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Ja ich habe immoment auch sehr viel Stress , bei mir ist es genau so es gibt Tage da kann ich sehr gut alles machen aber dann wieder nicht

11.04.2016 21:13 • #201


MissingMyFirefly
Ja stress verstärkt die Emo. Nur dadurch ist sie bei mir wieder so stark zurück gekommen. Hab mich dann immer mehr zurück gezogen und dazu noch eine sehr belastende Beziehung gehabt mit psychischer Gewalt.
Mal gute Tage, mal schlechte Tage.. Das ist halt leider so ein ewiges auf und ab in den Phasen. :/

11.04.2016 21:21 • #202



Hallo laprincessai,

Emetophobie damit leben? Tipps und Hilfe

x 3#3


Ich dachte schon ich wäre die einzigste die Sowas hat wenn ich das habe bekomme ich total Panik und weiß einfach nicht was ich machen soll ich sag es auch schon nicht mehr meinen Eltern Weil die immer das gleiche sagen "du brauchst keine angst haben du muss nicht brechen" niemand versteht mich Ich weiß nicht was ich dagegen machen kann
LG. Leonita

07.09.2016 05:26 • #203


15.09.2016 17:42 • #204


Hallo @kathalysator :
Ich antworte mal auf deinen Beitrag, obwohl ich ihn - ganz ehrlich - nicht gänzlich verstanden habe.
Du schreibst:
"Habe vor drei Jahren erbrochen als ich in der Schule war und seit dem bin ich sehr unsicher das Haus zu verlassen..."
Das ist für mich als Aussenstehender ein sehr unangenehmes, aber dennoch zunächst mal einmaliges Ereignis.
(Habe selber Morbus Crohn, und weiß, was es bedeutet, körperliche Funktionen nicht immer kontrollieren zu können).
Du hast ansonsten wohl eine Angst vor der Schule.
Meine Hausärztin nennt das bei mir "Anpassungsstörung".
Du bist noch sehr jung.
Also schau mal, ob das vielleicht dein Thema sein könnte: "Anpassungsstörung".
Du schreibst:
".. ich will einfach nicht mehr so weiterleben...meine Nerven sind am Ende und ich wäre am liebsten weg."

Geht nicht!
Weil du hier bist. Und dein Päckchen tragen musst. Wie wir alle.
Auch wenn es manchmal weh tut.
Liebe Grüße.
Tom

16.09.2016 01:12 • #205


Hotin
Hallo KathalysatOr,

Zitat:
ich will einfach nicht mehr so weiterleben...meine Nerven sind am Ende und ich wäre am liebsten weg.


Wenn Du so nicht mehr weiter leben möchtest, ist das ein guter Anstoß dafür, etwas an Deinem Denken
und Deinem Leben zu verändern.

Wofür steht eigentlich Deine Angst vor dem Erbrechen? Hast Du das schon herausgefunden? Was macht
Dich so unsicher im Leben?

Zitat:
Letztes Jahr hab ich ne Ausbildung angefangen aber sie gehasst


Warum konntest Du Dich mit Deiner Ausbildungsstelle nicht anfreunden?
Ist es schwer für Dich täglich eine Leistung zu erbringen?

Zitat:
Ich habe im Moment so Gedanken, dass es keine Möglichkeiten für mich vorhanden sind.


Was ist in Deinem Elternhaus passiert?
Zitat:
Was würdet ihr machen?


Herausfinden, warum Du Dich in Wirklichkeit so schlecht fühlst.
Ist das bis jetzt immer noch Dein alleiniges Geheimnis?

Viele Grüße

Bernhard

16.09.2016 21:06 • x 1 #206


nilu
@ Leonitaaa
Wichtig ist, dass du dich wegen der Angst nicht unter Druck setzt. Nimm sie an, sie ist Teil von dir, seh sie nicht als Feind eher als Beschützer. Klingt vielleicht etwas doof oder naiv, aber mir hat es sehr geholfen. Ich rede dann oft in Panikmomenten mit der Angst, sage ihr, dass sie da sein darf aber nicht bestimmen soll. Kannst du mit anderen darüber reden?

