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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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@SKami
Ich finde Formulierungen wie "solltest du dir dringend professionelle Hilfe holen" hier unpassend.

@greenhorn
Verstehe tswar nicht, was Kartenspiele damit zu tun haben, aber ich spiele auch sehr gerne Karten (von Skat, Doppelkopf, über Spades, Tichu, Magic, bis hin zu Poke r) Auch cash, allerding cash nur Poke r. Kartenspiele haben meiner Meinung nach viel mit Strategie und Logik zu tun, und wenig mit Kontrolle. Bei Poke r kommt noch unter anderem mathematisches Verständnis und Einschätzungsvermögen dazu.

@Schattenkönigin
Ist tswar schon 2 Monate her, seit du deinen Beitrag hier geschrieben hast, aber vielleicht schaust ja doch irgendwann mal wieder hier rein.

Kann die Angst nur teilweise nachvollziehen. Ich hab z. B. nur Angst, Menschen zu begegnen, die ich mit peinlichen Erlebnisen verbinde (wo ich etwas peinliches gemacht habe). Ich glaube, wenn ich mir zu 100% sicher sein würde, dass es diesen Menschen nichts ausmacht, sie es vergessen haben, es ihnen selber nicht peinlich ist und/oder ihr Bild von mir nicht durch diese Ereignisse geprägt wurde, ich meine Angst verlieren würde diesen Menschen zu begegnen. Passiert natürlich ab und zu, dass ich unausweichlich jemandem von ihnen begegne und dann komm ich mir sehr klein vor und versuche mich schnellstmöglichst aus der Affäre zu ziehen. Und erst wenn es nicht klappt und ich sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand stehe gehe ich die Konfrontation ein (meistens nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung, ohne körperliche Gewalt versteht sich's). Gibt's die Angst davor missverstanden zu werden?

Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind, wenn ich nach den Sommerferien wieder in meine Klasse kam (erster Schultag und so) immer Schiss hatte meinen alten Klassenkammeraden wieder zu begegnen. Erstens konnte ich dem sowieso nicht entgehen, zweitens hatte sich dieses Gefühl nach den ersten paar Schultagen sowieso gelegt. Es lag denk ich mal auch daran, dass ich zu keinem meiner Klassenkameraden wärend der Sommerferien Konntakt hatte, da ich in meinen ersten 4 Schuljahren die Sommerferien immer bei meiner Grossmutter in einem anderen Land verbracht hatte. Ich zähle diese Schulzeit übrigens zu der glücklichsten in meinem bisherigem Leben, wenn man den familieren Stress damals ausen vor lässt.

Ich hasse meine Mutter für die Worte "Wenn es dich nicht geben würde, dann hätte ich mich längst umgebracht". Wer so etwas zu seinem Kind sagt, der verdient es nicht Kinder zu haben. Man Vater war krankhaft eifersüchtig, hatte aber meine Mutter nie geschlagen, es war eher die psychische Art Gewalt, die er ihr damals angetan hatte, oder die sie sich hat antun lassen - wie man's nimmt. Ich finde ein Kind sollte ein eigenes Bett haben, ich hatte keins und musste im Ehebett schlaffen. Es lag nicht am Geld, meine Eltern haben damals beide gut verdient. Vielleicht lag es am Platz, wir hatten nur eine 2 Zimmer Eigentumswohnung. Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche. Ich würde heute dafür töten (nur sprichwörtlich), damit ich damals ein eigenes Kinderbett gehabt hätte. Braucht ein Kind Privatsphere? Ich hab als Kind mir damals oft im Wohnzimmer mir aus Sofakissen ein Mini-Schloss gebaut, da drin war es dunkel, aber ich hatte da drin keine Angst. Ich weiss nicht wie es dazu kam, aber ein mal bin ich über Nacht im Wohnzimmer in meinem Mini-Schloss geblieben, es war weich und man konnte darin auch gut schlafen. Irgendwann mal mitten in der Nacht kam ein Ungeheuer und hat das Schloss zerstört, mich gepackt und ins Ehebett gezerrt. Ich war sehr erschrocken, so aus dem Schlaf gerissen zu werden und habe danach lange geweint. Mein Vater hätte das niemals getan, er war eher dafür, dass ich selbstständig bin, wärend meine Mutter mich immer vor allem beschützten wollte. Zu viel Schutz ist schlecht für ein Kind. Die Eltern müssen ein Kind motivieren, es unterstützen, aber es nicht einengen, immerhin haben sie einen sehr grossen Einfluss auf das zukünftige Leben, dieses kleinen Menschen. Ich weiss nicht, was schlimmer ist: Eltern, die ihr Kind mit ihrer Liebe erdrücken, oder Eltern, die ihr Kind hassen.

