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B

Beobachter
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Hallo

In unserer heutigen Zeit vergessen wir oft, welches Fest wir
eigentlich wirklich an Weihnachten feiern.

Allzuoft sind wir zu sehr mit uns selber, unseren eigenen Pro-
blemen, oder einfach nur mit Einkaufsstress, Plätzchen- und
Kuchenbacken, oder Baumschmücken für den bevorstehenden
Familienbesuch beschäftigt.

Und obwohl ich selber ein ungläubiger Atheist bin, möchte ich
daher an dieser Stelle einmal an das eigentliche Weihnachten
erinnern :

Vor über 2000 Jahren wurde ein Mensch geboren, der mit offen-
en Augen und Ohren, sehend, hörend, denkend und fühlend,
durch die Welt gegangen ist. Er hat Missstände und falsche Pro-
pheten erkannt, und er hat diese Erkenntnis laut ausgesprochen.
Und dafür haben ihn später die vermeintlich Mächtigen an das
Kreuz genagelt.

An Weihnachten feiern wir den Geburtstag dieses aufrechten
und mutigen Menschen.

Und jeder, der diesen Geburtstag mitfeiert, sollte aus Achtung
vor diesem Menschen ebenfalls bereit sein, mit offenen Augen
und Ohren durch die Welt zu gehen, und mutig seinen Mund
aufzumachen, wenn ihm Übel aller Art begegnet.

Danke für das aufmerksame Lesen, Beo

17.12.2013 x 3 #1


28 Antworten ↓
P

Patrizia1964
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Zitat von pumuckl:
Es mag viele geben, die jedes Jahr 100 Euro in die Dritte Welt schicken. Aber während sie mit ihren eigenen sündhaft teuren Konsumgütern nach Hause schleppen, merken sie gar nicht, dass nebenan vielleicht eine arme Rentnerin lebt oder eine alleinerziehende Mutter und das in Altenheimen bedürftige Bewohner leben, die ihre ganze Rente für den Heimplatz (Doppelzimmer versteht sich) abgeben müssen und nur ein Taschengeld von 80-100 Euro erhalten. Wovon sie, wenn sie keine Verwandten haben, auch Kleidung bezahlen müssen. Da bleibt nach harter Arbeit im Alter nichts. Außer noch schlechte Behandlung.


Hallo Pumuckl,
du hast sicher recht in deinen Ausführungen. Es wäre wünschenswert nicht die Augen vor dem alltäglichen "Leid" der Menschen in der nächsten Umgebung zu verschließen. Doch wo fängt man an und wo hört man auf?. Ich bspw. habe einen vollzeitjob mit Anfahrt und Rückfahrt zur Arbeitsstelle von jeweils einer Dreiviertelstunde. Wie sollte ich da auch noch einige Stunden aufbringen um evtl. einer bedürftigen Nachbarin (die es in meiner Nachbarschaft gottseidank nicht gibt) zu helfen? Ich habe noch einen pflegebedürftigen Vater, den ich soweit es geht mehrmals wöchentlich besuche und mich an den Wochenenden verstärkt kümmere. Wenn man zeitlich nicht viel machen kann, da ist es doch durchaus sinnvoll einer caritativen Einrichtung Geld zu spenden bevor man gar nichts tut? Und wenn man das ganze mal genauer betrachtet: Viele Leute schaffen es doch nicht mal mehr sich um die alten Eltern zu kümmern. Die werden doch lieber in Heime abgeschoben und noch ein Batzen dazubezahlt, weil die Rente des Vaters oder der Mutter für die Heimkosten nicht ausreicht und da die lieben Eltern ja gut aufgehoben sind reichts doch wenn man sie einmal im Jahr an Weihnachten besuchen kommt.
Sich hier zu engagieren, das wäre gelebte Nächstenliebe sich um die tatsächlich Nächsten in der Familie zu kümmern.

