Gast

Hi, hier was Interessantes zu Seroxat!
DIE SCHATTENSEITE DER NEUEN ANTIDEPRESSIVA, DER SELEKTIVEN SEROTONIN-WIEDERAUFNAHMEHEMMER - SSRIs - Brennpunkt Seroxat® (Paroxetin)

1. Als die SSRIs auf den Markt kamen, wurden sie als "Wunderdrogen" gefeiert. Im Jahr 1998, als Seroxat in Großbritannien eine Genehmigung für die Behandlung von sozialer Phobie erhielt, sagte Professor David Nutt, University of Bristol: “Die Ergebnisse der Versuche mit Seroxat … zeigen, dass dieser SSRI bedeutende Vorteile bezüglich Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit bietet, und er sollte bevorzugt zur Behandlung herangezogen werden.”

2. Die SSRIs haben jedoch eine dunkle Seite, die ins Rampenlicht der internationalen Aufmerksamkeit und Besorgnis gerückt ist. Sie werden mit Suizid und Mord (siehe Abschnitt 5), Abhängigkeit und Entzugserscheinungen in Verbindung gebracht. Seroxat steht an erster Stelle der Tabelle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Entzugs- und Abhängigkeitsmeldungen, mit zweimal soviel Meldungen wie das 2. Medikament auf der Liste, ein weiterer SSRI (Efexor). Im Vergleich stehen die Benzodiazepine Ativan® und Valium® an 11. und 13. Stelle.

3. Dr. Healy MD FRCPsych des North Wales Department of Psychological Medicine führte einen Doppelblindversuch mit einem SSRI (Sertralin - Lustral®, Zoloft®) mit gesunden Probanden durch. Diese Probanden waren leitende Angestellten des Krankenhauses (Psychiater, Pharmakologen, leitendes Pflegepersonal), die vorher keine psychischen Auffälligkeiten aufwiesen. Nach einer Versuchszeit von nur zwei Wochen litten zwei Probanden an schwerer Agitation und Unruhe und wurden schließlich suizidgefährdet. Eine Probandin, Isobel Logan, sagte: "Ich dachte tatsächlich 'Ich will mich einfach aufhängen.' Ich fühlte mich so niedergeschlagen, so deprimiert." Schwerwiegende Entzugsprobleme wurden ebenfalls beobachtet und dokumentiert.

4. Dr. Healy wurde ein großer Forschungsauftrag an der University of Toronto angeboten, der zurückgezogen wurde, nachdem er einen Vortrag hielt, bei dem er die Ansicht vertrat, dass SSRIs bei einer Reihe von Patienten zu Suizidgedanken führen können. Nach einem langwierigen Rechtsstreit hat er eine außergerichtliche Einigung mit seinen künftigen Arbeitgebern erreicht.

5. Dr. Healy sagte als Sachverständiger in einem bedeutenden Gerichtsverfahren aus, bei dem die Geschworenen den Hersteller von Seroxat, GlaxoSmithKline (GSK) dazu verurteilten, US$ 6,4 Millionen an die Familie eines Mannes zu zahlen, dessen Schwiegervater seine eigene Frau, seine Tochter und sein Enkelkind umbrachte, nachdem er nur zwei Tage das Medikament genommen hatte. Der Hauptanwalt der Familie, Andy Vickery, sagte: "Die erstaunliche Aussage war, dass, wenn man diese Medikamente Menschen verabreicht, für die sie nicht geeignet sind, bei gesunden Probanden innerhalb von zwei Wochen Agitation und Suizidgefahr ausgelöst werden kann."

6. Im Oktober 2002 strahlte die BBC eine Folge der profilierten Dokumentarsendereihe "Panorama" mit dem Titel "Secrets of Seroxat" ('Die Geheimnisse von Seroxat') aus. Sie berichtete über Dr. Healy und die qualvolle Geschichte einer Seroxat-Patientin und deren schmerzvollen Kampf mit der Sucht. Die Resonanz zur Sendung war beispiellos; es wurden die höchsten Sonntagszuschauerzahlen überhaupt registriert und die BBC erhielt anschließend über 67.000 Anrufe und 1.400 E-Mails. Im Mai 2003 wurde dieses Thema - auch erstmalig in der Geschichte der Sendung - von "Panorama" wieder aufgenommen. Diese 2. Sendung befasste sich mit der Resonanz der Zuschauer auf die Sendung “Secrets of Seroxat” und zeigte mehr als 16 Selbstmordfälle, die von Seroxat ausgelöst wurden.

