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Hallo.

Ich habe vor kurzem meine jetzige Freundin auf einer Flirtseite kennen gelernt. Sie kommt aus meiner Gegend und kamen direkt gut klar. Haben am gleichen Abend sogar telefoniert. Sie hat mir da vonn ihrer Sozialphobie und selbstverletzendes Verhalten(ritzen) erzählt. Haben trotzdem ein paar Tage später ein Treffen ausgemacht. Zuerst war alles gut, haben uns beide darauf gefreut, bis sie abgesagt hat weil sie panik bekam. Sie hatte vorher wegen einer Misshandelung andeutungen gemacht. Daher habe ich ihr gesagt sie soll sich alle Zeit nehmen die sie braucht. Haben uns dann doch getroffen (An einen Ort den sie kennt und sich wohl fühlt und in begleitung ihres Hundes). War ein schönes treffen, es hat gefunkt und kammen auch zusammen.

Naja sie hat mir dann von ihren Phasen erzählt wo es sein kann das sie sich Abkapselt und keinen persöhnlichen Kontackt will. Also nür über Internet, sms und co. Hat dann auch thermine bei Ärzten und sowas. Ist also in Behandelung und die Misshandelung hat sie auch verarbeitet. Es geht hier auch nur darum wie ich mich am besten verhalte wenn sie ihre Phase hat. Will sie nicht bedrängen oder ihr das gefühl geben das sie mir egal ist. Will ihr nur ein guter Partner sein. Naja im Momment hat sie eine und ist ihrgendwie leicht abweisend. Antwortet oft nicht.

Hier noch ein paar kleine Eckdaten fals nötig:
-Sie hat tief(bis zu den Muskeln) und viel (beide Arme komplett vernarbt und richtig viele schnitte) geritzt
-Die Ärzte meinen sie hätte vielleicht eine Borderline Störung oder eine emothional instabiele Persöhnlichkeitsstörung (laut Wikipedia das selbe wolte es trotzdem mal erwähnen)
-Fühlt sich von der Familie gemobt (kann es nicht beurteilen da ich sie noch nicht getroffen habe)
-ist wie erwähnt abweisend in ihrer Phase aber sonst ganz normal

Hoffe es kann mir jemand ein paar Tipps geben wie ich mich bei ihr richtig verhalte um ihr ein guter Freund zu sein
Danke für die Hilfe gruß Martin

14.05.2013 23:15 • 15.05.2013 #1


5 Antworten ↓


Guten Morgen Martin,

erst mal finde ich es toll von dir, dass du deiner Freundin als Freund zur Seite stehen möchtest, denn das ist sehr hilfreich für jemanden, der sowas erfahren hat, ist es sehr schwer, über Selbstverletzung zu reden (meine Erfahrung), sich überhaupt jemanden anzuvertrauen.

Ist deine Freundin in Therapie? Wenn nicht, kannst du sie als Freund dazu ermutigen, eine zu machen oder sie gar dorthin begleiten.

Jemand aus meinem Freundeskreis steht mir auch mit Rat und Tat zur Seite und wir helfen uns gegenseitig. Inzwischen vertraue ich und das ist einfach ein schönes Gefühl, das zu erfahren, nimmt sich manchmal Zeit für mich und bestärkt mich in vielen Dingen, was positiv für mich ist.

Liebe Grüße

15.05.2013 04:30 • #2



Freundin hat eine Sozialphobie durch Misshandlung

x 3


Danke für die schnelle Antwort.

Ja sie ist in Therapie. Hat regelmäßige Gespräche mit Therapeuten und bekommt Medikamente. Mir geht es darum zu wissen wie ich mich verhalten soll wen sich für mehrere Tage zurückzieht. Soll ich sie in Ruhe lassen, ein oder zwei Nachrichten am Tag an sie schicken oder normalen Kontackt suchen wenn sowas ist? Sie selbst meinte Ruhe wäre das beste für sie. Und das ich für sie da bin das weiß sie. Will keine falsche entscheidungen Treffen da ich ja noch frisch verliebt bin und daher eher viel kontackt möchte.

15.05.2013 11:15 • #3


Schlaflose
Ich glaube, da kann man keine allgemeingültigen Ratschläge geben. Ich habe auch eine Sozialphobie (als Teil einer ängstlichen (vermeidenden) Persönlichkeitsstörung), allerdings habe ich mich nie selbst verletzt. Wenn es mir schlecht geht, will ich in Ruhe gelassen werden. Aber hätte ich mich gar nicht erst auf eine Internetbekanntschaft und erst recht nicht auf eine Beziehung zu einem Mann eingelassen.

15.05.2013 12:05 • #4


Also ich denke, das wichtigste ist, wenn du einfach akzeptiert was sie sagt. Will sie ruhe, dann lass ihr ruhe bzw mach ihr dann kein Stress wenn sie dir nicht antwortet.

Aber, nun kommt das aber. Ich finde es wirklich toll dass du ihr so zur Seite stehen willst, aber ich weiß nicht ob du dir wirklich bewusst bist worauf du dich da eingelassen hast? Solche Beziehungen werden oft (nicht immer, ich wills nicht als allgemeingültig erklären) sehr anstrengend und belastend für den Partner. Viele trauen sich da zu beginn einer Beziehung mehr zu als sie letztlich aushalten. Und manche vergessen eine ganze Zeit lang ihre eigenen Bedürfnisse über die Probleme des anderen und spätestens wenn man sich an die eigenen Bedrüfnisse erinnert die dann aber womöglich konträr zu denen des erkrankten stehen bzw keiner denen nachkommen kann, wirds arg problematisch.
Ich will dir die Beziehung auf keinen Fall ausreden. Lediglich dich darauf vorbereiten dass es sehr schwer werden kann, und das du deine Bedürfnisse nicht vergessen darfst und sie dir gegeben Falls woanders befriedigen musst (jaaaaa, dass klingt jetzt zweideutig, aber so wars nicht gemeint. Hoffe duweißt schon was damit gemeint ist).
Es gibt leider zu viele Fälle in denen Beziehung an so einer Problematik doch scheitert, auch wenn der Partner von anfang an bescheid weiß. Sei dir dessen nur einfach bewusst.

15.05.2013 12:18 • #5


Ich denke auch, dass sie Ruhe braucht und die solltest du ihr auch lassen. Und es ist auch gut, dass sie weiß, du bist für sie da. Aber und da schließe ich mich den Worten von where... auch an, das du dich dabei nicht vergessen solltest, denn das kann tatsächlich eine Beziehung belasten, wenn man die Partnerin so kennenlernt oder den Partner.

LG

15.05.2013 13:50 • #6




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