Hab wohl einbischen zu weit ausgehollt... Ich hab Angst, dass hier zu posten, obwohl ich es hier ein Forum für Angst ist und es ja auch in gewisser Weise anonym ist und so. Ich komm mir jetzt vor, wenn ich das alles selber nochmal durchlese, was ich da geschrieben habe, wie jemand, der nach Mitleid und Verständniss sucht. Das tue ich aber nicht. Vielleicht suche ich damit nur Menschen, denen es so ähnlich wie mir geht und bin hier glaub garnicht mal so verkehrt. Was ich mir aber sicher bin hier zu suchen, ist ein Weg, wie ich meine Angst überwinden/entgültig besiegen kann. Eines hab ich für mich schon rausgefunden - es zu verstehen allein, reicht nicht.

Was mir noch gerade einfällt. Ich hoffe ich schaffe jetzt meine Gedanken richtig rüber zu bringen. Menschen haben Angst vor Dingen, die sie nicht verstehen. Entweder, sie distanzieren sich von einem, oder sie greifen einen direkt an. Ist der eigene Wille nicht stark genug und man zerbricht an diesem Angriff. Der Angrif besteht entweder passiv aus dem eindringlichen Versuch einen zu verstehen, oder agressiv, aus dem Versuch die eigene Meinung einem aufzudrücken. Vielleicht hat es was mit diesem Kampf-oder-Flucht-Reflex zu tun, den wir von unseren Urahnen geerbt haben. Der Moment in dem man sich entscheiden muss - stellt man sich jetzt dem Feind, oder ergreift man die Flucht. Vielleicht können gewisse Verhaltensweisen diesen Reflex bei manchen Menschen auslösen. Es ist nur ein Gedanke. Vielleicht ist das alles ja auch totaler Blödsinn. Vielleicht ist es auch viel leichter es als totalen Blödsinn abzutun, als sich darüber Gedanken zu machen.

#41


I

Angst vor Menschen!?

Ich habe seit Jahren psychische Probleme, leide unter einer emotional Instabilen Persönlichkeit. Ich habe seit 3 Wochen wieder diese Probleme das ich nicht unter Menschen sein kann, das macht mich fertig. Hab überlegt ob ich wieder mit Tabletten anfangen soll, was ich eigentlich nicht möchte. Hat jemand gute Tipps wie man es so in den Griff bekommt. Ich kann zb. nicht mehr einkaufen gehen, sobald jemand an der Kasse hinter mir steht bekomme ich Herzrasen usw. versuche mich dann mit rechnen abzulenken, was aber nie funktioniert.Danach bin ich total Erschöpft und enttäuscht. Wer kennt diese Probleme...Hab mich schon wieder auf eine Warteliste zur amb. Therapie setzten lassen, aber das dauert noch.

#42


A


Angst vor Menschen

x 3


P
ich glaube das kennen wir alle. versuche nie zu denken, ich kann nicht mehr einkaufen gehen. du kannst, zwar mit panik, aber das kann dir nichts tun, die kommt aus deinen gedanken und kann dir nicht gefährlich werden. sobald zu anfängst diese situationen zu vermeiden, werden sie mehr und breiten sich in deinem leben aus wie nix. daher wehret den anfängen. geh auf alle fälle weiter einkaufen und melde dich zu einem kurs für entspannungstechniken an. das kann dir in der situation halfen, aber setzte dich diesen situationen immer weiter us, dann werden sie auch immer weniger, bestimmt. und habe gedult mit dem therapieplatz, das ist wichtig, vielleicht kannst du bis dahin schon mal eine selbsthilfegruppe besuchen. das hilft am anfang ja auch schon etwas weiter

