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68

C

Cbrastreifen
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Ich trage noch mal zusammen, was uns in naher Zukunft, der Prozess ist schon aktiv, nur noch nicht auf dem Höhepunkt, erwartet: Durch den demografischen Wandel haben wir immer mehr Rentner, die immer länger leben, aber immer weniger junge Menschen, die die Rente verdienen, ihre alten Eltern pflegen, eigene Kinder großziehen und arbeiten. Es fehlt jetzt schon überall, man hört es jeden Tag,

Besonders prekär wird die Situation in der Pflege, damit zugleich auch für Menschen, die jetzt pflegebedürftig sind oder demnächst werden. Aber auch für ihre Angehörigen. Auch der Standard in Krankenhäusern sinkt, es kann also heute schon jeden treffen, hier ist ein Artikel, der die Situation erläutert:

https://www.psymag.de/11422/probleme-in. /view-all/

Wer wenig Geld und keine Angehörigen hat, den trifft es besonders hart, die Altenheime der nahen Zukunft werden keine Wellnessoasen.
Was also kann man tun? Mehrgenerationenhäuser oder eben Projekte, bei denen man sich wechselseitig hilft, eines ist von einem Altenpfleger aus Bayerns initiiert, der sich nach Jahrzehnten Berufserfahrung seine eigenen Gedanken gemacht hat. Ich habe selbst über ein Jahrzehnt in der Krankenpflege gearbeitet und kann bestätigen, was er sagt und finde seinen Ansatz großartig. Er hatte durchaus Startschwierigkeiten, aber das Konzept des Mannes ist genau das, was ich mir auch vorstellen könnte. Hier ein sehr interessantes Interview mit ihm, das als Anregung dienen soll, das Thema zu vertiefen und einige, ähnliche oder andere Konzepte zu diskutieren. Allgemein, aber es kann auch sehr konkret werden, schauen wir, was kommt:

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr. t-100.html

Meine Idee ist übrigens, dass das kein Konzept allein für Renter ist, sondern eine attraktive Wohnmöglichkeit für alle, die sich vorstellen können, in einer Gemeinschaft zu leben, in der man sich wechselseitig unterstützt.

Dann mal viel Spaß und anregende Ideen.

14.06.2025 x 1 #1


159 Antworten ↓
Q

Quasinemo
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Zitat von Cbrastreifen:
Nein, das hast Du in den falschen Hals bekommen.

Da bin ich mir stets unsicher.....

Zitat von Cbrastreifen:
In dem von Dir skikzzierten Fall kann man zwar etwas sagen, aber es hat keine Bedeutung.

Keine Bedeutung heißt für mich soviel wie: es ist unwichtig, man kann es vernachlässigen. Verfolgt man den Text zurück, ergibt sich daraus: Man muss dem von mir geschilderten Problem, dass mir nicht geglaubt wird, keine Beachtung schenken.

Zitat von Cbrastreifen:
Vielleicht nicht in einem engen System, in dem sich oft auch niemand verändern will Aber selbst da kann man Prozesse anstoßen, wie die systemischen Therapien zeigen.

Mit "niemand" bin doch wohl eher ich gemeint, was das o.G. ergänzt: Alle meine Probleme gehen nur von mir selbst aus, ich bin die einzig Schuldige. Wäre es nicht so, bräuchte ich mich ja nicht zu ändern!

Und? Habe ich das "in den falschen Hals" gekriegt? Wenn nein, dann würde ich mich nicht "klein" machen....

(Nebenbei: kein Mensch kann sich ändern, sondern nur an seinem Verhalten arbeiten! Sobald der Mensch als Ganzes gemeint ist, unterstellt man ihm automatisch, dass er falsch, unbrauchbar ist - und wundert sich dann, weshalb z. B. auch ich eben die geäußerte Meinung über mich so bewerte).

An anderer Stelle (die ich jetzt nicht markiert habe) beschreibst du die Notwendigkeit, die Opferperspektive zu verlassen. JAIN! Natürlich bringt es nichts, fortlaufend z. B. das Unrecht, das einem widerfahren ist, zu bejammern. ABER: Jedes Opfer verdient es erst, ernstgenommen zu werden, weil es nur dadurch gelingt, das Geschehene zu verarbeiten. Du würdest ja vermutlich auch keinem Opfer von Straftaten "vor den Kopf knallen": "Ach, das stimmt doch gar nicht, was du dir einredest. Das kann doch gar nicht sein."

