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Katzenfan
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Hallo Leute
Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen einer ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung und einer sozialen Phobie? Oder ist das beides das gleiche?

03.02.2022 #1


1035 Antworten ↓
Angor

Angor
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Es gibt Medis bei ADHS, ich verstehe nicht, warum Du Dich so sehr darauf versteifst?
Viele haben ADHS und ADS, oft ohne es zu wissen.
Man kann doch nicht sein ganzes Leben von so einer Diagnose abhängig machen und sich dann aufgeben.

Viele haben eine Kombination von unterschiedlichen psychischen Erkrankungen, das macht es nicht unbedingt einfach, aber es ist nicht das Ende der Welt, Du bist deswegen nicht ein besonders schwerer Fall.

Weißt Du was ein schwerer Fall ist? Als meine Schwägerin damals in dem Wahn war, sie würde immer abgehört worden,und irgendwann hat sie gemeint, Gott spricht zu ihr und ihr damals 12 jähriger Sohn wäre der Teufel.

Wir mussten sie zwangseinweisen lassen, damit sie ihrem Sohn nichts antut, ich werde nie vergessen, wie da ein Aufgebot von Polizei und Pflegekräften da waren, um sie abzuholen, und ich stand noch am Balkon im ersten Stock und sollte aufpassen, falls sie über den Balkon stiften geht.

Das war natürlich für mich auch "super", wenn man an einer Angststörung leidet. Auch nach dem stationären Aufenthalt war sie depressiv, und weil sie dann irgendwann ihre Tabletten nicht mehr nahm, hat sie sich eines Tages das Leben genommen, ich werde es nie vergessen als der Sohn zu uns kam: "Die Mama macht dieTür nicht auf".

Aber ihre Krankheit basierte auf einem schlimmen Schicksal in der Ex DDR.

Ich möchte nur danit sagen, dass es viele gibt mit einem schweren Schicksal, aber man kann doch immer versuchen was zu ändern, Du bist doch deswegen hier im Forum. Möchtest Du jetzt Hilfe oder nicht?

Von nichts kommt nichts, und wenn einen Medis helfen das Leben wieder einigermaßen lebenswert zu machen, warum denn nicht? Es bringt niemandem etwas, sich nur die Decke über den Kopf zu ziehen und sich eine LmaA Mentalität zuzulegen, weil nur die böse verständnislose Welt draussen an Deinem Schicksal schuld ist.und man selber kein bischen gewillt ist, an sich zu arbeiten.

Jeder hat seinen Platz auf diesem Planeten, es wird echt Zeit, dass Du darum kämpfst, es fällt einem nichts in den Schoß.

27.05.2019 05:34 • x 9 #475


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Soziale Phobie / ängstlich verm Persönlichkeitsstörung

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Idefix13

Idefix13
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Wer bestimmt wann es ein "Leben" ist und wann nicht?
Also nur weil man gewisse Gewohnheiten macht und andere nicht macht, bedeutet das noch lange nicht, das das kein Leben darstellt. Noch bestimmt jeder für sich selbst, wie sein Leben verlaufen darf, mind. seit er als Erwachsen gilt. Und nur weil man seine Bedürfnisse auf ein Grundminimum reduziert hat und nicht so lebt wie viele andere Menschen in der Gesellschaft, heisst das nicht dass jenes Leben kein Leben darstellt. Scheinbar gibt es welche, die wollen noch mehr und wollen und können sich mit dem was sie bereits haben nicht zufrieden gaben, warum auch immer.
Glückseligkeit bestimmt noch ein jeder selber und es kommt von innen und nicht von außen, wer es im Außen sucht wird es niemals finden. Und Akzeptanz kann dabei helfen es zu finden und zu erkennen, was man schon alles gewonnen hat und ob man wirklich mehr braucht.
Gewohnheiten stellen für mich aus vielen verschiedenen Aufgaben und Erledigungen genau die spezifischen und auf mich zugeschnittenen Wertschätzungen dar, die ich noch gewillt bin täglich zu meistern um dadurch Zufriedenheit und Glückseligkeit erreichen zu können.
Klar gibt es Sehnsüchte, aber wenn man Unterscheiden kann, wie nötig man Sehnsüchte hat und was sie zusätzlich für eine immense Arbeit bedeuten würden, so kann ich mit Überzeugung sagen, dass es mir nichts mehr ausmacht, selbst auf das zu verzichten. Auch wenn das für viele wieder der Rückzug bedeutet oder für viele so aussieht, für mich stellt es meine Wahl dar, die ich akzeptiert habe und damit trotzdem in Zufriedenheit und manchmal sogar Glückseligkeit leben kann.
Desto weniger man wirklich wichtiger nimmt, desto näher kommt man den wirklich wichtigen Dingen im Leben!

