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Hallo liebe Leute,
ich bin 23 Jahre alt und seit einem Jahr ist mir aufgefallen, dass ich ziemlich oft die Artikel (der, die, das) von Wörtern verwechsel. Aufgefallen ist es mir deswegen, weil ein Kumpel mich andauernd korrigiert hat, weil ich damals echt viele Artikel falsch benutzt habe (Der Gebüsch, Das Barcode etc.) Seitdem denke ich sehr darüber nach wie ich die Artikel benutze und mir ist aufgefallen, dass ich von vielen normalen Worten die Artikel nicht mehr kenne und Angst habe, dass dies eventuell mit irgendeiner Krankheit etc
zu tun hat. Das macht mir schon zu schaffen, da ich dann zB. bei einem Gespräch kurz eine Pause machen muss und überlegen muss, was ich jetzt benutzen soll.
Eigentlich hatte ich, soweit ich weiß nie grosse Probleme damit. Ich habe meine Realschule, Fachabi und anschließend meine kaufm. Ausbildung vor 2 Jahren abgeschlossen. Kann es daran liegen, dass ich zu wenig lese? Habe auch seit 2014 eine generalisierte Angststörung, kann es sein, dass man dadurch vergesslicher wird? Habe irgendwie Angst.

29.01.2021 10:28 • 05.04.2021 #1


5 Antworten ↓


Roman87
Hallo Getaway,
nein an einer Angststörung allein kann es nicht liegen. Ängste führen öfter schon mal dazu, dass Konzentration, Gedächtnis und Aufmerksamkeit leiden. Es liegt hier vielleicht auch eine stark subjektive Empfindung über zwischenmenschliche Urteile zugrunde, wenn man auf etwas "merkwürdiges" an einem selber aufmerksam gemacht wurde. Solche Urteile bekommt sicher jeder von uns in so vielen verschiedenen Ausprägungen, nur die Wenigsten entwickeln daraus ein Problem.
"Das macht mir schon zu schaffen, da ich dann zB. bei einem Gespräch kurz eine Pause machen muss und überlegen muss, was ich jetzt benutzen soll." Dein Satz klingt für mich nach einem größerem Leidensdruck und vielleicht liegt es am Fokus, dass es dir schwerer fällt, Artikel zu finden, Sätze zu formulieren, sodass du in diesem Teufelskreis noch mehr Fehler verursacht. Siehe das dann nicht als Bestätigung, sondern als Konsequenz deiner gerichteten Aufmerksamkeit auf dieses Verhalten.

Ich hatte auch einmal einen sprachlichen "Makel", die schon lange passé ist. Und lesen bildet deinen Wortschatz und dein Sprachgefühl in jedem Alter und geistigem Status Quo. Ich habe festgestellt, dass ich weniger gut schreiben kann, wenn ich sehr lange nicht gelesen und geschrieben habe. Das Sprachgedächtnis ist bildlich gesehen auch ein Muskel, der trainiert werden möchte, um gut zu sein.

29.01.2021 11:51 • x 1 #2



Wortfindungs-Störung - Ursache generalisierte Angststörung?

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Wenn Deutsch deine Muttersprache ist, ist das recht ungewöhnlich, denn Artikel werden mit den Wörtern mitgelernt und eigentlich nie mehr vergessen. Vielleicht konzentrierst du dich einfach zu wenig beim Sprechen?

Ich rede sehr wenig, mangels Kontakten (d.h. anderes Problem als bei dir), und verwechsle oft inhaltlich Wörter, sage z.B. Zug statt Bus oder gestern statt morgen. Da denke ich mir oft, ich verblöde. Verstehe also deine Sorge.

29.01.2021 13:18 • x 1 #3


Ich lasse manchmal wenn ich nervös bin beim Sprechen Buchstaben aus. Anstatt "Buchstabe" könnte bei mir dann zum Beispiel dann "Uchstabe" rauskommen! Sehr blöd, leider.

08.02.2021 18:20 • #4


Ich habe ein ähnliches Problem. Ich nutze falsche Artikel und habe Probleme, meine Sätze richtig zu beenden (ich bin mit beim Sprechen nicht mehr bewusst darüber, wie ich den Satz angefangen habe / was ich eigentlich sagen will / wie die richtige formulierung lautet / wie das Sprichwort richtig heißt. Komisch. Vielleicht liegt es am gelegentlichen Canna. in meinen späten Jugend und frühen Zwanzigern.
Ich bin jetzt 29, Bachelor vor 2 Jahren abgeschlossen, bin Teamleiter in einem Industrieunternehmen und mache gerade meinen Master. Sooo schlimm scheint es also nicht zu sein, wenn die mich trotzdem befördern.

Wenn meine Freundin mit mir spricht, antworte ich manchmal und vergesse dann meine Antwort und was sie gesagt hat. Sie meint, ich sollte mal zum Arzt deswegen. Ich vermute nicht, dass es Demenz oder so ist, sondern eine Konzentrationsschwäche, weil ich mit den Gedanken einfach woanders bin. Ich bin vermutlich so zerstreut, weil es überall Ablenkung gibt. PC, Arbeit, Smartphone, Internet, Fernseher,.. überall prasseln Informationen auf mich ein, oft zeitgleich. Blöd nur, dass mein Gehirn meiner Freundin im Autopilot-Modus antwortet, weil es davon ausgeht, dass es nicht wichtig ist, wie meine Antwort ausfällt... ich bin unkonzentriert, nicht aufmerksam.

31.03.2021 15:57 • x 1 #5


domi89
Ja ich vergesse auch sehr oft was ich einen Augenblick vorher noch gesagt habe. Meine Freundin fragt manchmal nach was ich gesagt habe und da habe ich es schon wieder vergessen.

Gerade eben • #6




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