Das geht mir in diesem Sommer ähnlich, nachdem meine Trennung von meiner Lebensgefährtin und deren Kinder im Mai vollzogen wurde, der gemeinsam geplante Urlaub Anfang Juli an Sie überging war ich zu Beginn meiner 4 Wochen Ferien ziemlich unten, der Stress wegen der Trennung und eine Art Rosenkrieg danach zehrten an meiner Substanz.
Die Rechnung bekam ich gleich in der ersten Woche in Form einer Gürtelrose. Dies und andere Dinge hinderten mich daran meine Ferien etwas mit Freude genießen zu können

Ich verkroch mich in meinen vier Wänden und schwitzte vor mich hin und außer Arzt aufsuchen und Einkäufe lief nichts. PC und Musik hören und Fernsehen schauen. Meine Ansprüche auch an mich selber kann ich ebenfalls kaum noch erfüllen, ich habe auch die Lust verloren etwas auf die Beine zu stellen und meinen Hintern zu bewegen, fühle mich selber unattraktiv obwohl ich von anderen immer dass Gegenteil vernehme, und ja ich lege auch an Gewicht zu und dass nervt.
Ich nutzte die Zeit zu Hause um jemanden in Kontakt Foren zu finden, registrierte mich in dieser Börse und erstellte ein Profil mit allem. Fast 7 Wochen schaute ich da rein und schrieb einige Frauen an, ich denke schon dass ich dabei alles richtig machte. Aber auch da kamen wenn überhaut nur absagen und so gut wie keine anfragen. Noch mehr Frust und das Selbstwertgefühl änderte sich in Minderwertigkeit. Also habe ich mich da vorgestern auch gelöscht und verabschiedet.
Nun kann ich es kaum erwarten am kommenden Freitag wieder meine Arbeit aufzunehmen, da muss ich die Aussage treffen dass ich als ich im Februar 2018 meine Wechselschicht in Wochenendschicht (Fr. bis So. 35 Std.) änderte damit 6 richtige gelandet habe, kein Stress mehr, keine Vorgesetzten mehr, wenig und gute Arbeit, und nur drei wirklich gute Kollegen. Außerdem muss ich am Wochenende hin und habe keine Langeweile und Frust was ich denn machen könnte. Und von Mo. bis Do. frei zu haben ist prima weil das Leben da normal verläuft, eben der Alltag.
Es graut mir vor den freien Tagen nur wenn es am Wochenende ist oder in den Ferien, nächstes Jahr läuft dass anders da nehme ich mir nur 2 Wochenenden frei und fahre auch weg, dass wären auch schon fast 3 Wochen frei und reicht, aber 3 oder gar 4 Wochenenden ist mein Untergang. In früheren Zeiten wäre ich darüber dankbar gewesen so lang Ferien zu haben, dass Wetter prima dabei und an der See. Heute "nein danke".
Ich bemerke oft das ich anfange mich selber zu belohnen oder eine Art Glücksgefühl zu bewirken indem ich anfing mir neue Dinge zu kaufen, hier klingelt zur Zeit DHL öfters in der Woche. Ich habe in der letzten Zeit ganz viele Teile im Haushalt ausgetauscht und erneuert, Waschmaschine/Trockner/Herd/Stereo Anlage/Fernseher/Handy etc. und bekomme langsam komplexe, da ich wieder Single bin und gut verdiene bekomme ich keine finanzielle Probleme damit aber ein schlechtes Gewissen. Derzeit tausche ich alles aus sogar meine Klamotten was früher während meiner Partnerschaft überhaupt kein Grund für mich gewesen wäre, und jetzt müssen es sogar noch die teuersten Marken sein sogar bei der Unterwäsche. Ich werde 57 dies Jahr und laufe herum wie Dieter Bohlen und fühle mich langsam wie ein Sugar-Daddy. Und da erkenne ich wieder ein Makel und ein Problem, die Frauen in meinem alter gehen an mir vorbei und die ganz jungen Dinger lächeln und himmeln mich an. Ok meine Ex war auch 9 Jahre jünger aber das ging alles recht gut.
Ich habe momentan nur drei Bezugspersonen, meine Schwester und meine Nichte und ein langjähriger alter Freund und Kumpel. auf der Arbeit natürlich meine drei Kollegen mit denen ich prima kann. Ich denke jetzt auch nicht das ich überheblich oder auf andere herabschauend wirke, bin ganz normal im Umgang und nett und freundlich, ok ich lächle im Moment wenig und wirke ernst. Unterliege keiner Sozialphobie, zumindest glaube ich es nicht, aber ich hänge wie immer in einer Schleife aus der ich nicht heraus komme. Faul und träge etwas daran zu ändern und ja, mit einer gewissen Angst davor abgelehnt zu werden. Und zusätzlich bin ich seit ewigen Zeiten Schüchtern zurückhaltend mit Minderwertigkeitsgefühlen. Meine Ex hatte mich damals angemacht und geangelt, dass hätte ich mir nie getraut.
Eigene Bedürfnisse kann ich gegenüber anderen nicht berechtigt vertreten, verzichte und ziehe mich zurück. Mein sozialer Umgang ist etwas gestört, ich dacht schon mal daran eine Selbstfindung zu starten und mich auf einen heißen Stuhl zu begeben in einer Gruppe oder Therapie, so richtig die harte Tour mit voller Wucht. In meiner damaligen Reha 1998 (12 Schritte Programm) wegen Panik Störung gab es einige Ansätze dazu in der Gruppentherapie. "*
Wenn mir jemand hier dafür einen Tipp für den Raum Bremen geben könnte (Selbsthilfegruppe etc.) wäre ich sehr dankbar"*.
Aber auch anderes habe ich schon versucht zum Beispiel im Bildungsurlaub, mit Rhetorik Kursen wie "Gewalt durch Sprache u.s.w. Auf der Arbeit gab es früher auch Probleme wenn mich Vorgesetzte drangsalierten und dafür machte ich es. Bin auch wie du immer unter Strom und sehr nervös und unbeholfen im Umgang und schnell wütend oder zornig/trotzig. Und ich qualme viel deswegen, so 30 Kippen pro Tag, ja ich rauche meine Problem weg würde eine Psychoanalyse aussagen, aber ich trinke nicht weil ich dann ganz untergehen würde. Ich "muss" für mich eine Lösung finden um nicht weiter so leben zu müssen!
Dir erst mal alles gute und vielleicht tauschen wir uns mal öfter aus? Herzlich Willkommen im Forum und einen schönen Sonntag dir nd allen anderen hier.-
