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Pfirsich
Hallo Revan,
erst einmal Willkommen.
Deine Problematik kenne ich nur zu gut.
Bei welchen Arzt warst du? Nach wieviel Tagen warst du beim Arzt (direkt zu Beginn der Symptomatik oder erst Tage danach?)?
Was für eine Schule besuchst du?

Ist irgendetwas in den letzten Wochen vorgefallen? Prüfungen? Stress im Privatleben?

Ganz lieben Gruß
Pfirsich

19.09.2013 12:40 • #301


Hallo Pfirsich,

ich war bei meinem ganz normalen Hausarzt, der dann mein Urin getestet hat. Ist seit beginn der Schulzeit vorhanden also vor ca. 2 1/2 wochen. Wie bereits erwähnt ist es jetzt aber unerträglich geworden. Bei der Schule handelt es sich um ein Berufskolleg.

Schonmal Danke für die schnelle Antwort.

19.09.2013 12:57 • #302



Imperativer Harndrang

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Pfirsich
Hey Revan,

aber wann genau bist du zum Arzt gegangen? Direkt, als das Gefühl aufgetreten ist oder erst später?
Denn umso später man geht, umso besser kann eine Blasenentzündung diagnostiziert werden.
Wie häufig gehst du denn zuhause auf Toilette? Ist es da ähnlich oder hast du zuhause keine Probleme damit?
Und wie ist Menge? Ist der Gang zur Toilette oft unnötig oder ist eine entsprechende Menge vorhanden, dass der Gang gerechtfertig war?

19.09.2013 13:14 • #303


Bin erst später zum Arzt gegangen, Zuhause hab ich überhaupt keine Probleme deswegen schließ ich meiner Meinung nach auch die Blasenentzündung aus..... Meistens ist es nur eine geringe Menge.

19.09.2013 13:56 • #304


Pfirsich
Also wenn du zuhause keine Probleme hast, dann würde ich jetzt rein spekulativ auch nicht von einer Blasenentzündung ausgehen.
Hattest bzw. hast du denn in letzter Zeit viel Stress? Gibt es irgendeine einschneidende Veränderung bei dir?
Irgendetwas, was extreme Unsicherheit hervorruft.

Also ich kann dir nur soviel sagen.
Bei mir hat das Ganze auch während der Zeit meiner Ausbildung angefangen.
Die Schulzeit war für mich auch nicht immer leicht, da auch einige Klassenräume relativ weit von den Toilettenräumen entfernt waren. Schon allein dieser Gedanke machte mich oft unnötig nervös.
Sportunterricht war für mich auch sehr schwierig. Meist haben wir draussen Sport gemacht und dementsprechend waren Toiletten nicht direkt erreichbar.
Ich habe die Situation wie folgt gelöst... ich habe kein Geheimnis draus gemacht... ich habe mitgeteilt, dass es eine gesundheitliche Einschränkung gibt (von der ich noch nicht weiß, wie lange sie anhält), die dazu führt, dass ich nicht alles mitmachen kann. Natürlich bin ich nicht ins kleinste Detail gegangen, aber so nahm ich mir die innerliche Anspannung und den Druck aus den Situationen.
Ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber wenn man versucht, wie ein Erwachsener mit dieser Situation umzugehen, gehen die Anderen auch erwachsen damit um.
So zumindest meine Erfahrung.
Wenn es bei dir wirklich eine Kopfsache ist, dann hat es viel mit Stress und Anspannung zutun.
Ich rate auch, einen Psychologen aufzusuchen (auch, wenn dir das vielleicht peinlich ist). Mir persönlich hat das sehr geholfen, weil ich wusste, dass da jemand ist, der mich versteht.
Und (wie du vielleicht in den vorherigen Beiträgen gelesen hast) benutzen Einige von uns Einlagen. Es gibt heute schon Einlagen, die sehr sehr unauffällig sind.
Falls du während der Schulzeit wirklich so starke Angst haben solltest, du könntest dir in die Hosen machen, versuch es mal damit.
Du bekommst diese im Sanitätshaus oder kannst sie online bestellen.

19.09.2013 14:33 • #305


Hallo, liebe Mit- Betroffene,

in der vergangenen Woche hatte ich wieder mal eine ganz üble Attacke, nachdem es eigentlich seit ca. einem Jahr etwas besser und händelbarer war...

Hatte einen Termin, zu dem ich mit Bus, U- Bahn und wieder Bus hin fahren musste.
Statt- wie eigentlich immer in den letzten Jahren- entsprechende Unterbrechungen auf Toiletten zu machen wähnte ich mich in guter Verfassung und fuhr einfach am Stück durch...