Ja, "in den falschen Hals" bekomme ich durchaus vieles, zum einen, weil ich alles kritisch hinterfrage. Beim ausschließlich schriftlichen Austausch fallen zudem andere Erkennungsfaktoren, die auf die Gesinnung des Gegenübers schließen lassen (Mimik und Gestik) weg, so dass jedes Wort noch einmal mehr ins Gewicht fällt.
Zum anderen bin ich schlicht und ergreifend ungeübt - weil Kontaktmangel. Und hier ärgert es mich schon ziemlich, dass du scheinbar versuchst, diese Tatsache zu ignorieren, indem du wie eine Schallplatte mit Sprung
wiederholst, wie wertvoll doch (mit Bezug auf mich) die Verbreitung von Ideen ist - nachdem ich zigmal darauf hingewiesen habe, dass mir die Menschen fehlen, denen ich etwas unterbreiten könnte!

Ich habe zwar nicht mehr viele Ansprüche an das Leben (eigentlich so gut wie gar keine). Zu den wenigen zählt jedoch der Wunsch, ernst genommen zu werden. Das Gefühl dafür fehlt mir jedoch nahezu komplett, bzw. die Einschätzbarkeit, so dass Irritationen praktisch schon vorprogrammiert sind.

Misstrauen ist mein zweiter Vorname. Das beinhaltet aber auch, dass ich mich (nicht erst jetzt) frage, warum du an dem Austausch mit mir interessiert bist. Da befürchte ich, dass mir der Druck zu groß wird - 1. weil meine Beiträge sich ja auch nur in einem Rahmen bewegen, den ich mal mit "Neugierde" umschreiben mochte; 2. weil ich oft Situationen ausgesetzt bin, die mich überlasten, so dass mir die nötige Energie fehlt, um deinem Anliegen gerecht zu werden. Und Sätze wie:

Zitat von Cbrastreifen:
Ja, dann wäre die Deutungshoheit sozusagen völlig asymmetrisch, auf der Seite jener, die einen Menschen beachreiben und über ihn reden, statt mit ihm. In dem von Dir skikzzierten Fall kann man zwar etwas sagen, aber es hat keine Bedeutung.


...lesen sich wie nüchterne Statistiken, ohne jede emotionale Beteiligung, was sich nicht gerade förderlich auf mein Verständnis - im doppelten Sinne: 1. rein rational im bestehenden Zusammenhang (ich bin wohl doch zu doof..), 2. von "verstanden" werden - auswirkt. So sehr ich es zu würdigen weiß, dass jemand sich eines umfassenden Wortschatzes bedient, lege ich doch bei Themen/Aussagen, die die Gefühlswelt berühren, mehr Wert auf Klarheit. Dazu kann es erforderlich sein, das sprachliches Niveau durch kurze, aber prägnante Worte der Gefühlsebene anzupassen.


Mit meiner Andeutung::


Du hingegen bist gut beraten damit, auf die Menschen, an denen es laut deiner Aussage nicht mangelt, zurückzugreifen, um deinem Ziel näher zu kommen!

beabsichtigte ich übringens nichts Böses. Vielmehr denke ich zweckdienlich. Sowohl beruflich als auch privat hast/hättest du doch tausendmal bessere Möglichkeiten, adäquate Gesprächspartner zu finden als ausgerechnet in einem Psychoforum. Du möchtest doch einen kühlen ausschließlich themenzentrierten Austausch ohne Umschweife, ohne Sentimentalitäsduselei. Das kann ich aber nicht bieten, wie du gemerkt hast. Mein Klärungsbedarf ist sehr hoch - und daran möchte ich auch nichts ändern!

Zu deiner p.N.: ich habe angefangen zu lesen. Das Schriftbild ist für mich leider eine Katastrophe. Da sitze ich noch"ewig" dran.

14.02.2023 07:41 • #130


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Gemeinsames Leben in der nahen Zukunft

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Quasinemo
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Zitat von Cbrastreifen:
Vielleicht ist das wie andere einen sehen und beschreiben sogar wichtiger, als das was passiert ist,

Sofern diese Sicht eine invalidierende ist, ersetze ich das Wort "wichtiger" durch erniedrigender. Nichts ist so schlimm wie jemandem nicht zu glauben.

