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J

juwi
Gast

Liebe alle,

mir ist die Idee gekommen, einen Thread zu erstellen, in dem wir einander Tipps zur strukturierten Haushaltsführung geben. Hintergrund meiner Idee: Vielen von uns (so auch mir) fehlt krankheitsbedingt oft der Antrieb, und die sowieso ungeliebte Arbeit in der Wohnung oder im Haus bleibt liegen. Irgendwann herrscht Chaos, und wir fühlen uns erst recht unwohl. Daher lassen wir es doch gar nicht erst so weit kommen! Wer mag, bringt sich bitte mit seinen Erfahrungen sowie Tipps & Tricks ein. Sowohl jene, bei denen es schon super klappt, als auch jene, die dem inneren Schweinehund so wie ich doch noch oft einen A****tritt verpassen müssen, sind eingeladen, etwas beizutragen.


Ich mache mal den Anfang:
Weder in meiner alten Wohnung noch in der jetzigen gibt es einen Geschirrspülautomat. Früher stapelte sich schon mal tagelang das Geschirr Embarassed Neue Strategie daher: nur ganz wenig Koch- und Essgeschirr besitzen - jeweils gerade so viele Teile, wie Personen im Haushalt leben (wer auch mal Gäste hat, entsprechend mehr, aber gut verräumt). Die potenzielle Schmutzgeschirrmenge reduziert sich dadurch automatisch. Wenn mein Essteller noch schmutzig ist, gibt es halt nichts zu essen. Essen tu ich aber zu gerne, daher wird notgedrungen abgespült. Früher verbrauchte ich oft zuerst mein ganzes Service, bevor ich zur Tat schritt. Mittlerweile ist es so, dass ich alles sofort nach Gebrauch spüle oder zumindest einweiche, damit nichts eintrocknet.

Weiters ist der Sonntag - bei mir ein langweiliger Tag - mein fester Haushaltstag geworden, an dem Sachen erledigt werden, die nicht täglich anfallen. Mein Trick: mit den geliebteren Tätigkeiten beginnen (bei mir Bügeln), sich auch für den Schluss was Nettes aufheben (bei mir dann z.B. gebügelte Kleidung in den Schrank räumen) und die ganz ungeliebten Sachen in die Mitte packen. Ich mag z.B. Staubsaugen nicht, das ist mir zu laut (meinem Nachbarn unter mir übrigens nicht - der ist am Wochenende nie da) und überhaupt bediene ich nicht gern Geräte, sondern arbeite lieber mit den Händen.

So, und jetzt ihr! Smile

p.s. Doppelpunkte in Titeln mag die Forentechnik offenbar nicht - bitte zwischen "Schweinehund" und "der" einen dazudenken Wink

18.04.2022 x 9 #1


142 Antworten ↓
Miami

Miami
Mitglied

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Wenn ich nicht in die Gänge komme wird mein "20-Minuten-Plan" wieder aktuell.

Küchenwecker stellen und SOFORT 20 Minuten Haushalt machen.

Mit dem tröstlich Gedanken
"NUR 20 Minuten!"

Sobald die 20 Minuten herum sind kann ich alles fallen lassen, sofort aufhören und habe Pause!
Ohne wenn und aber. Soll erfüllt!

Wenn viel zu tun ist aber Antrieb/Energie fehlt mache ich 20/20

Also 20 Minuten was tun,
20 Minuten Pause (Dafür auch den Wecker stellen),
20 Minuten was tun....

Oft reicht der erste Anlauf damit ich ins Tun" komme und mache dann (freiwillig) darüber hinaus weiter. Aber nicht weil ich muss sondern weil es gefühlt ok ist, weil ich gerade "drin" bin und nicht aufhören will.
Sich nach den 20 Minuten zum weiter zwingen zu wollen ist nicht ok. 20 Minuten geschafft, Lob an sich selbst "Gut gemacht!" Ende.



Könnte man bei kleinem Antrieb auch mit 10/10 machen.

Mir hat das oft geholfen.
Entweder tatsächlich anzufangen, oder wenn man am Boden klebt immerhin das Nötigste geschafft zu bekommen. Also dann wenn wirklich dringend Handlungsbedarf besteht um nicht völlig im Chaos zu versinken.

Und in dem Fall ist in 4 Stunden zwei Stunde tatsächlich was weggeschafft zu haben wahnsinnig viel und Gold wert.

Nur zu denken "Ich müßte", "ich sollte" kann gerade wenn man aktuell schlecht "kann" sehr bedrückend sein.

Dann erledigt man schlimmstenfalls nichts und ist am Abend trotzdem erledigt allein vom Gedanken was man hätte erledigen sollen.
Plus die Last des immer noch unerledigten Haushaltes womit sich das "Spiel" am nächsten Tag in unguter Weise wiederholt....

Mit der Logik "Ich mache schnell... dann ist das getan und ich bin frei für. .." komme ich bei mir leider nicht weiter.
Mit dem 10 oder 20 Minutenplan schon.