Aber fragt nicht nach dem Ende der Reise...

Ich rumpelte aus dem Bus, stürzte über rote Ampeln, die Autos hupten, rannte den Gehsteig entlang, die Handtasche unter den Arm gedrückt, um schneller laufen zu können, wie gejagt, klingelte an dem Haus, in das ich musste, stürzte in heller Panik die Treppe hinauf- Schock, noch ein Stockwerk- weiter, brach schon in Tränen aus, stürzte in die Räumlichkeiten, in die ich wollte, meldete mich nicht an, sondern rannte sofort mit regelrecht letzter Kraft auf die Toilette...

Dort natürlich nichts, was der Rede wert gewesen wäre...

Geschnauft wie nach einem Marathon...
Traubenzucker gegessen, Schweiss aus dem Gesicht gewischt, kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen...
Meine ganzen Klamotten waren durchgeschwitzt, sogar die Jacke...

Nee, nee, was macht man da mit!

Mann oh Mann, das hat es mal wieder echt gebraucht...
Grrrrr!

Ich hasse es!

27.09.2013 23:45 • #306


Hallo, Revan,

vielleicht magst Du diese Ausbildung im Grunde Deiner Seele nicht wirklich machen?
Oder Du möchtest sie machen und hast Angst, sie nicht zu schaffen?
Wenn Du vor dieser Schule noch nie solche Probleme hattest, wird es so etwas sein!

Vielleicht versuchst Du mal homöopathische Mittel zur Nervenberuhigung- Baldrian oder Johanniskraut oder so etwas?
Oder, wenn das nicht hilft, lässt Du Dir ein leichtes verschreibungspflichtiges Mittel vom Arzt verschreiben, nur für die Dauer Deiner Ausbildung?
Therapeuten würde ich auch empfehlen.
Entspannungstechniken können ganz allgemein auch gut tun- Muskelentspannung nach Jacobsen, Qi Gong oder Atemtechniken usw.

Leider gibt es keine Patentrezepte

Unternimm auf jeden Fall gleich etwas, solange das Problem noch frisch ist, um so größer ist die Chance, es bald wieder los zu werden...

Viel Glück Dir!

28.09.2013 00:06 • #307


Guten Abend (oder eher Nacht),

ich bin 20Jahre alt bzw besser jung^^, habe heut einen Termin bei einer Psychologin gehabt, was mir eigtl sehr geholfen hat (60min ohne auf die Toilette zu gehen durchgehalten) wir sind auch zu dem entschluss gekommen das es wohl eher an der Psyche liegt, trotzdem habe ich noch einen Termin beim Urologen damit wir wirklich das rein körperliche ausschließen können. In 14Tagen habe ich noch einen Folgetermin und dann starten wir wahrscheinlich mit einer Verhaltenstherapie (noch keine Vorstellungen auf was ich mich da eingelassen hab) da ich anfangs eher skeptisch gegenüber Psychologen war, wurde ich positiv überrascht. Meine Hausärztin hat mir das Mittel Neurexan verschrieben was ich auch ständig einnehme verschrieben, allerdings habe ich das Gefühl, dass es nicht sonderlich hilft. Seit langem konnte ich heute mal wieder mit Freunden in unsere Stammkneipe gehen und hatte dort auch fast keine Probleme (endlich ein Erfolgserlebniss ). Ich hoffe das ich am Montag die Schule gut übersteh da ich mir wie schon gesagt meine Zukunft nicht durch dieses Porblem verbauen will. Zum anderen denke ich das es vielleicht echt daher kommt, dass ich zu Nervös werde. Über vorschläge von wirkungsvollen Medikamenten oder sonstiges wär ich sehr dankbar.

lg

28.09.2013 00:56 • #308


Pfirsich
Hallo Mahabharata,
ich kenne deine Symptomatik ... man meint vorher, man hat alles im Griff und klar, das schaff ich noch und dann gehts los.
Das Problem ist... man denkt zuviel darüber nach. Auch, wenn man sich einredet, dass man es schafft... im Endeffekt führt das trotzdem dazu, dass man sich mit dem Thema beschäftigt ... und das wiederum löst unterschwellige Ängste aus.
Sehe es als Rückschlag, aber bloß nicht als Rückschritt