7. Die E-Mails der Panorama-Zuschauern wurden von sachverständigen Medizinern analysiert, und die resultierende Studie, die in der Zeitschrift "International Journal of Risk & Safety in Medicine" veröffentlicht wurde, ist auf Englisch in Anhang 5 zu lesen.

8. 2002 wurde Seroxat von der irischen Arzneiaufsichtsbehörde "Irish Medicines Board" vom Markt genommen, da GlaxoSmithKline (GSK) das Selbstmordrisiko nicht ausdrücklich im Beipackzettel erwähnt hatte.

9. Im März diesen Jahres, forderte Geraint Williams, ein britischer Coroner (ein Beamter, der unnatürliche Todesfälle untersucht), nachdem er den Selbstmord eines Seroxat-Patienten aus Wales untersucht hatte, die britische Regierung auf, die Verschreibung von Seroxat in Großbritannien künftig zu verbieten: "Ich bin ernsthaft besorgt, dass dies ein gefährliches Medikament ist, das auf jeden Fall vom Markt genommen werden soll, wenigstens bis detaillierte Studien auf nationaler Ebene durchgeführt worden sind."

10. In einem Artikel in der US-Zeitschrift "Clinical Psychiatry News" von 1999 schrieb Dr. Malcolm Bowers von der Yale University, dass 1994 8% aller in psychiatrischen Krankenhäusern aufgenommenen Patienten an einer von SSRIs ausgelösten Psychose gelitten hatten - etwa 1.152.000 Menschen.

11.In einem Antrag im britischen Unterhaus am 28.11.2002 wurde das Gesundheits-ministerium aufgefordert, die Beschriftung und Verfügbarkeit von Seroxat zu untersuchen. Bis jetzt wurde dieser Antrag von 93 Abgeordneten unterschrieben. Am 5. Dezember 2002 kündigte Hazel Blears, Gesundheitsministerin, an, dass eine "intensive Untersuchung" von SSRIs mit dem Schwerpunkt Seroxat durchgeführt werde. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der SSRI-Untersuchung durch diese Sonderkommission, die erstmals Patientenaussagen mit berücksichtigte, wurde vom britischen Gesundheitsministerium im Juni 2003 ein Verbot der Verwendung von Seroxat für die Behandlung von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ausgesprochen, da die Einnahme des Medikaments "eine Zunahme der Gefahr von Selbstverletzungen und ein potentiell suizidales Verhalten verursacht" (Anhang 7).

12. Untersuchungen in den USA haben gezeigt, dass SSRIs zunehmend ohne eine vorherige Diagnose einer Depression oder einer anderen psychischen Erkrankung verschrieben werden. Stephen Crystal, Ph.D., Forscher an der Rutgers University in New Brunswick/N.J., der Verschreibungstrends untersucht, sagte: "Es läuft ein massives, unkontrolliertes Experiment da draußen ab".

13. Die Mehrzahl der verschreibenden Ärzte, viele davon Hausärzte, sind nicht über die Gefahren von SSRIs informiert: GSK und andere SSRI-Hersteller benachrichtigen die verschreibenden Ärzte nicht über die Problematik ihrer Medikamente und die Regulierungsbehörden warnen die Ärzte nicht. Die meisten Allgemeinärzte verfügen über keine pharmakologische Ausbildung und haben auch diesbezüglich keine Erfahrung; sie erkennen die Nebenwirkungen und Absetzsymptome der SSRIs nicht. Aus diesem Grund sind sie auch nicht in der Lage, betroffenen Patienten zu helfen. Die SSRIs werden als Allheilmittel aggressiv vermarktet und werden dementsprechend großzügig verschrieben. Ärzte unterstreichen meistens, dass die Medikamente nicht abhängig machen und dass die Nebenwirkungen minimal sind. Diese mangelnde Information der Ärzte und ihre resultierende Unfähigkeit, Unterstützung zu geben, wenn Probleme auftreten, führen zu erschreckenden und qualvollen Schwierigkeiten bei vielen Menschen. Verhängnisvollerweise werden Absetzsymptome von den meisten Ärzten als eine Rückkehr der Symptome der ursprünglichen Erkrankung gedeutet, da manche Entzugserscheinungen ähnlich sind wie die Symptome der Krankheit, für die die Medikamente verschrieben wurden. Die Dosis wird dann oft erhöht und die Suchtfrage nie angesprochen.

