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201627.05




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Bei uns wird immer erbarmungslos gegessen und getrunken, immer lustig, und vor allem LAUT :D

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Danke1xDanke


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Das Tal der Wupper
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  27.05.2016 11:34  
@Blackstar :

Die arme Kleine, das ist ja fürchterlich! Warum nimmt man denn da nicht ein bisschen Rücksicht? Kann doch nicht so schwer sein....

Aber das ist genau das, was ich mit meinem Beitrag ausdrücken wollte:
Alle spulen sie munter und selbstverliebt ihr Programm runter, ohne Rücksicht auf Verluste. Anstatt sich mal auszutauschen , entartet das Ganze zu einem Schaulaufen der Unwichtigkeiten. Was interessiert mich , dass eine Cousine dritten Grades der Schwiegermutter meines Bruders irgendwo in Deutschland kürzlich eine Bronchitis hatte?!? Das ist genauso hochinteressant, wie die von mir erwähnten Fahrräder.
Da finde ich die Sache mit dem Reissack, der neulich in China vom Fahrrad gefallen sein soll, ungleich spannender... :wink:

Immerhin musst Du da nicht durch, mach an dem betreffenden Tag lieber etwas, das Dir guttut.

LG
JollyJack

Danke2xDanke


  27.05.2016 12:42  
Carcass hat geschrieben:
Bei uns wird immer erbarmungslos gegessen und getrunken, immer lustig, und vor allem LAUT :D


Mensch Carcass, wäre aber nicht so gut, wenn so bald wieder. Wo Du doch so schön abgenommen hast! :wink:



  27.05.2016 12:43  
JollyJack hat geschrieben:
@Blackstar :

Die arme Kleine, das ist ja fürchterlich! Warum nimmt man denn da nicht ein bisschen Rücksicht? Kann doch nicht so schwer sein....

Aber das ist genau das, was ich mit meinem Beitrag ausdrücken wollte:
Alle spulen sie munter und selbstverliebt ihr Programm runter, ohne Rücksicht auf Verluste. Anstatt sich mal auszutauschen , entartet das Ganze zu einem Schaulaufen der Unwichtigkeiten. Was interessiert mich , dass eine Cousine dritten Grades der Schwiegermutter meines Bruders irgendwo in Deutschland kürzlich eine Bronchitis hatte?!? Das ist genauso hochinteressant, wie die von mir erwähnten Fahrräder.
Da finde ich die Sache mit dem Reissack, der neulich in China vom Fahrrad gefallen sein soll, ungleich spannender... :wink:

Immerhin musst Du da nicht durch, mach an dem betreffenden Tag lieber etwas, das Dir guttut.

LG
JollyJack


Danke, werd ich machen! :freunde:



  16.06.2016 12:06  
Hallo Blackstar,

ich bin neu hier, das ist mein erster Beitrag. Ich leide schon viele Jahre an einer Sozialphobie sowie an Zwangsgedanken (Therapien habe ich gemacht, ich nehme derzeit auch Medikamente). Ich stoße in meiner Familie leider auf kaum Verständnis und habe sehr wenige (eigentlich so gut wie keine) Freunde, geschweige denn einen Partner. Um so mehr tut es gut, zu lesen, dass es anderen tatsächlich genauso geht wie mir.

Ich habe ebenfalls erhebliche Probleme bei Familienfeiern und erkenne mich, in dem was du schreibst, sofort wieder. Bislang habe ich durchgehalten, aber ich kann nicht mehr. Ich nehme den anderen zuliebe teil, leide aber furchtbar - schon Tage vor der Feier, während der Feier und auch noch Tage danach. Letztes Jahr im Herbst habe ich daher das erste Mal all meinen Mut zusammengenommen und habe bei einer Familienfeier abgesagt. Ich war erheblich im Zwiespalt mit mir: einerseits wollte ich es allen recht machen, andererseits wollte ich aber auch nicht leiden. Momentan fahre ich eher auf der Schiene, mir Gutes zu tun, also nicht mehr so zu leiden. Andererseits habe ich aber auch Angst zu vermeiden.

Du hast geschrieben:

"Bin lieber alleine, als in Gesellschaft. Mir macht das nichts aus und fühle mich auch nicht einsam.
Für mich sind die meisten Menschen einfach nur Stress und bin froh, wenn ich nicht dabei sein muss."

Darf ich dich fragen, ob das hundertprozentig und immer so ist? Für mich sind die Menschen auch einfach nur Stress und ich kann gut allein sein. Aber in letzter Zeit immer häufiger fühlt es sich wie ein Stich an, wenn ich zB eine glückliche kleine Familie auf der Straße sehe. Ich glaube, ich will das eigentlich auch..aber ich kann es nicht. Das tut so weh.

