Zitat von Erdbeermuffin: Diese ständigen Vergleiche von Außenstehenden, à la „Ich kenne jemanden, der die gleichen Diagnosen wie du hat und der schafft es auch, arbeiten zu gehen. Wer will, findet Wege und wer nicht will, findet eben Gründe.“
Ich kenne es auch anders herum. "Na, wenn du arbeiten gehen kannst, dann kann es aber nicht so schlimm sein!" Was totaler mist ist. Es gibt viele Tage, an denen ich denke, ich schaffe es nicht mehr und an denen ich mich vor der Arbeit richtig schlecht fühle. Aber jeder kämpft sich auf seine Weise durch.
Mein Mann hatte die volle EM Rente, ist aber erst wenige Stunden arbeiten gegangen und dann hat er sich freiwillig auf die halbe Rente setzen lassen, weil er gemerkt hat, dass die Beschäftigung ihm gut tut und die Depressionen besser wurden.
Mit meinen Diagnosen würde ich wohl auch eine Rente bekommen, aber ich beantrage sie nicht, da sie sowieso zu wenig wäre (aktuell 213 Euro) und ich merke, dass mir das Arbeiten auch bei meinen psychischen Problemen hilft.
Von daher, niemand steckt im anderen drin und jeder macht es auf seine individuelle Art und Weise.
Nerven tun mich nur Vergleiche mit anderen.