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Psychiatrische Zwangsbehandlung - Dafür oder Dagegen?

Dafür
3
43%
Dagegen
4
57%
 
Abstimmungen insgesamt : 7
S
Nachdem ich 2 Nächte ohne Zustimmung in der Krisenintervention verbracht habe und mit eigenen Augen gesehen habe, was dort alles für Dinge passieren, starte ich hier mal eine Umfrage zum Thema.

Wie denkt ihr über die Zwangsbehandlung im psychiatrischen Bereich? Habt ihr sie erlebt?

In dieser Hinsicht geschehen viele Verstöße gegen geltende Gesetze UND DIE GRUNDRECHTE!:
1. Gleichberechtigung; wer bekommt 'nen Ipod, wer nicht? wer hat Freigang?
2. Brief- und Postgeheimnis; Briefe werden vor Empfang gelesen durchsucht
3. Eigentumsrechte; Handy, Ipod, gefährliche Gegenstände werden ohne Erlaubnis abgenommen
4. Widerstandsrecht; man kann sich nicht gegen die Einweisung und den Verbleib wehren
5. Recht auf Freiheit; Freiheit wird entzogen, entweder man kann sich auf der geschlossenen frei bewegen oder nur in seinem Zimmer

Was haltet ihr davon? Befürwortet ihr es oder nicht?
Wenn ein (körperlich) schwerkranker Mensch sich nicht behandeln lassen möchte, obwohl er an seiner Krankheit sterben wird, muss er sich nicht behandeln lassen und niemand kann ihn dazu zwingen. Warum sollte das im psychiatrischen Bereich anders sein?

lg
S@ns

23.03.2011 13:19 • 28.03.2011 #1


30 Antworten ↓


wissbegierig
Hey S@ns!

Sehr interessante Umfrage.
Ich kann gar nicht sagen ob ich dafür oder dagegen bin. Es gibt einige Gründe dafür, aber auch viele warum ich dagegen bin.

Zu deinen Punkten:

1. Gleichberechtigung; wer bekommt 'nen Ipod, wer nicht? wer hat Freigang?

Gleichberechtigung finde ich persönlich sehr wichtig. Und das ist auch oberstes Gebot!

2. Brief- und Postgeheimnis; Briefe werden vor Empfang gelesen durchsucht

Naja, einerseits gut andererseits schlecht. Es kann sein jemand schreibt, er will nicht mehr leben und sich mit Tabletten umbringen. Die Ärzte können das so verhindern. Natürlich geht auch niemanden an was man schreibt. Schließlich will glaube ich keiner, das man die Briefe durchliest wo man seine Gedanken und Gefühle aufschreibt.

3. Eigentumsrechte; Handy, Ipod, gefährliche Gegenstände werden ohne Erlaubnis abgenommen

Naja, Handy lass ich mir noch einreden.
Aber iPod? Was soll man damit machen? Soll man den fressen oder sich das in den a**** stecken (sorry für den Ausdruck)?

4. Widerstandsrecht; man kann sich nicht gegen die Einweisung und den Verbleib wehren

Naja, einerseits gut, denn es gibt viele Leute die wirklich hilfe brauchen und das vielleicht ne gute Idee ist. Aber anderseits völliger Schwachsinn. Denn auch wenn man z.b. jetzt für 2 Monaten eingeliefert wird und man bleibt dort drinnen, ist sowieso genervt von allem, bekommt alle möglichen Medikamente die man gar nicht will, ändert sich gar nichts. Man ist vielleicht emotional so down das man dann gar nichts mehr fühlt, aber die Ängste sind ja nicht weggezaubert deswegen. Wenn man zurück ins Leben kommt, wird sich nicht von heut auf morgen alles verändern. Wenn man Angst vorm arbeiten gehen hat, wird man das später auch noch haben. Ich bin dafür das jeder der eine Therapie möchte, die auch machen soll. Wer keine will, soll eben keine machen. Ich sag jetzt mal Narrenfreiheit dazu. Solange man niemanden schaden möchte oder sich selbst umbringen will, soll man meiner Meinung nach selbst entscheiden können, was man möchte oder nicht. Wobei das von Fall zu Fall wiede unterschiedlich ist. Es gibt bestimmt Menschen die eine psychische Erkrankung haben und keine Hilfe wollen, im nachhinein aber doch froh sind, das sie eine gemacht haben. Über dieses Thema kan man so viel diskutieren . ^^

5. Recht auf Freiheit; Freiheit wird entzogen, entweder man kann sich auf der geschlossenen frei bewegen oder nur in seinem Zimmer

Naja, Freiheit ist schon sehr wichtig. Wenn es Leute gibt die auf der geschlossenen sind und sowieso Angst haben eingesperrt zu sein, wird das bestimmt nicht leichter werden.
Ich finde mal sollte alles frei benutzen können auf diesem Gelände. Nur halt nicht weiter raus, in die Stadt oder so. Natürlich kommt das auf die Person an. Und was man hat. Aber Ärzte gehen whs. auf Nummer sicher. Was jemand denkt, können sie ja auch nicht wissen.