Würde mich freuen wenn ihr es mal ausprobiert und schreibt ob/wie es bei Euch klappt.

29.08.2019 09:12 • x 4 #43


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A


Struktur gegen den Schweinehund - der Haushaltsthread

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Angor

Angor
Mitglied

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Mitglied seit:
Ich habe leider keinen Plan, ich mache das alles nach Lust und Laune, und meistens habe ich keine Lust bzw. schaffe es nicht, mich zu überwinden.

Wenn was dringend gemacht werden muss nehme ich mir dann vor, mir anschließend was schönes zu gönnen, ein Eis, oder ich möchte mir später einen Film anschauen. Aber das funktioniert leider nicht immer.

Komischerweise hatte ich keine Probleme, mit meinem Mann, Tochter und Freund 3m große Lorbeerbäume auszugraben und wieder bei uns einzupflanzen. Es war mächtig anstrengend aber es machte Spaß, auch weil wir es gemeinsam gemacht hatten.

So normale Hausarbeiten, das macht man immer allein und weil man muss, es ist frustrierend, weil es nie aufhört und immer das Gleiche ist.

Wenn es um Tiere geht, das macht auch Spaß, wir haben jetzt alles für unsere Wachtelchen eingerichtet, aber ich kriege es nicht gebacken, meine Fenster zu putzen.

Ich schäme mich deswegen, wie sieht das aus wenn Besuch kommt, es ist jetzt nicht so, dass man nicht mehr rausgucken kann, aber ich kriege den Dreh nicht.

Vielleicht, weil es einfach so viel ist? Wenn ich einmal anfange, dann will ich auch alles fertig haben, aber jetzt kommt es mir vor wie ein Riesenberg, wo es anstrengend ist, ihn zu besteigen.

Ich hab gestern 6kg Pflaumen enststeint, Marmelade und Kompott gekocht, kein Problem, aber zum Mittaagessen kochen hatte ich heute keinen Bock, es gab nur Grieß und Pflaumenkompott.

Ich habe oft ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht weiß, wie ich das in den Griff kriegen soll und ich hoffe sehr, dass mir die Beiträge hier im Thread helfen.

LG Angor

28.08.2019 14:14 • x 4 #27


Zum Beitrag im Thema ↓


kritisches_Auge
Eins mache ich ganz genauso wie du, der Sonntag ist schon seit Jahren mein Haushaltstag, am Sonntag gehe ich nicht weg, es ist mir zu voll und die Atmosphäre mag ich nicht.

Nur mag ich die Dinge die du nicht magst und hasse was du magst. Ich bin Grobmotorikerin.

Ich putze gerne, sauge gerne Staub, alles was mit Wäsche zu tun hat, ist mir verhaßt, gerade auch das Bügeln. Ich unterscheide zwischen wichtigen und unwichtigen Shirts, die unwichtigen werden gefaltet und unter die Matratze gelegt, die wichtigen werden meistens gebügelt.

Am Samstag sind die Tierkäfige dran, am Sonntag waschen und putzen, am Montag wird die Wäsche aufgeräumt, wenn ich keine festen Tage dafür hätte passierte nichts und die Überwindung wäre viel größer.

x 1 #2


M
Hallo juwi,

sonntags schreibe ich mir immer eine Liste mit allen Dingen, die kommende Woche erledigt werden müssen. Da stehen dann die Dinge drauf, die sowieso jede Woche anfallen und die, die man nicht ganz so regelmäßig machen muss, aber mal wieder fällig sind (Fenster putzen z.B.). Alle diese Aufgaben verteile ich mir dann auf die einzelnen Wochentage und die Riesenliste bekommt immer mehr Häkchen Smile so ist es nicht ganz so viel auf einmal und Häkchen sammeln macht fast schon Spaß.

Die Küche/den Abwasch mache ich immer direkt nach dem Essen.

Liebe Grüße

x 1 #3


J
Ui, Fenster putzen! Ganz schlimme Arbeit für mich! Mir tun da immer gleich die Arme weh, und ich krieg die Scheiben nie streifenfrei. Habe mir extra einen elektrischen Fensterreiniger gekauft, aber damit kann ich erst recht nicht umgehen, da wird alles total schlierig.

x 1 #4


Wildrose
Zitat von kritisches_Auge:
Ich bin Grobmotorikerin.

Ich auch.
Beweis : Mein Vater hatte sich einen Spraymopp gekauft und für mich den gleichen.
Also waren beide gleich alt.
Sein Spraymopp war nach zwei Jahren noch wie neu.
Mein Spraymopp wurde nach einem Jahr nur noch von von starkem Klebeband an mehreren
Stellen zusammengehalten. Embarassed

x 1 #5


Froschkönigin
Zitat von Cati:
Sein Spraymopp war nach zwei Jahren noch wie neu.
Mein Spraymopp wurde nach einem Jahr nur noch von von starkem Klebeband an mehreren
Stellen zusammengehalten.

kichern Das könnte ich sein.. ich musste gerade herzhaft lachen
Nass aufwischen, bügeln, Geschirr spülen und natürlich Fensterputzen sind für mich der größte Horror

x 2 #6


Wildrose
Ich hab es einfach nicht in meinen Schädel gekriegt, daß ein Spraymopp kein Schrubber ist und infolgedessen nicht darauf ausgelegt ist, daß die übermäßig starken Kräfte der lebenden Abrissbirne Cati auf ihn einwirken.

x 3 #7


Luna70
Das blödeste am Fensterputzen ist, dass man vorher die Fensterbretter abräumen muss. Wink

Ich habe auch weitgehend feste Zeiten für den Haushalt. Putzen machen ich Samstag vormittags, bügeln Sonntags. Einkaufen Samstags gegen Abend (da ist nicht mehr so voll) und einmal abends unter der Woche.

