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Hallo,

Gibt es Jobs, die einen nicht allzu sehr mit sozialen Ängsten konfrontieren?
Soll man in der Richtung suchen oder ist das wieder vermeidendes Verhalten?
Soziophobiker sind eben nicht gerade Streßresistent.
In Jobs, wo man auf Menschen zugehen muß und Selbstbewußtsein und Entscheidungsfreudigkeit zeigen soll, sind wir doch nicht geeignet.

Kennt Ihr Jobs, in denen man sich mental wohl fühlen würde ??

Liebe Grüße,
Joe

23.10.2011 14:35 • 06.11.2011 #1


30 Antworten ↓


Schlaflose
Hallo Joaquim,

ich stelle mir einen Bürojob, wo man nur mit der Bearbeitung von Akten beschäftigt ist, als ideal vor. Nur, erstens glaube ich nicht, dass es so etwas gibt, zweitens habe ich nicht die entstprechende Ausbildung dafür.

Viele Grüße

23.10.2011 16:18 • #2



Welche JOBS passen zu einem Soziophobiker ?

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Berufe sollte man nach den eigenen Interessen und Vorstellungen aussuchen. Dann hat man Lust dazu und der Beruf ist mehr als ein Job. Und wenn man etwas gerne macht dann ist die Motivation sich gegen die Ängste zu stellen für den Job auch größer. Ich halte es für falsch seinen Beruf wegen anderen Gründen auszuwählen. Ein Beruf ist eben nicht nur Geld verdienen, sondern auch Selbstverwicklung. Jedenfalls hat der Spaß an der Arbeit mich auch immer motiviert trotz PA ins Auto zu steigen und hin zu gehen. Das würde man wohl wegen eines Fließbandjobs nicht machen

23.10.2011 17:18 • #3


Schlaflose
Hallo Prinzessin,

du darfst Sozialphobie nicht mit PAs verwechseln. Joaquim und ich haben keine PAs!!

Viele Grüße

23.10.2011 17:21 • #4


Sagich ja und tue ich ja auch nicht. Aber auch ein Soziophobiker geht doch eher zu einer Arbeit die er liebt und die ihn erfüllt, als eine die ihn stresst und nervt. Und die Mechanismen der ANgst sind ähnlich, egal bei welcher Art von Ängsten. Oder wo siehst du den entscheidenden Unterschied?

23.10.2011 17:25 • #5


Schlaflose
Als Sozialphobiker kann man mit Menschen nicht umgehen. Also ist es nicht sinnvoll, einen Beruf zu wählen, wo man Kontakt mit Menschen hat, wo man vor Menschen reden muss, wo Teamwork gefragt ist, wo man viel telefonieren muss etc. Da bleibt nicht viel übrig, was man machen kann. Mit Interesse hat das nicht mehr viel zu tun. Ich habe z.B. aus reinem Interesse Englisch und Französisch studiert, bin dadurch zwangsläufig Lehrerin geworden und habe fesstellen müssen, dass das der pure Horrorberuf für mich ist.

23.10.2011 17:39 • #6


Also alle Angsterkrankten haben Probleme im Umgang mit anderen Menschen. Ich hatte große Schwierigkeiten Mitarbeiterbesprechungen zu führen als meine Ängste schlimm war. Und dein Studium muss nicht unbedingt zum Lehrer führen. Das ist schon ein sprezieller Beruf den man machen wollen muss. Aber Ängste kann man überwinden und es gibt viele Berufe, wo Kommunikation nicht so eine große Rolle spielt wie gerade als Lehrer. Alle Berufe die sich mit Forschung und Wissenschaft beschäftigen ist eher von Einzelgängern besetzt, da die eh alleine im Labor sind.
Ich sehe aber, dass du es sehr negativ betrachtest mit der Arbeit. Der Lehrerberuf ist scheinbar nichts für dich, aber mit deinem Studium kannst du auch ganz viel anderes machen, was deinen Wünschen und Fähigkeiten besser entspricht. Versuche diese Lücken und Aufgaben zu finden

23.10.2011 17:53 • #7


"Stress" kann man auch empfinden, wenn man allein in einem Büro sitzt und nur Akten zu bearbeiten hat. Wenn der Aktenberg immer größer und die Termine immer knapper werden, z.B. Da muss man sich auch damit auseinandersetzen können.