14. Studien haben gezeigt, dass bei 7-10 % aller Kaukasier die P450-Leberenzyme fehlen, die notwendig sind, um die SSRIs abzubauen. In solchen Fällen erreicht der Spiegel des Medikaments toxische Werte im Körper des Patienten. Leider wird aber der einzelne Patient nicht auf solche Mängel vor der Verschreibung der SSRIs getestet.

15. Viele Zeitungen und Zeitschriften haben in Großbritannien eine große Anzahl von Artikeln über dieses Thema herausgebracht (The Guardian, British Medical Journal, IC Wales, Observer, Independent, Daily Mail, Edinburgh Evening News, Take a Break Magazine, NOW Magazine). Die BBC berichtet öfters über SSRI-bezogene Themen .

16. Ein Beitrag in der Zeitschrift "The Lancet", ein internationales Ärzteblatt, das in Großbritannien herausgegeben wird, berichtet, dass gegen Tausende deutscher Ärzte an öffentlichen Krankenhäusern Bestechungsvorwürfe vorliegen, nachdem sie bis zu € 25.000 von der damaligen Firma SmithKline Beecham, die im Dezember 2000 mit Glaxo Wellcome zu GlaxoSmithKline (GSK) fusionierte, erhalten hatten.

Der Schwerpunkt dieser Information ist Seroxat® - das meistverschriebene Antidepressivum weltweit. Informationen über die anderen SSRIs sind auch vorhanden.

Falls Sie über dieses Thema berichten möchten, nehmen Sie bitte mit mir unter der u.a. Adresse Kontakt auf.

Mit freundlichen Grüßen
Antidepressiva-Forum Deutschland
www.Antidepressiva-Forum.de


Anhang 1

Tabelle: SSRIs, die zur Zeit auf dem Markt sind:


Markenname in Deutschland Markenname in GB Markenname in USA Wirkstoff
Fluctin® Prozac® Prozac® Fluoxetin
Seroxat®, Tagonis® Seroxat®,Paxil® Paroxetin
Gladem® Lustral® Zoloft® Setralin
Fevarin® Faverin® Luvox® Fluvoxamin
Cipramil® Cipramil® Celexa® Citalopram
Trevilor® Effexor® Efexor ® Venlafaxin


Anhang 2 - WHO-Liste der am häufigsten gemeldeten Entzugs-/Abhängigkeitsprobleme mit Medikamenten
Dro. FOR WHICH WITHDRAWAL/DEPENDENCE PROBLEMS HAVE BEEN REPORTED MOST
SOURCE: UPPSALA MONITORING CENTRE, JANUARY 2001

DRUG NAME REPORTS
Paroxetine
(Seroxat) 2003
Venlafaxine 1058
Alprazolam 842
Sertraline 585
Hyoscine 519
Fenfluramine 450
Fluoxetine 402
Tramadol 389
Phentermine 371
Methadone 316
Lorazepam 282
Dexfenfluramine 277
Diazepam
(Valium) 192
Triazolam 188
Clonazepam 112

24.02.2004 12:49 • 25.02.2004 #1


12 Antworten ↓


CloneX


Quelle ?

24.02.2004 14:05 • #2


Gast


Steht doch drin:


Mit freundlichen Grüßen
Antidepressiva-Forum Deutschland
www.Antidepressiva-Forum.de