09.07.2019 17:57 • x 5 #862


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Schlaflose
Zitat von Katzenfan:
Hallo Leute
Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen einer ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung und einer sozialen Phobie? Oder ist das beides das gleiche?


Soziale Phobie bezieht sich immer nur auf bestimmte soziale Situationen. Die ÄVPS nennt sich auch generalisierte soziale Phobe, weil sie sich auf quasi alle Lebensbereiche bezieht. Und ein entscheidender Unterschied ist, dass die Betroffenen die soziale Phobie als etwas von außen Hervorgerufenes empfinden, währedend die ÄVPS als Teil der eigenen Persönlichkeit empfunden wird. Ich habe beide Diagnosen. Zuerst wurde in der Reha soziale Phobie diangnostiziert, später in der ambulanten Therapie auf ÄVPS ausgedehnt. Ich erkenne mich in den Definitionen von ÄVPS sehr gut wieder und akzeptiere das als Teil meiner Persönlichkeit. Ich habe gar kein Bedürfnis, etwas daran zu ändern.

x 4 #2


K
Ich bin gerade am überlegen, ob eine soziale phobie durch eine Psychotherapie heilbar ist?
Ich kann mir im Moment noch nicht vorstellen das man das komplett weg bekommt.
Ich denke mir weil es bei mor ja schon mein ganzes Leben lang besteht.

#3


Sara80
Es kann zumindest um einiges besser werden, wenn es eine soziale Phobie ist.

#4


T
Ich glaube nur bedingt, niemals mehr ganz. Wenn dann noch eine ÄVPS dazu kommt, dann sowieso nicht mehr.

Noch schlimmer wird es, wenn sich dazu noch eine Misanthropie einstellt.

Ich hasse Menschen nicht. Ich fühl mich einfach besser, wenn sie nicht in der Nähe sind. (Charles Bukowski)

#5


K
[quote="Triste78"]Ich glaube nur bedingt, niemals mehr ganz. Wenn dann noch eine ÄVPS dazu kommt, dann sowieso nicht mehr.

Noch schlimmer wird es, wenn sich dazu noch eine Misanthropie einstellt.


Kannst du mir erklären was eine Misanthropie ist?
Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen das man die soziale Angst durch eine Therapie weg bekommt .
Ich habe aber schon etwas gewonnen wenn es wenigstens besser wird.

#6


Schlaflose
Zitat von Katzenfan:
Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen das man die soziale Angst durch eine Therapie weg bekommt .


Wenn es sich um Ängste vor einer ganz konkreten sozialen Situation handelt, ist das durch Konfrontationstherapie schon möglich. Z.B. wenn man nur Angt davor hat, vor einer Gruppe von Menschen zu reden oder Fremde anzusprechen o.ä. Wenn aber mehrere Dinge zusammenkommen, dann ist es wohl eher schwierig bis unmöglich.

Misanthropie ist Menschenhass.

x 1 #7


K
Danke für deine Erklärung
Bei mir bezieht sich das auf so ziemlich alle sozialen Situationen. Ich denke es wird schwierig werden die soziale Angst los zu werden. Es wird ziemlich viel Arbeit sein.

#8


Schlaflose
Zitat von Katzenfan:
Ich denke es wird schwierig werden die soziale Angst los zu werden. Es wird ziemlich viel Arbeit sein.