Wobei es heute wohl nicht mehr sehr viele Jobs mit Akten gibt, das sind meistens eher Dateien, also Arbeit am PC.

Übersetzer ist vermutlich eine Tätigkeit ohne viele Sozialkontiakte - solange man einen Auftrag hat. Wenn man keinen Auftrag mehr hat, muss man sich dann umso mehr bei anderen um Aufträge bemühen, und dazu braucht man wohl sogar besonders viel Sozialkompetenz.

Buchhaltung/Finanzwesen geht wohl auch einigermaßen menschenfrei zu, solange man einen untergeordnete Stellung hat.

Wie das im Beamtenwesen ist, weiß ich nicht recht, stelle es mir aber relativ arm an persönlicher Kommunikation vor. Aber vielleicht stimmt das heute auch nicht mehr ganz so, vermutlich gibt es auch da inzwischen Meetings.

23.10.2011 18:45 • #8


Hallo, Ihr!

Es ist ja nicht nur die Jobwahl.
Ich würde auch nicht in eine andere Gegend ziehen wollen, um einen Job anzunehmen - aus Angst, daß ich dort nicht klar komme mit allem. Dann bin ich total isoliert und auf mich gestellt. Kann überhaupt jemand diese Angst nachvollziehen.
Eigeninitiative und Fortbildingsmaßnahmen lösen bei mir blankes Entsetzen aus.
Soziale Ängste schränken schon sehr ein in Bezug auf das, was man bei der Jobsuche dann wirklich in die Tat umsetzt. Das Internet ist ein Segen für uns. Wie hätte man sich früher informieren können ? Viele bekommen ja durch Kontakte und Mundpropaganda nen Job.
Wenn's ums durchboxen geht, kneife ich.

Meine Profession liegt im kreativen Handwerk und ich arbeite gerne als Befehlsempfänger.

Liebe Grüße,
Joe

23.10.2011 19:00 • #9


Zitat von Joaquim:
Meine Profession liegt im kreativen Handwerk
Na dann mach das doch!

23.10.2011 19:03 • #10


Christina
Hm, der IT-Bereich gilt doch vorurteilsmäßig als Domäne der Nerds, ist jedenfalls etwas, wo Zwischenmenschliches nicht gerade im Vordergrund steht. Als Übersetzer muss man sich auch nicht doll mit anderen Menschen rumschlagen, als Lektorin hält es sich ebenfalls im Rahmen. Rechnungswesen und Controlling sind kontaktarm, alle Bereiche, in denen es um (meist Internet- oder Buch-)Recherche oder Analyse geht, ebenso. Für Beamte bei Behörden ist es unterschiedlich, längst nicht jeder hat "Kundenkontakte".

In den meisten Sparten gibt es Möglichkeiten, "hinter den Kulissen" zu arbeiten. Man muss allerdings Abstriche bei den Karriereaussichten machen und sollte sich nicht auf Selbständigkeit einlassen, weil man sich da auch um die Akquise kümmern muss.

Liebe Grüße
Christina

23.10.2011 19:27 • #11


IT ist teamarbeitet. die programmierer sitzen aber wirklich den ganzen am pc. aber ich glaube auch die müssen sich untereinander absprechen. aber IT ist ja nichtnur programmieren. du musst netzwerksysteme entwicklen, in stand halten, wenn du nicht weiterkommst, brauchst du hilfe, die dir ein computer vielleicht geben kann, usw. und wie alles andere ist es 50% wirtschaft.