14.12.2013 14:50 • #24


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A


Wahrhafte Weihnachten

x 3


P

Patrizia1964
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Hallo Pumuckl.
Als ich in der Grundschule war wurde noch eifrig mit dem "Tatzenstecken" auf kinderhände eingeschlagen und beim kommunionunterricht wurden "Watschen" grosszügig verteilt.
Ich will ja gar keine Kritik an derlei Erziehungsmethoden üben, dazu war das Elternhaus fast genauso streng und der Lehrer und der Pfarrer waren Respektspersonen. Aber was unter dem Deckmäntelchen vertuscht wurde ist haarsträubend. Ich kritisiere keinen Priester der sich der Liebe hingibt aber dann sollte es auch offen zugegeben werden und nicht so scheinheilig verleugnet werden. Es gibt ja sogar evangelische Priester mit Familien die irgendwann zum katholischen Glauben konvertiert sind und durch die unauflöslichkeit des Sakramentes der Ehe mussten sich diese Priester nicht scheiden lassen. Es geht also doch.......
Der zölibat ist immerhin eine Eigenerfindung der Kirche und diente im mittelalter dazu, dass kein Erbe an priesterliche Nachkommen gefallen ist sondern schön brav im Schoß der Kirche verblieben ist. Genauso wie Hexenverbrennung nur der Bereicherung der Kirche diente. Es wurden mehr männer als frauen verbrannt weil die ganz zufällig mehr Geld hatten.
Ich willl nicht alles verdammen was die Kirche tut oder getan hat, aber die Qualität der Priester im seelsorgerischen Bereich hat stark abgenommen.
Mir kommt es fast so vor, als ob die Kirche jeden zum Priester weiht, der nicht ganz verblödet ist und es bis zum Abitur geschafft hat, notfalls gibt es ja diese sogenannten Einrichtungen für Spätberufene, da kann auch ein Hauptschüler noch schnell das Abitur nachmachen um Theologie zu studieren.

17.12.2013 13:05 • #29


Zum Beitrag im Thema ↓


C
Sehr schoen Beo da hasst du sehr wahre beruehrende Worte gesprochen

finde es auch alles stark ueberzogen in der Weihnachtszeit alles nur auf Kommerz aus
zuviel Berichte auf Familiensinn Gemeinschaft das ist fuer die die alleine sind besonders schlimm
man sollte Freunde Familie das ganze Jahr schaetzen und nicht nur zu dieser Zeit
ist doch oft dann nur gefaked5
Geschenke mach ich auch lieber dann wenn man weiss das sich derjenige darueber freut
und mache es nicht an einzelnen Tagen fest.

lg cooky

#2


M
Danke Beo, so ist es!

#3


P
Das hast du schön geschrieben. An Weihnachten sollte jeder an andere denken und an seine Nächsten und nicht an protzige Geschenke. Besinnlich und geruhsam im eigentlichen Sinne ist ja leider kaum noch etwas.
Das sieht man auch immer wieder an den Umfragen im Fernseh. Wo Leute Fragen zu Feiertagen beantworten sollen. Viele Passanten wussten gar nicht, was genau gefeiert wird und warum.

#4


B
Jupp, aber es sollte bei diesem Fest nicht nur um das Denken gehen,
sondern auch um das achtsame Hören und Sehen (sowohl im Kreise
der Allernächsten -falls vorhanden-, als auch darüber hinaus).

Und Besinnlich ja, aber von Geruhsam hat Jesus nichts gesagt . . . habe eine Idee

#5


K
Kommerz hat er auch nicht gemocht. Bin ja nicht sehr bibelfest, aber hat er nicht Händlern die Tische umgeschmissen, die sie vor dem Tempel aufgebaut haben ? Da war doch was.... kichern

#6


B
Jupp, am Vortag des Paschafest in Jerusalem.
(Die Tische der korrupten Geldwechsler)

Kurz danach hat man ihn verhaftet, und danach
(zu Ostern) an das Kreuz genagelt.

#7


M
^^ Recht hat er gehabt Smile

#8


K
Er hat in sehr vielen Punkten Recht gehabt. Man denke an seine Forderung nach Gewaltlosigeit und Frieden ( sie Mohammed aber auch gestellt hat ). Nur - was hat es genützt ? Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte von Gewalt und Krieg - bis heute.

#9


B
Ich sage es einmal so :

Die Geschichten von Gewalt und Krieg, sind oft eigentlich
Geschichten vom Wegsehen und von der Gleichgültigkeit.

Stelle dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin ...

Stelle dir vor es herrscht Unrecht, und alle heben den Finger ...

x 1 #10


K
Ich bin da pessimistisch. Seit gut 2000 Jahren, mal ganz grob geschätzt, Krieg, Völkermord, Gewalt....dass wird sich nicht ändern. Hat der olle Freud mit seinem Postulat vom "Todestrieb" am Ende doch Recht ?

#11


B
Erste dokumentierte Kriege waren schon vor etwa 5000 Jahren.

Aber auch schon da haben nicht nur die Soldaten gekämpft, son-
dern auch die Massen geschwiegen ...

Zitat von Kater Carlo:
Hat der olle Freud mit seinem Postulat vom "Todestrieb" am Ende doch Recht ?


Wer weiss, wer weiss . . .

#12


M
Der Todestrieb bezieht sich allerdings auf die Rückführung der eigenen Person in einen anorganischen Zustand.
Nicht auf Aggression nach außen

Ich bin fester Anhänger der Freudschen Entwicklungstheorie und seiner Instanzlehre meine lieben Wink

"Der Jesus wurde zum Dank für seine guten Taten getötet" grübelte ich oft als Kind....da dacht ich mir schon dass wohl die meisten Menschen undankbar und respektlos sind.