Hallo Revan,

ich war auch gerade 20 Jahre, als das Ganze bei mir angefangen hat.
Mein Psychologe verschrieb mir damals Antidepressiva, die jedoch bei mir mehr Neben-, als Wirkung hatten.
Nach drei verschiedenen Präparaten von Psychologen und einigen Präparaten vom Hausarzt, habe ich es dann aufgegeben und nehme seitdem keine Medikamente mehr dafür.
Ich denke, dass vorallem die Verhaltenstherapie etwas ist, was dir sehr helfen wird.
Wenn du jemanden gefunden hast, zu dem du ein Vertrauensverhältnis aufbauen kannst und die Hausaufgaben machst, dann wird dir das schon ein großes Stück helfen. Zumindest war es bei mir so.
Mir wurde jedoch auch gesagt, dass ich davon ausgehen muss, dass das höchstwahrscheinlich nicht ganz weggeht... man lernt nur damit zu leben. Und mit dem Gedanken musste ich mich eben anfreunden.
Ich drücke dir für Montag die Däumchen. Bleib tapfer.
Irgendwie kriegst du die 3 (?) Jahre schon rum. Es wird nicht immer leicht, aber es ist machbar.

Ganz lieben Gruß

28.09.2013 11:36 • #309


Hallo, Pfirsich,

komischerweise hatte ich mich gar nicht mit der Problematik beschäftigt, sondern gelesen im Bus, aber dennoch...

Hallo, Revan,

gratuliere, dass Du den Schritt gegen Deine Bedenken zur Therapie gewagt hast und nun eine solche anfängst!

Ich habe mal Dystologes genommen, als die Zustzände bei mir noch nicht so extrem waren, das ist NICHT verschreibungspflichtig, gut verträglich und allgemein gegen Nervosität und sowas.
Vielleicht versuchst Du das mal?

Alles Gute für die neue Woche!

28.09.2013 22:29 • #310


Gestern runder Geburtstag meines Vaters- Familienfeier...
Auf der Hinfahrt 2 S- Bahnen benötigt...
Auf der 2. Fahrt mittendrin ausgestiegen, weil es nicht mehr ging...
Unbekannter Bahnhof...
Keine Ahnung, wo Toiletten sind...
Verwirrende, widersprüchliche Pfeile...
Herumgeirrt in Panik...
Schliesslich die Toilettenanlage gefunden- eine Reisegruppe fröhlich schwatzender Südländerinnen steht bis zur Tür...

Kinder, zur Zeit ist es wieder ganz schlimm...

30.09.2013 17:44 • #311


Pfirsich
Oh... ich kann das so gut nachempfinden.
Lass dich davon nicht entmutigen. Es ist eben eine kritische Phase, das geht aber auch wieder vorbei.

30.09.2013 21:19 • x 1 #312


Meinst`e?...

Bin irgendwie schon ziemlich schockiert, weil es so schlimm nicht mehr war die letzte Zeit über...

Man darf sich einfach nicht auch nur in relativer Sicherheit wähnen- die Panik schlägt wieder voll zu, sobald irgend eine Art von Stress angesagt ist (Familienfeier, Stress/ Enttäuschung wegen meines Vaters, Termine bei der Organisation...).

Am Besten daheim bleiben und niemanden hören und sehen...

Schönes WE dennoch allen!

03.10.2013 16:29 • #313


Pfirsich
Hallo ihr Lieben,
ich war heute mal in der Apotheke und habe mich beraten lassen.
Habe der netten Dame erklärt, dass ich eine psychisch bedingte Reizblase habe (man muss es ja immer kurzfassen...) und ich nach einem homöopathischen Medikament suche, was für mich aber einen Plazeboeffekt haben soll. Das heisst... ich hätte gern etwas, wo mein Kopf meint, es würde mir helfen, aber höchstwahrscheinlich kaum Auswirkungen haben wird. Ich habe ihr dann meine Geschichte doch etwas näher erläutert und gehofft, dass sie begreift, um was es geht.
Sie schien verstanden zu haben, was ich meine, hatte aber zuvor von meiner/unserer Symptomatik noch nicht gehört.
Also kramte sie ein Buch heraus und suchte.... und suchte.... und suchte....
Am Ende habe ich jetzt ein Medikament bestellt... es nennt sich Equisetum Arvense D6. Das sind kleine Globuli die ich mehrfach am Tag über 3 Wochen einnehmen soll.
Das Medikament kann ich am Montag abholen.
Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit homöopatischen Medikamenten gemacht?