Ich kann mir vortellen, das ein Job als Nachtwächter ziemlich einsam sein kann.

23.10.2011 21:20 • #12


Schlaflose
Zitat von prinzessin22589:
Und dein Studium muss nicht unbedingt zum Lehrer führen.


Doch! Mit einem Anglistik/Romanistik Studium kann man nur entweder einen Magisterabschluss machen, womit man als Dozent an der Uni bleibt, oder das Staatsexamen, womit man automatisch Lehrer wird. Sonst kann man damit nichts anfangen. Da gibt es keine Möglichkeit, nur Forscher oder Wissenschaftler zu sein. Das geht vielleicht bei naturwissenschftlichen Studiengängen. Man kann damit auch nicht z.B. Übersetzer werden, das ist ein eigenständiger Studiengang, wo man spezielle Fachkenntnisse im Bereich Technik, Wirtschaft, Jura etc. lernt, sowie die ensprechende Fachsprache dieser Bereiche. Und man muss dafür einen staatlich annerkannten Abschluss machen. So etwas lernt man nicht, wenn man Anglistik/Romanistik studiert und der Abschluss berechtigt einen nicht, als Übersetzer zu arbeiten.

Da ich schon seit 22 Jahren im Schuldienst bin, habe ich lange genug versucht, meine Ängste zu überwinden, aber es wurde immer schlimmer. Ich bin seit 10 Monaten krank geschrieben und habe versucht, etwas anderes zu bekommen, aber es gibt nichts. Ich bin ja schon fast 50, und habe sonst keine anderen Fähigkeiten. Mit Fremdsprachen kann man nichts machen, was ohne Kontakte zu Menschen stattfindet, da Sprachen ja zur Kommunikation zwischen Menschen dienen.

Zitat von GastB:
"Stress" kann man auch empfinden, wenn man allein in einem Büro sitzt und nur Akten zu bearbeiten hat. Wenn der Aktenberg immer größer und die Termine immer knapper werden, z.B. Da muss man sich auch damit auseinandersetzen können.


Ich hatte noch nie ein Problem damit, die Menge der Arbeit, die ich zu tun hatte, zu bewältigen.

Zitat von GastB:
Buchhaltung/Finanzwesen geht wohl auch einigermaßen menschenfrei zu, solange man einen untergeordnete Stellung hat.

So etwas würde ich machen, aber dafür braucht man ja die entsprechende Ausbildung. Im nächsten Leben mache ich das.

Zitat von Christina:
Hm, der IT-Bereich gilt doch vorurteilsmäßig als Domäne der Nerds, ist jedenfalls etwas, wo Zwischenmenschliches nicht gerade im Vordergrund steht.


Das käme für mich absolut nicht in Frage, weil ich von Computern überhaupt keine Ahnung habe und für mich Zeit meines Lebens, alles was mit Technik, Elektronik usw. zu tun hat, einen noch größeren Horror darstellt, als menschliche Kontakte.

Ich muss leider im Januar wieder meine Arbeit in der Schule antreten, weil die Krankenkasse das Krankengeld nicht länger zahlen will, und ich muss Geld verdienen, weil ich finanziell völlig auf mich alleine gestellt bin.

Ich denke, das Problem besteht darin, dass man, wenn man eine Ausbildung anfängt, noch nicht weiß, dass man eine soziale Phobie bekommen wird, bzw. auch wenn man eine gewisse Vorahnung hat, man diese ignoriert und das studiert, was einem liegt und Spaß macht. So war es jedenfalls bei mir. Fremdsprachen waren in der Schule meine absoluten Lieblingsfächer, und ich wusste schon ab der 5. Klasse, dass ich das studieren will. Alles andere hat mich damals überhaupt nicht interessiert, und jetzt eigentlich auch nicht.

