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Ich habe auch eine ÄVPS, ich denke die kommt aus der Kindheit Jugendzeit , bei mir hatte es mit Vertrauen zu tu tun, weil ich wenige prägende Erlebnisse hatte mit Erwachsene damals die genügend Positiv waren und auch später kaum, und auch nicht so gute im Berufsleben. Irgend wann habe ich immer schlapp gemacht und wurde krank, so war mein Berufsleben ein wiederkehrender Alptraum, zusätzlich kamen noch die Schmerzen zuerst Fibromyalgien, es dauerte bis ich die Diagnose bekam, hatte aber schon früh angefangen, einfach keine gute Kombination.

Ich hatte immer das Gefühl ich gebe weit über 100% und alles fühlte sich immer wie ein reiner Marathon an und trotzdem reichte es nie, wie wenn man gas gibt mit angezogene Handbremse, so mit bleiben auch Erfolgserlebnisse aus.

Weder konnte ich mich durchsetzen noch über Dinge sprechen die mich störten im Berufsleben als ich Jung war, das hatte ich nicht gelernt, erst mit der Zeit konnte ich auch mal meine Meinung sagen.

Ich habe einiges an Ausbildungen und Weiterbildungen versucht und nicht zu Ende gebracht und einiges habe ich zu Ende gebracht, besonders wenn die Zeit überschaubar war, in einem gewissen Zeitraum gelang mir mehr als in Längeren Zeiträume, hatte wohl wieder mit Durchhalten zu tun und mit Leistungsfähigkeit.

x 2 #61


F
@ Jens
Ok. Logophobie hab ich noch nie gehört. Bei mir sind es neben der PS "nur" Depressionen. Die letzte war eine schwere Episode und seitdem merke ich auch die PS wieder stark. Davor hatte ich es eigentlich gut im Griff.
Mache jetzt seit kurzem auch wieder Verhaltenstherapie und hoffe dass es mir erneut hilft.
Wann hast du deine Diagnose bekommen und wie geht es dir aktuell damit?

x 3 #62


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ÄVPS - Ich bin langsam am Ende

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F
Hallo Elemente, schön auch eine weibliche Person mit der PS kennenzulernen. Hört sich aber nicht so toll an was du schreibst. Ich denke bei mir ist die PS angeboren. Ich habe weder in der Kindheit noch in meiner Jugend schlechte Erfahrungen mit anderen gesammelt.

x 2 #63


E
Zitat von Fina2:
Hallo Elemente, schön auch eine weibliche Person mit der PS kennenzulernen. Hört sich aber nicht so toll an was du schreibst. Ich denke bei mir ist die PS angeboren. Ich habe weder in der Kindheit noch in meiner Jugend schlechte Erfahrungen mit anderen gesammelt.

Leider war meine Kindheit sehr Prägend und später als Junge Erwachsene musste ich halt selber schauen wo ich bleibe, ich wusste da noch kaum etwas darüber, hatte auch in meinem jungen Erwachsenen Leben das erste mal mit Panikattacken zu kämpfen, in der Kindheit mit Bauchschmerzen und flaues Gefühl im Magen. Ich konnte durch meine Ängste manch mal in der Kindheit auch nicht Authentisch sein weil ich oft aufgepasst habe was ich sage und wie ich ein Gespräch dann lenken kann um andere zu besänftigen, da ich kleinste Unterschiede bereits gut Registrierte und das aus reinem Selbstschutz, also habe ich Konfrontationen vermieden aus Angst oft gegenüber Erwachsenen, aber ab und an auch gegenüber von gleichaltrigen oder etwas älteren.

Ich wusste nicht, dass so was auch Angeboren sein kann, vielleicht wenn man empfindlicher ist auf die Außenwelt und Mitmenschen denke ich.

x 3 #64


F
Und wie kommst du aktuell zurecht Elemente? Fibromyalgien ist ja auch eine ziemlich heftige Erkrankung. Hoffe du hast nicht auch noch so viele andere Diagnosen.

