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Kruemel_68
Zitat von cats49:
Ja,genauso ist es. Ich war in einer Minigrundschule mit nur wenigen Lehrern in meinem
Stadtteil wo es sehr spielerisch und ohne jeden Leistungsdruck zu ging.
Die Folge,ich bin im 1. Jahr auf dem Gymnasium,plötzlich jeden Tag 6. Stunden,niemand hat
sich in dem Massenbetrieb mehr für einen interessiert,krachend gescheitert,sitzen geblieben
und musste auf die Realschule wechseln.

Ich bin damals auch von unserer kleinen Dorf-Grundschule auf das Gymnasium in der "großen" Stadt mit über 1.000 Schülern gekommen. In jeder Klasse waren dort 35 Kinder und in jeder Stufe 4 Parallelklassen. Ich bin dort am Anfang auch völlig abgeschmiert und wurde gemobbt, weil wir nicht so viel Geld zur Verfügung hatten und in meiner Klasse fast ausschließlich Unternehmer-, Lehrer- und Beamtenkinder aus der Stadt waren. Es war keine einfache Zeit für mich. Aber ich habe mich irgendwie durchgebissen und später in der Oberstufe, als der Klassenverband aufgelöst wurde, konnte ich mir Freunde aus den anderen Klassen suchen. Die letzten 3 Jahre war es dann wesentlich angenehmer für mich.

#21


Sonja77
Also davon,Kinder in Watte zu packen halte ich auch nichts….denn das bringt dem Kind nichts….es ist nunmal die traurige aber ehrliche Wahrheit dass das Leben immer härter und die Schule immer schwerer und schwerer wird,das ist nunmal so…..ich weis nicht wie es in Deutsch ist deshalb erlaube ich mir auch kein Urteil darüber….aber hier in der Schweiz ist der Leistungsdruck in der Schule extrem stark und knallhart und nur die Besten kommen weiter…hier fängt es bereits in der 4klasse an mit dem enormen Druck und das immer und immer mehr leisten zu müssen und wer da nicht mitkommt hat blöd gesagt verloren im späteren Leben

Jedoch finde ich persönlich eine Montessori Schule nicht in Watte packen…Aber wer hat schon zwischen 2000 bis 3000 Euro pro Monat um das zu bezahlen

Aber ja
Man kann sich dagegen wehren und sträuben und es schrecklich finden und zum Teil werden die Kinder unter dem massiven Druck psychisch krank gemacht das. Ist so
Aber ändern können wir es nicht
Nur die besten kommen weiter und leider sollte man das seinen Kindern ab einem gewissen Alter auch lernen

#22


A


Unsicher bei der Schulform Erfahrungen gesucht!

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User_0815_4711
Zitat von Kruemel_68:
nd in meiner Klasse fast ausschließlich Unternehmer-, Lehrer- und Beamtenkinder aus der Stadt waren. Es war keine einfache Zeit für mich.

Das kenne ich.
Die erste Klasse waren fast alle anderen besser, weil ich aus einer schlechten Schule kam,aber ich schaffte sie ohne besondere Zusatzprüfungen.
Die zweite ging schon besser.
In der dritten begann ich die "Hochnäsigen" zu überholen.
Von der 4. und 5. reden wir gar nicht mehr, da gab ich manch "Hochnäsigem" in den Spezialfächern Nachhilfeunterricht...
Es war aber eine berufsbildende Schule.

x 1 #23


C
Danke euch allen für die vielen unterschiedlichen Perspektiven – hilft echt, das Ganze etwas einzuordnen 😊

Ich merke gerade, dass sich ein paar Dinge bei mir langsam „setzen“:

Zum einen scheint sich ja wirklich vieles um das Kind selbst zu drehen – Lerntyp, Charakter, Bedürfnisse. Das wurde jetzt von mehreren von euch bestätigt.

Und gleichzeitig liest man auch immer wieder, wie extrem viel von Lehrern und Umfeld abhängt… was man halt vorher kaum beeinflussen kann.

Das macht die Entscheidung irgendwie gleichzeitig einfacher und schwieriger 😅

Die kritischen Stimmen zu Montessori/Waldorf finde ich auch spannend – gerade was „Vorbereitung aufs echte Leben“ angeht. Auf der anderen Seite gibt es ja auch genug positive Beispiele, wo Kinder genau in solchen Systemen aufblühen.