Viele Grüße

24.10.2011 09:07 • #13


Zitat von Schlaflose:
Doch! Mit einem Anglistik/Romanistik Studium kann man nur entweder einen Magisterabschluss machen, womit man als Dozent an der Uni bleibt, oder das Staatsexamen, womit man automatisch Lehrer wird. Sonst kann man damit nichts anfangen. Da gibt es keine Möglichkeit, nur Forscher oder Wissenschaftler zu sein. Das geht vielleicht bei naturwissenschftlichen Studiengängen. Man kann damit auch nicht z.B. Übersetzer werden, das ist ein eigenständiger Studiengang, wo man spezielle Fachkenntnisse im Bereich Technik, Wirtschaft, Jura etc. lernt, sowie die ensprechende Fachsprache dieser Bereiche. Und man muss dafür einen staatlich annerkannten Abschluss machen. So etwas lernt man nicht, wenn man Anglistik/Romanistik studiert und der Abschluss berechtigt einen nicht, als Übersetzer zu arbeiten.
Das wäre eine ganz neue Regelung! Ich glaube das nicht. Siehe auch Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbersetzer
Zitat:
Die Berufsbezeichnung „Übersetzer“ ist – im Gegensatz zu Berufsbezeichnungen wie „Arzt“ oder „Notar“ – in Deutschland und Österreich gesetzlich nicht geschützt, wodurch die Berufsausübung auch ohne eine entsprechende Prüfung möglich ist.
Man darf sich nur keine unwahren Zusatzbezeichnungen zulegen (dto.).
http://www.aichinger-uebersetzungen.de/ ... senswertes

Natürlich hat man dann eine starke Konkurrenz in den diversen vereidigten und geprüften Übersetzern. Diese Hürde muss man erst überwinden.
Aber ich denke, man könnte sich auch selber spezialisieren, ein Fachwortverzeichnis durchstudieren oder auch mehrere. Oder durch Übung, wobei man dann besonders anfangs am Hungertuch nagt, da man viele Fachwörter nachschlagen muss und es entsprechend länger dauert, wofür man aber nicht bezahlt wird.

Außerdem kann man, wenn man Glück hat, auch in Verlagen z.B. bei fremdsprachlichen Zeitschriften unterkommen. Allerdings ist da die Kommunikationsrate sicher sehr hoch, also nichts für einen Sozialphobiker.

Aber Übersetzer ist ein ziemlich "einsamer" Job. Wie gesagt, abgesehen von der Akquise, wenn man selbstständig ist. Als Angestellter oder "fester Freier" ist man aber recht gut dran.

24.10.2011 09:35 • #14


Schlaflose
Hallo Gast B,

gut, vielleicht dürfte ich mich Übersetzer nennen, aber ich kann das alles nicht, was von einem Übersetzer erwartet wird. Mit Fachbegriffen nachschlagen ist es ja nicht getan, wenn man von der Sache selbst keine Ahnung hat, und nicht beurteilen kann, ob das was man übersetzt, auch sachlich korrekt ist. Abgesehen davon, wer würde denn jemanden engagieren, der keine Ausbildung und keinen Abschluss als Übersetzer hat?

Außerdem würde ich es psychisch gar nicht durchstehen, mich in so etwas völlig Unbekanntes und Ungewisses zu stürzen. Ich brauche Sicherheit. Ich habe ja nicht nur eine soziale Phobie, sondern eine ängstliche (vermeidende) Pesönlichkeitsstörung, das umfasst viel mehr. Ein Leben, wo ich am Hungetuch nagen würde, und nicht wüsste, wie ich im nächsten Monat über die Runden komme, wäre für mich viel schlimmer als wieder in der Schule zu arbeiten.

24.10.2011 10:14 • #15


Ich glaube,den Beruf ohne Menschlichen Kontakt gibt es gar nicht.
Ich meine,Lehrer ist ja zum Beispiel der Inhalt,Kontakt haben mit den Schülern.
Aber auch fast jeder andere Beruf hat irgendwie mit Menschen zu tun.
Ich meine,auch in einem Labor ist man nicht ein Einzelgänger.
Dort hat man genauso Meetings und auch viel Möglichkeit "zwischen der Arbeit zu reden".