#43


I
Das Ding ist, eigentlich weiß ich das ich nicht umfallen kann, es ist nur dieses Gefühl zu haben das meine Hände zittern und ganz schlimm mein Kopf, sehe dann aus als hätte ich Parkinson. Es Ist das Gefühl, dass mir Leute auf die Finger sehen. Wurde als Schulkind ganz übel vor anderen runtergemacht,sogar vom Lehrer, ich hab ständig diese Angst mich zu blamieren oder unangenehm aufzufallen. Ich war auch heute schon einkaufen, weil ich mich nicht unterkriegen lassen möchte. Danach bin ich auch froh das iches gemacht hab. Ich melde mich jetzt auch bei so'm Kurs an, heisst Ruhe finden, mal sehen...Ich hab das alles so Satt!

#44


K
Habe z.Z. auch ein schreckliches tief. Kann nachts nicht schlafen, Heulanfälle und Panikattacken...
Meine Hände zittern, mein Herz rast(habe zumindest das gefühl), mir ist schwindlig und das ewige Gefühl gleich los zu heulen. ....Träume vom sterben und das ich dann meine Ruhe hätte. Man mir ging es doch schon so gut
seid gegrüßt...brauchte aber mal ein Ventil

#45


I
Vor ein paar Wochen hätte ich auch nicht dran gedacht das es wieder los geht, aber auf einmal war es soweit. Ich weiß nur das ich keine Lust mehr auf dieses Theater habe. Morgen früh gehe ich wieder ins Geschäft und egal wo noch hin. Solange bis es aufhört. Hoffentlich klappt das alles wie ich es mir vorstelle! Muß feststellen, dass es mir schon hilft zu wissen das es vielen so geht! Man denkt ja irgendwie man wär allein mit dem Mist!

#46


K
Ne irish allein bist du wirklich nicht. Gehe auch arbeiten aber stosse rein körperlich(seelig) auf Grenzen. Mir ist schlecht und meine Gedanken kreisen ständig. das Konzentrieren auf meine Arbeit fällt mir schwer. Möchte aber nicht zum Arzt...nehme etwas Johanneskraut (dauert aber bis das mal wirkt) und bin joggen gegangen. Das hilft da der körper gepowert wird. Mal sehn obs auf dauer hilft. Auch dir viel Kraft!

#47


M

Habe Angst vor Menschen

Hallo,
ich bin neu. Habe aber schon öfter hier gelesen.

Mein Problem: Ich hab mehrere. Angst vor Menschen, Angst vor Ablehnung, Höhenangst, Sozialphobie könnte man auch sagen.