18.09.2016 00:40 • #207


hiiamsanolus
Hallo meine lieben Emetophobiker,

ich dachte eine lange Zeit, dass ich mit dieser Phobie alleine bin und ich mir das ganze nur einbilde, aber anscheinend hat sich herausgestellt, dass es keine Einbildung, sondern eine Konsequenz davon ist, wie man (als ich ein Kind war) als Geschwisterteil mit mir sprach oder mich behandelt hat, als ich krank war oder mich mal so übergeben musste.

Das ganze fing schon 2014 ganz klein an, als ich mit meinem Freund, bei seinen Freunden war, wo wir Silvester zusammen verbrachten.
Jeder trank Alk. und das in Mengen (mein Freund auch), nur ich saß ganz brav auf meinem Stuhl und trank mein Glas Cola, welches ich allerdings nicht aus den Augen ließ (man könnte mir ja sonst Alk. darein kippen).
Als es darum ging, dass ich auf Toilette musste, wurde mir ganz flau im Magen, irgendwie eigenartig und sowas kannte ich eigentlich nicht von mir. Im Bad versuchte ich so wenig wie möglich anzufassen (jemand könnte ja dort noch krank gewesen sein oder jemand lief wegen des Alk. schon Toilette). Ich setzte mich noch nichtmal auf die Klobrille, sondern versuchte alles, dass ich bloß nicht an die Brille komme. Ich hab mir die Hände gewaschen, die Türe mit Klopapier angefasst und das Papier in meine Tasche gesteckt.

Im Januar hatte ich dann ein Praktikum bei einem Tierarzt. Alles war eigentlich ganz cool und ich freute mich auch darauf. Fuhr mit dem Bus hin, kam in der Mittagspause mit dem Bus nach Hause und fuhr wieder mit dem Bus nach da. Aber innerhalb ein paar Tage fing diese Kontrolle an: "An mir dürfen keine Bakterien und Viren, ich muss alles vernichten." Wie gut, dass wir einen Trockner haben, denn meine Arbeitskleidung habe ich jeden Tag gewaschen Auf der Arbeit begann ich meine Hände jedesmal zu waschen oder zu desinfizieren, sodass ich innerhalb einer Woche eine Allergie entwickelt habe. Der Hammer kam, eines Abends, als wir gerade schließen wollten, doch ein Notfall reinplatzte.
Ein Hund mit einer Vergiftung, wo es vorne und hinten raus kam. Ich geriet in Panik, denn schließlich war ich die Praktikantin, die alles was auch nur im geringes ekelig war, wegmachen musste. Ich bestand allerdings darauf, dass ich es nicht saubermachen werde. Allerdings mit den typischen Symptomen wie Herzrasen und Übelkeit.
Das war es dann auch mit meinem Praktikum. Ich ließ mich aufgrund meiner Allergie krankschreiben und verbrachte die restlichen zwei Wochen zu Hause.

Ab da begann dann auch der Berg voller Lügen und Ausreden. Ich ging nicht mehr zur Schule, ich fuhr nicht mehr mit dem Bus oder ging aus Angst, dass jemand krank wird oder war oder ist, nicht mehr zu meinem Freund nach Hause, der seit letztes Jahr jedesmal zu mir gekommen ist. Freunden musste ich immer wieder irgendeine neue Ausrede auftischen und sie anlügen, weswegen ich dieses Mal nicht erscheine. Geburtstage von meinen Freunden verbrachte ich auch zu Hause, denn dort wird Alk. getrunken und in dem Alter, wo man die Grenze schon kennt, ist man noch nicht. Ich hab mich isoliert, habe stets alles beobachtet, was mit Essen und das Kochen oder Backen zu tun hat, hab meiner Stiefmutter gezeigt, wenn man Obst oder Gemüse wäscht, wie man Fleisch zubereitet und das mit dem Haltbarkeitsdatum gab es schon mehrmalige Explosionen meines Vaters. Niemand verstand mich, ich fühlte mich alleine damit und wurde durch diese Unverständlichkeit depressiv.