Ich stelle mir auch einen selbständigen Übersetzter der zu Hause sein Büro hat,angenehm vor.
Wenn er Aufträge hat,natürlich.Das wird wohl das Schwierige sein.
Es kommt auch stark darauf an,in welcher Firma man arbeitet.Manchmal gibt es in dem gleichen Beruf,unterschiedliche soziale Kontakte.

24.10.2011 10:37 • #16


Christina
Zitat von Schlaflose:
gut, vielleicht dürfte ich mich Übersetzer nennen, aber ich kann das alles nicht, was von einem Übersetzer erwartet wird. Mit Fachbegriffen nachschlagen ist es ja nicht getan, wenn man von der Sache selbst keine Ahnung hat, und nicht beurteilen kann, ob das was man übersetzt, auch sachlich korrekt ist. Abgesehen davon, wer würde denn jemanden engagieren, der keine Ausbildung und keinen Abschluss als Übersetzer hat

Wie sieht's mit Belletristik aus? Bis du wieder in die Schule musst, dauert's ja noch ein Weilchen. In der Zeit könntest du mal unverbindlich Verlage abgrasen und fragen, ob und wie man dort ggf. als Übersetzerin arbeiten könnte. Vielleicht ergibt sich auch ein Einstieg über Probearbeiten. Anders als bei Juristen oder Medizinern z.B. hat ein fehlender Abschluss da keine rechtlichen Konsequenzen, sondern es zählt - wenn du einen Fuß in der Tür hast - die Qualität deiner Arbeit. Auch fachlich gibt es Gebiete, in die man sich einigermaßen schnell einarbeiten kann, zumal das, was zu übersetzen ist, sicher nicht ausschließlich auf höchstem fachlichen Niveau sein dürfte. Ich würde schauen, ob sich Nischen finden und dann versuchen, diese auszubauen.

Ein weitere Möglichkeit wäre die Arbeit in einem Konsulat oder in Kulturinstituten. Da kommt's zuallererst darauf an, die Sprache zu beherrschen, man ist längst nicht unbedingt Kontaktperson. Auch da gibt's Sachbearbeiter- und Bürojobs. Vielleicht auch Übersetzerarbeit.

Die Tourismusbranche besteht auch nicht nur aus Animateuren und Reiseleitern. Da würde ich mich ebenfalls umhören. Ich habe z.B. während meines Studium mal in einem "Amt für Touristik" gearbeitet. Das war reine Büroarbeit hinter den Kulissen, leibhaftige Touristen bekam man nie zu sehen.

Liebe Grüße
Christina

24.10.2011 11:58 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Schlaflose
Hallo Christina,

vielen Dank für deine Tipps, aber ich habe schon alles Mögliche versucht. In den letzten Wochen habe ich in allen Internet Jobbörsen Hunderte von Stellenangeboten durchforstet, die es in meiner Gegend gibt, aber überall, wo es um Büro- oder Verwaltungsarbeit geht, verlangen sie eine entsprechende Ausbildung und immer sind Teamfähigkeit, Kundenfreundlichkeit (z.B. am Telefon), Flexibilität, Belastbarkeit, Einsatzbereitschaft usw. gefordert. Das kann ich alles nicht bieten. Vielleicht könnte ich einen 400 Eurojob finden, aber keine sozialverischerungspflichtige Teilzeitstelle.
Übersetzerätigkeit in Verlagen sind die begehrtesten Jobs unter Übersetzern, da werden sie ganz sicher nicht auf mich warten, wenn sie unter Tausenden von ausgebildeten Übersetzern wählen können. Ich glaube auch nicht, dass ich dazu fähig wäre, z.B einen Roman zu übersetzen, weil ich ja kein Germanistik studiert habe und selbst keine schriftstellerischen Fähigkeiten besitze.

