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nilu
Hallo zusammen,

mich hat die Emo heut auch wieder mal richtig gepackt. Alles begann am Morgen im Büro als ein Kollege erzählte, seine Frau habe Magendarm. Er sass dann paarmal neben mir und meine Gedanken kreisen...hat er sich angesteckt, hab ich mich angesteckt.. Ich weiss es ist Blödsinn, weil anstecken kann man sich überall. Dennoch lässt es mir keine Ruhe. Dazu kommt viel Stress im Geschäft, zu spät gegessen...die typischen Auslöser für die Emo bei mir. Alles logische Denken scheint wie blockiert, Ablenkung hilft auch nicht. ich will einfach aus mir selber heraus.

@ QueenSally
Wie geht es dir? Dein Post ist eine Weile her...ich hoffe du bliebst verschont!

@danielabru
Ich bin wegen der Emo seit über einem Jahr in Behandlung und sie begleitet mich immer noch, zum Glück weniger als vor einem Jahr noch. Ich glaube es braucht schon eine grosse Portion Geduld und Zeit, diese Angst in Griff zu bekommen. Auch glaube ich nicht, dass man je ganz geheilt davon sein wird. Kennst du deine Ursachen für die Angst? Was für eine Therapie machst du? Ich kann dich aber gut verstehen!

26.03.2015 23:00 • #181


ja ich kenne die ursachen .. es war wo ich ein kind war mein erster und letzter magendarm wo ich gebrochen habe.. bin jetzt bei einem psychiater wobei mir der nichts bringt und in zwei wochen probiere ich dann eine hypnotisörin und psychoaterin aus ..

28.03.2015 09:59 • #182



Hallo laprincessai,

Emetophobie damit leben? Tipps und Hilfe

x 3#3


Hallo nilu, naja es ist bei mir doof, denn ich arbeite mit vielen Menschen zusammen...und immer wieder hab ich so Angst...leider Gottes herrscht bei uns grade Magen-Darm-Grippe und ich überlege mich schon krank schreiben zu lassen...

31.03.2015 18:32 • #183


nilu
QueenSally, auch wenn es verlockend klingt und sicher ein Ausweg für dich bietet, wenn du dich krank schreiben lässt, versuche es auszuhalten. Du bietest der Angst sonst zu viel Raum und wirst dann anfangen jedes Schlupfloch zu nutzen. Ich bin so auch in einen rechten Strudel geraten und habe viele Situationen nur aus Angst vor der Angst gemieden und bin dran das nach und nach wieder aufzubauen. Ich weiss es ist schwer, aber ich drück dir die Daumen, dass du das packst!

Danielabru, viel Erfolg bei der Hypnose. Bin gespannt wie es war. Denke auch drüber nach, habe aber meine Zweifel ob das wirklich bei mir hilft.

01.04.2015 00:08 • #184


Danke nilu...ich wünsche allen, dass wenigstens euch die Hypnose hilft.
Also ich bin in der Arbeit geblieben
Aber eine Kollegin ist schwanger und hatte 2 Wochen MDG...ich versteh das nicht ganz, sie frisst und K**** anstatt mal auf den Bauch zu hören.
Aber ich bewundere sie, dass die einfach so isst und danach einfach auf Klo geht...

Dieses Leck-mich-am-Arsch-Gefühl hätte ich auch gerne.
Ab und an hab ich gute Tage und Wochen, dann interessiert mich des ganze nicht, doch plötzlich ausm NIX is mir so schlecht und ich hab sooo Angst...ich bin eigentlich schon etwas älter und hab so Panik...


Andere haben Krebs und sind wirklich krank, aber diese starken Menschen, leben ihr Leben und denen is des egal, wenn die sich übergeben...wieso kann ich oder können wir des ned?