Wahrscheinlich liegt die Wahrheit, wie so oft, irgendwo dazwischen.

Ich versuche gerade, mir selbst ein bisschen den Druck rauszunehmen und das Thema eher als Prozess zu sehen – also anschauen, vergleichen, Bauchgefühl + Kind beobachten.

Zum Einlesen fand ich das hier ganz hilfreich, weil es das Montessori-Konzept relativ neutral erklärt:
https://selvaro.de/blogs/magazin/was-ist-montessori

Und hier auch noch eine zweite Seite, die verschiedene Schulformen gegenüberstellt:
https://www.schulministerium.nrw/schulformen

Am Ende nehme ich für mich gerade mit:

Perfekt planen kann man es sowieso nicht – aber man kann sich gut informieren und dann eine bewusste Entscheidung treffen.

Danke euch auf jeden Fall für den Input 🙂

x 1 #24


Saina91
Zitat von Kruemel_68:
Es ist wie überall im Leben - wie man in den Wald herein ruft, so schallt es auch heraus.

Also das sehe ich nicht so. Meine Bekannten waren sehr freundlich und die Lehrerin hatte einfach extreme Ansprüche oder Vorstellungen.

Und ich bin selbst mit einer sehr strengen Klassenlehrerin aufgewachsen, die die Schüler, inklusive mir, vor allen schikaniert hatte. Sobald man was snicht konnte, war man fällig. Ich und andere gingen jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Schule, manche wechselten die Klasse. Keinen interessierte das. Leistungsdruck geht ja über alles 🤢 Durch Angst und Druck wird man nicht erfolgreich, sondern gelähmt.

#25


Islandfan
Ich kannte einige Eltern, die sich wahnsinnig bei der Suche nach der Schule gemacht haben, das war wochenlang Thema Nummer eins.
Zitat von Kruemel_68:
Ich persönlich bin kein Freund von Montessori oder Waldorfschulen. Das ist in meinen Augen ein in sich geschlossenes System, welches die Kinder nicht auf die Realität im späteren Leben vorbereitet. Mir war es immer wichtig, dass mein Sohn später einmal im Leben zurecht kommt. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, und wer im späteren Leben in Ausbildung und Studium bestehen will, muss auch in der Schule schon einen gewissen Leistungswillen entwickeln.

Sehe ich auch so. Montessori ist schon interessant, aber vielleicht auch nicht dienlich im Hinblick auf die Realität. Waldorf ist arg ideologisch und zieht auch ein bestimmtes Klientel an Eltern an.
Ich bin überzeugt, dass ein Kind erst mal unbefangen in die Schule geht, meistens jedoch die Überforderung der Eltern bei der Suche schon im Vorfeld negativ erlebt. Heute wird zu viel organisiert. Auch neben der Schule gibt es zu viele Termine für die Kinder, was ich schade finde. Kinder haben heute selbst Freizeitpläne, bei denen einem schwindelig wird.
Kinder sollten sich ausprobieren dürfen, auch scheitern dürfen, weil Scheitern auch ein wichtiger Lernprozess sein kann, der im besten Fall auch zu mehr Motivation führen kann.
Eltern kann man nur empfehlen, dem Kind den nötigen Freiraum zu geben, selbst Interessen zu entwickeln anstatt dass sich Eltern ihre Träume auf den Schultern der Kinder realisieren.

x 2 #26


Islandfan
Zitat von Saina91:
Und ich bin selbst mit einer sehr strengen Klassenlehrerin aufgewachsen, die die Schüler, inklusive mir, vor allen schikaniert hatte. Sobald man was snicht konnte, war man fällig. Ich und andere gingen jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Schule, manche wechselten die Klasse. Keinen interessierte das. Leistungsdruck geht ja über alles Durch Angst und Druck wird man nicht erfolgreich, sondern gelähmt.

Ein gewisser Druck ist nicht das schlechteste, ein guter Lehrer beherrscht das ohne dass er schikaniert. Diese ganze laissez faire Erziehung hat in Studien belegt, dass das keine gute Erziehungsmethode ist. Kinder brauchen Regeln, an denen sie sich orientieren können.
Es gab auch Versuche, in denen man keine Noten für Leistungen vergab und man stellte fest, dass sich die Schüler Noten wünschten, damit sie ihre Lernfortschritte besser einschätzen und daran arbeiten konnten.

