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Hallo liebe Leidensgenossen,

nachdem sich während meiner Verhaltenstherapie herausgestellt hat, dass sich hinter meiner Panikstörung eigentlich eine Emetophobie
verbirgt, wollte ich euch nach euren Erfahrungen mit der Konfrontation fragen. Seid ihr eher mit einer einfacheren Situation eingestiegen, also graduell oder habt ihr euch gleich zu Beginn in die Situation begeben, in der ihr am meisten mit eurer Emetophobie konfrontiert wurdet?
Und habt ihr die Konfrontation unter Medikamentenwirkung unternommen oder habt ihr diese erst ausgeschlichen?

Ich stehe eben vor diesem entscheidenden Schritt in meiner Therapie und freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen und Ansichten mit mir teilt.

Danke

05.04.2014 20:29 • 09.05.2014 #1


10 Antworten ↓


Fee*72
Hallo Schokomümmel..

ich habe wohl auch Emotophobie...wurde aber bisher nich direkt drauf behandelt..
Mein Mann sagt mir immer,das es immer geht und nix passiert...ich hab eine Zeit auch weniger gegessen,viel gemieden,hab aber dann über 25 kg schnell abgenommen...habe jetzt ca 56 kg....
Ich hab immer noch etwas Angst wenn jemand Krank ist,das man sich ansteckt..is aber schon etwas besser geworden...
Ansonsten mache ich derzeit auch viel Konfrontation..raus gehen,einkaufen,im Auto mit fahren u.a.
Medis nehme ich noch keine,obwohl ich welche hier habe...z.t hab ich Therapiepause..

lg
Fee

07.04.2014 08:44 • #2



Erfahrungen mit der Konfrontation bei Emetophobie

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Hallo Schokomümmel,

Hm.. das mit den Konfrontationen ist sicher wichtig, aber die kommen von selbst -> geh mal kleine Kinder besuchen, oder in die Disco usw.
Für mich habe ich festgestellt, dass die Konfrontation extrem wichtig ist für das Selbstbewußtsein, aber ERST, wenn du stark genug dafür bist, die Situationen auch auszuhalten, und etwaige Ängste, die die Emetomophie auslösen könnten auch schon behandelt werden. (Bei mir z.B. ist es wohl ein Kindheitstrauma)

Schöne Grüße Helios

03.05.2014 02:08 • #3


Hallo ihr beiden,

ich danke euch für eure Rückmeldungen. Inzwischen bin ich in der 3. Woche meiner Konfrontation mit entsprechenden Videos. Ich habe den festen Willen die Exposition durchzuhalten, ein Leben mit dem bisherigen Krankheitsausmaß ist nicht schön. Ich nehme mir auch jede Woche 2-3 Aktivitäten vor wie Kino, Disco oder Essen gehen. Jedoch kostet mich jede einzelne eine Menge Mut und Überwindung. Selbst der Unterricht ist mit der täglichen Angstübelkeit anstrengend.

Allerdings ist es auch eine schöne Belohnung, wenn man spürt wie die Angst, insbes. die Erwartungsangst mit jedem Mal geringer wird

Vg Schokomümmel

07.05.2014 22:07 • #4


Hallo Schokomümmel,

Hej, das sind ja tolle Neuigkeiten!

Ja, bei mir ist die Erwartungshaltung bei (kleinen) Kindern, Babys, Kranken, und vor allem ALLEN betrunkenen Menschen ganz groß, dass sich jemand übergibt, aber die Haltung bekomme ich derzeit noch nicht weg.
Disco geht auch, solange ich keine betrunkenen Menschen sehe. Kino geht auch, aber eben sowas wie spät Nachts durch die Stadt gehen oder in eine Disco (Bar) ist derzeit noch nicht möglich.
Und die Videos kann ich mir momentan auch noch nicht bewußt ansehen. Wenns mal passiert (im Fernsehen), dann geht's, aber ich kann mir das noch nicht bewußt ansehen, da ich immer noch diese Panikattacken bekomme.

Ich muss aber meine Angst überwinden, denn irgendwann möchte ich eigentlich schon mal Kinder haben, und dann ist es definitiv, dass sowas mal vorkommt, und bei einem Säugling kann ich nicht einfach abhauen,...

Bin derzeit auch beim Suchen nach einem Traumatherapeuten, der vielleicht die Angst bei der Wurzel packen kann, da die EMO höchstwahrscheinlich in einem Kindheitstrauma ihren Anfang genommen hat.

Freue mich auf News von dir!