Zitat von Cbrastreifen:
weil das ja rückwirkend sowieso ständig überarbeitet wird

Von wem? Von anderen? In meinem Fall nicht.

Zitat von Cbrastreifen:
Man kann vielleicht nicht groß beeinflussen, wie anderen einen beurteilen, aber man kann dennoch die eine eigene Geschichte des Lebens entwerfen.

Was in letzter Konsequenz auch heißen würde: Allein gegen den Rest der Welt! Das in jungen/gesunden Jahren hinzukriegen, halte ich für ziemlich aussichtslos (obwohl ich auch sehr rebellisch war, so ist das nicht! Aber es geht eben an die Substanz, immer allein auf sich gestellt zu sein. Von nichts kommt ja keine psychische Erkrankung). Wir alle benötigen in einem gewissen Ausmaß das soziale Gefüge, den Schutz der Gruppe und damit zwangsläufig Rückmeldungen. Sind diese konstruktiv, erfüllen sie ja auch einen wichtigen Zweck: das eigene Verhalten zu spiegeln und zu verbessern.

Erst wenn man nichts mehr zu verlieren hat, kann man ganz auf Fremdbeurteilungen verzichten.

Zitat von Cbrastreifen:
10 Jahre oder weniger.

Dann werde ich ja vielleicht in irgendeiner Weise noch etwas darüber erfahren.

Zitat von Cbrastreifen:
Ich will in so einer Art Gemeinschaft leben. Eines der trüber Kapitel meines Lebens ist, dass ich sowas zum Greifen nahe hatte ... und dann kam alles anders.

Das ist sehr schade!

Zitat von Cbrastreifen:
Ich sehe mich eher als Ideengeber,

Ideen, die man für sich selbst entwirft, kann man jederzeit umsetzen, solche, für die man andere benötigt, eben auch nur dann, wenn man auf andere zugreifen kann. An Ideen hat es mir auch selten gefehlt, nur eben am Ergänzungspart..

Deinen Ausführungen entnehme ich, dass in diesem Punkt bei dir aber alles stimmig ist.......?

Zitat von Cbrastreifen:
Ich glaube, jeder wir seine Aufgabe selbst finden.

......Was im Klartext bestätigt, dass ich nichts beitragen kann (s.o.). Die Personen, die ich kenne (mit und ohne persönlichen Kontakt), sind entweder alt, krank oder sind definitiv nicht am Wechsel ihrer Wohnsituation interessiert (vgl. u.)

Zitat von Cbrastreifen:
An Menschen wird es nicht mangeln,

aber vielleicht an denen, die sich solche Wohnalternativen für sich selbst vorstellen können. Es ist ein Unterschied, ob jemand eine Idee nur toll findet (wie z. B. diejenigen, die du bei den Eingangskontrollen angesprochen hast) oder auch für sich selbst ausschöpfen möchte. Es mangelt mir an Vorstellungsvermögen, dass Menschen, die über eine solide soziale Basis verfügen (glückliche Partnerschaft, Familie, Freundeskreis) Lust verspüren, in eine größere Gemeinschaft zu ziehen. Das, was die jetzt schon haben, ist denen Gemeinschaft genug! Unter Umständen hängt auch noch ein hübsches Eigenheim daran in einer gepflegten Nachbarschaft. Das gibt doch keiner freiwillig auf!

Ergo - bleiben dann noch die übrig, die mit ihren sozialen Kontakten - aus welchem Grund auch immer - nicht zufrieden sind. Hier besteht aber auch die Gefahr, dass diese Menschen in einem anderen Milieu enttäuscht werden, weil sich ihre Erwartungen nicht erfüllen - und umgekehrt die der Mitmenschen in Bezug auf die anderen. (Der Bauer im Interview berichtete u.a. davon)

Das muss natürlich nicht so kommen, aber: warum sollte das, was woanders nicht funktioniert, ausgerechnet in der neuen Wohnform gewährleistet sein? Wer garantiert denn, dass sich alle Bewohner/innen gleichermaßen tolerant wie rücksichtsvoll verhalten?