#27


Kruemel_68
Zitat von Islandfan:
Es gab auch Versuche, in denen man keine Noten für Leistungen vergab und man stellte fest, dass sich die Schüler Noten wünschten, damit sie ihre Lernfortschritte besser einschätzen und daran arbeiten konnten.

Ein absolut katastrophaler Ansatz in meinen Augen. Ich kann nur hoffen, dass sich das nicht durchsetzt. Wie Du schon sagst - man braucht ein Raster, damit man sich selbst einschätzen kann. Ohne Benotung würden wir uns eine absolut unfähige Generation heranziehen.

x 1 #28


Saina91
@Islandfan

Klar Regeln für ein menschliches Miteinander sind normal, Empathie, Freundlichkeit usw.
In Japan kriegen die Kinder in der Grundschule gar keine Noten und da klappt es sehr gut. Sie lernen viel soziales.
Und etwas Druck und Mobbing von den Lehrern ist noch mal was anderes. Wie gesagt, man wurde jeden Tag an die Tafel bestellt und dann angeschrien, beleidigt usw. Das ist nicht gesund. Ich bin ganz klar gegen diesen Leistungswahn und für mehr Empathie und Menschlichkeit.

#29


Islandfan
Im Studium gab es sogar Seminare zum Umgang mit schwierigen Eltern, denn es kommt nicht selten vor, dass Eltern denken, sie wären selbst die Lehrer, die beurteilen können, wie man unterrichtet. Das geht heute zum Teil sogar bis vor Gericht.Manche Eltern kapieren nicht, dass auch schlechte Leistungen vorkommen können und sogar zur Normalität gehören.
Heute ist das ganz extrem, dass Eltern sich zu sehr einmischen und damit die Selbständigkeitsentwicklung ihrer Kinder behindern.

x 1 #30


Saina91
Ich kann nur hoffen und beten, dass es sich nicht noch in die Richtung entwickelt, dass der Wert eines Menschen abhängig von seiner Leistung ist.

Habe da mal eine Doku aus Pakistan gesehen, da hat eine Mutter ihre eigene Tochter verstoßen in eine Irrenanstalt, weil sie wohl für "nichts zu gebrauchen" war. Kein richtiger Leistungserfolg. Die hatte ein Herz kalt wie Eis. Die arme Tochter meinte nur weinend "Wo soll ich nur hin, meine eigene Mutter möchte mich nicht?" Und vegetierte da in so einer Anstalt herum.

#31


Islandfan
Zitat von Saina91:
Ich kann nur hoffen und beten, dass es sich nicht noch in die Richtung entwickelt, dass der Wert eines Menschen abhängig von seiner Leistung ist.

Ich glaube, du bringst da etwas durcheinander. Die Gesellschaft braucht auch Leistungsträger, oder möchtest von einem Arzt operiert werden, der keine Leistung im Studium zeigen brauchte? Das hat aber nichts mit dem individuellen Wert des Menschen zu tun, das ist was anderes.

x 2 #32


Butterfly-8539
Zitat von Schlaflose:
Als ehemalige Lehrerin kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass Kinder auf der Waldorfschule und Montessorischule nicht auf die reale Welt vorbereitet werden. Sie werden zwar musisch und künstlerisch gefördert und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen, aber der harten Konkurrenz im späteren Leben sind sie dann eher ...

Sehe ich gerade an den Nachbargeschwistern. Beide so fern der Realistät. Bekommen nichts gebacken, sehen irgendwie die Umwelt nicht. Rennen ohne schauen über die Straße, obwohl es von den Eltern x-fach eingetrichtert wurde. Haben zuviel Luxus-Hobbys (reiten, etc.). Ansonsten sind die Eltern nicht so begeistert.
Nachbarbub, normale Schule, boxte sich überall durch. Etwas jünger als der andere (Waldo.) , aber dermaßen auf zack. Fußball, viele Freunde, ständig auf Achse.

#33


User_0815_4711
Zitat von Islandfan:
Ein gewisser Druck ist nicht das schlechteste, ein guter Lehrer beherrscht das ohne dass er schikaniert.