Wenn ich doch wenigstens sagen könnte, dass ich bewusst allein bin und alles gut ist. Ich weiß nicht, ob es tatsächlich so ist..ich zweifle sehr an mir. Ich will nicht, dass mir die Sozialphobie alles kaputt macht und ich will nicht vermeiden. Aber ich finde, mit eins der schwierigsten Dinge für einen Sozialphobiker ist es, eine Beziehung einzugehen.

Ich freue mich auf eure Antworten und Kommentare :)



  16.06.2016 12:18  
Willkommen im Forum, schön dass Du da bist und Danke dass Du gleich in meinem Thread geantwortet hast!

schmidtchen hat geschrieben:
Darf ich dich fragen, ob das hundertprozentig und immer so ist? Für mich sind die Menschen auch einfach nur Stress und ich kann gut allein sein. Aber in letzter Zeit immer häufiger fühlt es sich wie ein Stich an, wenn ich zB eine glückliche kleine Familie auf der Straße sehe. Ich glaube, ich will das eigentlich auch..aber ich kann es nicht. Das tut so weh.


Natürlich nicht hundertprozentig immer, aber kann sehr gut damit leben und wenn ich dann glückliche Pärchen sehen, denke ich an meine vergangene lanjährige Beziehung und bin dann sehr froh, dass ich das nicht mehr mitmachen muss und tun und lassen kann was ich will. Man kann halt nicht alles haben und ich habe mich für den Alleingang entschieden. Bereue diese Entscheidung auch nie! Bei mir wurde auch eine schizoide Persönlichkeitsstörung (ein Psychiater) diagnostiziert und vielen anderen, von einigen Psychiatern und Psychologen. (Weiß schon gar nicht mehr alle, bei denen ich in meinem Leben in Therapie und Behandlung war). Ob es letztlich so ist, weiß ich nicht. Aber ich bin wirklich sehr gerne alleine und durchaus in der Lage damit glücklich und zufrieden zu leben!



  26.06.2016 13:33  
Liebe Blackstar,

herzlichen Dank für deine schnelle Antwort. Ich bin nach wie vor hin- und hergerissen. Ich will dieser Krankheit einfach nicht nachgeben, sondern eigentlich will ich sie ja besiegen. Ich denke, ich werde weiter kämpfen. Ich werde sehen..

Nochmals vielen Dank!



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  19.01.2018 12:11  
Ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich hier reinschreiben darf, da der Thread ja schon älter ist, aber nun gut, ich stöbere gerade so ein bisschen in den alten Themen rum :)

Was ich von Familienfeiern halte? Das ist irgendwie eine schwierige Frage.

Früher, als ich kleiner war, mochte ich es wirklich gerne, da ich meine Lieblingscousine sehen konnte und ich habe gerne was mit ihr gemacht. Als Kind ist man ja sowieso nicht in so einer lauten Halle voller Erwachsenen, da zieht man sich lieber zurück und spielt draußen oder in versteckten Räumen.
Leider ist man nicht ewig Kind und je älter man wird, tut man sich mit den Erwachsenen zusammen und das musste ich wohl oder übel auch machen, denn jetzt spiele ich nicht draußen und ich wäre auch wohl die einzige aus der Verwandtschaft, die das in meinem Alter tun würde xD aber so merke ich immer mehr, dass ich nicht so bin wie die anderen.

Naja, meine Familie ist sehr groß und, wenn wieder so eine Feier statt findet, kommen locker mal so 50 Leute und das ist nicht mal alles! Seit ein paar Jahren fühle ich mich auf so einer Feier nicht wirklich wohl, weil ich mich irgendwie so komisch dort fühle. 1. Ist es mir immer sehr unangenehm dort aufzutauchen und alle Menschen dort zu begrüßen und dann auf Fragen wie z.B. "Wie gehts dir?" zu antworten, da ich auch mit solchen Fragen nichts anfangen kann und nicht weiß, wie drauf antworten soll. Es ist mir dann immer zu viel und ich habe jedes Mal so ein Bedürfnis zu weinen, wenn ich sehe, wie viele Menschen dort sind und wie chaotisch das alles ist und jeder spricht mich an.
2. Habe ich Angst mich ausgeschlossen zu fühlen von meinen gleichaltrigen Verwandten bzw. Cousinen. Mit meiner damaligen Lieblingscousine (heute 18 Jahre alt) haben wir leider nicht mehr so wirklich dieselbe Wellenlänge. Sie wird erwachsen, ist in vielen Dingen weiter als ich und neben ihr fühle ich mich noch so unreif und kindisch und sie tut sich jetzt eher mit meiner anderen Cousine (23 Jahre alt) zusammen und dann reden die immer über ihren festen Freund, Führerschein und und und, also über solche Themen, wo ich nicht mitreden kann, weil mir das alles nicht widerfahren ist. Ich fühle mich immer wie das dritte Rad am Wagen und sitze eh immer still da und träume oder, wenn ich wieder im Redefluss bin, habe ich das Gefühl, dass ich nerve und zu viel rede.