24.02.2004 14:07 • #3


CloneX


danke

24.02.2004 14:07 • #4


Brother


tja, Lariam ein Malaria-Mittel kann auch Suizid-Gedanken und Wahnvorstellungen auslösen, sicher nicht seltener als Seroxat, aber würdest du es deshalb nicht nehmen und riskieren Malaria zu bekommen, weil du schiss davor hast einer von hundert zu sein, der vielleicht Pech hat? diese Risiko müssen wir eigehen, und umsonst ist nunmal nichts;
...von einer Panik-Mache halte ich absolut nichts da es denjenigen den Mut nimmt die es nehmen müssen; schon klar dass man nicht ohne nachzudenken nur Pillen schlucken soll, ohne ne Therapie zu machen um sich über die eigenen Probleme mehr im Klaren zu werden; aber mein Gott, welches Medi hat schon gar keine Nebenwirkungen....kann schon sein dass Seroxat nicht das lockerste ist aber deshalb Angst und Schrecken zu verbreiten ist trotzdem unnötig nur weil es bei manchen schlimme Reaktionen auslöst.........ich denk mal Dro. oder so is da bei weitem gefährlicher, und es passieren auch schlimme Dinge dadurch aber wie oft frage ich Dich??
man muss irgendwie abwägen was einem etwas bringt und wie es einem schaden kann; zum Spass würde ich auch nicht Seroxat nehmen (ich nehms auch nicht) aber wenn es wer braucht dann ist das ok so.

ps: Leberwerte und Blutbild sollte man wirklich regelmässig untersuchen lassen; wusste ich bis vor kurzem auch nicht ! es stimmt schon dass man z.T. von verschiedenen Ärzten verschiedene Infos bekommt (*wunder*)
...und dass meine letzte Ärztin mir einfach so Fluoxetin verschrieben hat ohne sich dafür zu interessieren ärgert mich schon; ich mein is schon verständlich dass die Ärzte viel um die Ohren haben aber wenn sie nem 17-jährigen sowas verschreiben könnten sie sich schon ein bischen informieren
... die neuen Infos habe ich von ner Psychiaterin; es war also gut dass ich mich von wem beraten liess der sich auskennt, das würde ich auch jedem empfehlen der Psycho-Pharmaka nimmt!

Gruss, Felix

24.02.2004 17:41 • #5


CloneX


Hi Felix,

Es geht ja nicht um Panikmache. Vielmehr um Aufklärung. Da selbst ein Großteil der Ärzte keine Ahnung hat, musst der Patient ja irgendwoher die Informationen bekommen. Und da sind solche Postings nun mal wichtig. Ansonsten könnte man auch die ganzen Beipackzettel weglassen, nur weil da Nebenwirkungen draufstehen die Panik machen könnten.

Es geht hier um wirklich SCHWERWIEGENDE Wirkungen dieser Medikamente, die häufig sogar fehlinterpretiert werden, mit der Folge das viele Patienten viel länger Medikamente einnehmen als nötig. Entzugserscheinungen haben bereits vielen Menschen den Job oder sogar das "Leben" (im Sinne von Lebensqualität) genommen. Suizid und Mordgedanken haben bereits Menschenleben gekostet - bei einigen wurde festgestellt, das mit großer Sicherheit das AD schuld war.

Deswegen finde ich es schon wichtig, das soetwas gepostet wird. Damals hätte ich mir gewünscht jemand hätte mir über all diese Problematiken berichtet - jetzt ist es zu spät und ich kann die schei. alleine ausbaden. Aber anderen sollte es nicht so gehen.

24.02.2004 17:59 • #6


Gast


Hi Brother!

Es ist schon absolut richtig, was CloneX Dir da schreibt.
Und ich hab' die Info's eben NICHT reingestellt um zu verunsichern, oder gar um Panik zu verbreiten, sondern mir ging's um die AUFKLÄRUNG!

Wie Du selber schreibst, bekommt man von verschiedenen Ärzten verschiedene oder - im schlimmsten Fall - garkeine Info's! Und was macht dann unsereiner? Er schaut sich selber nach Informationen um, da das Thema Depri immer noch tabuisiert wird und es diese Krankheit eigentlich noch garnicht lange "gibt" - somit selbst renommierte Ärzte Schiss davor haben - eben weil sie darauf ungenügend bis garnicht vorbereitet sind.

Gestern abend in JBK war der Schauspieler B.Herzsprung, der über seine Frau und deren Depri sprach - der äusserte sich genauso und noch ein bisserl krasser.

Uns muß eines bewußt sein: Depri und Phobien evtl. ein Leben lang. Man muß die Krankheit erstmal annehmen, als das, was sie ist. Das ist genauso wie bei einem Alk. (ich spreche aus eigener Erfahrung!) - erst wenn man sich eingesteht einer zu sein, fällt es einem (nicht allen), leichter davon wegzukommen (wenn man will!).