Würde ich Zustimmen. Ein guter Lehrer ist fachlich und didaktisch top, streng und gerecht.

#34


User_0815_4711
Zitat von Saina91:
Wie gesagt, man wurde jeden Tag an die Tafel bestellt und dann angeschrien, beleidigt usw. Das ist nicht gesund.

Das ist eindeutig krank, solche Typen haben im Beruf Lehrer nichts verloren.

#35


Saina91
@Butterfly-8539

Du scheinst aber generell nur negative Kinder zu kennen. Ich kenne durch meine Kinder aus der Umgebung sehr viele tolle, gut erzogene, hilfsbereite und gebildete Kinder.

#36


NeonPixie
Zitat von Saina91:
Also das negative Beispiel bezieht sich auf eine Bekannte, bei der die Tochter auf einer Grundschule ist, da ist echt der Leistungsdruck enorm. Da beschweren sich viele Eltern. Die Lehrerin meinte zu der Mama, dass die Tochter ja zu angepasst und brav sei und ob sie nicht ads habe und mal Ritalin probieren wolle.Die ...

Ritalin verschreibt aber kein Lehrer, sondern ein Psychiater oder Ähnliches. Verstehe auch die Aussage nicht ganz, so brav und angepasst und deswegen ADHS? Das ist völlig entgegen der üblichen Annahme und Diagnose-Indikation.

Gruslige Geschichten habe ich sowohl aus öffentlichen als auch anderen Schulen gehört. Einer Bekannten von mir ebenfalls mit Autismus und ADHS wurde auf einer Waldorfschule über Jahre diverse Verschwörungstheorien über ihre Krankheit eingetrichtert. Sie kämpft heute noch mit dem Müll.

#37

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Schlaflose
Zitat von NeonPixie:
Verstehe auch die Aussage nicht ganz, so brav und angepasst und deswegen ADHS? Das ist völlig entgegen der üblichen Annahme und Diagnose-Indikation.

Man unterscheidet zwischen ADS und ADHS. Bei ADS sind die Kinder brav, angepasst, sehr still, extrem verträumt und können sich nicht konzentrieren. Bei ADHS können sie nicht still sitzen, zappeln und rennen im Unterricht herum und stören den ganzen Ablauf.

#38


NeonPixie
Zitat von Saina91:
@Schlaflose Aber schon traurig, dass es immer um Leistungsdruck und Konkurrenzdenken gehen muss. Meiner Meinung nach können sich Kinder viel mehr persönlich entfalten, wenn dieser Druck nicht da ist. Mein Sohn ist zwar auf einer normalen Schule aber habe schon viel Positives von diesen Schulformen gehört und sehr ...

Am Ende muss man aber in der realen Welt funktionieren können oder man gerät in noch größere Probleme.

#39


NeonPixie
Zitat von Schlaflose:
Man unterscheidet zwischen ADS und ADHS. Bei ADS sind die Kinder brav, angepasst, sehr still, extrem verträumt und können sich nicht konzentrieren. Bei ADHS können sie nicht still sitzen, zappeln und rennen im Unterricht herum und stören den ganzen Ablauf.

ADS ohne Hyperaktivität, besonders bei Mädchen, wird ja auch genau deswegen so oft übersehen, weil sie eben nicht auffallen. Das stille Davondriften statt des Zappelns. Das kenne ich selbst auch mehr als gut. Trotzdem bleibt die Frage, ob eine Lehrerin der richtige Ausgangspunkt für sowas ist. Die Diagnostik gehört in die Fachhand, nicht in den Elternabend. Aber brav und angepasst sein ist an sich auch kein Hinweis für ADS, erst in Kombination mit einem innerlichen Wegdriften.

Der Schritt von der Beobachtung hin zur Empfehlung eines Medikaments von einem Lehrer ist einfach unprofessionell. Da fehlen Diagnostik, Entwicklungsgeschichte, neuropsychologische Tests, Ausschluss anderer Ursachen und dann eine ärztliche Entscheidung. Ritalin ist kein Konzentrationsbonbon.

Bei mir wurde es zum Beispiel einfach mit ADS abgetan, was auch nicht ganz falsch war, aber die Autismus-Diagnose kam dann erst viel später. Da hätte ich mir einiges ersparen können, wenn man da ganz sauber vorgegangen wäre.

#40


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