Wär ich wohl lieber mal bei dieser Einstellung geblieben, das hätte mir viel Kummer erspart

#13


K
Eros und Destrudo, Ich, Es und Über-Ich.....bin alles andere als ein Freud-Kenner, aber da ist sicher was dran...

#14


P
Wo findest du bloß immer solche Videos, Beo?!

#15


B
Zitat von pumuckl:
Wo findest du bloß immer solche Videos, Beo?!


Das hat mir einmal ein sehr frustrierter Mensch gepostet ....

Ich denke, der Todestrieb (falls es ihn wirklich gibt) ist ein
Überbleibsel aus der Entwicklungsgeschichte.
Früher war es für eine Gruppe Menschen nicht Artförderlich,
wenn einzelne Mitglieder sehr alt geworden sind.

Und wenn ich mir derzeit die Rentendebatten im Bundestag
anhöre, dann kann man fast glauben, dass diese Zeiten bald
wiederkommen ...

#16


P
Wie wir dieses Fest nennen und welcher Religion wir angehören oder nicht angehören spielt eine untergeordnete Rolle. Es geht darum sich zu besinnen auf die wirklich wichtigen Werte im Leben. Leider schaffen wir das während des Jahres nicht mehr oder viel zu selten. Diese Tage der Besinnung sollte man nicht mit Oberflächlichkeiten füllen. Wir schaffen es wohl nicht mehr uns dem Kommerz und Konsum zu entziehen und wir werden auch den Kindern nicht klar machen können, das Geschenke oberflächlich sind. Sich hinzustellen und zu sagen: "Dieses Jahr haben wir das Geld für Geschenke an arme Menschen in den Entwicklungsländern gespendet", wird kein Leuchten in den Kinderaugen hervorrufen. Aber man kann sich trotz Werbung und Kaufzwang bremsen. Es gibt auch noch Tage NACH dem Fest.
Was die Welt im Ganzen angeht, so haben wir kaum Einfluss auf die Entwicklungen in Politik und Wirtschaft. Solange es Menschen und Ungleichheit gibt, wird es auch Kriege, Hass und Gewalt geben. Aber der Frieden sollte ein kleines bisschen im eigenen Herzen anfangen. Ich bin auch kein großer Anhänger der Katholischen Kirche aber wenn es eine Veränderung zum Guten gibt, dann macht es uns dieser neue Papst Franziskus vor wie es gehen kann.
Ich wünsche ihm viel Kraft und Gesundheit für diese schwere Aufgabe.

#17

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P
Öhm ja. Leute, die vor oder kurz nach der Rente abnippeln, sind dem Staat natürlich am Liebsten. Dummerweise werden die, die am meisten vom Staat bekommen, aber am ältesten.

Jeder kann etwas tun, Patrizia und dafür müssen wir nicht in die Entwicklungsländer schauen. Deutschland kann nicht den Rest der Welt retten. Vor der eigenen Tür muss man anfangen. Und das machen leider, wie ich gestern mal wieder gemerkt habe, viel zu wenige Leute. Bzw. sie sind einfach nicht dazu bereit. Das hat mich sehr traurig gemacht. Schon vor den Nächsten (Nachbarn etc.) sind die Augen verschlossen.
Es mag viele geben, die jedes Jahr 100 Euro in die Dritte Welt schicken. Aber während sie mit ihren eigenen sündhaft teuren Konsumgütern nach Hause schleppen, merken sie gar nicht, dass nebenan vielleicht eine arme Rentnerin lebt oder eine alleinerziehende Mutter und das in Altenheimen bedürftige Bewohner leben, die ihre ganze Rente für den Heimplatz (Doppelzimmer versteht sich) abgeben müssen und nur ein Taschengeld von 80-100 Euro erhalten. Wovon sie, wenn sie keine Verwandten haben, auch Kleidung bezahlen müssen. Da bleibt nach harter Arbeit im Alter nichts. Außer noch schlechte Behandlung.

#18


B
Zitat von Patrizia1964:
Ich bin auch kein großer Anhänger der Katholischen Kirche aber wenn es eine Veränderung zum Guten gibt, dann macht es uns dieser neue Papst Franziskus vor wie es gehen kann.
Ich wünsche ihm viel Kraft und Gesundheit für diese schwere Aufgabe.


Ich bin zwar "evangelischer Atheist", aber diesen Sätzen stimme ich voll zu.

Papst Franziskus macht auch auf mich den Eindruck, als ob sich erstmals
nicht nur die Kirche positiv verändern kann, sondern auch wieder auf die
Welt geachtet wird.
Er erhebt tatsächlich den Zeigefinger und das Wort, wenn er die Fehlent-
wicklungen unserer heutigen Zivilisation wahrnimmt.

#19


P
Ich finde ihn auch toll. Wollen wir hoffen, dass er nicht recht schnell "beseitigt" wird. Er ist mit Sicherheit vielen im Vatikan ein Dorn im Auge.

#20


A


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