Ich habe auch schon viel Geld für diverse Geräte ausgegeben, die es angeblich einfacher machen sollen. Elektrischer Wischmob usw. Am Ende lande ich immer wieder beim Althergebrachten. Das einzige Gerät, ohne das ich wirklich nicht auskomme, ist meine Spülmaschine. Die läuft jeden Tag.

x 2 #8


J
Zitat von Cati:
der lebenden Abrissbirne Cati

kichern

x 1 #9


Froschkönigin
Ooooh, die Spülmaschine... die vermisse ich sehr weinen
Ich habe zwar eine kleine, aber die funktioniert schon lange nicht mehr. Ich will aber auch kein Geld für die Reparatur ausgeben bzw. eine neue kaufen... Ist mir zu teuer Cool

#10


J
Ich wasche ja für mein Leben gerne Wäsche. In die Maschine geben, sie wieder rausholen, aufhängen, später bügeln, dann wegpacken - das ist meins! Aber auch schon der einzige Bereich, den ich mag.
Boden wischen ist auch irgendwie cool, nur stelle ich mich oft blöd an: latsche dann unweigerlich in frisch gewischte Bereiche, weil ich falsch angefangen habe.

#11


M
Zitat von juwi:
Ui, Fenster putzen! Ganz schlimme Arbeit für mich!

Mach ich auch nicht gerne. Aber immer noch lieber als bügeln, das ist das Schlimmste für mich.

#12


J
Wenn wir eine WG gründen würden, dann würde es für jede Tätigkeit eine Bewohnerin geben, die sie gern macht! Praktisch wäre das! Very Happy

Wie putzt ihr denn Fenster? Ich zuerst mit Geschirrspülmittelwasser und Tuch, dann mit Glasreiniger und Zeitungspapier. Heidenarbeit. Mache ich daher nur 2, 3x im Jahr.

x 2 #13


Sonja77
Wow toller thread...echt mal was anderes...ich werde sehr gerne bei euch mitlesen....ich habe einen extremen putzzwang und deshalb wird meine Wohnung jeden Tag komplett geputzt...und komplett heisst alles...ich liebe es....es beruhigt mich und ich kann mich richtig austoben....wenn ihr mal einen Rat braucht stehe ich gerne zur Verfügung....tolle Idee dieses Thema...

x 1 #14


Froschkönigin
@ewigeangst Jeden Tag .... alles ... schreck
Das wäre für mich keine Beruhigung sondern eher Stress... Laughing aber wenn ich schlechte Laune habe ist das ziemlich gut zum austoben

x 1 #15


Hotin
Zitat von juwi:
Wie putzt ihr denn Fenster? Ich zuerst mit Geschirrspülmittelwasser und Tuch, dann mit Glasreiniger und Zeitungspapier. Mache ich daher nur 2, 3x im Jahr.


Die Fensterreinigungsfirmen nehmen auch nur Wasser mit Geschirrspülmittel.
Einen Glasreiniger braucht man nicht.
Streifen lassen sich vermeiden,wenn man einen guten Abzieher hat oder ein saugfähiges Tuch,
welches keine Fussel hinterläst. Das alte Ledertuch ist immer noch eins der besten Tücher.

x 2 #16


Phaedra
Zitat:
Wie putzt ihr denn Fenster?

Spezielles Microfaser-Fenstertuch und Wasser zum Säubern, zweites Fenstertuch zum Nachwischen. Streifenfrei, ohne Chemie und geht ratzfatz! Very Happy

x 1 #17

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J
habe eine Idee Ich hasse glaube alles was es an Hausarbeit gibt . Mit würde jetzt ehrlich gesagt nichts einfallen,dass mir im Haushalt Spaß und Freude bereiten würde . Ich kann gar nicht verstehen ,dass euch manches sogar gefällt . Ich tue das echt nur so ,weil ich es ja halt leider tun muss und auch nur das was wirklich sein muss. Drama

#18


kritisches_Auge
Fenster putzt bei uns der Herr Auge.
Schon oft bin ich ungläubig angesehen worden weil ich auf allen Vieren putze und staubsauge, ich mag das gebückte Stehen nicht.

x 1 #19


M
Zitat von kritisches_Auge:
Fenster putzt bei uns der Herr Auge.

Ich glaube, ich muss mal mit Miezekater sprechen.

#20


A


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