Selbst, wenn sich eine bunt gemischte Wohnschar ergäbe, sagen wir, Ehepaare neben Alleinlebenden, dann wird der Alltag so aussehen wie gehabt; Die Kontakte werden - von flüchtigen Begegnungen abgesehen - in der vertrauten Form fortgesetzt: Eheleute bleiben gerne unter sich - Alleinlebende ungern ebenfalls! Der neue Wohnbereich versteht sich ja auch nicht als Ghetto. Wer vorher schon Außenkontakte hatte, kann und wird die natürlich weiterhin pflegen und sich nicht darauf fixieren, Einsame dabei unterstützen, aus der Isolation zu kommen, nur weil sie die neuen Nachbarn sind.

Noch-Berufstätige sind zudem auf eine überschaubare Entfernung zum Arbeitsplatz angewiesen.

Zitat von Cbrastreifen:
also wird kommen, was kommt, ein Schwemme von Altersarmut, sehr bald.

Daran gibt es nichts zu bezweifeln - leider!

10.02.2023 11:49 • #119


Zum Beitrag im Thema ↓


Schlaflose
So etwas wäre für mich absolut undenkbar, ständig unter anderen Menschen zu sein und schon gar nicht, wenn man sich gegenseitig helfen und sich um andere kümmern soll.

Ich bin alleinstehend und habe niemanden, der sich im Alter um mich kümmern wird. Ich werde versuchen, so lange wie möglich mit ambulanter Pflege in meiner Wohnung zurecht zu kommen. Erst, wenn das gar nicht mehr geht, will ich in betreutes Wohnen oder in ein normales Pflegeheim. Aber auf gar keinen Fall etwas WG-artiges. Das konnte ich schon nicht ertragen, als ich jung war.

x 4 #2


C
Zitat von Schlaflose:
Aber auf gar keinen Fall etwas WG-artiges. Das konnte ich schon nicht ertragen, als ich jung war.

Also, ich bin auch kein WG Typ, das konnte ich ebenfalls erfolgreich vermeiden. Ist ja auch nur ein Modell von vielen, aber Pflegeheim wäre so für mich der Albtraum.
Wird dann aber vermutlich nicht so Dein Thread werden, dennoch, danke, für die Rückmeldung.

x 1 #3


Q
Zitat von Cbrastreifen:
Besonders prekär wird die Situation in der Pflege, damit zugleich auch für Menschen, die jetzt pflegebedürftig sind oder demnächst werden. Aber auch für ihre Angehörigen. Auch der Standard in Krankenhäusern sinkt, es kann also heute schon jeden treffen,


Hi, jetzt habe ich dich "gefunden". Ich möchte dir noch ganz viele Rückmeldungen zukommen lassen. Im Moment scheint mich leider meine Müdigkeit zu bezwingen........mal schauen, wie es in den nächsten Tagen wird. Ich antworte auf jeden Fall, kannst dich drauf verlassen!

x 1 #4


I
Du meinst gemeinsam einsam ? Nein, blöder Spruch.

Ich weiß von Leuten, die sehr gut befreundet sind, Paare, die zusammen neu gebaut haben, vor einigen Jahren schon,
auf einem Grundstück. Von Alter sind die jetzt so ab 65 und älter.
Jedes Paar hat sein eigenes Haus, aber alle haben einen gemeinsamen großen Garten.
Die haben sich das so vorgestellt, dass sie eine Pflegekraft *für alle* engagieren, die dann von einem zum anderen
wandert, wenn es mal soweit ist. Genauso soll das mit Haushaltshilfe und Putzperle sein...für alle zusammen.
Na, ob das alles so klappt wie die sich das vorstellen...ich lasse mich überraschen. Die Kosten sollen dann geteilt werden.
Eine von den Leuten ist meine Schwester. Ich werde es also erfahren.
Klingt alles nach ganz viel Geld, aber das haben sie auch.
Aber die helfen sich auch jetzt schon mal gegenseitig...

x 1 #5


Moonlight_74
Zitat von Cbrastreifen:
Meine Idee ist übrigens, dass das kein Konzept allein für Renter ist, sondern eine attraktive Wohnmöglichkeit für alle, die sich vorstellen können, in einer Gemeinschaft zu leben, in der man sich wechselseitig unterstützt.