Außerdem wird mir immer vor Augen geführt, dass alle in meiner Familien ein vollständiges Elternpaar haben und gesund sind. Ich weiß, Neid ist keine gute Eigenschaft, aber ja, ich gebe es offen und ehrlich zu: Ich bin drauf neidisch! Aber nein, ich bemitleide mich nicht selber, denn ändern kann man daran nichts und man muss es so hinnehmen wie es ist.

Naja und durch die Angst, habe ich sowieso Angst, mich vor meiner Familie zu blamieren, in Form von Kontrollverlust. Ich trinke dann dort sehr viel Alk., damit ich locker und lustig werde, wie die anderen. Meiner Mutter gefällt es nicht und sie sagt mir auch immer, dass sie dafür sorgen wird, dass ich nur maximal ein Glas Alk. trinke, aber sie kann mir da nichts vorschreiben, ich bin schon volljährig und es ist meine Verantwortung.

Wenigstens sind in meiner Familie und auf der Feier dort auch Kinder, die mögen mich und ich bin dann immer diejenige, die dann mit ihnen spielt oder sich generell beschäftigt, weil was anderes mache ich nicht, da sich ja meine anderen Cousinen zusammengetan haben und ich da nicht mehr so richtig reinpasse. Eigentlich komisch oder? Ich verstehe mich mit einer 7 Jährigen besser als mit einer 18 oder 23- jährigen? :D Was ist nur los? :D

Also um jetzt zum Schluss zu kommen:
Durch das Älter werden, hat sich für mich die Atmosphäre einer Familienfeier geändert. Früher als Kind hat man da eher noch gespielt und sich zurückgezogen, aber heute, im erwachsenen Alter merke ich einfach, dass ich nicht reinpasse, da man eben von einer Person in meinem Alter die ganzen kommunikativen Dinge erwartet, die mir etwas schwer fallen.

Was ich aber mag, ist das Essen und die Musik.

So das wars, ich hoffe, ich habe am Thema nicht vorbei geschrieben und ich hoffe auch, dass es nicht schlimm ist, wenn ich diesen Thread wieder aufgeweckt habe, aber ich fand es interessant.

Danke1xDanke


  19.01.2018 12:12  
Freue mich immer, wenn Du schreibst und Danke für den tollen Beitrag! Ging mir früher auch immer so, daß ich immer bei den Kleinen war
und dort hat es mir auch immer am besten gefallen. Später habe ich gekniffen so oft es geht und inzwischen, wissen eh alle, was mit mir los ist.
Meiner Mutter geht es ähnlich wie mir und meine Schwester, verträgt inzwischen auch nicht mehr soviel wie früher. Sag doch einfach den engeren
denen Du vertraust, was mit Dir los ist. Habe auch sehr lange mit mir gerungen, bei mir wissen es auch alle, bis auf meinen Bruder und seine
Familie, außer seinem jüngeren Sohn, der ist paradoxerweise auch so wie ich vom Wesen her und wir verstehen uns super, dagegen kann mich
der Ältere nicht ausstehen, obwohl ich dem noch nie was getan habe und durch einige Schnitzer die er sich bei mir erlaubt hat, ich ihn auch
nicht mehr. Mein Bruder ist für mich auch heute noch wie ein Fremder, wir haben überhaupt nichts gemeinsam. Mich wundert, wie wir die
gleiche DNA haben können. Meine Schwester ist meine Halbschwester von meiner Mutter und sie ist mir wesentlich näher. Tja, Verwandtschaft
ist so eine Sache, hatte auch schon viel damit zu kuddeln in meinem Leben. Inzwischen, tu ich nur noch was geht und letztes Weihnachten
war sogar richtig nett und als mein spezieller Neffe kam, ging ich einfach und hab gewartet bis er wieder weg war. Er ist übrigens so beliebt,
daß in der Zeit alle zu mir kamen, weil sie sein lautes Geschrei nicht mehr hören konnten und es bei mir so schön ruhig und gemütlich ist. :wink:
Schön zu wissen, daß man nicht mehr das schwarze Schaf der Familie ist.

Danke1xDanke


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  19.01.2018 12:35  
Re: Wer liebt Familienfeste auch so wie ich?

Da bin ich nicht da.
Und meinen Geburtstag "feier" ich am liebsten indem ich alleine mit einer Freundin was Schönes mache.

... 80 Leute.... :shock: ui, mir wird schlecht

Danke1xDanke

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