Und was ich jetzt schreibe klingt total blöd:
Ich hab einen hohen IQ (bin ein hochbegabter Mensch) und sehe auch noch gut aus. Man könnte meinen, ich müsste der glücklichste Mensch der Welt sein. Bin ich aber nicht. Denn genau das ist es, was mein Problem eigentlich ist und woraus meine Phobien wohl entstanden sind. Mit den Jahren immer heftiger. So heftig mittlerweile, dass ich am liebsten gar nicht mehr irgendwohin gehen würde - aber dann fühle ich mich extrem einsam. Nur unter Menschen fühle ich mich meistens genauso.
Ich lebe in einer Beziehung (nach Scheidung und alleinerziehender Zeit) mti einem wirklich tollen Mann. Er ist der einzige Mensch, vor dessen Kritik ich keine Angst habe und bei dem ich mich nicht einsam fühle.
Nur ein einziger Mensch kann nicht alle Bedürfnisse eines andere decken.
Mir fehlen Freunde - die ich nicht habe. Die Leute die ich kenne, kenne ich durch meinen Freund. Vorher kannte ich die Leute durch meinen damaligen Ehemann und davor in jungen Jahren auch wieder durch meinen jeweiligen Partner. Eigene Freunde hatte ich nie. Auch in der Kindheit nicht. Ich war als Kind immer alleine und weinte, wenn ich unter Menschen sein musste (nur nicht in der Schule - da fühlte ich mich zu Hause). Meine Eltern, die mich natürlich mit auf Feiern nahmen, waren oft ratlos, wenn ich heulte. Ich konnte auch nicht erklären warum. Die Leute, die ja auch keine Fremden für mich waren, waren mir einfach zu vieil. Sie machten mir Angst. Oder - ich fühlte mich überfordert durch ihre Anwesenheit.
Eigene Freunde finden hab ich nie geschafft. Die Freunde meines Freundes akzeptieren mich als Freundin von ihm. Mehr nicht. An meinem Geburtstag ruft nie jemand an (außer meiner Mutter) und obwohl ich den Leuten immer gratuliere. So mal als Beispiel. Und ich tue das von Herzen weil ich sie gern habe.
Wenn die Frauen miteinander weggehen, geh ich nie mit, weil mir niemand sagt, dass sie zusammen weggehen. Wenn ich mit Leuten zusammensitze, fällt es mir mittlerweile furchtbar schwer, den Gesprächen zu folgen und etwas Eigenes beizutragen. Meist sitze ich dabei, ohne viel zu sagen. Die meisten Leute schauen mir nicht ins Gesicht, wenn sie mit mir reden.
Dass ich hochbegabt bin, erzähle ich nie. Zumal es auch uninteressant ist, da ich beruflich völlig versagte. (Meine Eltern hatten mir verboten Abitur zu machen. Seitdem habe ich die Kurve nie mehr bekommen - ich absolvierte die Fachoberschule und brach hinterher mein Studium Sozialpädagogik ab. Mein eigentlicher Traum Medizin zu studieren hat sich nie erfüllt und irgendwann war es mir egal was ich mache - hauptsache ich konnte meinen Sohn ernähren).
Meinem Freund fiel mit der Zeit auf, dass ich Schwierigkeiten mit Menschen habe. Sein Fazit ist, dass die Leute mir gegenüber gehemmt sind. Und Frauen mich grundsätzlich als Konkurrenz betrachten.

Nun ja - mein eigenes Fazit ist, dass ich verkrampft bin. Da ich weiß, wie ich auf andere wirke, versuche ich so unauffällig wie möglich zu sein.
Ich erzähle nichts von mir, oder nur wenig, damit man mich nichts fragt, worauf ich eventuell etwas von mir erzählen müsste.
Für mich ist es eine Belastung. Mein Äusseres kommt da noch erschwerend hinzu. Klingt dämlich. Aber es ist so. Ich würde mir wünschen, ein Durchschnittsmensch zu sein und mit Freundinnen abends mal weggehen zu können ohne dass ich mich aufdrängen müsste. Das hatte ich mal ausprobiert, einfach weil ich wissen wollte, ob ich mir die Ablehnung nur einbilde. Man hatte "vergessen" mich anzurufen. Man vergisst es schon seit Jahren.
Im Großen und Ganzen kann ich mich arrangieren. Will heißen, ich ergebe mich der Einsamkeit. Allerdings nerve ich mich dann selber und finde aber keine Lösung, wie ich da rauskommen kann.
Ich bin berufstätig - habe aber keinen privaten Kontakt zu meinen Kollegen. Ich weiß zwar, dass sie manchmal miteinander abends weggehen - aber ohne mich. Ich hatte sie mal daraufhin angesprochen - ohne Erfolg.
Darunter leiden tu ich glaube ich nicht. Die Höhenangst macht mir manchmal zu schaffen und meine extreme Schreckhaftigkeit ist nervig für mich. Nur manchmal fehlen mir Menschen - Freunde- um mich herum.
Nur wenn ich dann unter Menschen bin, habe ich Angst vor ihnen - etwas falsch zu machen, etwas falsches zu sagen oder wie auch immer.
Oder es ist mir einfach zu viel und ich bin nicht in der Lage zuzuhören.
Das macht es ja nicht besser. Und dann bin ich wieder froh, wenn ich zu Hause "in Sicherheit" bin.
Einfach gesagt: wenn ich alleine bin, möchte ich Leute um mich haben, wenn ich Leute um mich habe, möchte ich alleine sein.

