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Hallo,
ich bin 24 Jahre alt und leide auch an der sozialen Phobie. Angefangen hat bei mir alles vor ca. 10 Jahren, als sich meine Eltern scheiden ließen. Ich versuchte damals den latz meiner Mutter einzunehmen. Natürlich gelang mir das nicht. Aber das Verkriechen in die hausarbeit war wie eine Betäubung für mich. Ich verlor schnell mein Selbstbewusstsein, weil ich auch in der Schule etwas gemobbt wurde.
Als ich 18 Jahre alt war, kam dann noch meine ständige Übelkeit, einem Reizmagen oder Emetophie gleich.
Ich habe mich über Jahre isoliert und hatte keine Freunde. Eine beziehung zu einem Mann hatte ich auch noch nie. Mittlerweile wage ich mich ca. einmal in der Woche "raus". Ich zwinge mich regelrecht dazu, auch wenn mir übel ist und ich irgendwie dann immer total müde bin und deshalb nicht mehr agnz soviel mitkriege.
Meine erste Psychotherapie vor 1 1/2 Jahren ging total in die Hose. Jetzt würde ich gerne eine neue ausprobieren. Ich habe eine sehr nette Therapeutin in öln gefunden. Aber meine krankenkasse sträubt sich total dagegen, weil die Therapeutin mt Kostenerstattung arbeitet.

Hat vielleicht jemand Tips, wie ich die Therapie genehmigt bekommen kann? Oder sonst Tipps?

Ihr kennt das ja, dieses hilflose Gefühl der Einsamkeit, diese merkwürdige trauer und so.

Liebe Grüße

Anne

19.12.2005 17:56 • 31.12.2005 #1


3 Antworten ↓


Nimmst du ein Medikament ein? ICh habe auch 17 Jahre keines genommen und bereue es nun, weil ich die Besten Jahre verplempert habe. Ich nehme Paroxetin 20mg und es geht mir gut! Laß dir was verschreiben und wirf den Beipackzettel ungelesen weg. Die ersten 10 Tage sind wegen der Nebnewirkungen hart, aber besser als alles andere die Jahre davor! Nach einigen Wochen wird sich dein Leben total verändern und du wirst wieder Freude haben. Mach deine schönsten Jahre nicht kapputt!

27.12.2005 10:57 • #2



Die ständige Einsamkeit. Verzweiflung!

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Hi,

danke für deine Antwort.

Was genau sind das für Medikamente, die du nimmst? Ich bin da sehr skeptisch... ich probiere es lieber mit Naturheilverfahren. Ich habe mit Homöopathie angefangen. Das schont zwar nicht gerade den Geldbeutel, aber ich kann auch schon merken, dass ich mich etwas anders fühle.

Ich will nicht von Medikamenten abhängig werden oder mich damit betäuben.

Guten Rutsch

Anne

31.12.2005 16:54 • #3


Ich fühle mich alles andere als betäubt. Im Gegenteil - ich habe gelesen, das Paroxetin die aufnahme von Serotonin in den Synaptischen Nervenspalt verhindert und das Serotonin im Gehirn bleibt (wo es hingehört?") - das Hirn braucht das Serotonin als Botenstoff und dadurch werden Glückshormone ausgestossen. Aber auch
dadurch, das das Serotonin nicht in die Nerven gelangt, hat man keine Panik und Angst mehr, den bei Fluchtgedanken / Panik / Angst
macht der Nervenspalt auf und das Serotonin gibt den Angstimpuls - also weglaufen! (urinstinkt)
Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden und erklärt, lasse mich gerne eines besseren belehren - nach 16 Jahren bin ich froh, nicht noch mehr Jahre kaputtzumachen und alles andere ist mir egal! Bin froh, das es Medikamente gibt die mir helfen, evtl. schaffe ich doch noch, bis zu meinem 40. in 4 Jahren mit eine Beruflich Zukunft aufzubauen - die habe ich nämlich versiebt durch diese Störung im Gehirn. Bitte um Erfahrungsaustausch mit Paroxetin! Die Nebenwirkungen waren bei mir etwa 10Tage da - seitdem geht es aufwärts! Gesundes 2006 wünsch ich!

31.12.2005 20:17 • #4




Dr. Reinhard Pichler