Ich kann nicht nachvollziehen, warum du so sehr darauf aus bist, sie ganz los zuwerden. Klar, man sollte sich darum bemühen, sich so weit zu bekommen, dass man damit seinen Alltag bewältigen kann. Ich komme sehr gut klar, auch wenn ich bestimmte nicht mache bzw. wenn ich etwas machen muss, dann nur mit Angst und großem Unbehagen. Ich mache es nach dem Prinzip Agen zu und durch.
Ich werde nie zu einem geselligen Menschen werden, der auf Leute zugeht, einen großen Freundeskreis hat, im Mittelpunkt steht und auffällt. Mir geht es auch so gut.

x 3 #9


K
Ich bin eigentlich auch froh wenn es mir dadurch einfach besser geht.
Mich hat nur einfach interessiert ob es Leute gibt die die soziale phobie ganz los geworden sind...

x 1 #10


S
Ich leide unter einer ÄVPS.
Die Soziale Phobie, erlebt der Betroffene als ich Dyston, d.h. das soll bitte gerne weg das sört mich, das gehört nicht zu mir.

Bei der ÄVPS, ist meist ich Synton d.h. das man die ÄVPS als zu sich gehörig empfindet und nicht der Meinung ist, das diese Störung doch gerne zu verschwinden hat.

Außerdem ist die ÄVPS, in allen Bereichen extrem ausgeprägt, Beruf, Privat, Hobby, u.s.w.

x 2 #11


Sara80
genau, ich bin wie ich bin und eigentlich könnte ich gut leben, wären da nicht die Erwartungen des Umfeldes und die Anforderungen der Gesellschaft allgemein

x 2 #12


Schlaflose
Zitat von Sara80:
wären da nicht die Erwartungen des Umfeldes und die Anforderungen der Gesellschaft allgemein


Was genau meinst du damit?
Bei mir war es früher so, dass es mir furchtbar peinlich war, keine Beziehung oder Partnerschaft zu haben, weil die Gesellschaft und die Familie das von einem erwartet. Es ging so weit, dass ich dachte, meinen Eltern damit Schande zu machen, dass ihre Tochter das nicht schafft. Ich habe auch wirklich mitbekommen, dass meine Mutter am Telefon bei entfernten Bekannten log und sagte, ich hätte einige Beziehungen gehabt.
Die Wahrheit, ist, dass ich nie auch nur einen Freund hatte und auch noch nie S.. Aber ab ca. 40 wurde mir das immer mehr egal, denn ich wollte nie eine Beziehung und schon gar keine körperliche. Auch bei anderen Dingen, die die das Umfeld von einem erwartet, habe ich gelernt, mich nicht mehr verrückt zu machen. Es ist mein Leben und ich entscheide, wie ich es haben will. Deswegen lebe ich gut damit wie ich bin.

x 1 #13


Sara80
Das habe ich sehr ähnlich auch erlebt, meine Mutter hat immer irgendwelche Geschichten erfunden. Jeder hat gefragt, warum, wieso, ist da kein Freund. Ich dachte dann wirklich das es unnormal ist, wenn sich alle verlieben muss ich das auch können. Es gab dann zwei kurze Beziehungen aber schon "Händchenhalten" empfand ich als völlig unangenehm.
Ich bin halt anders.
Heute reden meine Eltern nicht mehr mit mir oder falls doch dann kommen nur Vorwürfe, sie wollen Enkelkinder und ich muss einen erfolgreichen Job haben.
Arbeitskollegen haben auch immer gefragt wo ich am Wochenende war und ich habe dann etwas erfunden. Hätte nicht sagen können das ich am liebsten alleine bin. Nachbarn gucken auch blöd und tratschen darüber das ich alleine lebe.
Mir fehlt schon ein kleiner Freundeskreis aber kein Partner.

#14


Schlaflose
Zitat von Sara80:
Heute reden meine Eltern nicht mehr mit mir oder falls doch dann kommen nur Vorwürfe, sie wollen Enkelkinder und ich muss einen erfolgreichen Job haben.


