Hi,
ich empfinde es genauso wie Holgerson: Du schmetterst alles ab wie einen Tischtennisball.
Selbst wenn du einem zustimmst und/oder selber eine neue Erkenntnis hast, dann bagatellisierst du es sofort und wischst es ganz schnell unter den Tisch. Warum?

Du machst die wichtigen Dinge kleiner und unwichtige, kleine Dinge größer.
Du willst dich mit "kleinen Schritten" befassen und so Fortschritte erzielen - dabei, sorry, passt das überhaupt nicht zu dir.

Du machst einen unglaublich energiereichen Eindruck (sonst hätte auch Holgerson nicht von "abschmettern" gesprochen!) - für dich sind GROSSE Dinge und GROSSE Schritte angesagt, kein Kleinklein, kein Kindergarten, keine Kinkerlitzchen! Hör auf, dich zu einem Wurm herunterzureden und herunterzudenken!
Du weißt doch selber, dass du als Kind enorm viel Energie in deine Umwelt reingepowert hast - wo steckst du die jetzt eigentlich hin?
Zitat:Aber das beschränkt sich auch nicht nur auf dieses Frauenproblem. Referate, Auftritte, Bühnen, Singen, Tanzen, Musizieren, Schauspielen, selbst Verkleiden waren alles Dinge, die mir vor anderen schon immer irgendwie peinlich und unangenehm waren - im Prinzip alles, was die eigene Persönlichkeit und Gefühlswelt in zu großen Teilen offengelegt hätte. Ich glaube also eher, dass auch die Frauenproblematik Teil etwas Größeren ist und sich das darin nur offensichtlicher zeigt, weil die Kontaktfläche mit diesem speziellen Problem im Alltag eines erwachsenen Mannes am größten ist.
RICHTIG! Genauso sehe ich das auch.
Hör also auf, dich mit Winzigschritten an Frauen heranzutasten und dich hinter sie an die Kasse zu stellen.
Stell dich lieber irgendwo auf eine Bühne und singe Karaoke oder mach eine Tanzeinlage oder mach Poetry Slam oder sonst etwas Abgefahrenes - hör auf, dich zu verstecken, finde dich wieder!
Zitat:Das einzige zwischengeschlechtliche Verhältnis, das u.U. leicht gestört war, war das zu meiner 2,5 Jahre jüngeren Schwester - wahrscheinlich klassisches Konkurrenzdenken. Zwischen uns gab es nämlich bis auf wenige und kurze friedvolle Phasen eigentlich immer nur Stress und Krieg. Da ich älter und stärker war, hab ich jeden handgreiflichen Konflikt prinzipiell gewonnen und bin dann dementsprechend (zu Recht, wusste ich auch) von meinen Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten zusammengestaucht worden, wenn ich ihr wehgetan hab. Das wars aber auch, sonst fällt mir absolut nichts in der Richtung ein.
DA! Da haben wir's wieder, deine Bagatellisiererei!
Was heißt "sonst nichts"!? Was heißt "das einzige zwischengeschlechtliche Verhältnis"?!
Als wäre die Beziehung zur eigenen Schwester nicht etwas Wichtiges und Prägendes!
Als würden die Ereignisse innerhalb dieser Beziehung nicht haargenau zu deiner Problematik passen!
Du bist SO NAH DRAN an deiner Erkenntnis, aber wertest sie einfach ab.
Kann es sein, dass du dir in der Rolle des kleinen, schwachen Mannes inzwischen doch ganz gut gefällst?
WEM gefällst du so? (Sag ja nicht, niemandem!)