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Ich komme gerade von meinem Hausarzt wie es aussieht stecke ich knietief in einer Depression, was ich mir aber eigentlich schon gedacht habe. Er wollte mich krankschreiben was ich aber sofort unterbunden habe. Da ich mich in den letzte Monaten komplett isoliert habe würde das alles nur noch schlimmer machen.
In den nächsten Wochen kommt viel Stress auf mich zu zuerst fange ich in einer neuen Firma an und 2 Wochen später steht mein Umzug an, momentan habe ich keine Ahnung wie ich das alles schaffen soll. Am liebsten würde ich mir die Decke über den Kopf ziehen und nur noch heulen.
Mein Hausarzt hat mir Citalopram verschrieben. Könnt ihr mir ein bisschen mehr dazu sagen?
Außerdem will er mich zu einem Psychotherapeuten vermitteln. Da ich schon eine Therapie wegen einer Essstörung hinter mir habe bin ich da doch recht skeptisch damals hat die Therapie mir nicht wirklich geholfen und letztendlich habe ich mich selbst da rausgeholt. Diesmal weiß ich nicht ob ich das schaffe.

05.08.2010 19:15 • 06.08.2010 #1


6 Antworten ↓


Huhu Little_Girl,

ich habe im Frühjahr eine psychosomatische Kur gemacht, in der mir gesagt wurde, das ich depressiv sei... Auch für mich war das eine erschreckende Nachricht. Habe während der 6 Wochen dort viel gelernt, auch im Umgang mit mir selbst, bin in einem Forum, was sich ausschliesslich mit Depressionen beschäftigt, habe viel mit Gleichgesinnten geredet.

Evtl wäre so eine Kur auch etwas für dich, wobei natürlich der Jobwechsel da ein Punkt ist, der dir sicher Sorgen bereitet.

Wichtig wäre schon mal zu erkennen, woher dieses depressive Verhalten kommt, was ist die Ursache dafür? Dann kannst du mit Hilfe eines Therapeuten zb etwas dagegen tun.

Was für mich sehr wichttig war: ICh habe Freunde und Familie eingebunden, ihnen viel erzählt über mich, über meine Empfindungen und Probleme, ihnen Internetseiten gezeigt, die auch Angehörigen von depressiven Menschen Rat geben. Das hat vie lgeholfen, da hat erstens jeder Verständnis und zweitens haben alle ein waches Auge auf mich.

Vielleicht wäre das ein erster Schritt auch für dich...reden,reden,reden..über Ängste, Sorgen,Probleme, Gefühle...

Hoffe, ich konnte dir etwas helfen:)

P.s:: Dein Post hier ist auf jeden Fall auch sehr gut, du bist aktiv, willst etwas ändern an deinem Zustand, weiter so, und lass dich nur nicht unterkriegen:)

Thomas

05.08.2010 19:31 • #2



Totale Überforderung

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Hallo Little_Girl,

ich nehme seit ein paar Jahren (mit einer Unterbrechung) Citalopram, wegen Depression und sozialer Phobie.

Während der ersten Woche hatte ich jedoch jedesmal, wenn ich wieder damit anfing, etwas Probleme mit Nebenwirkungen. (Schwindel, Müdigkeit etc.) Ich würde zu Beginn maximal 10mg nehmen.

Die Wirkung soll nach 3 Wochen Einnahme eintreten und sich nach ca. 6 Wochen voll entfalten.

Als ich zum zweiten mal mit Citalopram anfing, stand ich auch gerade zwei Wochen vor einer neuen Arbeitsstelle und wusste auch nicht, wie ich das alles schaffen sollte. Das Medikament hat mir aber sehr gut geholfen, die Anfangszeit zu überstehen.

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommenden Wochen.

Grüße
optical_bowing

05.08.2010 20:09 • #3


Danke für eure Antworten.
Das mit dem reden wäre bestimmt hilfreich aber mometan weiß außer meiner Mutter niemand davon.
Ich will mich da auch sonst niemand aus meiner Familie anvertrauen und Freunde? Außer einer Freundin, die aber mittlerweile an die Ostsee gezogen ist und selbst auch mehr als genug Probleme mit sich hat, habe ich keine.
Ich habe es schon vor zwei Jahren versucht aus dieser sozialen Isolation rauszukommen aber irgendwie scheitert es immer wieder an mir selbst und momentan bin ich absolut nicht in der Lage in diese Richtung irgendwas zu unternehmen.

Das mit der Kur habe ich mir auch schon überlegt, ist bei mir beruflich aber überhaupt nicht möglich. Danach wäre ich wahrscheinlich arbeitslos...

06.08.2010 06:12 • #4


Jo, das mit der sozialen Isolation kenn ich nur zu gut...das ist ein Teufelskreis..man kann sich nicht dazu aufraffen, etwas zu unternehmen, um Leute kennen zu lernen, und braucht eigtl Leute, die einem helfen, sich aufzuraffen..nur die lernt man ja erst kennen, wenn man sich aufrafft..

Was Kur und Job angeht.... da kannst nat. nur du allein entscheiden, was dir im Moment wichtig ist:)

Ich habe in meinem Leben lange nur den Job gesehen und meine Gesundheit hinten an gestellt.

Inzwischen seh ich es anders: Erst die Gesundheit, dann der Job. Denn der Job ohne Gesundheit ist nur von kurzer Dauer und im Endeffekt nicht gut.

Aber das muss und kann natürlich nur jeder für sich entscheiden. Da spielen ja schließlich noch andere Faktoren eine Rolle.

Ich hoffe, du findest den richtigen Weg, drück dir die Daumen

Was das reden angeht: da hatte ich auch lange Bammel vor, aber nun bin ich froh, dass ich doch einigen reinen Wein eingeschenkt habe. Im Gegenteil, ich konnte sogar Sorgen bei diesen Menschen abbauen, die sie sich um mich gemacht haben.

06.08.2010 11:04 • #5


Der Job ist mir nicht wichtig mittlerweile sehe ich diesen Wechsel eher als riesen Fehler an aber ein Rückzieher ist nun nicht mehr möglich.
Irgendwie muss ich ja Geld verdienen um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Darf ich fragen wie es dir mittlerweile geht?

Am 18.08. hab ich n Termin bei einem Psychotherapeuten ich hoffe das der mir helfen kann da wieder raus zu kommen.

06.08.2010 18:14 • #6


Nicht so gut leider. Bin freudestrahlend aus der Kur in den Job zurück und vor 5 Wochen sher hart auf dem Boden der Realitäten aufgeschlagen. Bin seit dem krank, wieder depressive Verhaltensweisen, die ich eigtl abgelegt hatte, dazu nun Ängste, darum werde ich meinen Job auch aufgeben.

Werde dann erstmal arbeitslos sein, wenn ich bis dahin nix neues finde..aber ich bin sicher, das ich mich über Wasser halten kann, im Moment will ich einfach nur meine Gesundheit auf die Reihe bekommen, alles andere lässt sich vie leinfacher bewältigen wenn man gesundheitlich fit ist:)

Berichte mal nach dem Termin, wie es war:)

06.08.2010 18:23 • #7




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