Was haltet ihr davon? Befürwortet ihr es oder nicht?
Wenn ein (körperlich) schwerkranker Mensch sich nicht behandeln lassen möchte, obwohl er an seiner Krankheit sterben wird, muss er sich nicht behandeln lassen und niemand kann ihn dazu zwingen. Warum sollte das im psychiatrischen Bereich anders sein?


Also ich stehe da zwischen zwei Fronten. Einerseits bin ich dafür das jeder das machen sollte, was er möchte (außer er würde andere Menschen damit schaden). Aber anderseits, schau mal, wer weiß wie viele Leute sich umbringen würden, die Depressionen, vielleicht auch noch Schizophrenie oder eine andere Erkrankung haben und keine Therapie wollen.
Aber auch dank Therapie das gemeistert haben. Ich denke wie gesagt, das kommt immer auf den Fall an. Solange man noch klar denken kann und entscheidungen treffen kann, würde ich sagen man soll selbst entscheiden was man will und was nicht. Wenn man jedoch schon so eingenommen von der Krankheit ist und nicht mehr klar denken kann, dann sollten das andere für einen entscheiden. ^^

Hmm whs. bin ich jetzt die einzige mit der Meinung gg.

Alles liebe becky

23.03.2011 13:50 • #2


A


Psychiatrische Zwangsbehandlung

x 3


S
Zitat:
Gleichberechtigung finde ich persönlich sehr wichtig. Und das ist auch oberstes Gebot!
Das ist richtig, aber oftmals in solchen Einrichtungen nicht gegeben. Da wird eben oftmals unterschieden. Raus darf wer bereits bestimmte Zeit da ist und als stabil eingestuft wird, aber wer genau ist das und wer bestimmt das? Im harten Vergleich könnte man sagen raus darf nur wer weiße Haut hat, aber wo hört weiß auf und wo fängts an? Wäre ein braun gebrannter weißer auch schon schwarz oder grade noch so weiß?

Zitat:
Naja, einerseits gut andererseits schlecht. Es kann sein jemand schreibt, er will nicht mehr leben und sich mit Tabletten umbringen. Die Ärzte können das so verhindern. Natürlich geht auch niemanden an was man schreibt. Schließlich will glaube ich keiner, das man die Briefe durchliest wo man seine Gedanken und Gefühle aufschreibt.
Das Postgeheimnis ist nicht umsonst im Grundrecht verankert. Wenn man während dem Aufenthalt in einer Anstalt vor hat sich auf welche Art auch immer umzubringen kann man das sowieso nicht tun, ob die Ärzte es vorher lesen oder nicht. Außerdem hat ein Brief nicht umsonst einen Empfänger und der, der nicht Empfänger ist sollte ihn auch nicht lesen.

Zitat:
Naja, Handy lass ich mir noch einreden.
Aber iPod? Was soll man damit machen? Soll man den fressen oder sich das in den a**** stecken (sorry für den Ausdruck)?
Auch das Handy habe ich nicht verstanden. Schließlich kann ich kommunizieren wann immer und mit wem ich möchte. Ipod habe ich zu Beginn auch nicht verstanden, bin Besitzer eines Ipod Touch mit dem man auch Videos sehen kann, daraufhin wurde mir dann gesagt das es hier keine Multimediashow sei, das Gerät mir aber auch nicht ausgehändigt wurde, nachdem vorgeführt wurde, dass sich keine Videos auf dem Teil befinden, sondern nur Musik und ein Facebook App mit dem ich dort sowieso nix hätte anfangen können.

Zitat:
Solange man niemanden schaden möchte oder sich selbst umbringen will, soll man meiner Meinung nach selbst entscheiden können, was man möchte oder nicht.
Meiner Meinung nach ist es bei Ankündigung, z. B. einer Straftat wie Körperverletzung einer anderen Person für die Polizei nicht möglich diese festzuhalten. Eingreifen kann Freund und Helfer m. E. erst, wenn wirklich was passiert ist.
Klar braucht vielleicht mancher den Anstoß um wirklich was zu tun, in der Regel bleiben solche Menschen nach einem Tag dann aber freiwillig. Im Nachhinein wird ein Mensch immer froh sein, wenn ein anderer ihm geholfen hat. Der Anteil der Zwangsbehandelten, die nach einer Therapie aber froh darüber sind liegt soweit ich weiß wesentlich höher als der, der Leute die wirklich froh darüber waren.