Ich bin auch kein WG Typ... aber besser als im Alter alleine zu sein... Die Idee sich gegenseitig zu unterstützen finde ich gut

#6


C
Zitat von Isalie:
Eine von den Leuten ist meine Schwester. Ich werde es also erfahren.
Klingt alles nach ganz viel Geld, aber das haben sie auch.
Aber die helfen sich auch jetzt schon mal gegenseitig...

Das kann klappen und scheitern, wie so oft.
Bei einer guten nachbarschaftlichen Beziehung kann man sich auch helfen, aber die Hilfe findet ihre Grenzen, wenn es in den Pflegebereich geht.

Die ehrliche Frage, die daneben gestellt werden müsste ist aber: Wie oft 'klappt' es denn, mit dem Altenheim?
Durchschnittlich ist man nach zwei Jahren tot, intellektuelle und emotionale Verwahrlosung sind relativ sicher, bekommt diktiert, wie der Tag strukturiert wird.

Was hieße denn 'klappen', in einem Heim?

#7


C
Zitat von life74:
Ich bin auch kein WG Typ... aber besser als im Alter alleine zu sein... Die Idee sich gegenseitig zu unterstützen finde ich gut

Wie gesagt, es geht nicht in allen Fällen um eine WG. Man kann sich das auch zurückgezogener denken und die sozialen Kontakte so justieren, wie man sie selbst braucht.
Ein Modell könnte auch eine Straße sein, die sich bewusst anders organisiert, oder eine Art kleines Dorf.
Ich würde alt und jung mischen und die Gegend so attraktiv gestalten, dass junge Leute da gerne wohnen, offenbar hat sich das bei dem Kollegen aus Bayern ja auch so ergeben.

#8


Schlaflose
Zitat von Cbrastreifen:
Durchschnittlich ist man nach zwei Jahren tot,

Das ist doch gut. Wenn man in so einem körperlichen oder geistigen Zustand ist, dass man ins Heim muss, will man gar nicht weiterleben. Ich zumindest nicht.

x 1 #9


Schlaflose
Zitat von life74:
Ich bin auch kein WG Typ... aber besser als im Alter alleine zu sein... Die Idee sich gegenseitig zu unterstützen finde ich gut

Gerade die Idee, sich gegenseitig zu unterstützen finde ich horrormäßig. Ich will unterstützt werden, wenn ich Hilfe brauche, aber dann ich zahle ich dafür.

x 1 #10


reggi62
@Cbrastreifen , ich finde die Idee sehr gut, daß ist sicher nichts für jeden...aber es gibt es genügend Menschen die daran interessiert wären.
Hier , in der Großstadt...vereinsamen sehr viele alte Menschen, es ist wichtig im Alter ( nur wer möchte) soziale Kontakte zu haben und sich auszutauschen und unterstützen.
Viele Altersheime, sind schlecht und die Pflegekäfte überfordert...dass möchte keiner erleben.
Deswegen halte ich dieses Konzept für eine echte Alternative, natürlich nur wenn es finanziell zu stemmen ist.

x 1 #11


I
Zitat von Cbrastreifen:
Was hieße denn 'klappen', in einem Heim?

Kommt leider wie so oft darauf an, was man sich leisten kann oder bereit ist auszugeben.
Ich habe da mal gearbeitet...wen es denn interessiert...
https://rosenhof.de/
Zitat von Cbrastreifen:
Ich würde alt und jung mischen

Dieses Mehrgenerationen-Wohnen ist sicher gut, solange man sich eben versteht.
Innerhalb oder mit eigenen Familie ...kann es klappen oder nicht.
Theoretisch könnte ich auch mit meiner Mutter, meinen Kindern und Enkeln unter einem Dach wohnen...
Uroma und Oma hüten dann brav die Enkel.....fühlen sich noch gebraucht
und die Eltern gehen dann fleißig arbeiten...
Alt und jung kann klappen, wenn die Alten noch den Nerv haben, die Jungen tagtäglich zu *ertragen *.
Ich liebe meine Enkel über alles, aber täglich könnte ich das nicht haben.
Und außerdem wissen die Alten sowieso immer alles besser...was die Jungen aber nicht hören wollen
und lieber ihre eigenen Erfahrungen machen wollen. Zwinker.
So war es jedenfalls bei mir, als wir mit den Schwiegereltern unter einem Dach wohnten.
Hat alles Vorteile und Nachteile. Darüber muss man sich klar sein.