Das gab es bei uns zum Glück nicht. Mein Vater starb ja schon als ich 21 war. Meine Mutter hat mich immer so geliebt wie ich war. Sie hat zwar öfter mal gesagt, wie schön sie es fände Enkelkinder zu haben, aber Vorwürfe habe ich nie gehört. Als dann meine Cousine zwei Töchter bekam, hat sie sie als Enkelkindersatz angesehen, zwar auch nur aus der Ferne, weil sie 300km weit weg wohnen, aber sie nahm immer Anteil an ihrem Leben.

#15


M
Hallo zusammen,

habe auch die Soziale Phobie als Diagnose in der REHA erhalten. Später bei der ambulanten Psychotherapie kam die ÄVPS raus, die absolut zu mir passt.
War in verschiedenen Selbsthilfegruppen zur Sozialen Phobie und hatte mich immer gewundert, warum ich auch dort der ruhigste war und diese Angst hatte
was falsches zu sagen. Habe die Gruppen abgebrochen, da sie mir nicht gut tun. Die Soziale Phobie denke ich beschränkt sich auf soziale Konktakte mit mehreren, draußen Arbeitswelt, Kollegen, Vereinen, kleinen Gruppen usw
Aber die ÄVPS begleitet mich bei allem, sogar im vier Augen Gespräch habe ich Angst, bin gehemmt. Komme allein am besten zurecht. Ängste fehlen nur bei den engsten Familenangehörigen und beim Psychtherapeuten. Dort bin ich irgendwie frei und das tut gut.

x 1 #16


S
Zitat von Manuel1985:
Hallo zusammen,

habe auch die Soziale Phobie als Diagnose in der REHA erhalten. Später bei der ambulanten Psychotherapie kam die ÄVPS raus, die absolut zu mir passt.
War in verschiedenen Selbsthilfegruppen zur Sozialen Phobie und hatte mich immer gewundert, warum ich auch dort der ruhigste war und diese Angst hatte
was falsches zu sagen. Habe die Gruppen abgebrochen, da sie mir nicht gut tun. Die Soziale Phobie denke ich beschränkt sich auf soziale Konktakte mit mehreren, draußen Arbeitswelt, Kollegen, Vereinen, kleinen Gruppen usw
Aber die ÄVPS begleitet mich bei allem, sogar im vier Augen Gespräch habe ich Angst, bin gehemmt. Komme allein am besten zurecht. Ängste fehlen nur bei den engsten Familenangehörigen und beim Psychtherapeuten. Dort bin ich irgendwie frei und das tut gut.


Das sind leider Fakten, die ein Sozial Phobieker nicht in dieser Art und Weise und vom großen Umfang her kennt.

#17

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M
ja leider, in der Gruppe war sogar einer, der wie ein Wasserfall ohne Ende geredet hat
Sowas baut natürlich nicht auf, wenn man eigentlich hofft, in der Gruppe auf Gleichgesinnte zu treffen.
Wisst ihr, ob es Selbsthilfgruppen oder Treffs zum Austausch bei ÄVPS gibt? So eine Gruppe konnte ich leider
bis jetzt nicht finden. Wird sicher auch schwierig sein, bei unserer Thematik.

#18


S
Ich habe dafür schon Stunden im Internet verbracht, um an Selbsthilfegruppen speziell für die ÄVPS zu kommen.
Nur es wird wohl davon ausgegangen, das Selbsthilfegruppen für die Soziale Phobie dafür vollkommen ausreichen, weil das sowie auch die ÄVPS
eine soziale Angst darstellt.
Auf Youtube gibt es nun schon verschiedene Beiträge über die ÄVPS, nur meist stellt sich dann heraus das die ÄVPS, leider nur gelindert werden kann.

#19


M
ok leider helfen die Gruppen Soziale Phobie nur wenig, eigene Erfahrungen.
Konnte auch keine ÄVPS-Bundesweit finden.

Was haltet ihr davon, wenn wir (also hier die ÄVPS-Leute) einfach mal ein Treffen in der Mitte Deutschlands organisieren?
Vielleicht an einem Wochenende in einer größeren Stadt treffen zum Austausch in einem Lokal oder so

Wird sicher kein leichtes Unterfangen, aber es wäre ein Versuch.

Wäre jemand mit dabei?

lg

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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