Schau ich habe es meinen Eltern vor etwa 10 Jahren mitgeteilt, weil ich dachte dass es Zeit wurde, dass sie auch verstehen lernen, so wie ich es musste, doch schon bald und nach geraumer Zeit später verdrängten sie es wieder, oder vergaßen es und alles kehrte wieder - in den gewohnten Gang - zurück. Deshalb kann es gut sein wenn man es jemanden sagt, da sie aber nie selbst betroffen sein werden, und nicht tagtäglich damit konfrontiert werden, müssen sie es auch nicht in ihre tagtäglichen Situationen mit einplanen.
Sie hatten das Glück nicht mit jenen Gefühlen geboren oder sie in frühester Kindheit erhalten zu haben darüber kann man streiten, was ich jetzt nicht will, weil jene die es haben, es nicht einfach ablegen können, um eine Diskussion zu führen wann jene Eigenschaft wir bekommen haben deshalb empfinde ich keine Wut oder Hass gegen sie, ich kann es nur nicht ab, dass sie immer versuchen so zu tun, als würden sie verstehen und im nächsten Augenblick darf man sich "typische Phrasen" wieder anhören, die jeder von uns kennt.
Also es kann gut oder nicht gut sein, sich mitzuteilen, auszutauschen und vielleicht sind wir deshalb so vorsichtig, so zurückhaltend damit, weil wir schon genügend erlebt haben und endlich einfach unser Leben leben wollen, so wie es alle tun. Manchmal hat man Glück und es findet sich jemand der den Mut und den Verstand besitzt, weiter sehen zu können, selbst wenn er nicht so ist, aber sie sind genauso selten wie wir, unter den Milliarden von Menschen.
Manche können eine Familie aufbauen, manche nicht, kommt wohl darauf an, wie schwer jeder von uns an den Gefühlen, an den Aussagen darüber und sogar an - wie nanntest du das der Ko-Morbidität liegt, mit der man zusätzlich noch klar kommen muss.
Ich habe auch keine, hatte noch nie eine Freundin, noch nie körperlichen Kontakt usw. usf. Na und! Man findet sich damit ab und macht weiter, was bleibt einem übrig. Habe früher öfter den Entschluss gefasst, dass es jetzt reicht, dass ich jetzt endlich damit beginnen werde endlich ein normales Leben zu haben doch leider ist das uns nicht möglich. Wir haben die Aufgabe mit jenen Eigenschaften zu leben, mit ihnen klarzukommen, Tag für Tag, bis ans Ende und wie das aussehen wird, kann sich keiner wirklich vorstellen, weil dies nur zu weiteren Sorgen führt.
Im Februar dieses Jahres war es dann soweit, ich kam ins Krankenhaus, hatte keine Chance mehr davor wegzulaufen, hatte über einen Monat jene Schmerzen ausgestanden, habe Schmerzmittel gefressen wie Smarties, doch alles nutzte nichts und so brachte mich der Rettungswagen ins nächste Krankenhaus.
Nach 6 Tagen ging ich wieder auf eigene Verantwortung nach Hause, weil ich es nicht mehr aushielt, das Schamgefühl, die Angst und vieles andere wurden übermächtig. Doch schon nach 2 Tagen wurde ich erneut mit Blaulicht zurückgebracht, weil mein Leidensweg noch nicht zu Ende war.
Machen wir es kurz, weil ich eh schon einiges geschrieben habe. Ich verbrachte 2,5 Monate im Krankenhaus, wurde 4-mal operiert und selbst der Tod schaute vorbei, doch er nahm mich nicht mit. Nach 5 Wochen verbesserte sich mein Zustand und laut der Ärzte hätte ich bald nach Hause gekonnt, doch dann hatte ich Nierenversagen und bekam eine Lungenentzündung und wurde in ein künstliches Koma versetzt. Laut der Aussage meiner Eltern, später, berichtete der Arzt am 4. Tag, dass sie mich schon aufgegeben hatten, da ich mehr Tod als Lebendig war. Doch ich kehrte zurück. Durfte einige Monate zuhause bleiben, doch im September musste ich erneut ins Krankenhaus, diesmal rief ich gleich an.
Jeder hat sein Scherflein zu tragen, aber solltest du keinen Weg finden es selbst zu beenden, dann nimm all deinen Mut zusammen und beginne schon sehr bald, mit jenen Dingen die uns so schwer fallen und warte nicht, bis dir kein Ausweg mehr bleibt, denn dann bist du vorbereitet und musst nicht mit Findlingen an den Füßen dich über Wasser halten
Auf Bald und gute Nacht
LG Idefix13