Und wenn man sich nunmal seiner Krankheit in vollem Maße bewußt ist, kann und sollte man sich nicht blind auf Ärzte verlassen - aus o.g. Gründen!
Deshalb finde ich solche Artikel extrem wichtig - man ist immerhin SELBER FÜR SICH verantwortlich!

Und: wenn du dich wegen AD irgendwann mal suizidierst, wird dein Hausarzt oder Neurologe, Psychiater garantiert so gut wie garnicht wegen Kunstfehler zur Verantwortung gezogen! Das glaube ich erst, wenn Schweine fliegen können! =:o)

Bevor man eben alles, was einem von einem solchen "Halbgott in weiß" verschrieben wird, in sich "reinfrisst", ist es eben in EIGENEM Interesse verdammt wichtig sich auch anderweitig zu informieren!

Ich nehme z.Zt. Insidon, Cipramil und Carbamazepin und wollte eigentlich - falls das Cipramil nicht anschlägt! - auf Seroxat umsteigen... Nach dem, was ich da aber gelesen hab', werde ich einen Teufel tun!

25.02.2004 09:33 • #7


Brother


Versteh schon was du meinst, aber was glaubst du wie es wem geht der vielleicht 16 ist, das Mittel seit zwei Wochen nimmt, sich erstmals wieder Hoffnungen macht und dann sowas lesen muss........elend würd ich mal sagen, ich meine es ist ambivalent zu sehen.........einerseits ist es natürlich gut aufzuklären aber dann sollte man es zumindest relativieren, woher weiss man was die Selbstmordgedanken auslöst, warum muss das gerade das Medi sein, ich mein jemand der sowas nimmt neigt wohl nicht gerade zum positiven Denken; man nimmt es vielmehr um wieder klarer zu sehen, als die wahrscheinliche Wirkung ist wohl dass man wieder Perspektiven entwickelt als dass man noch schwärzer sieht........
......dass die Ärzte sich z.T. wenig kümmern ist schei. aber sind halt nunmal Menschen, deshalb sollte man auf jeden Fall zum nem Psychiater gehen wie ich bereits geschrieben habe; da weiss man natürlich auch nicht an wen man gelangt deshalb hast du natürlich recht dass wir uns schon selber Gedanken machen müssen, ich mein is ja klar ist ja unsere Krankheit, natürlich müssen wir damit klar kommen........ich sehe es aber nicht als Krankheit die uns der Teufel auferlegt hat um uns leiden zu lassen oder Gott als irdische Prüfung sondern vielmehr als Hinweis auf Heilung, die Krankheit kommt nur weil viel falsch läuft im Leben und will uns klar machen dass wir was ändern müssen.........jede Depression die ich bisher hatte, so schmerzhaft sie auch war, sie hat mir im Endeffekt neue Perspektiven eröffnet, hat mich aus der Lethargie gerissen und ich bin froh über die Panik über meine Angstzustände, davor hab ich vor mich hingelebt, total schei., war immer unzufrieden aber kaum bereit viel zu ändern, aber durch das Elend den Schmerz spüre ich wieder viel mehr, auch Positives; sicher verfluche ich oft dass es mir so schei. gehen muss, aber irgendwie sehe ich es auch als individuelle Chance, als Herausforderung an, natürlich nicht wenn ich gerade am Abgrund stehe, dann will ich auch nur dass alles schnell vorbei ist!

naja also wie auch immer, die Sache mit dem Medi ist auf jeden Fall sehr ambivalent zu betrachten!

Wünsch Dir auch alles Gute!
Liebe Grüsse, Felix

25.02.2004 11:41 • #8


Gast


Hi Brother.

Man kann nunmal nicht an den Tatsachen - die ich in meiner Mail eingefügt
hatte - vorbeigucken; man kann keine Tatsachen schönreden und sollte es auch nicht!

Psychiater? Meiner war ein Depp oberster Güteklasse! Dazu habe ich irgendwo anders was geschrieben...Der Titel alleine bringts nicht - alleine das Fachwissen zählt da.