#65


Wildrose
Zitat von Fina2:
Ich denke bei mir ist die PS angeboren.

Hallo, das könnte bei mir auch ähnlich sein.
In der Reha waren die Psychotherapeuten ganz ' verzweifelt ', weil sie keine Ursache finden konnten und gingen deshalb bis zu den Urgroßeltern zurück, zu denen ich aber wenig sagen konnte, weil ich sie nie kennengelernt habe.
Das hat dann auch wenig gebracht.
Jedenfalls war ich schon als Grundschulkind sehr schüchtern und
nicht schlagfertig.
Dadurch war ich später dann ein ideales Opfer für Mobbing.

x 2 #66


J
@Fina2 Ich sehe gerade, dass ich hier schon mal was reingeschrieben habe, ist aber schon 1 Jahr her. Ich sehe auch, dass Idefix dasselbe hat: Stottern. Das ist bei mir der Knackpunkt. Ich hab das seit meiner Kindheit, mit der Pubertät hat sich das fast komplett aufgelöst. Dann mit 20 der Rückfall und die eingesetzte Vermeidung deswegen. Daraus entstand alles Weitere. Therapien haben mir nicht geholfen, egal ob Psychotherapie oder Logopädie. Jetzt habe ich auf noch familiäre Probleme und Probleme mit lauten Nachbarn die neu eingezogen sind. Vorher 7 Jahre eine schöne Ruhe in meiner Wohnung, die mir als Rückzugsort diente: Tür zu, Affe tot. Das ist vorbei Jetzt löst der ganze Stress noch Augenmigräne aus, ich kriege Kopfschmerzen, Sehstörungen, jetzt sogar mit Tunnelblick auf einem Auge, dass man denkt man erblindet. Das andere was ich habe, Lichtblitze, Doppeltsehen, ist da nichts gegen. Ich müsste zum Augenarzt, die Augen haben nachgelassen. Durch Stress wird die Schärfe eh schlechter und die Konzentration ist dahin. Jetzt habe ich mal Ruhe und kann was schreiben und lesen, unter dem Stress mit dem Nachbarn geht beides nicht. Ich liege deswegen viel mit Ohropax auf der Couch, habe abgenommen und die durch Sport aufgebauten Muskeln wurden natürlich als Erstes abgebaut und das wirklich schnell. Den Augenarzt meide ich, wegen der Leute. Mein Leben besteht nur aus Vermeidung, deswegen habe ich es auch vermieden zu leben. Die Depressionen wurden schon sehr stark. Letztes Jahr Ende Dezember stand ich schon auf der Fensterbank, dieses Jahr probierte ich mal den Strick an der Türklinke. zwinkernDie Diagnosen habe ich mit 27 bekommen, ich bin aber auch erst spät in Therapie, sonst wäre das früher passiert. Momentan habe ich mein Antidepressivum erhöht ohne Rücksprache. Ich mache das immer so. Die Medikamente nehme ich jetzt durchgehend seit 16 Jahren. Waren bestimmt an die 10 oder 12. Benzos hatte ich auch: Xanax. Die Wirkung lässt direkt nach der 1. Einnahme nach. Es ist wie bei einer Dro., die Dro. sorgt dafür, dass für einen kurzen Moment alles an Glückshormonen ausgeschüttet wird. Ist der Zustand vorbei, ist das Hirn leer und man fällt für 2-3 Tage in ein Loch, das muss ja alles erst mal wieder nachproduziert werden. Deswegen und wegen der Abhängigkeit die entstehen kann, habe ich es nicht mehr genommen und weggeschmissen. Mein Psychiater hat mir mal den sozialpsychiatrischen Dienst empfohlen, da habe ich jetzt einen Termin.

x 2 #67


F
Hallo Wildrose,
Ja, ich war auch schon immer zurückhaltend und sehr sensibel.
Was für eine Reha war das wenn die das so genau wissen wollten? Gibt es eigentlich spezielle Kliniken die auf diese PS spezialisiert sind?

x 1 #68


E
Zitat von Fina2:
Und wie kommst du aktuell zurecht Elemente? Fibromyalgien ist ja auch eine ziemlich heftige Erkrankung. Hoffe du hast nicht auch noch so viele andere Diagnosen.

