ich googeln schwindel durch Nackenschmerzen und darf mir quasi durch lesen, wie das zusammen hängt. Die Begriffe Schwindel wegen Hirntumor sind z.b. verboten, weil das gerade unlogisch ist

Ich lerne somit also, wie mein Körper funktioniert, dass einige Symptome bei meinen Krankheiten (ich habe auch Endometriose, was sehr viel Symptome macht, die ich nicht ignorieren kann) durchaus normal sind und ich deswegen nichts schlimmes haben muss. Mir hilft das, solange ich mich an die Regeln halte..

31.05.2023 13:37 • x 1 #19


R
Zitat von Phaedra:
Ganz genau, irgendwas durch einen verspannten Muskel ausgelöstes. Vielleicht in der Nacht schlecht gelegen oder durch eine blöde Bewegung passiert. ...

Dann hast du eventuell einen Teil einer generalisierten Angststörung nicht verstanden. Das ist nämlich genau ein Symptom davon.

Oft stecken dahinter größere Ängste oder gar Traumas. Konnte man sich schonmal nicht auf seinen Körper verlassen oder hat man sich extrem hilflos gefühlt, kommt dieses Gefühl automatisch bei so banalen Dingen wieder. Das ist ganz normal, weil unser Gehirn eben so funktioniert.

Man muss so eine Angststörung nicht zwingend nach schlechten Erfahrungen entwickeln, aber dennoch kommt das oft vor. Die Betroffenen können dazu nichts und sind nicht hysterisch oder übertreiben es gerne. Das ist einfach ein Schutzmechanismus vom Körper und vom Gehirn. Das muss man über lange Zeit bearbeiten, aber dass es da ist, ist erstmal vollkommen in Ordnung, wenn auch für Ausenstehende oft unverständlich..

31.05.2023 13:42 • x 2 #20


A


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