Als meine Schwester ging, ist das ganze nochmal so richtig eskaliert. Ich war jetzt ganz einsam, denn meine Schwester war diejenige, die mir sagte: "Zieh den Schal vor den Mund, wir müssen jetzt zum Arzt." Ich versuchte mich trotzdem durch die Phobie zu kämpfen, was ich auch gut gemeistert habe, aber jetzt, meine lieben Freunde, bin ich am Ende. Ich habe schon letztes Jahr damit angefangen ALLES zu desinfizieren, was ich in einem Laden kaufe. Ich desinfiziere meinen Schlüssel, mein Handy, mein Geldbeutel, einfach alles. Ob Plastik oder Pappe, ob Flasche oder Dose - ALLES. Dann fing ich damit an, meine Toilette jeden Tag sauberzumachen, wenn mein Freund zu Besuch kam. Ich wurde penibel gegenüber kleinen Krümeln, die auf den Boden fielen, wenn man abends Chips aß. Ich konnte es nicht ab bzw. kann es immernoch nicht ab, wenn man mit Socken auf dem Kopfkissen rumtreten muss, vorallem Socken mit denen man vorher in seinen Schuhen war
Das Besteck kontrolliere ich sechsmal bevor ich auch nur Butter oder Toast daran lasse. Wasche mir außerhalb meines Zimmer zig mal die Hände. Das war schonmal so schlimm, dass meine Hände blutig vor Trockenheit waren und ich sie vor Schmerzen nicht mehr bewegen konnte.

Aber das schlimmste, was es für mich gibt: Magenprobleme oder Übelkeit!
Ich habe dank dem tollen Stress hier zu Hause, sehr oft Magenprobleme. Ob es Schmerzen sind oder ein Völlegefühl. Sodbrennen oder wie jetzt gerade, einfach ein Brennen, was mich innerlich schon aggressiv macht. Egal was ist, es trifft immer meine Bauchregion, als ob ich nicht schon genug Probleme hätte

Heutemorgen um halb sechs bin ich wachgeworden mit einem Gefühl ich muss gleich spucken. Ich weiß nicht wieso oder weswegen aber ich hatte einfach dieses Gefühl, es muss raus. Außerdem noch ein Gefühl als hätte ich Kaugummi im Mund, man weiß es nicht, was das zu bedeuten hat. Mein Bauch fing anzubrennen und irgendwie war es so verkrampft, dass ich eine Panikattacke bekam, die ganze Zeit versuchte, das wenig Spucke im Mund runterzuschlucken und bin wieder eingeschlafen. Und heute kann man sich ja wieder vorstellen, wie der Tag für mich war/ist.
Kein Hunger, Übelkeit die kommt und geht, dann knurrt der Bauch und man hat Hunger, bekommt aber Panik, wenn man das verdammte Brot nur runterschlucken will. In der Nähe von anderen verkrampft sich der Magen, ich ziehe mich also wieder zurück.
Es brennt jetzt fürchterlich als hätte ich Sodbrennen. Dem ist aber nicht so. Es brennt zwar auch im Hals, aber eher auf der Haut bzw. in den Nerven, als im Hals selber. Dann ein Gefühl im Hals, als würde mir etwas drin stecken bleiben. Es ist fürchterlich und ich möchte einfach nicht mehr Die Angst davor, sich übergeben zu müssen ist sehr schlimm geworden, seitdem meine Brüder hier sind. Ich weiß nicht, vielleicht wegen dem was sie immer gesagt haben? Ich verbiete mir quasi mich zu übergeben, weil ich Angst davor habe man könnte mir einen Spitznamen geben oder mich auslachen oder verachten....