02.04.2015 18:15 • #185


Hallo ihr Lieben!
Alles hier Geschriebene ,wie z.B. einen Mülleimer oder Fluchtweg zu suchen, sind mir genauestens bekannt. Ich bin 16 Jahre und leide schon seitdem ich denken kann an meiner Krankheit.
Ich habe mir immer gedacht, dass ich die einzige bin und habe auch nie im Internet danach gesucht. Da die Krankheit mich derzeit in meinem alltäglichen Leben sehr einschränkt, habe ich beschlossen, etwas darüber herauszufinden und bin zufällig auf diese Seite gestoßen. Es ist zurzeit so schlimm, dass ich die Schule abbrechen will weil ich angst habe in der klasse zu sitzen und mich übergeben zu müssen. Ich kann mich schon seit einiger zeit nicht mehr auf die schule konzentrieren da mich der Gedanke: "ich glaube ich muss kotzen" fast durchgehend jeden Tag belastet. Während meiner Panikattacken kratze ich mich an den Armen um einen anderen Schmerz zu spüren. Es klingt etwas seltsam, ich weiß, aber das ist für mich in solch einer Situation der einzige Ausweg. Leider sieht man die Narben meiner Kratzspuren sehr gut und ich versuche immer die neuesten Ausreden zu erfinden weshalb ich am Arm blute.
Vielleicht hat einer einen guten Tipp und danke fürs zu Ende lesen

22.04.2015 09:47 • #186


nilu
@queensally
super dass du geblieben bist, sieh es als grossen Fortschritt an! Bewundere auch andere, denen das Kotzen egal ist. Vielleicht würde ich auch anders, lockerer damit umgehen wenn ich in meinem Leben mehr als nur 5x erbrochen hätte. Ich hab mir fest vorgenommen mir meine Kids als Vorbild zu nehmen, sie spielten vor und nach dem Erbrechen fröhlich weiter. Mal eben so rauslassen, ich wünschte ich könnte das auch.

@honigbiene
Warum hast du immer das Gefühl erbrechen zu müssen wenn du in der Klasse sitzt? Fühlst du dich dort unwohl, gab es mal einen Vorfall? Mach die Schule fertig, lass dich nicht von der Angst so beherrschen dass sie dich so hindert. Hast du schon psychologische Hilfe in Anspruch genommen? Das mit dem Kratzen tönt nicht sehr gut! Hab aber schon von vielen anderen Emetophobikern gelesen, dass sie sich um sich abzulenken selber verletzten. Vielleicht kannst du dir da ein anderes "Ventil" suchen? Mir half schreiben meist sehr gut. Hab mich dann immer hingesetzt und entweder aufgeschrieben was mir grad so quer durch den Kopf schoss oder Worte an die Angst gerichtet.

ich habe bald meine letzte Sitzung mit dem Psychologen, war etwas mehr als ein jahr in Behandlung. Anfangs dachte ich noch, dass ich die Angst schnell irgendwie abarbeiten könne, aber das war leider ein Trugschluss. Ich hab in erster Linie meine Kindheit aufgearbeitet, zu meinem inneren Kind gefunden und versuche nun unterdrückte Gefühle von damals wahrzunehmen und zu deuten. Die Angstattacken kommen seltener dafür mit grösserer Wucht. Ich hab aufgehört, Zwangshandlungen zu unternehmen, weil ich meinte damit das Erbrechen unterdrücken zu können, wenn es kommt kommt es, dann hilft alles nichts. Ich könnte die Therapie bei einem anderen Therapeuten weitermachen, aber ich denke ich mache eine Pause und "versuche" andere Sachen. Habe Akkupunktur ins Auge gefasst.

27.04.2015 00:51 • #187


Hallo!

Ich habe mir jetzt nicht alle Seiten durchgelesen, deswegen bitte nicht böse sein wenn mein Tipp schon genannt wurde oder unpassend ist.

Es gibt ja sicherlich verschiedene Gründe warum jemand Angst hat sich übergeben zu müssen. Ich hatte auch mal so eine Phase. Bei mir war es die Angst andere damit zu belästigen oder etwas zu beschmutzen. Ich hatte dann einfach immer eine Plastiktüte dabei. Benutzten musste ich sie nie. Und die Emetophobie ging wieder weg.