War ein langes Statement. Hoffe, es ist verständlich geschrieben.

lg
maya

#48


Einsamkeit
ach mensch, das tut mir leid für dich. ich bin aus deiner sicht dann bestimmt ein durchschnittsmensch und ich kenne das, wenn eine sehr hübsch ist, dann gehe ich anders mit dieser person um. wenn du dann noch wenig redest, dann denkt man schnell, du wärest arrogant.

was dir helfen würde wäre, offen mit deinen sorgen und problemen umzugehen. den leuten zu zeigen, dass es dir nicht gut geht und du probleme hast, wie jeder durchschnittsmensch auch.

ich wünsche dir alles gute...

#49


M
Danke für deine Antwort!

Ob ich arrogant wirke - ich hoffe nicht. Ich bin es nicht. Ich fühle mich meistens unterlegen weil ich denke, dass ich unfähig bin, mit Menschen umzugehen. Oder anders gesagt, entsprechend zu reagieren.
So als Beispiel: mir sagt jemand: was für ein toller Himmel mit den Wattewolken! findest du nicht auch?
Ich sage dann: ja ist schön. Aber überlegen tu ich, wieviel Wasser sich in der Wolke sammelte, wie und ob sie abregnen wird, ichstelle mir die Moleküle vor, Die Form der Regentropfen und warum sie rund sind etc.... .und bin daher gedanklich eigentlich weit weg. Das Gespräch ist zu Ende quasi. Und wenn ich mich zusammenreiße, und auf die Wattewolke eingehe, dann klingt es hölzern denke ich - was abschreckend ist.
Nehme ich jedenfalls an. Oder wirkt es arrogant, wenn ich hölzern werde? Und werde ich hölzern oder meine ich das nur?
Meine eigenen Probleme zu erzählen - hab ich auch schon gemacht. Nur gebracht hat es nichts. Ich habs zwar erzählt - und fertig. Hinterher hab ich mich leer gefühlt. Das war in der Zeit meiner Scheidung. Geändert hatte sich gesellschaftlich dadurch nichts.

lg
maya

#50


G
Hallo maya,

du hast das typische Problem vieler Hochbegabter: Nicht verstanden zu werden und die anderen nicht zu verstehen bzw. nichts mit ihnen anfangen zu können, davon verunsichert zu werden. Echt traurig.

Genauso schlimm oder noch schlimmer geht es übrigens vielen hochbegabten Kindern, besonders auf dem Land oder aus einfachen städtischen sozialen Schichten. Die werden ganz selbstverständlich auf keine höhere Schule geschickt, und wenn sie womöglich schon in der ersen Grundschulklasse "merkwürdigem auffällige" Verhaltensweisen zeigen (z.B. extreme Langeweile, deswegen Unaufmerksamkeit, oder Verweigerung von 20 gleichen Übungsaufgaben), werden sie auf das Normalniveau heruntergedrückt und fallen dadurch total in den Keller. Ich kenne einen solchen Jungen, der nach ein paar Wochen Schule plötzlich in der Schule eine Árt epileptischen Anfall bekam.

Dass Schönheit ein weiterer Stolperstein für problemlose Geselligkeit sein kann, kann ich schier nicht glauben, da ich immer der Meinung war, wenn ich so richtig schön wäre, dann ....
Aber ich glaube es dir und verstehe es auch, dass sich viele Leute dir gegenüber dann doppelt minderwertig und verunsichert fühlen und Distanz halten.

Ich kenne das eigentlich nur gegenüber schönen + sympathischen Männern. Aus der Entfernung kann ich sie anhimmeln, aber wenn mir so einer direkt entgegenkommt, schaue ich wohl ziemlich verbissen, damit er nicht sieht, wie sehr ich an seinen Zügen hänge. Die denken dann wohl, ich könne sie nicht leiden.