Ich weiß nicht mehr weiter, es ist mal besser und bei Stress (hatte vorgestern ein Nervenzusammenbruch) wird es schlimmer und dann passieren solche Sachen, wie Panik beim Essen oder ich werde trotz AD wach und habe eben nur das Gefühl..
Ich möchte aber auch nicht in die Klinik, weil ich weiß, dass dort Menschen sind die "gerne" brechen

Meint ihr, es wird besser, wenn ich hier wegkomme?

Lg

19.11.2016 19:51 • #208


Auraya
Hey hiiamsanolus!

Diese Gefühle kenne ich definitiv auch, zwar nicht so stark wie du sie beschreibst aber ich kann verstehen wie dir zumute sein muss. Hast du vielleicht mal nach Möglichkeiten geschaut wie du echte Übelkeit von Panikübelkeit unterscheiden kannst? Das ist nämlich ein Unterschied und wenn man die winzigen Unterschiede realisiert kann das schon umheimlich beruhigen! Es klingt so als wäre deine Phobie schon ein sehr starker Fall, deswegen glaube ich leider nicht dass sie einfach verschwindet sobald du von zuhause weg bist, leider nimmt man seine Probleme meistens mit. Dass du in deiner Familie dahingehend keinen Rückhalt findest ist sehr schade! Hast du mal überlegt dir einen Therapeuten zu suchen?

Ich wünsch dir ganz viel Kraft!

19.11.2016 20:08 • #209


hiiamsanolus
Ja, den Unterschied kenne ich, aber wenn mir so stark übel wird, dann denke ich meistens, es ist wirklich mein Magen und es kommt gleich hoch Zum Beispiel hab ich vor ein paar Wochen Salami gegessen, die am Stück, irgendwann hat sich mein Magen so verkrampft, dass mir schlecht wurde und ich dachte, es kommt wieder hoch. Hab dann schnell Iberogast genommen und mich versucht wieder zu beruhigen.

Ich weiß nicht, es ist irgendwie, seitdem der Stress hier wieder so extrem ist und auch meine Brüder da sind, extremer geworden, sodass ich auch wenn ich in der Küche war, meine Hände wasche oder nur mein Handtuch benutze, womit ich mir die Hände wasche. Dann hat mich das heutemorgen völlig fertiggemacht, weil sowas eigentlich nie vorkam. Weißt du vielleicht, was das gewesen sein könnte? Durch den Stress oder weil ich bevor ich geschlafen habe, mir noch Sorgen gemacht habe, was mit dem Geld etc. ist?

Therapie habe ich in Betracht gezogen, welche ich aber hier in dem Haus nicht machen kann, da man mich zu keinem Termin fahren will. Ich solle doch selber mit dem Busfahren, laut meinem Vater. Das ist alles so kompliziert und wenn die Phobie schlimmer wird, dann werde ich wieder mehr depressiv

19.11.2016 20:16 • #210


Auraya
Natürlich kann Stress sowas verschlimmern, ich denke auch das wird der Grund dafür gewesen sein, und wenn es wieder etwas entspannter zuhause ist, es dir auch etwas besser gehen wird.
Darf ich fragen wie alt du bist?
Und was ist denn mit deiner Mama, kannst du nicht vielleicht mal ganz ruhig mit ihr darüber reden? Oder mit deiner Schwester, zu der scheintest du ja einen ganz guten Draht zu haben. Vielleicht kann sie dir helfen indem sie bei deinen Eltern mal ein Wort für dich einlegt damit deine Ängste ernst genommen werden!

19.11.2016 20:48 • #211


hiiamsanolus
Hab es irgendwie gewusst, dass mir der Nervenzusammenbruch nicht so bekommen wird..
Ich bin erst 18 Jahre, mit 16 hat die Phobie angefangen und kurz bevor ich 18 wurde, fing eben die Angststörung und die Verschlimmerung an.

