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201423.12




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Brandenburg
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Hey Valhalla!

Ach herrje. Das klingt ja auch sehr schlimm.

Ich glaube jeder hat da so seine eigenen Hilfen.

Wo ich noch mein Auto hatte, half es mir, immer eine leere Flasche dabei zu haben und Klopapier. Ich brauchte es nie, aber es war gut zu wissen, dass ich es dabei hatte.

Außerdem half es mir wieder rum eher, wenn ich das Gefühl hatte leicht dehydriert zu sein. Also z.B. rauchte ich vorher eine, mein Mund war trocken und somit half es mir persönlich (!) eher.

Wenn ich daran denke etwas zu trinken, was Koffein inhält, dann würde ich wohl noch panischer werde, denn Koffein wie z.B. bei Kaffee verschlimmert eher das Ganze.

Heute ist das beste Beispiel. Morgens war ich super gelaunt aufgestanden, noch den Rest für die Feiertage eingekauft, es war echt viel los, aber es ging alles. Zum Frühstück als Belohnung zusätzlich schönen Kaffee. (das ist das traurige. Ich liebe Kaffe :( ) .. Dann Mittags ging ich erneut los um meinen Gutschein abzuholen. Kurz davor fing es an und als ich drin war musste ich erstmal zum Klo. Dann konnte ich halbwegs gut mich in die Schlange stellen.

Den Rest des Tages fühle ich mich angespannt und musste auch sehr oft. Das mit dem Kaffee ging mir net mehr aus den Kopf.

Eine Psychotherapeutin gab mir auch als Tipp immer eine Flasche dabei zu haben wo halt was drin ist, dass ich dann wenn es wieder losgeht was trinke und mich darauf konzentriere. Allein der Gedanke daran lässt mich mulmig werden. Aber wir sollen uns ja den Ängsten stellen ..

Auf das Thema antworten


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Niedersachsen
  26.12.2014 16:22  
Hallo,
auch ich kenne das Problem. Ich habe das Problem seit ich klein bin. Bei mir ist es allerdings auch Zuhause so schlimm, weil meine Mutter aufgrund einer Zwangserkrankung viel Zeit im Badezimmer verbringt und ich deshalb oft nicht auf Toilette konnte. Im Kindergarten ist es dann das erste Mal aufgefallen. Da war es aber noch auszuhalten. In der Grundschule ging es mir psychisch besser und ich hatte kaum noch Probleme damit.
Dann kam die Realschule und das Theater fing an. Ich wurde gemobbt, weil ich oft auf Toilette musste und Zuhause wurde es auch immer schlimmer. Ich hatte panische Angst vor Ausflügen. Angst davor mit Freunden rauszugehen habe ich nicht, weil ich weiß , dass sie mich unterstützen und wir jederzeit auf Toilette gehen können, wenn ich das Gefühl habe zu müssen. Das hilft mir sehr. Ich war dann 2012 in einer Tagesklinik. Eigentlich war ich dort nicht wegen meinem Blasenproblem aber die Therapeutin wollte es trotzdem behandeln. Zuerst musste ich eine ganze Zeit lang eine Strichliste führen wann ich wo wie oft gehe und dabei hat sich rausgestellt, dass es ist, wenn ich unter Stress stehe oder die Angst da ist in nächster Zeit keine Toilette mehr aufsuchen zu können. Allerdings habe ich keine Angst davor mir in die Hose zu machen. Ich habe Angst vor dem Gefühl, dass die Blase richtig voll ist. Nachts bevor ich einschlafe gehe ich meist bis zu 20 Mal auf Toilette. Als nächsten Schritt gab es dann einen festen Plan der jede Woche erweitert wurde. Ich durfte nur noch alle halbe Stunde auf Toilette und es wurde gedehnt auf 3 Stunden. Das hat mir sehr geholfen. Jedoch nicht lange, denn als ich aus der Tagesklinik entlassen wurde, wurde es ganz langsam wieder schlimmer. Mittlerweile geht es eigentlich. Den Unterricht schaffe ich problemlos, weil meine Lehrer Bescheid wissen und ich jederzeit auf Toilette dürfte. Raus gehe ich auch ganz normal, vor allem um mich meiner Angst zu stellen. Jedoch bereiten mir Ausflüge mit der Klasse oder anderen Vereinen große Probleme trotz das alle Bescheid wissen. Ich schlafe Nächte vorher nicht und gehe nur noch auf Toilette. Während des Ausflugs selber, ist es aber erstaunlich selten , dass ich auf Toilette muss, so lange eine in der Nähe ist. Auch mit langen Busfahrten habe ich riesige Probleme. Manchmal kommt es mir wie ein Zwang vor auf Toilette gehen zu müssen. Ich denke mir " nein ich gehe jetzt nicht " und ohne mein volles Bewusstsein bin ich plötzlich auf Toilette.
Wenn es dann vorkommt, dass ich in einem Bus plötzlich auf Toilette muss, dann fang ich an zu weinen und kriege richtige Panik. Ich kann mich dann nicht beruhigen.
Das zweite Problem ist, dass meine Blase auch irgendwie spinnt. Ich trinke nicht viel. Vielleicht 1,5 Liter am Tag aber an manchen Tagen habe ich das Problem , dass ich plötzlich 5 oder 6 Mal hintereinander auf Toilette muss und jedes Mal richtig viel kommt. Der Harndrang fühlt sich aber genauso an wie der , wenn ich eigentlich nicht muss. Ich kann es nicht unterscheiden und habe deshalb das Gefühl und die Angst ich muss in der Nähe einer Toilette sein, weil ich das ja plötzlich wieder bekommen könnte.
Bei Ärzten war ich schon und die sagen alle, dass das nicht möglich ist. Aber ich bilde es mir nicht ein. Ich habe Freunde, die bezeugen können, dass ich manchmal plötzlich so einen starken Harndrang habe und auch extrem viel kommt. Ich würde schätzen während der 5-6 Mal insgesamt so 4 Liter. Meine Therapeutin kann sich das auch nicht erklären. Nur bei dem anderen , was ich weiter oben beschrieben habe, ist sie sich sicher , dass es sich um eine Reizblase handelt.