Auch wenn ein Arzt "nur" ein Mensch ist, hat er doch MEHR Verantwortung als jeder andere Mensch! Immerhin begibt sich der Kranke/Leidende in vollem Vertrauen in dessen Hände und Urteilskraft! Und wenn DER pfuscht, ist der Kranke gelackmeiert und verliert obendrein noch Vertrauen jeglicher Art; bei mir isses bei Psychiatern und Psychologen genau dieser Fall!
Sicher: man kann nicht alle über einen Kamm scheren und ich bin eigentlich ein recht vorurteilsfreier Mensch. Aber wenn man (wie ich), 3 depperte Psychologen und einen irren Psychiater kennengelernt hat, dann schießt dieses Zutrauen doch tiefer, als in den Keller!

Immerhin: diese Info's, die ich da brachte, sind nicht aus den Fingern gesogen, sondern stammen aus wissenschaftlichen Beobachtungen! Wer wollte auch an Studien der WHO zweifeln?

Lies einfach selber mal nach - die Homepage steht ja ziemlich weit unten in dem Artikel!

Auf der Seite kannst Du Dir auch PDF's downloaden zum Thema Entwöhnung vom Seroxat usw.!

25.02.2004 11:58 • #9


Brother


Ich habe mir das durchgelesen und finde es nicht sehr aussagekräftig, nur Punkt Fünf hat mich überzeugt
"....dessen Schwiegervater seine eigene Frau, seine Tochter und sein Enkelkind umbrachte, nachdem er nur zwei Tage das Medikament genommen hatte" hier wird jedoch verschiegen dass betreffender Schwiegervater auch eine tasse Grüntee trank, die erste in seinem Leben (und das unmittelbar vor der Tat) und jetzt stellt sich meiner Meinung nach schon die Frage: was hat ihn zu der Wahnsinnstat verleitet Koffein oder Paroxetin, ich weiss es nicht, weisst du es Bernd?......sorry ich mach mich nicht über dich lustig nur über solche lächerlichen, armseligen Horrormeldungen wie sie dümmer nichts ein könnten, in US-Medien aber wahrscheinlich so aufgebauscht dass sie jeder gleich für die Wahrheit hält; wäre es nicht so traurig, würdest du nicht auch darüber lächeln........
......übrigens mir fällt was ähnliches ein: hab dir doch von Lariam erzählt oder? ein US-Soldat der in Afghanistan war hat sich das reinghaut, gegen Malaria, also so ziemlich alle dort und was glaubst du hat er als erstes gemacht als er wieder in den USA war? riiiiiiiichtig, er hat sich ne Schrottflinte genommen und hat seine eigene Frau, seine Kinder und sich selbst weggepustet;
nagut nochmals, ich finde diese nette Aufzählung von Horrormeldungen nicht aussagekräftig, jedoch muss ich zugeben dass ich mich nicht wirklich auskenne, ebensowenig wie du wahrscheinlich, sind ja alle keine Mediziner, daher weiss ich nicht was dahintersteckt, aber auf jeden Fall braucht es mehr um mich zu überzeugen!...und jeder der es nimmt sollte sich gut beraten lassen, da ist so eine Liste nicht sehr hilfreich, ich finde es daher gut Menschen Problematiken näherzubringen aber nicht zu sagen:
"Hey du nimmst Seroxat, was glaubst du denn wie lange du noch lebst, bzw. wenn du Amok läufst sag mir bitte vorher bescheid, falls du nicht vorher an Nebenwirkungen stirbst oder am Entzug zugrunde gehst"
...dass ich etwas übertreibe gebe ich jaaaaaaaa zu )) nimms mir nicht übel

Gruss, Brother

25.02.2004 12:55 • #10


CloneX


Hi Brother,

du hast schon recht, dass man diese Informationen genau so hinterfragen sollte wie die "offiziellen" der Pharmaindustrie. Es gibt sicher Propaganda auf beiden Seiten...

Man kann wegen so einem Mordfall sicher nicht sofort ein Medikament verteufeln. Es kommt halt auf die Menge und Art der Informationen an. Z.B. gibts ja den Bericht der Gründerin von Antidepressiva-Forum, die mir Ihrer Tochter durch die Hölle gegangen ist - sie hatte nach der Einnahme von einem SSRI plötzlich Wahnvorstellungen und Mordgedanken. Solche Berichte gibt es öfter. Genau wie die Studie an gesunden Probanden, die plötzlich auch aggressiv oder unruhig wurden. Zum Beispiel wurden gesteigerte oder ausgelöste Suizidgedanken bereits in den Studien der Hersteller festgestellt und vertuscht - das hat ein Bericht der BBC gezeigt, sie hatten dort Beweis schwarz auf weiß und die Hersteller damit konfrontiert. Erst durch das Zusammensetzen von Informationen kann man sich ein Bild machen.