08.05.2014 02:02 • #5


Fee*72
Hallo Schokomümmel,

wie machst du das genau mit der Exposition?nur darauf bezogen oder generell gegen Ängste?
ich hab es damals mit meiner Thera gemacht,wir sind raus gegangen..zusammen..musste dann auch allein gehen und das machen was mir Angst macht..u dann bewerten von 1-10 punkte...
dann musste ich allein in die Apotheke gehen und mir was holen u habs dann bei ihr eingenommen..
Nun habe ich das bei der "hilfe " die ich derzeit zu hause habe..gehe täglich raus...und muss nun allein gehen teilweise und der Mann wartet ..
Ich merke das es klappt ,wenn er da ist..irgendwie in der Nähe..er is jetzt erst wieder Freitag nachmittag da..musste also gestern morgen,heute und morgen allein raus..und da geht es wieder schwerer mit dem raus gehen,da ja niemand da ist..Sicherheit fehlt mir...daran muss ich noch lange üben..

lg
Fee

08.05.2014 11:04 • #6


Hallöchen,

@ Helios: meine Erwartungshaltung ist bei kleinen Kindern gar nicht so groß, sie steigt jedoch mit dem Alter Betrunkene finde ich derzeit auch noch recht schwierig, besonders weil sie ihren Zustand selbst verursachen. Ich hoffe ich kann irgendwann besser damit umgehen. Auch wenn ich mir diese Videos anschaue steigert sich meine Angst teilweise noch in eine Panikattacke, aber ich bin gewillt solange durchzuhalten, bis ich merk,e dass die Angst in genau dieser Situation wieder weggeht.

Allerdings weiß ich immer noch nicht ob das auch meine Angst vor dem eigtl. Akt lindert, das werde ich wohl erst erfahren, wenn ich mal eine MDG habe. Denn ich weiß ja im Moment, dass es in erster Linie mein Kopf ist, der die Übelkeit verursacht.

@ Fee: meine Konfrontation bezieht derzeit nur auf die Angst zu Erbrechen, meine Therapeutin und ich wissen jedoch, dass da noch mehr dahinter steckt. Jedoch habe ich bald eine Prüfung und für die muss ich halbwegs fit werden, so dass die tiefgründige Behandlung der eigentlichen Ursachen noch folgen wird.
Bei mir ist es ähnlich wie bei dir. Ich schaue mir jede Woche im Beisein meiner Therapeutin einen neuen Film an (Jackass usw..). Dann muss ich ihr währenddessen meine Angst beschreiben, also wie stark, wo usw. (Stufe 1-10). In der darauffolgenden Woche schaue ich das Video jeden Tag alleine an. Letzte Woche habe ich vor dem neuen und für mich bisher schlimmsten Video Pizza gegessen (Pizza gehört zu den Sachen, die ich insbes. abends nicht essen kann). Jedoch brauche ich für die Übungen nicht unbedingt die Hilfe/Sicherheit der Therapeutin. Aber es kommt ja auch immer darauf an wie sehr die Angst ausgeprägt ist und nicht jeder Tag ist gleich.

Was hast du denn aus der Apotheke geholt? Ein Brechmittel?

Vg Schokomümmel

08.05.2014 15:55 • #7


Fee*72
ahso..danke dir für die Erklärung..schreibe morgen mal was dazu..

nein ich hab was geholt wegen meinen Mängeln..hab ja Angst was einzunehmen..medis etc...Angst vor nebenwirkungen,angst das ich es nich vertragen könnte etc...
ich hab derzeit keine Thera..habe pause..

08.05.2014 17:30 • #8


@Fee darf ich fragen wieso du eine Pause machst (kannst auch gerne per pn antworten)?

08.05.2014 21:03 • #9


Fee*72
ja darfst du..schreibe dir morgen pn ok?

08.05.2014 23:26 • x 1 #10


Fee*72
hi..ich kanns auch erstmal hier schreiben,is ja nix schlimmes..

die Thera die ich hatte/VT sagte das ich erstmal meine "Aussenbaustellen"..fam. situation regeln sollte,bevor ich die Therapie weiter machen kann...da sie nich weiter kommt..oder wir..
es geht nur bis zu einem punkt u nich weiter...ich blockiere selber oder mache mir auch Ängste selber..
also hilft mir keine Therapie u nix anderes bevor ich meine private sit. nich geregelt hab?Und wenn diese sich nich regeln läßt derzeit?trete ich auf der stelle..
rest schreibe ich per pn ok?

09.05.2014 12:14 • #11



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