Liebe Grüße,
pain



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  22.09.2015 20:25  
hallo :)
ja ich kenne es auch..
Es ist bei mir früher immer gut gelaufen, aber als ich mit einer Trainingsgruppe nachhause gefahren bin, musste ich unglaublich auf die Toilette! Ich war ca. 12 und es war keine Einbildung sonder eine Tatsache. Das Ende vom Lied war, dass der Bus wegen mir angehalten hat und ich hinter einem Busch meinen Drang befriedigen konnte.
In den nächsten Wochen und Monate sind recht *normal* gewesen. Doch als ich dann in die Pubertät kam, fing auch der ganze Horror an! Ich bekam die ersten Ausschüsse (ein ganz normaler Prozess, welcher sich bei Frauen abspielt).
Da ich aber davon nichts wusste, dachte ich immer das in meinem Slip Urintröpfchen seien..
Natürlich habe ich mich verrückt gemacht, zuerst war nur das Busfahren ein Horror, da ich die Inkontines mit der Geschichte verband. Dann ziehte es sich aber in alle Bereich! Außer zu Hause oder bei Freunden, die Schule ist bist heute echt schlimm...
Ich habe mir früher zich Lagen Toilettenpapier in den Slip gelegt und somit viele Minuten in der Toilette verbracht.
Ich hatte in der Stadt, beim Sport, im Unterricht, im Bus und im Auto immer Panik. :( und habe sie heute immernoch in der Schule. Ich hasse es so an mir!
Man fühlt sich einfach so dumm und so hilflos. Obwohl das Problem und die Ursache bekannt ist, kann ich mir selber einfach nicht helfen. Die Angst bleibt einfach immer im Hinterkopf..
Das komische ist aber, dass obwohl ich vor 20 Minuten erst war, muss ich und dann kommt auch wirklich viel. Zu wissen, dass mein Kopf nicht immer ganz falsch liegt, macht alles noch etwas schlimmer!
Das mache ich heute nicht mehr, aber ich habe keinem mein Problem erzählt, da es mir sehr unangenehm ist.
Mein S. ist schön, aber ich habe in machen Situationen einfach Angst vor dem, was passiernen könnte. :/



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  23.09.2015 17:15  
Hallo Luv,

ich kenne das, was du beschreibst sehr gut.
Die Angst ist immer da... wenn man etwas plant, plant man für seine Blase direkt mit...
"schaff ich das? ist da eine Toilette? Wie lang ist man wohl unterwegs?"
Und das deprimiert und engt die Freizeitgestaltung sehr ein.