Zitat:
Naja, Freiheit ist schon sehr wichtig. Wenn es Leute gibt die auf der geschlossenen sind und sowieso Angst haben eingesperrt zu sein, wird das bestimmt nicht leichter werden.
Man braucht dafür nicht einmal Angst vorm Eingesperrt sein haben um dort Angst vor diesem Gefühl zu haben. Man kommt sich vor wie im Gefängnis, wie ein Schwerverbrecher, obwohl man eigentlich niemandem was getan hat. Das Gefühl zu wissen, wenn man jetzt raus möchte an die Sonne kann man es nicht erdrückt einen wirklich sehr schnell.

Zitat:
Aber anderseits, schau mal, wer weiß wie viele Leute sich umbringen würden, die Depressionen, vielleicht auch noch Schizophrenie oder eine andere Erkrankung haben und keine Therapie wollen.
Der Tod eines Menschen gehört zum Leben, das mag sich hart anhören. Wie vorhin schon geschrieben denke ich, dass auch viele Menschen z. B. an unbehandeltem Krebs sterben, von dem sie früh genug wussten um noch geheilt zu werden, Therapie aber ablehnten. Diese Menschen sterben auch weil sie sich nicht behandeln lassen und werden trotzdem nicht gezwungen.

Ich hätte zur Umfrage evtl die Möglichkeit Dafür/Dagegen in gewissen Punkten hinzufügen sollen^^

23.03.2011 19:28 • #3


T
Meiner Meinung nach ist es richtig einen Menschen, der aufgrund einer psychischen Ausnahmesituation, z.B. schwere Depression, Psychose, akute Krise, nicht mehr die Verantwortung für sich selbst übernehmen kann, auch ohne sein Einverständnis zu behandeln und ihm Entscheidungen abzunehmen.
Ich finde es wäre unterlassene Hilfeleistung, dies nicht zu tun.

Natürlich geht es dabei nicht ohne Einschränkung der Grundrechte, denn wie soll man z.B. einen Suizidgefährdeten schützen, wenn man ihm nicht vorübergehend sein Grundrecht auf Freizügigkeit oder sein Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit nimmt oder zumindest einschränkt.
Grundrechte dürfen natürlich nur so weit wie unbedingt nötig eingeschränkt werden.

Ein körperlich schwer kranker Mensch ist ja psychisch nicht eingeschränkt und deshalb muß seine Entscheidung respektiert werden.

Sobald ein psychisch Kranker nicht mehr in einer akuten Krise ist (also weder sich selbst noch andere gefährdet), darf er ja auch wieder selbst entscheiden.

23.03.2011 21:43 • #4


C
Also ich war ja mal für ein paar Stunden auf der geschlossenen ...bin da freiwillig rein und nach ein paar Stunden freiwillig wieder schnell raus....

Aber ich muss sagen die Patienten dort hätten eh mit keinem Laptop Handy etc umgehen können gescheige es zu bedienen...
Die waren alle verwirrt und dröselten vor sich her und redeten ganz komisch..

Ich bekam Voll Angst dort und als ich mein Feuerzeug aus der Tasch holte war ich der King....
Sowas kannten die dort nicht...

Ansonsten bin ich aber dafür das man seine privaten Sachen behalten darf..egal was...ich würde mir nichts weg nehmen lassen geschweige denn dort dann länger bleiben...
Überhaupt geh ich in keine Klinik....Da bleib ich lieber zuhause...

In der Tagesklinik kann man basteln und malen sagt meine Nachbarin....Jett geht sie auch nicht mehr hin...

23.03.2011 22:00 • #5


S
Zitat:
Meiner Meinung nach ist es richtig einen Menschen, der aufgrund einer psychischen Ausnahmesituation, z.B. schwere Depression, Psychose, akute Krise, nicht mehr die Verantwortung für sich selbst übernehmen kann, auch ohne sein Einverständnis zu behandeln und ihm Entscheidungen abzunehmen.
Ich finde es wäre unterlassene Hilfeleistung, dies nicht zu tun.