Ich habe gelernt, dass ich auf die Menschen zugehen muss, damit sie sich an mich herantrauen. Das ist ja eigentlich auch die Erfahrung, die du machst. Ich glaube eigentlich, dass das nichts Schlimmes ist, dass es so ist. Nur die Tatsache, dass du selbst das abwertest, für eine minderwertige Art der Kontaktaufnahme hältst, lähmt dich und lässt dich vermutlich wenig begeistert über die gemeinsame Unternehmung erscheinen.

Und: Man fühlt sich nun mal unter seinesgleichen am besten. Da es nicht gar so viele Hochbegabte gibt, hast du immer einen Mangel an Gleichen in deiner unmittelbaren Umgebung. Deswegen solltest du nach Mitteln und Wegen suchen, trotzdem mit Menschen deines Kalibers in Kontakt zu kommen.

Das ist heute z.B. mit dem Internet viel leichter möglich als früher.
Gerade viel sehr kluge und /oder gebildete Menschen äußern sich heutzutage gerne via Internet, entweder über einen Blog oder in Diskussionsforen. Hast du da schon mal nach Menschen oder Gruppen gesucht, die deinen Ansprüchen genügen?
Auch wenn man diese Leute nicht persönlich kennt, können sich da sehr befriedigende Beziehungen entwickeln. Und wenn man will, kann man sich auch kennenlernen.
Oder gib eine Anzeige auf: "Einsame schöne Hochbegabte sucht Gleiche (w, Alter von .... bis .... ) für Austausch, Freizeit, Spiel und Sport" oder sowas.
Du könntest auch in Veranstaltungen gehen, in denen eher Menschen mit gescheiten, wertvollen Interessen zu erwarten sind.

Und was "Einsamkeit" gesagt hat, finde ich auch richtig: gegenüber Menschen, die du magst, offen sein. Nicht jammern, aber offen und herzlich sein.
Zitat:
Da ich weiß, wie ich auf andere wirke, versuche ich so unauffällig wie möglich zu sein.

Das erinnert mich auch an mich. Jahrelang habe ich mich danach gesehnt, einfach unauffällig und "normal" zu sein. Es hat bloß nie funktioniert. Irgendwie fiel ich immer auf. Nie konnte ich irgendwo mal anonym-unbemerkt durchgehen; das nächste Mal wurde ich garantiert wiedererkannt.
Diese Versteckerei ist aber - sorry - total falsch. Du kannst auch sagen, die Natur, oder was auch immer.

Jedenfalls, das Verstecken funktioniert einfach nicht. Die Leute wundern sich dann bloß und sind ratlos und haben das Gefühl, da stimmt etwas nicht.

Erst seit ich akzeptiert habe, dass ich offenbar nicht unsichtbar unerkannt durch die Gegend laufen kann, und dass es okay ist, wenn die Leute mich z.B. grüßen, ohne dass ich sie kenne, irgendwelche Bemerkungen machen wie "Gnädige Frau" o.ä., empfinde ich es sogar als angenehm und problemlos. Kürzlich nickte mir in einer Theaterpause wieder eine Dame zu, die mich schon früher ganz woanders bemerkt hatte und ich sah sie regelrecht denken: "Woher kenne ich diese Frau bloß". Ich ging dann auf sie zu, stellte mich vor und sie war happy. (Ich wusste ohnehin, wer sie war.)

Also, fang am besten an, dein Selbstbewusstsein zu ent-wickeln und such dir die zu dir passenden Menschen. Es gibt welche!

Liebe Grüße,
GastB

#51


H
Hallo Maya,

daß ich hochbegabt sei, das möchte ich nicht behaupten, aber dumm bin
ich auch nicht gerade. In abgeschwächter Form habe ich die gleichen
Probleme wie Du.

Bei Smalltalk denke ich mir, was für banales Zeug das doch ist, und
schon in der Schule meldete ich mich nicht auf banale Frage, obwohl ich
die Antwort kannte. Bei guter Laune, wenn ich nicht darüber nachdenke,
kann ich Smalltalk führen, aber es kam durchaus schon vor, daß ich
versuchte, die Zeit mit einem Smalltalk zu überbrücken und dabei
lächerliche Dinge von mir gab, die selbst in einem Smalltalk komisch
wirkten. Es war zu überlegt, zu gezwungen.