Auch bei mir ist es so, dass ich (je nach Situation) vor 20 Minuten zur Toilette gegangen sein kann, dann aber plötzlich starken Drang verspüre und zur Toilette gehe... die Menge ist dann so, als wäre ich seit knapp 1,5 Stunden nicht mehr auf der Toilette gewesen... und das obwohl ich viel zu wenig trinke.
Warme Getränke, Säfte etc. meide ich, wenn ich weiß, dass ich nochmal irgendwohin muss, wo keine Toilette in "greifbarer Nähe" ist.

Darf ich fragen, wie alt du bist?
Hast du schon etwas diesbezüglich unternommen? Therapie? Medikamente?

Ganz liebe Grüße
Pfirsich



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  23.09.2015 19:45  
Hey :)
Ich bin 18 und habe das Problem schon seit 6 Jahren.
Keine Therapie aus Scharm und ich habe auch wegen dem Thema noch nie Tabletten genommen.

Das Problem ist der Kopf, da helfen meiner Meinung nach keine Tabletten.
Zudem will ich nicht von Tabletten abhängig sein.



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  24.09.2015 09:15  
Huhu Luv,

also für das Thema brauchst du dich nicht schämen. Wirklich nicht.
Je offener du damit umgehst, desto mehr wirst du merken, wie positiv die Resonanz darauf ist.
Schau doch mal auf meinem Blog vorbei, da schreibe ich fast ausschließlich über das Problem und auch mein Umfeld (selbst mein Arbeitgeber) weiß Bescheid und ich kann dich beruhigen... bisher habe ich nie negative Rückmeldungen erhalten oder werde seit dem anders angesehen.
Die Menschen sind interessiert, fragen viel und gehen in der Regel sehr rücksichtsvoll damit um.

Ich bin 28, seit 8 Jahren erkrankt und habe nie ein Geheimnis draus gemacht.
Ich würde dir empfehlen mal einen Urologen aufzusuchen... erst einmal organisch alles abklären lassen.
Sollte dieser nichts finden, weißt du zumindest, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass es am Kopf liegt.
Und auch da gibt es mehrere Therapieformen. Entweder eine Therapie in Form bei der Physiotherapie oder durch Medikamente. Der Psychiater/Psychologe versucht es gerne mit Antidepressiva, die 1. nicht abhängig machen (alter Irrglaube...) und 2. auf die Rezeptoren wirken, die Auswirkungen auf das Reizempfinden der Blase haben können.

Gruß
Pfirsich



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  02.03.2016 22:43  
Hallo zusammen,
Ich möchte auch mal meinen Kummer von der Seele schreiben. Ich leide seit ca. 2,5 Jahren an einem Blasenproblem.
Angefangen hat es, als ich einen Kurs (vom Beruf Trainer) gegeben habe und gleichzeitig unter Ibuprofen stand. Auf einmal war es mitten im Kurs da..., ein Gefühl, als ob ich mich direkt einnässen würde. Ich bin demnach eilend aus dem Kurs raus gelaufen, aber es kam nichts. Nach pressen ein paar Tropfen. Danach wieder in den Kurs. Ibuprofen abgesetzt, aber eine Woche später im Kurs das gleiche Szenario. Ab da hat es sich verselbstständigt. :-(
Ich verspüre Harndrang bereits bei sehr wenig Wasser in der Blase und verkrampfe komplett. In stressigen Situationen ist es besonders schlimm. Ärzte konnten organisch nichts feststellen.
Ich versuche mich immer mit dem Problem zu konfrontieren. Mal gab es gute und mal schlechte Zeiten.
Derzeit bin ich auf einer Fortbildung und mein gesamter Tag denkt nur über die Blase nach. Heute komplett gestresst wurde Blutdruck gemessen und dieser war jenseits von gut und böse :-(
Alles einfach runterzuschreiben tut mal richtig gut :-) ich hoffe ihr habt positivere Nachrichten ;-)



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  03.03.2016 10:03  
Hallo MicNic92,

erst einmal Willkommen in dieser skurilen Runde :)
Dieses Gefühl, was du beschreibst, dürften wir alle nur zu gut kennen.
Du hast geschrieben, dass du bereits organisch alles abgeklärt hast. Ich gehe davon aus, dass du auch beim Urologen warst?!
Hast du weitere Schritte in Angriff genommen? (Psychotherapie, psychologische Behandlung zB durch Medikamente, Ursachenfindung)?
Frage nur aus reinem Interesse :)