Depression als Begleiterkrankung, Fibromyalgien ist leider sehr schmerzhaft wenn sie sehr Aktiv ist, ich muss auch immer schauen dass ich meine Muskeln nicht zu sehr strapaziere weil es die Schmerzen fördert. Arthrose halt noch das wurde zu spät diagnostiziert für mein empfinden, da habe ich leider auch Schübe die unterschiedlich lange andauern können.
Ich habe einfach oft Konzentration Schwierigkeiten, ich bin sehr chaotisch in Abläufen und ich muss meine Gedanken manch mal sortieren weil ich gefühlt gleichzeitig an so vieles denke oft sprunghaft wenn es hoch kommt, auch Vergesslich.
Ich habe sonst meine geregelten Abläufe die ich benötige, die geben mir Halt.

x 1 #69


Burn
Zitat von Jens870:
@Fina2 Ich sehe gerade, dass ich hier schon mal was reingeschrieben habe, ist aber schon 1 Jahr her. Ich sehe auch, dass Idefix dasselbe hat: ...

Ok krass das du einfach so nach 16 Jahren alles wegschmeißen konntest. Das schaffen die wenigsten ganz im Gegenteil.
wie ist dir das denn gelungen?

x 1 #70


Wildrose
Zitat von Fina2:
Hallo Wildrose, Ja, ich war auch schon immer zurückhaltend und sehr sensibel. Was für eine Reha war das wenn die das so genau wissen wollten?

Das war keine spezielle Reha, einfach eine medizinisch - psychosomatische Reha von der Rentenversicherung initiiert, um meine Leistungsfähigkeit abzuklopfen.
Einzelpsychotherapie gab es auch nur eine Stunde pro Woche, ansonsten viel Gruppensport.... leider wurde meine Therapeutin schon nach einer Woche dauerkrank und mit der anderen wurde ich nicht recht warm...sie wusste mit mir auch nicht recht was anzufangen.
Ich bin eben im Umgang auch unauffällig, mache alles im Tagesplan mit, bin pünktlich, höflich, interessiert und zugänglich.
Schwierig, diese jahrelang aufgebaute Schale zu knacken.
Es merkt ja keiner die ständige Anstrengung, die das alles kostet.

x 2 #71


J
@Burn Ich meinte die Xanax. Die Antidepressiva nehme ich ja weiter.

#72


F
Hallo Jens,
Danke für deinen langen Beitrag! Oh man, das ist echt ätzend wenn man in seiner Wohnung keine Ruhe mehr hat. Schrecklich.
Es tut mir leid wenn du schreibst dass du nicht mehr leben wolltest aber ich kann es gut nachvollziehen.
Ich habe auch schon seit meiner Kindheit Gedanken daran und jetzt durch die schwere Episode hat sich das nochmal arg verschärft. Bei mir sind es meine beiden Schwestern die mich am Leben halten.

x 3 #73


Idefix13
Zitat von Fina2:
Kennst du denn noch andere Foren für Menschen mit PS?

Kannte einige, doch 3 der vier haben ihre Tore geschlossen.
Und das Vierte hat auch schon ein breites Spektrum und doch liegt der Schwerpunkt auf DIS und kPTBS.
Laut Forenregeln kann ich dir aber dieses nicht öffentlich. mitteilen.
Nur per PN.