Natürlich geht es dabei nicht ohne Einschränkung der Grundrechte, denn wie soll man z.B. einen Suizidgefährdeten schützen, wenn man ihm nicht vorübergehend sein Grundrecht auf Freizügigkeit oder sein Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit nimmt oder zumindest einschränkt.
Grundrechte dürfen natürlich nur so weit wie unbedingt nötig eingeschränkt werden.
Ja genau tautröpfchen, das ist das Problem. Wo fängt die schwere Depression, Psychose etc. an? Und wer entscheidet das? Menschen die jemanden aus einem einzigen Gespräch kennen?
Und wer entscheidet dann wie weit eine Einschränkung der Grundrechte notwendig ist?

Bei mir wurde z. B. eine Fehldiagnose gestellt, weil ich ziemlichen Liebeskummer hatte und dadurch natürlich nicht wirklich fröhlich war. Das war aber einfach eine totale Fehleinschätzung, denn Eigengefährdend war ich nie.

Zitat:
Ein körperlich schwer kranker Mensch ist ja psychisch nicht eingeschränkt und deshalb muß seine Entscheidung respektiert werden.
Wer sagt, dass er seine Krankheit in Wirklichkeit nich nutzt um Suizid zu begehen?

Zitat:
Sobald ein psychisch Kranker nicht mehr in einer akuten Krise ist (also weder sich selbst noch andere gefährdet), darf er ja auch wieder selbst entscheiden.
Wer entscheidet was Krise ist und was nicht? Gleiches Problem wie oben schon beschrieben.

@chaosfee: Ich glaube da gehts auf der ErwachsenenStation nochmal ganz anders zu als auf der Kinder- Jugendstation auf der ich war. Und da sind die Leute schon gruslig!

23.03.2011 22:27 • #6


C
Wo warst Du ?

War das eine Kinder und Jugend pyschechatrie? Da war die Tochter meiner Freundin auch mal....sie ist schwanger da wieder raus gekommen...

23.03.2011 22:32 • #7


S
Zitat:
Wo warst Du ?

Zitat:
War das eine Kinder und Jugend pyschechatrie? Da war die Tochter meiner Freundin auch mal....sie ist schwanger da wieder raus gekommen...
Ja, das ist m. E. möglich sobald man sein normales Zimmer kriegt, denn da kontrolliert eigentlich niemand was man drin tut, man hat ja keine Gegenstände die gefährlich sein könnten

Es gibt in solchen Einrichtungen halt immer 2 Lager, die, die sich während der Freizeit mit den anderen Insassen unterhalten, Tischtennis spielen, whatever und die, die sich nur auf ihr Zimmer zurückziehen. Dort kann man dann auch mal 2 Stunden alleine sein, bis die Therapeutin oder wer auch immer kommt.

23.03.2011 22:43 • #8


C
Schön jedenfalls das du wieder raus bist.....

23.03.2011 22:48 • #9


S
Zitat:
Schön jedenfalls das du wieder raus bist.....
Ja, das finde ich auch!

23.03.2011 23:00 • #10


C
Normaler Weise sitzt man da ja länger.... Ist du entlassen worden oder haben deine Eltern dich dort raus geholt?

Nur wegen Liebeskummer dahin?

Da glaub ich dir das du froh bist.....war ich auch ..bei mir waren es nur Stunden aber ich Weiss dorthin gehe ich niiiiie wieder....war vollkommen entsetzt ....

23.03.2011 23:06 • #11


B
Mein Psychiatrie-Krankenhaus-Senf:

Es kann auch genau umgekehrt verlaufen.

Vor neun Jahren war ich freiwillig, wegen starker Depressionen, in einer
psychosomatischen Klinik (ganze 6 Monate).
Dort habe ich mich dann erstmals verliebt, natürlich unglücklich und erfolglos
(das ist die schlimmste denkbare Nervenerkrankung, ähnlich einer Psychose).
Seit dem habe ich niemals wieder in ein normales Leben zurückgefunden.

Also, Krankenhaus Nein Danke, niemals wieder, Der Beobachter

24.03.2011 13:20 • #12


S
Zitat:
Vor neun Jahren war ich freiwillig, wegen starker Depressionen, in einer
psychosomatischen Klinik (ganze 6 Monate).
Dort habe ich mich dann erstmals verliebt, natürlich unglücklich und erfolglos
(das ist die schlimmste denkbare Nervenerkrankung, ähnlich einer Psychose).
Seit dem habe ich niemals wieder in ein normales Leben zurückgefunden.
wurde ja vorher auch schon erwähnt auf eine andere Art.
Wie soll jemand mit Angst vor z. B. Menschenmassen in einer Geschlossenen Linderung erfahren?