Ich selbst habe dieses Leiden schon seit nun 9 Jahren und bei mir ist es ein ewiges Auf und Ab. Es gibt Wochen und Monate, da geht es mir gut und der Alltag lässt sich gut bewältigen (ich betone ALLTAG, weil ich mich in aussergewöhnlichen Situationen doch sehr einschränke).
Dann gibt es wieder Tage und Wochen (wie seit diesem Jahr) wo mir z.B. so etwas wie Einkaufen und in der Schlange stehen ziemlich schwer fallen.... ohne ersichtlichen Grund, ohne großartige Veränderungen die dies begünstigen könnten.
Und klar hinterfragt man oft, aber irgendwann kommt man an den Punkt, wo man eher akzeptiert und hinnimmt, als es totanalysieren zu wollen.

Am Ende bleibt uns nur "tapfer bleiben" und lernen, damit umzugehen :)
Und vielleicht findet man irgendwann einen Weg, die Angst zu bewältigen bis sie verschwindet oder man findet die Ursache und kann sie behandeln.

Ganz liebe Grüße



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Berlin
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  03.03.2016 10:42  
Schön zu wissen ,dass man nicht alleine ist.
Mein Problem hat Anfang 2015 angefangen.
Ich saß in der U Bahn auf dem Weg zur Arbeit , als ich bemerkt das etwas auslief , nur war ich mir nicht sicher, ob es Urin oder Ausfluß war.
Ich bekam sofort Panik und dachte jetzt bin ich inkontinent.
Seit dem trage ich Einlagen und es geht damit etwas besser, ich versuche so wenig wie möglich auf Toilette zu gehen und trinke tagsüber viel Wasser , Tee und Kaffee .
Ich habe auch mal meine Urinabgabe gemessen , um zu schauen , ab wann meine Blase Alarm schlägt.
Erst war ich bei 100 ml , mittlerweile schaffe ich 400 ml. Es ist ein kleiner Erfolg.
Ich test mein Urin ab und an mit Urinstix, da ich anfällig für Blasenentzündungen bin.
Zuhause hab ich dieses Problem weniger, genau wie bei euch kommt die Panik erst hoch ,wenn ich das Haus verlasse.
Ich habe Angst mich einzunässen vor fremden Leuten oder es unterwegsnicht gleich auf eine Toilette zu schaffen. ich versuche mich mit Musik abzulenken, was auch ab und an funktioniert.
LG Chelley



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  03.03.2016 11:31  
MicNic92 hat geschrieben:
Ich verspüre Harndrang bereits bei sehr wenig Wasser in der Blase und verkrampfe komplett. In stressigen Situationen ist es besonders schlimm. Ärzte konnten organisch nichts feststellen.
Ich versuche mich immer mit dem Problem zu konfrontieren. Mal gab es gute und mal schlechte Zeiten.
Derzeit bin ich auf einer Fortbildung und mein gesamter Tag denkt nur über die Blase nach.


Lieber MicNic,
meine Tochter hatte als etwa Sechsjährige, direkt nach einem ausgestandenen Harnwegsinfekt, ein ähnliches Problem wie du.
Obwohl der Infekt nachweislich ausgestanden war, blieb ein permanenter Harndrang und das Gefühl, keine Kontrolle über den Blasenschließmuskel zu haben.
Der Urologe erklärte mir dann, dass die Blase eng mit dem Gehirn verbunden sei und es da eine Art Schmerzgedächtnis gäbe, das manchmal noch lange nach einem überstandenen Harnwegsinfekt Beschwerden vorgaukelt.
Der Arzt riet uns, immer drauf zu achten, dass die Blase beim Toilettengang möglichst komplett geleert wird. Deshalb soll man sich nach dem Urinieren aufrichten, um die Blase zu strecken. Oft kommt nach diesem Strecken noch mal eine kleine Menge Urin heraus.
Männer sollen sich unbedingt auf die Toilette setzen. Denn beim Wasserlassen im Stehen hat die Blase kaum eine Chance, den gesamten Urin loszuwerden und permanenter Restharn führt oft zu Missempfindungen.
Meine Tochter bekam Tabletten zur Entspannung der Blasenmuskulatur, die gleichzeitig bewirken sollten, dass das Gehirn das Missempfinden des Harnweginfektes "vergisst".
Nach ein paar Wochen war tatsächlich alles wieder okay.


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