MfG

03.05.2015 20:10 • #188


10.04.2016 13:10 • #189


Daaas kommt mir sehr gekannt vor
Nachdem ich mich vor 8 Jahren nach meinen ersten Panikattacken 2h lang beim Arzt übergeben musste, hab ich da auch voll einen weg. Wenn ich was gegessen hab, bring ich höchstens noch den Müll raus, alles andere geht nicht. Wenn ich weiß, dass ich abends weg muss oder sonst wie das Haus verlassen soll, ess ich den ganzen Tag über nichts. Genauso, wenn "fremder Besuch" kommt (Handwerker oder so zb), da krieg ich sonst echt ne Macke. Wenn ich so zu hause bin, hab ich damit kein Poblem, auch kein Problem, falls ich mich doch übergeben muss, wenn ich krank bin, was falsches gegessen hab oder so. Immer nur in Verbindung mit anderen Leuten/außerhalb.
An manchen Tagen gehts mir so gut, dass ich trotzdem Kleinigkeiten normal machen kann (einkaufen zb, wobei ich es echt nicht drauf anlege, dann lange unterwegs zu sein).

10.04.2016 13:24 • #190


Ja das ist so schlimm und man kann nicht mal wirklich mit jemandem drüber reden der es nicht kennt , das schränkt das Leben so ein und ich möchte so nicht weiter leben ich will endlich wieder vernünftig raus gehen es wird ja schließlich auch Sommer ,

10.04.2016 13:27 • #191


Jopp, ist auf jeden Fall schwierig damit.
Ich probier immer wieder, mich damit zu konfrontieren, indem ich zb nach dem Essen ne Runde spazieren gehe. Um dann eben auch mir selbst klar zu machen, dass es auch funktionieren kann und selbst wenn man sich übergeben muss, das kein Untergang ist. Theorie ist easy, Praxis schwierig.. Aber ich arbeite dran. Geht mir ja auch auf den Zeiger.

10.04.2016 13:30 • #192


Ja eben ich habe auch noch diese ständige Übelkeit wo ich denke ist es Einbildung oder nun doch echt ? Was diese Psyche mit einem machen kann , ich weiß nicht mal woher diese Angst kommt

10.04.2016 13:36 • #193


Bist du denn irgendwie in Behandlung?
Diese permanente Übelkeit hatte ich auch monatelang ganz schlimm, konnt kaum was essen, weils eh nicht drin blieb. Das macht der Stress, den man sich deswegen macht, ist der totale Teufelskreis. Meine damalige Psychologin meinte, ich muss die Übelkeit/Angst annehmen, dass sie ein Teil von mir ist. Dachte die erzählt Blödsinn, wie das gehen soll. Naja, 2 Wochen später lag ich abends im Bett und war total angefressen wegen dem ganzen Mist und hab daran gedacht, was sie gesagt hatte. Und dann hab ich quasi innerlich mit meinem Körper geredet. "Ist ok, du bist zwar hier, aber du tust mir nix, du bist ein Teil von mir", so in der Art Klingt voll bescheuert, aber ungelogen, am nchsten Morgen war es einfach weg. Diese permanente Übelkeit war wirklich einfach verschwunden. Das war 2008, seitdem hab ich immerhin das im Griff

10.04.2016 13:42 • #194


Nein in berhandlung bin ich noch nicht , aber ich Probier mal dein Tipp Aus

10.04.2016 16:01 • #195


MissingMyFirefly
Hey, ich hab das auch seit nun 12 Jahren. War mal um einiges besser. Durch gewisse Umstände ist es bei mir momentan auch wieder sehr ausgeprägt. Aber ich weiß, daß die Emo nicht das eigentliche Problem ist. Das ist was ganz anderes was sich also Emo äußert.

10.04.2016 22:32 • #196


Hallo,

ich leide auch an Emetophobie.
Ich hatte solche Angst erbrechen zu müssen, dass ich kaum noch etwas gegessen habe. Habe das MHD immer geprüft, bin nicht mehr essen gegangen bzw überhaupt raus gegangen. Hatte auch regelmäßig mit Panikattacken zu kämpfen.
Leider hat sich bei mir durch die Angst wirklich Brechreiz eingestellt, den ich bis heute mit mir herumschleppe.