Ich reagiere auch sehr empfindlich auf Ablehnung, oder zumindest frage
ich mich schnell, ob ich gerade ebenso wie der andere behandelt werde.
Gefühl und Verstand sind sich da nicht immer einig.

Nach einem Gespräch frage ich mich manchmal, wie ich denn wohl wirkte
und ob ich dieses oder jenes besser anders oder gar nicht gesagt hätte.
Das ist nicht immer so, es kommt auf den gegenüber und die Situation an.

Überall zuviel Grübelei – das ist eigentlich das Problem, denke ich. Es
gab auch schon Situationen, da legte ich mir meine Antwort zurecht, wog
ab, ob sie denn erwähnenswert sei, und als ich mit meinen Überlegungen
endlich fertig war, war der Zeitpunkt, bis zu dem man hätte eine Antwort
geben können, definitiv verstrichen.

Die schlimmste und gleichzeitig wegen seiner Abstrusität lustige
Situation war früh morgens, etwa 6 Uhr, in einem Club. Vom Tanzen kaputt
setzte ich mich auf ein Sofa – schon damals war ich seit Jahren ohne
Freundin –, setzte mich also auf das Sofa, bis sich ein attraktives
Mädel ans andere Ende setzte. Um die Uhrzeit war es schon recht leer, es
gab wirklich überall andere Sitzmöglichkeiten – und meine Grübelei
begann. Tja, warum setzte sie sich ausgerechnet dahin?

Sie rückte näher. „Hm, was soll das? Eigentlich eindeutig. Oder, ist es
das wirklich?“ Sie rückte noch näher, überschritt den Intimabstand, doch
ich war zu überrascht und wußte nicht, was ich tun soll. Mich spricht
sonst niemand an, es war also eine recht neue Situation. Ich wirkte wohl
sehr anteilsnahmlos, saß steif da und versuchte, einem Opossum gleich,
tot zu wirken. (Das muß man den Tieren lassen: es funktioniert.)

Im nachhinein gesehen war alles so offensichtlich; es war das, was ich mir
wünschte. Ich hatte mehrere Minuten Zeit zu reagieren, doch ich
verbrachte die Zeit mit Grübeleien, Abwägungen und der Einschätzung der
Situation. Zu dämlich – und deswegen wenigstens auch lustig.

#52


G
Das war wirklich dämlich.


Aber sowas ähnliches habe ich in meiner Frühzeit auch "erlebt".

#53


M
so ein lustiges Erlebnis hatte ich auch mal in jungen Jahren. Da war ich 21 glaube ich.
Ich war in einer Discothek. Da steht am Tresen eine Gruppe junger Männer. Einer davon gefiel mir sehr gut. Ich guckte ihn an, er guckte zurück. Wir guckten so hin und her eine Weile.
Dann, ich war damals mit 2 Bekannten dort, ging ich an den Tresen um Getränke für uns zu holen. 3 Gläser. Die Barfrau gab mir ein Tablett.
Und - unsicher wie noch was - da der Typ ja in der Nähe stand und mir zulächelte, wollte ich total lässig an dem vorbei, ihn anlächeln, mit dem Tablett cool auf der einen Hand balancierend. Tja...ich stolperte und fiel der Länge nach hin. Die Gläser flogen klirrend durch die Gegend und ich hatte mir die Nase blutig aufgeschlagen. Tja...der junge Mann half mir auf, mir wurde schlecht da ich men Blut sah und kippte um.
Aufgewacht bin ich auf einer Bahre. Der Typ war weg. Den sah ich nie wieder komischerweise.
lg
Maya

#54


G
Ooooooooohhhhhhh

Das lief offensichtlich nach "Murphy's Gesetz vom maximalen Schaden"

http://www.scientific.at/jokes/joke-08.htm
http://www.chlhp.de/murphy.php
u.v.a.



Nachträglich herzliches Beileid!

#55


I
Zitat von maya:
Meine Eltern hatten mir verboten Abitur zu machen.

Was war der Grund?

Hat hier jemand "JEHOVA" gesagt??