Und natürlich ist letztendlich auch immer die eigene Motivation ein entscheidender Punkt. Wenn du selber so eine Hölle erlebt hast, dann wirst du soetwas eher verstehen und glauben können als ein Aussenstehender. Ist ja dasselbe wie mit Depressionen. Richtig verstehen kann man es nur wen man es selber erlebt hat.

Ist halt schwierig das ganze

25.02.2004 13:45 • #11


Brother


Yo CloneX,

Stimmt, hast schon recht, ich habe ja geschrieben dass ich nicht soviel über das Mittel weiss, aber es ist halt die Frage wie oft diese NWs auftreten;
und welche Konsequenz würdest du aus diesen Überlegungen ziehen, dass es sich um ein Medikament handelt das vom Markt genommen werden soll?
wenn ich diese Hölle erlebt hätte würde ich sicher so denken, genauso wie bei jedem anderen Medi dass mir auf diese Art und Weise schaden würde;
aber wenn es mir hilft und ich weiss dass es nur selten auftritt dann würde ich sagen "no risk no fun"...........deshalb finde ich es schon gut vernünftig aufzuklären und wenn ihr genug Infos habt die dagegen sprechen, ja dann ist auch euer Recht eine Kampagnie dagegen zu starten; aber abzuschrecken mit solchen Meldungen hilft doch niemandem.........ich persönlich würde es vermutlich nicht mehr nehmen danach, aber nochmal, was soll sich jemand denken der es gerade verschrieben bekommen hat? wenn man sowas liest muss man doch seinen Mut verlieren....
- du hast schon Recht, es ist schwierig damit umzugehen, ich finde man kann jemandem sagen dass es sich um ein starkes, ernst zu nehmendes Medikament handelt aber nicht dass damit das Ende vorprogrammiert ist, was wohl auch kaum stimmt!

naja weiss auch nicht, würdest du jedem von dem Medikament prinzipiell abraten??

25.02.2004 14:37 • #12


CloneX


Hi Brother,

Nein, das ist wichtig: Die meisten die jetzt über die ADs aufklären wollen sind NICHT komplett gegen ADs. Ich selber war in der tiefsten Depressionshölle und weiß wie grausam das ist. Daher weiß ich wie sehr solche Medikamente helfen können.

Allerdings würde ich diese ADs wirklich nur noch empfehlen wenn es KEINEN anderen Ausweg mehr gibt. Es handelt sich um starke Medikamente mit teilweise schweren Nebenwirkungen und die abhängig machen KÖNNEN. Und nicht wie es von der Industrie gerne gepushed wird die super Wunderpillen die nicht abhängig machen und fast keine Nebenwirkungen haben.

Das wirkliche Ziel solcher Aufklärung soll doch sein
- Nur noch Verschreiben der Medikamente wenn es wirklich nötig ist und alle anderen Wege ausgeschöpft sind. Gerade bei vielen Ängsten und Phobien sind Therapien und eigenes Kämpfen längerfristig sicher sinnvoller als Medikamente.

- Aufklärung des Patienten dass die Medikamene unter Umständen abhängig machen können

- Unterstützung des Patienten wenn Probleme auftreten wie schwere Nebenwirkungen oder Entzugserscheinungen. Denn da wird man sehr schnell alleine gelassen. "Mehr ist weniger" kennen viele Ärzte nicht. Schnell sitzt man auf einem Dro., von dem man nicht mehr loskommt.

Sicher haben die Medikamente viele Leben gerettet. Aber sie haben auch viele Leben zerstört - nur davon will niemand was hören.


Das solche Aufklärungsversuche auch Leute verunsichern ist klar. Nur stellt sich die Frage: Wie soll man es anders machen ? Ich denke immer wenn man auf Gefahren hinweist, Leute verunsichert werden - siehe Beipackzettel.

Ich würde auch lieber zu den Ärzten direkt gehen und ihnen diese Infos geben - nur da wirst du meisten nur ein müdes Lächeln ernten. Leider.

25.02.2004 15:24 • #13



Dr. Reinhard Pichler


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