Mit meiner Mutter und meiner Schwester habe ich schon geredet. Sie halten es für das Beste, dass ich zu ihnen komme.
Auf meinen Mutter kann ich mich verlassen, wenn es darum geht, dass ich zur Therapie muss, die Medikamente auch einnehme (insbesondere am Anfang) und wenn ich eben meine Phase wieder habe, dass sie mir Zeit und das Verständnis geben, mir Ruhe zu lassen.

Bin auch bereit, nach vorgestern endgültig meine Sachen zu packen und auszuziehen. Allerdings muss ich davor noch etwas abklären und mich vorbereiten, dass der Anfang erstmal schlimm wird

19.11.2016 23:38 • #212


Hallo,

ich habe mich soeben hier auf dieser Seite angemeldet und wollte kurz meine Situatiom schildern. Seit einigen Jahren leide ich jetzt an Emetophobie. Jetzt gerade bin ich wieder nachts aufgewacht, weil mir plötzlich übel war. Ich habe sofort panische Angst und Gedanken schießen mir durch den Kopf: Oh Gott, ich habe etwas falsches gegessen, was wenn ich mich mehrmals übergeben muss? Schaffe ich es zur Toilette? Auf der einen Seite wünsche ich mir seelische Unterstützung, weiß aber auch dass ich es nicht aushalten könnte, dass jemand dabei wäre, wenn ich mich sowieso schon konzentrieren muss, dass ich mich nicht übergebe. Übergeben ist für mich das allerschlimmste von allen Dingen! Wie sterben fühlt sich das für mich an im Kopf. Dieser ekelhafte würgereiz, der Puls der schneller wird und der völlige Kontroll-, aber auch konzentrationsverlust. Ich melde daher auch große Menschen Ansammlungen, Parties oder Festivals. Ein Besuch der wiesn ist unvorstellbar für mich: ich habe selbst zur Weihnachtszeit Angst vor Personen, die zu viel Glühwein getrunken haben oder nachts im Bus am Wochenende. Ist leider alles schon vorgekommen, dass in solchen Momenten Leute sich übergeben und ich das hören, sehe oder mir allein vorstelle. Es macht mich wahnsinnig. Am schlimmsten ist aber diese Übelkeit die aus dem nichts kommt und ich nicht weiß, ist es psychisch oder körperlich. Meistens zittere ich überall wie verrückt. Ich möchte endlich dass diese Angst ein Ende hat. Ich mache mir selbst sorgen wie es wird, wenn ich mal Kinder habe...ich habe Angst vor der Schwangerschaft und auch Angst vorm zusammenziehen. Grundlegend Angst mich übergeben zu müssen, oder dass andere Personen sich übergeben müssen. Ich drehe allein bei dem Geräusch durch...es ist so schrecklich. Ich beneide meine Katze so wenn sie sich übergibt ist es längst kein so ekelhaftes Geräusch und der Geruch ist ziemlich neutral. Kein Vergleich zu diesem Anblick, Geräusch und Gestank bei Menschen... Was kann ich tun, damit es besser wird? Ich hatte das im September und Oktober so gut wie jede Nacht. Nach kurzer Zeit bin ich aufgewacht, mir war übel und ich zitterte überall für ne halbe Stunde.

Vielen Dank und liebe Grüße

25.11.2016 01:28 • #213


Hallo zusammen,

ich hätte nie gedacht dass es so viele Menschen mit dem gleichen Problem gibt. Nun werde ich mich auch mal äußern.
Bei mir ist diese Phobie leider sehr ausgeprägt. Es begleitet mich einfach durch den ganzen Tag und teilweise auch durch die Nacht
Am schlimmsten ist es wenn ich das Haus verlasse, ich muss immer darauf achten was ich wie anfasse um mir ja keine Bakterien oder Viren einzufangen die Magen Darm auslösen könnten. Ich muss mir oft am Tag die Hände waschen und einfach überall wo ich bin habe ich Angst mich bei anderen Menschen anstecken zu können.
Abends wenn ich zur Ruhe komme wird es dann nochmal richtig schlimm. Meine Gedanken kreisen nur darum ob es mir vllt gleich übel wird und dann wird es mir auch meistens übel. Nachts wache ich teilweise Schweiß gebadet auf, Herzrasen, zittern am ganzen Körper. Es dauert meistens Stunden bis ich mich wieder beruhigt habe.
Irgendwie macht das alles so keinen Spaß.
Ich kann mir auch einfach nicht erklären warum diese Phobie bei mir so stark ausgeprägt ist.
Kann mir jemand einen Tipp geben? Hilft eine Therapie? An wen wende ich mich da?