Liebe Grüße

05.10.2013 16:26 • #314


Jep, schon oft alles mögliche genommen an Globoli, Bachblüten usw. ...
Früher hat es mir geholfen, in letzter Zeit habe ich den Eindruck, dass es gar nicht mehr hilft- vielleicht habe ich aber auch zur Zeit den falschen Homöopathen...
Das letzte Mittel, das er mir aufgeschrieben hatte, war Fliegenpilz...
Habe ich alles aufgenommen, aber leider Null Ergebnis feststellen können...
Dein Mittel von der Apothekerin kannst übrigens auch nachgoogeln, da gibt es Listen von den homöopathischen Mitteln...
Es handelt sich um Schachtelhalm, gut u.a. bei entzündlichen Infekten der Blase und zur Ausleitung von Schadstoffen aus Nieren, Bindegewebe und Blase...
Ob das für Deine Zwecke geeignet ist...?

Ich sag` ja, die haben alle keine Ahnung...
Mir hat ein Orthopäde für meine Schleimbeutelentzündung in der Schulter letzte Woche ein Mittel aufgeschrieben, das mich total umgehauen und ausgeknocked hat- es handelte sich um ein sogenanntes Immunsupressivum, was das Immunsystem komplett runterfährt, anzuwenden bei Leukämie, Multipler Sklerose, Organtransplantation...
Dementsprechend wurde ich totkrank, nachdem ich es dreimal genommen hatte, weil meine ganze Abwehr zusammenbrach...
Habe es dann ganz schnell abgesetzt und befinde mich nun aufdem Weg der Besserung- aber was soll man von solchen Ärzten halten?!

07.10.2013 22:07 • #315


Pfirsich
Natürlich hab ich auch danach gegooglet und auch das gefunden, was du geschrieben hast.
Hat mich auch etwas verwundert. Richtig viel konnte ich dazu allerdings auch nicht finden.
Bin aber auch auf ein Forum gestoßen, wo Mütter darüber berichtet haben, dass ihre Kinder nachts einnässen und sie dann dieses Medikament verabreicht haben. Leider hat niemand danach noch einen Eintrag gemacht, ob es was gebracht.
Aber würde mich wundern .... aber ich werds einfach mal versuchen. Absetzen kann ich es ja immer.

Gute Besserung wünsche ich

07.10.2013 22:38 • #316


Danke für die Genesungswünsche!

Bin schon seit gestern wieder auf den Beinen, zwar noch am Schnaufen und Schniefen und etwas wackelig auf den Beinen, aber es wird schon wieder.
Hatte seit fast vier Jahren keinen Infekt mehr, und durch dieses üble Mittel künstlich herbeigeführt wird man vom Arzt krank gemacht- schon sehr ärgerlich!

Dieser Schachtelhalm... Ich weiss ja nicht...
Wenn er Schadstoffe ausleiten soll, die Nieren entlasten usw., würde ich eigentlich vermuten, dass er gerade die Harnproduktion anregt...?
Das wäre ja doch eher kontraindiziert für uns...

08.10.2013 23:49 • #317

Sponsor-Mitgliedschaft

Pfirsich
Schön, dass es dir wieder besser geht.

Das mit dem Schachtelhalm ... also ich dachte auch erst, dass es kontraindiziert ist, aber dann bin ich auf Folgendes gestoßen:
In der Homöopathie gehen wir den umgekehrten Weg, hier arbeiten wir mit den Nachwirkungen der Arzneien. Wenn ein Patient z.B. unter Verstopfung leidet, verordnet der Homöopath ein Mittel das in der Erstwirkung eine Verstopfung erzeugt. Da die Nachwirkung zwingend einsetzt, wenn die Erstwirkung verklungen ist und das Gegenteil erzeugt, erfolgt bei dem Patienten Stuhlgang. Jetzt kommt aber keine Reaktion des Körpers mehr, es gibt keine Nachwirkung der Nachwirkung. Die Verstopfung des Patienten ist beseitigt
Da macht das natürlich irgendwie Sinn für mich....
Naja, ich werds einfach ausprobieren und sehen, wat kütt
Und wenn ich dann nur noch zum Klo renne, wird das Ganze wieder abgesetzt.

09.10.2013 10:44 • #318


Liebe Pfirsich,

ich bin ja gespannt...
Du wirst hoffentlich berichten, was passiert!

Viel Erfolg jedenfalls bei dem Selbstversuch!

09.10.2013 22:49 • #319


kalina
Übrigens:

Zu Schachtelhalm,

nehm ich für meine Rosen. Sprüh ich am Anfang des Jahres zweimal damit die Rosen ein, und gieße sie damit.
Ich schwöre drauf; dadurch werden sie immun gegen Pilze und Rosenrost. Meine Rosen sind supergesund dadurch für den Rest
des Jahres.

Kann ja sein, dass es auch für Menschen gut ist....

09.10.2013 23:05 • #320



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