Sobald ich Angst habe bekomme ich starken Brechreiz. Mein Mund wird auch extrem trocken und ich kann kaum etwas essen.

Als ich 2010 mit nur noch 47kg bei einer Größe von 1,73cm kurz vor der Zwangsernährung stand, hat mir Antidepressiva geholfen.
Und ich habe mich der Angst gestellt und TROTZ Brechreiz weitergegessen. Ich habe keine großen Mahlzeiten gegessen sondern immer mal paar Häppchen zwischendurch, und dann konnte ich langsam wieder zunehmen.

Das blöde ist einfach, dass man Hunger hat, essen möchte, aber man durch den Brechreiz nichts runterbekommt.

Ich will dir nur sagen, stell dich deiner Angst, wenn dir "schlecht" wird, geh raus, am besten mit *beep* Füßen im Gras. Laufe solange Runden bis das ekelhafte Gefühl weg ist. Und kau Kaugummi mit Minze.
Wenn du irgendwelche Fragen hast dann meld dich einfach.

11.04.2016 14:25 • #197


Hey danke für eure Antworten , ich weiß selber nicht woher diese emo Phobie kommt mir geht's ja auch nicht gut damit ich habe auch wieder seid Samstag nicht gegessen nur Kaugummi gekaut .. Das schränkt das Leben so ein aber mir ist es auch unangenehm mit jemanden drüber zu reden

11.04.2016 17:27 • #198


Es ist halt echt sone Thematik, die Nichtbetroffene absolut nicht nachvollziehen können. Meine Eltern wussten von Anfang an davon, wegen mir sind wir nie mit der ganzen Familie mal essen gegangen, selbst zu ihrem Hochzeitstag haben sie ein geplantes Essen gestrichen. Nie haben sie mir das zum Vorwurf gemacht, aber man fühlt sich trotzdem einfach nur schuldig und beschissen deswegen. Und selbst mit denen red ich da nicht weiter drüber, ich hasse es wirklich, das als Grund zu nennen, weshalb ich dieses oder jenes nicht mitmachen kann/will und denk mir oft genug irgendeine andere Ausrede aus. Und sie wissen aber trotzdem den wahren Grund, sagen aber nichts weiter dazu.
Ich hab so Tage, da kann ich mir vorstellen zb in ein Café zu gehen oder so. Einmal hab ich das dann auch gemacht und es war echt gut eigentlich Aber die Hemmungen, das zu wiederholen sind trotzdem enorm.. Und alleine ist das irgendwie.. weiß auch nicht, es fühlt sich nicht wirklich wie ein Erfolg an. Aber Mutti anzurufen und zu fragen, ob sie 25km für nen Kaffee fährt, von dem ich aber noch nicht genau weiß, ob ich den überhaupt mit ihr trinken kann.. Njoa, nee..

11.04.2016 17:33 • #199


MissingMyFirefly
Ja es ist immer schwierig darüber mit anderen zu reden, weil die das nicht nachvollziehen können. Da kommen dann so Sprüche wie; Naja und? Wenn Du dich übergeben musst, ist das auch nicht der Weltuntergang. Ich esse momentan auch immer zwischen durch. Mal mehr mal weniger und versuche mich auch nicht zu stressen. Wenn du jedoch schon einige Tage nix essen kannst würde ich wirklich mal über eine (Verhaltens)therapie nachdenken, falls Du keine machst. Bei mir ist es zumindestens so, das die Emo nicht das eigentliche Problem ist sondern sich das nur so äußert. Bei mir ist eher das mangelnde Selbstbewusstsein und die Gedanken, was andere über mich denken, eins von den eigentlichen Problemen. Als ich 2009 bei meinen Eltern auszog und mein Leben komplett alleine auf die Reihe bekommen hatte und viele Dinge trotz Emo gemacht hab, konnte ich wieder relativ normal leben.

11.04.2016 20:14 • #200




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Prof. Dr. Borwin Bandelow