Viele verzweifelte Grüße

01.12.2016 21:00 • #214


Vielleicht solltet ihr einfach mal ein Erbrechen herbeiführen. Dann merkt ihr, dass es soooo schlimm nun auch wieder nicht ist und verliert etwas die Angst davor.

11.12.2016 23:42 • #215


Hallo:)
Ich wollte mich auch mal zu diesem Thema äußern, ich leider schon seit ich denken kann an Emetophobie und habe mich intensiv unter therapeutischer Hilfe nun schon 6 Jahre damit auseinander gesetzt. Ich selbst habe es nicht geheilt, es geht mir aber besser.

Ich war 5 Jahre lang bei 2 unterschiedlichen Psychologen bei denen ich nur war um nicht mehr alleine mit meinem Problem zu sein.. ich habe geredet geredet und geredet. Was kam heraus? Nicht viel. Bzw, doch schon etwas. Ich habe viele Erkentnisse bekomme über mich, was mir in meinem Leben fehlt und was hinter meiner Angst steckt. Das ist mein erster Tipp für euch: Fragt euch was dahinter steckt. Bei mir ist es mangelndes Verständnis, Aufmerksamkeit und Liebe der Familie. Macht alles um eure jetzige Situation besser zu machen. Ich habe mich von meiner Familie distanziert und probiere Menschen zu finden denen ich wirklich etwas wert bin. Es ist schwierig jemanden zu finden der einen bedingungslos liebt (finde ich). Ich werde auch bald ausziehen und bin viel selbstständiger geworden. Ich habe die 11. Klasse abgebrochen um ein FÖJ (wie FSJ) zu machen um von dem Schuldruck wegzukommen und mich "selbst zu finden". Ich merke, je selbstständiger ich werde, desto weniger wird meine Angst.

Tipp zwei den ich euch empfehlen kann ist: Handeln! Ich habe den Sommer über in der KLinik verbracht und hatte dort wirklich eine schwierige Zeit. ich musste woanders übernachten, durfte keine sicherheitsmittel haben (habe sie teilweise reingeschmuggelt) und musste zu bestimmten Zeiten eine gewisse Menge an Essen essen (ich habe ab zu sachen in meinen Taschen verschwinden lassen wenn jemand unaufmerksam war). Dann wurden noch andere Patienten krank auf der Station und ich hatte oft Panikattaken. Diese Zeit hat mir so viel gebracht! Ich habe tolle Menschen kennengelernt die sich um mich gekümmert haben und mich so genommen haben wie ich nunmal bin (da habe ich auch gemerkt dass genau das das ist was mir in meinem Leben fehlt) und ich sage es euch: Übung macht es besser.
Ihr habt Angst zu essen? Esst trotzdem! Ihr habt Angst zu schaukeln? Auto zu fahren? Ohne euren Kaugummi rauszugehen? Macht es trotzdem!
Klingt verdammt schei., ja! Habe ich mir auch gedacht & und auch ich suche hin und wieder nach dieser einen Lösung die alles auf einmal heilt. Ich kann euch ziemlich sicher sagen, es gibt kein Zaubermittel aber es hilft wirklich, ich schwöre es euch. Ich habe in der Klinik ein paar Leute kennengelernt die auch Emetophobie hatten und es durch Expos (Konfrontationsübungen) abgebaut haben bzw. Erbrechen herbeigeführt haben und durch mehrfache Wiederholungen überwunden haben. Ich konnte mir noch im Frühjahr 2016 nie vorstellen zu erbrechen, im Juli 2016 besorgte ich mir ein Brechmittel und spielte mit dem Gedanken es zu nehmen. Ich dachte nie nie nie dass ich in meinem Leben dahin kommen würde. Ich habe es letztendlich nicht genommen weil ich zu sehr darüber nachgedacht habe, ich habe daran genippt und schon dass war ein wahnsinns Fortschritt für mich. Weder bin ich Psychologe noch habe ich Emetophobie studiert. Doch ich spreche aus Erfahrungen und hoffe dass es ein paar Ratlosen hier hilft. Wenn ihr Fragen habt schreibt mich sehr gerne an oder schreibt lest euch mal "meine Geschichte" zur Angst durch:https://www.psychic.de/forum/spezifische-phobien-f55/ich-komme-nicht-gegen-meine-angst-vorm-erbrechen-an-t77872.html