Nun wenn ich vom Schlafzimmer in die Küche wandere und dann noch ins Bad, hab ich Schmerzen und bin erschöpft.
Bin seit fast zwei Jahren nicht mehr vor der Türe gewesen. Da der Wohnblock so blod geschnitten ist, dass man keinen Fahrstuhl hinterher einbauen kann, muss man alles zu Fuß erledigen. Wohne im dritten Stock von Fünf.

Zitat von Jens870:
sozialpsychiatrischen Dienst

Der hat mir früher sehr geholfen, weil jener mit mir hingegangen ist. Zu Arztterminenk Behördengänge und mehr. Aber ich weiß natürlich nicht wie das jetzt aussieht. Da die Regierungen ja immer mehr dieser Sozialleistungen streichen und es dadurch immer schwieriger wird..

x 4 #74


RainmanX
Hab die Vermutung auch schon seit vielen Jahren, aber wurde bei mir noch nie wirklich eindeutig diagnostiziert, meistens ging es nur um "Nebenschauplätze", der Klassiker vor allem "Sozialphobie", bin aber eigentlich kein typischer Phobiker. Vieles bei mir weist darauf hin, führe ein extrem zurückgezogenes Leben, kann Menschenansammlungen und fremde Menschen generall nur schwer bis gar nicht ertragen (hängt natürlich vom Einzelfall ab), bin empfindsamer, nachdenklicher und tiefgründiger als die allermeisten Menschen, und kämpfe natürlich mein ganzes Leben mit tief verankerten Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen (trotz verschiedenster Therapien). Ich kann mich eigentlich an keinen Moment im Leben erinnern, an dem ich wirklich mit mir selbst "zufrieden" war..

Das Schlimmste daran ist aber die Einsamkeit, ich würde mir nichts auf dieser Welt mehr wünschen, als jemand zu haben, zu kennen, der selber davon betroffen ist (leider gibt es hier kaum Österreicher). Denn nur solche Menschen können überhaupt annähernd verstehen, was für ein knallhartes und bedrückendes Leben man führen muss, alle anderen Menschen haben schlichtweg keine Ahnung davon und können es sich nicht mal annähernd vorstellen..auch mein derzeitiger Therapeut ist in der Hinsicht eigentlich komplett ahnungslos..

x 4 #75


Malin2
@RainmanX das niemand versteht wie es ist mit solchen Problemen leben zu müssen, macht es alles noch schwerer. Für mich war es der Grund sich immer weiter zu isolieren. Ich glaube nicht mehr das eine Therapie viel ändern kann.

x 2 #76


RainmanX
Zitat von Malin2:
@RainmanX Ich glaube nicht mehr das eine Therapie viel ändern kann.


Das versuche ich meinem Therapeuten auch immer wieder zu verdeutlichen..aber der versteht das einfach nicht, weil er die Tragweite und den Schweregrad einer solchen Persönlichkeitsstörung nicht wirklich realisiert..die wenigsten Psychotherapeuten können m.E. nach adäquat damit umgehen..fühlt sich an, wie ein ständiges sinnloses Gerede über mannigfaltige Symptome, ohne jemals die eigentlichen Ursachen wirklich in Angriff zu nehmen..

x 2 #77

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RainmanX
Zitat von Malin2:
@RainmanX Ich glaube nicht mehr das eine Therapie viel ändern kann.


Gelöscht wegen Doppelpost..

#78


F
@Idefix13
Danke Idefix!
Hatte gehofft in anderen Foren noch mehr Menschen mit ÄVPS zu treffen. Aber es haben sich ja jetzt hier schon eine Menge gemeldet. Das freut mich sehr. Was ich hier aber gar nicht mag ist die viele Werbung hier.
Oh man, das ist natürlich heftig wenn du aufgrund der körperlichen Erkrankung nicht mehr vor die Tür kannst.

x 2 #79


F
Mich würde mal interessieren, was euch bezüglich der PS am meisten belastet?
Bei mir sind es die Minderwertigkeitsgefühle und das ständige Hadern mit meinem Aussehen.

#80


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Dr. Reinhard Pichler
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