#56


A
hallo maya,

kann es sein, dass du sehr neugirieg bist und immer wissen willst, wie alles in der welt funktioniert ? also bei mir ist es zumindest der fall. wenn ich mit menschen spreche, dann versuche ich oft sachen zu erklären, anstatt, wie die menschen das machen, spässe zu machen, banale dinge zu dem beobachtetem zu sagen.
würde mich noch interessieren, ob diese neigierde bei dir schon immer war und wie alt du bist. und wo kommst du eigentlich her ?

ciao

#57

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A
Hallo maya,

beim Durchlesen deines postings habe ich mich direkt wiedererkannt! Fast alle deiner Situationsbeschreibungen erlebe ich ähnlich, egal ob im privaten oder beruflichen Kreis.
Einzig meine berufliche "Karriere" ist gegenläufig. Ich bin als Ingenieur beruflich durchaus erfolgreich, wickle für meine Auftraggeber Projekte im mehrstelligen Millionenbereich ab und habe schon allein deshalb viel mit Menschen zu tun.
Trotzdem liege ich privat mit dir auf gleicher Wellenlänge: meine Bekannten habe ich auch über meine Frau kennengelernt, Freunde habe ich in meinem Leben nur sehr wenige gefunden, nach dem Studium habe ich auch den letzten aus den Augen verloren. Ich fühle mich unter Menschen fremd, und wenn ich allein bin, bin ich mir selber fremd. Die meisten Menschen empfinden meine Zurückhaltung als Arroganz, was mir echt zu schaffen macht. Es ist zum aus der Haut fahren.
In jüngeren Jahren hatte sich das zu einer echten Depression entwickelt, die ich zum Glück mit Hilfe einer Therapeutin in den Griff bekommen habe. Aber trotz dieses - ich nenne es "begleiteten Reifungsprozesses" - ist diese Grundstimmung in meinem Leben geblieben.
Ich kann im Zwiegespräch durchaus eine Unterhaltung aufrechterhalten und eine Beziehung entwickeln. Aber in einer Gruppe bin ich verloren. Seit Jahren meide ich daher solche Situationen. Was nicht eben zur Geselligkeit beiträgt.
Jetzt habe ich mich nun entschlossen, etwas zu tun. Ich bin jetzt 41 Jahe alt und kann so nicht weitermachen. Mein Weg hat mich heute abend hier vorbeigeführt, und vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage: du fühlst nicht allein auf diese Art.

Viele Grüße
Michael

#58


S
Hallo alle zusammen,

bin neu hier und wollte mal meine Geschichte erzählen.
Ich habe nur noch Angst.Wenn ich zur Arbeit fahre und dort mich mit einem kollegen unterhalten möchte,bekomme ich schon richtiges herzklopfen.Beim Gespräch habe ich die ganze zeit Angst mir könnte dann nichts mehr einfallen,was ich noch sagen kann,das macht mich dann ganz nervös.Ich bekomme dann richtige Schweißausbrüche auf der Stirn die dann auch sehr unangenehm sind ,weil ja mein gegenüber das auch sieht.Einer hat mich mal darauf angesprochen,dann habe ich einfach gesagt das es hier drin so warm ist.
Ich habe einfach Angst vor Kritik und das ich irgentwas falsch machen könnte.Andere gehen damit ganz locker um aber mir ist das sehr unangenehm.
Ich habe darüber auch noch mit niemanden gesprochen ,weil mir das peinlich ist.
Auch bei Familienfesten habe ich irgentwie Blockaden ganz locker mit Gästen(die ich nicht sehr gut kenne)zu reden.
Dann kommt wieder diese Angst und diese Nervosität mir könnte das Thema ausbleiben.
Ich bin sehr frustriert,weil es mit der Zeit immer schlimmer wird.
Vieleicht hat ja jemand von euch auch solche oder ähnliche Probleme.
Ich kann hier gar nicht alles aufschreiben weil es so viel ist

#59


jadi
hallo wie wäre es mit einer therapie...da lernst du wieder mehr selbstvertrauen....denn das wird dir fehlen.....lg

#60


A


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Dr. Reinhard Pichler
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