Zitat von Christina:
Ich würde schauen, ob sich Nischen finden und dann versuchen, diese auszubauen.
Wie gesagt, ich bin nicht in der psychischen Verfassung, etwas völlig Neues zu riskieren, ohne sicher zu sein, ob das funktioniert. Sobald nur die kleinste Veränderung in meinem Leben stattfindet, kann ich nicht schlafen, und dann läuft gar nichts mehr.

Mittlerweile bin ich soweit, dass die Schule das kleinere Übel ist, wenn ich denn schon wieder arbeiten muss. Ich werde auf halbe Stelle gehen, da könnte ich es vielleicht schaffen.

Viele Grüße

24.10.2011 14:26 • #18


Hallo Joaquim!

Bei einer Umschulung/Weiterbildung/etc. besteht natürlich das Problem, dass es mit einer Art "Prüfungssituation" einhergeht und man vermehrt unter "Beobachtung" steht. Was natürlich für jemanden mit ner sozialen Phobie eher unschön ist.
Schwierig ist natürlich auch die Berufswahl, da du sicher nicht "zuviel" Kontakt zu Menschen und schon garnicht zu Autoritätspersonen haben möchtest?

Hmm... hab aber trotzdem ein paar Beispiele:
-Berufskraftfahrer
-Friedhofgärtner
-generell Gärtner o.Ä.
-Schreiner/Tischler
-Steinmetz - Steinbildhauerei

Sind jetzt nur ein paar Beispiele, aber Jobs die zu Menschen mit sozialen Ängsten passen, gibt es sicher.

Hast du denn ein paar Ideen oder eine grobe Richtung in die du gehen möchtest?

viele Grüße

24.10.2011 20:30 • #19


Hallo, zusammen!

Mein Problem besteht darin:
Ich habe 2 Jobs gelernt, in denen ich wegen Kenntnisslücken und rasanter Entwicklung hinterherhinke.

- Werbetechniker mit Abschluß 1992
- Grafischer Assistent mit Abschluß 1997

Ich habe diese Jobs mit dem Ziel ergriffen, meine zeichnerischen Fähigkeiten im Beruf einsetzten zu können. Dummerweise fand zu dieser Zeit und schon etwas früher der Umbruch zum Kollegen Computer statt. Dieser Kollege übernahm fortan viele kreative Aufgaben in der Welt der Werbung. Grafiker wurde dann auch noch zum Trendberuf und war total überlaufen. Die Chancen standen schlecht, mit Freihandarbeiten in der Branche Geld zu verdienen. Quantität ging vor Qualität. Die immer banalere Welt der Werbung, die nur noch auf Konsum aus ist, finde ich auch schon zum Kotzen. Sie wird immer mehr zur Scheinwelt. Auf der einen Seite ist es Kunst, auf der anderen doch immer der gleiche visuelle Pixel- und Emotionsmüll, der zum Kauf unnützer Dinge anregen soll.

Irgendwie bin ich auch froh, mal was anderes zu machen - zurzeit am Fließband in lärmender Umgebung von Maschienen - na wenn das kein Fortschritt ist.



Die Sache mit der Umschulung .................................
Ein phobieverträglicher Job, der Zukunft hat.
Leute, da tappe ich echt noch im Dunkeln, was das sein könnte.
Sachbearbeiter im stillen Kämmerlein wäre denkbar.
Ja, ich muß mich da mal reinarbeiten - was es für zukunftssichere Jobs gibt, wo ein reiches Stellenangebot vorherrscht - und die von einem Angsthasen bewältigt werden können.
Ich hoffe, das ist nicht zuviel verlangt auf dem heutigen globalen Arbeitsmarkt, wo doch die Jobs immer knapper werden und mehr Menschen dazu bereit sind oder dazu gezwungen, für weniger Geld mehr zu leisten.

Liebe Grüße,
Joe

24.10.2011 21:48 • #20



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Dr. Reinhard Pichler