Ich möchte jetzt auch nicht, dass alle denken ich wäre ein Besserwissers (falls es so rüberkommt sorry). Hoffentlich hilft es jemandem. Freue mich über Feedback!

Wie gesagt ich bin nicht geheilt aber auf einem guten Weg dahin. Ich erkläre es mir damit dass ich noch längst nicht zufrieden bin mit meinem Leben und viel zu wenige andere wichtige "Säulen" habe als die Angst (sowas wie Freunde, Familie Hobbie etc.)

16.12.2016 11:05 • x 1 #216


Ich bin echt erstaunt wie viele diese Problem auch haben. Bei mir hat es vor 2 Jahren angefangen. Ich war im Urlaub und konnte dort einfach nicht einschlafen. Dafür war mir dann einfach die ganze zeit schlecht. Dazu kam noch, dass meine Schwester die im gleichen zimmer wie ich geschlafen hat am einen Abend erbrochen hat. Das war für mich richtig schlimm und ich hab total panik bekommen, konnte danach auch nicht mehr in diesem Zimmer schlafen. Seit dem ist mir jeden Abend vorm einschlafen schlecht. Ich schlafe jeden abend mit der Angst ein mich übergeben zu müssen.
Dadurch habe ich auch zwängen entwickelt wie zum Beispiel:
1. Ich muss mit Zopf schlafen
2. Ich muss ein Glas Wasser auf meinem Tisch neben dem Bett haben
3. Ich brauch eine Wärmflasche (auch im Sommer egal wie heiß es ist)
4. Ich muss mir angst einreden sonst denke ich dass weil ich gerade heute denke ich müsste nicht erbrechen ich dann erbrechen muss.

Ich versuche mir einzureden dass alles okay sei aber es funktioniert nicht ich hab einfach weiter angst und panik.
Obwohl ich weiß dass die Übelkeit von meinem Kopf kommt hab ich einfach trotzdem angst. Ich weiß es aber begreife ich es einfach nicht.

Mir hilft es mit anderen darüber zu reden. Meine Schwester sagt mir immer, wenn es ganz schlimm ist und ich zu ihr gehe deswegen, dass das alles gar nicht ein kann und nennt mir auch immer Gründe warum sie recht hat. Sie erreicht mich also mehr anders als ich mich selbst. Ich kann mir einreden was ich will er bringt nichts.

Ich habe übrigens seit 5 Jahren nicht mehr erbrochen und ab auch nicht mehr wirklich krasse Erinnerungen wie genau ich micht da gefühlt habe so kann ich es auch sehr schlecht einschätzen wann mir wirklich richtig übel ist.

Mit dem Wort erbrechen hab ich auch große Schwierigkeiten mir ist vom schreiben hier wieder richtig schlecht geworden

LG

09.02.2017 00:10 • #217


24.08.2018 20:07 • #218


Abendschein

Veritas
Kenne Ich doch.

24.08.2018 22:54 • #220




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