Das mit dem Ipod hat mir gestern noch jemand erklärt der auch mal länger auf so einer Station war. Er meinte man könnte sich mit dem Kabel strangulieren oder, bei SVV, die Scheibe einschlagen und sich damit selbst verletzten. Gut, das Ding hat halt jetzt auch 'nen Lautsprecher und ist MEIN Eigentum, desweiteren bin ich kein SVVler (sichtbar, keine Narben am Körper), also hat sich die Sache damit auch wieder. Außerdem hätte man mir das dann so erklären können statt nur zu sagen es wäre hier ja keine Multimediashow - ja sry, wenn ich 48 Stunden allein auf meinem Zimmer bleiben MUSS und nix habe als ein Bett und Bauarbeiter vor meinem Fenster...
Das ist dann wiederum für jemanden der hauptsächlich darunter leidet sich einsam zu fühlen auch nicht gerade die Vorstellung einer Hilfe.


Ich spreche mich weiterhin GEGEN Zwangsbehandlungen mit allem was dazu gehört, vor allem aber die Grundrechtsverletzungen, Fixierungen und Zwangsmedikation aus.

24.03.2011 13:47 • #13


C
Ja man muss auch den Gürtel und die Schnürsenkel abgeben ....ich hoffe ich komme niemals mehr in so eine Situation dort hin zu müssen....

Klar wären wir erbost wenn sie uns unsere privaten Sachen abnehmen würden ...aber wir sind ja auch noch richtig klar im Kopf....wenn du wirklich so verwirrt bist und nicht weißt was du tust dann ist es wohl besser so allein schon aus Schutz ...

24.03.2011 14:40 • #14


S
Wer nicht richtig klar im Kopf ist gehört also weggesperrt und solchen Menschen gehört jegliche Würde genommen?
Wer bestimmt denn was genau nicht richtig klar im Kopf ist?

24.03.2011 16:29 • #15


C
Na Sans wenn man nicht mehr Herr seiner Sinne ist....wenn man kurz davor ist sich oder anderen Leid zu zufügen....ja bei Selbstmord zb.
Oder wenn man gewalttätig anderen gegenüber anderen ist...
Man soll da ja seinen Kopf frei kriegen von allen ....ob das da allerdings gelingt ist fraglich...

Meistens wenn man dort ist bleibt man auch erstmal dort und bekommt Tabletten also in der abgeschlossenen.....gibt aber auch ne offene da hat man wieder mehr Freiheiten...

24.03.2011 16:35 • #16


S
Wenn man alle einsperren müsste, die nicht Herr ihrer Sinne sind, wären Polizeistationen bzw. psychiatrische Einrichtungen bei Großveranstaltungen bei denen viel Alk. fließ Dauerüberfüllt

Zitat:
Oder wenn man gewalttätig anderen gegenüber anderen ist...
Das ist dann Fall der Polizei, nicht von Therapeuten.

Zitat:
Meistens wenn man dort ist bleibt man auch erstmal dort und bekommt Tabletten also in der abgeschlossenen.....gibt aber auch ne offene da hat man wieder mehr Freiheiten...
Es geht um Zwangsbehandlungen in geschlossenen Stationen. .. und wenn man wieder raus kommt ist nix wie vorher wenn man es nicht möchte. Wenn man es möchte brauchts keine Zwangsbehandlung.

24.03.2011 16:40 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

C
Da hast du recht....dann ist nix mehr so wie voher..aber für manche geht's danach auch besser..
Ich meine jetzt die ganz schweren Fälle die unzurechnungsfähigen...nicht die die ne Nacht in der Polizei ihren Rausch oder ähliches ausschlafen...
Es gibt Menschen die sind ständig gewalttätig....nicht aus der Situation heraus sondern dauerhaft...

24.03.2011 16:49 • #18


S
Zitat:
Es gibt Menschen die sind ständig gewalttätig....nicht aus der Situation heraus sondern dauerhaft...
Jo, es geht aber nicht um Gewalttaten, sondern um EIGENGEFÄHRDENDE Menschen... Fremdgefährdung ist ein ganz anderes Thema, wobei ich denke, dass dort eine polizeiliche Verwahrung angebrachter ist als eine psychiatrische.

24.03.2011 18:56 • #19


P
Zitat:
sondern um EIGENGEFÄHRDENDE Menschen..

Und das warst Du wohl oder sans? Ansonsten wärst du doch nicht in die Klinik gekommen oder?
Wie gehts jetzt weiter?

24.03.2011 20:14 • #20


A


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