#12


Q
Zitat von Schlaflose:
Das ist doch gut. Wenn man in so einem körperlichen oder geistigen Zustand ist, dass man ins Heim muss, will man gar nicht weiterleben. Ich zumindest nicht.

Ich auch nicht - neben vielen anderen. Das Problem ist jedoch, dass, wenn man wartet, bis diese Situation eintritt, man kaum mehr in der Lage ist, sie von sich fernzuhalten. Dafür müsste man schon rechtzeitig sorgen.......leider!

Zitat von Schlaflose:
Ich will unterstützt werden, wenn ich Hilfe brauche, aber dann ich zahle ich dafür.

Wohl dem, der denn zahlungsfähig ist......

Zitat von Isalie:
Klingt alles nach ganz viel Geld, aber das haben sie auch.

Das Vorhaben an sich ist jedenfalls recht vorbildlich......aber das liebe Geld regiert bekanntlich die Welt und schließt Arme von solchen Möglichkeiten aus.

#13


I
Ich habe aber auch schon in einem *normalen* Heim gearbeitet.
Aber auch da gibt es die Bereiche, die von den Bewohnern selber als * Himmel oder Hölle * bezeichnet wurden,
je nachdem in welchem Gesundheitszustand sich derjenige befand.
Da kann das Heim dann aber auch nichts dafür, wenn es jemandem schlecht geht.

#14


I
Zitat von Cbrastreifen:
Durchschnittlich ist man nach zwei Jahren tot, intellektuelle und emotionale Verwahrlosung sind relativ sicher, bekommt diktiert, wie der Tag strukturiert wird.

Das ist eben davon abhängig in welchem Zustand sich jemand befindet und manchen tut die vorgegebene Tages-
struktur auch gut.
Ich selber möchte auch nicht in Heim, aber danach wird es wohl nicht gehen eines Tages.
Mit Sicherheit werde ich nicht in einer * Residenz * landen, das ist schon mal klar.
Ich möchte meinen Kindern aber auch nicht zur Last fallen.

#15


Q
Zitat von Cbrastreifen:
Was also kann man tun?

Es scheint zunächst so, als würden sich die Beiträge, auf die du per link hinweist, an unterschiedliche Zielgruppen richten: Der Artikel hebt die desolate Pflegesituation hervor. Das Bauernhof-Modell versteht sich jedoch nicht als bessere Pflegeeinrichtung; hier werden Menschen gesucht, die noch tatkräftig mit anfasse könnenn - innerhalb wie außerhalb der Gemäuer (Garten). Von selbst hält sich der Bauernhof ja schließlich nicht instand.

Personen, deren Gesundheitszustand eine aktive Mitwirkung nicht (mehr) zulässt, sind hierbei wohl eher nicht erwünscht - und wenn, dann eben nur über ausgleichende Bezahlung der "Mehrbelastung". Du weißt, das gibt nicht meine Sichtweise wieder, wohl aber die der Gesellschaft im allgemeinen. Hilfe auf reiner Solidaritätsbasis - ohne Erwartung einer Gegenleistung - halte ich für Fiktion. Gäbe es sie, hätten wir ja nicht das Dilemma in der Pflege.....

Was mir wohl einleuchtet, ist ein indirekter Zusammenhang zwischen so einem Wohnvorhaben und der Verbesserung der Pflegesituation: Rentner/innen, die länger gebraucht werden, "rosten" später. Damit verkürzt sich im Idealfall die Dauer der Pflegebedürftigkeit, verringern sich Krankenhausaufenthalte, wird Pflegepersonal entlastet. Wenngleich dieses Ziel durchaus erstrebenswert ist, "zäumt" man zugleich "das Pferd von hinten auf", da man dem Pflegenotstand quasi symptomatisch und nicht ursächlich begegnet. Ursächlich würde bedeutetn, dass Gesetzesvorgaben erfolgen, die der uneingeschränkten Geldgier z. B. privater Betreiber von Heimen - ähnlich wie bei der Mietpreisbremse - "einen Riegel vorschieben". Die eingesparten Moneten könnten dann in eine bessere Personalausstattung fließen sowie in ansprechende Unterhaltungsangebote für Bewohner/innen u.s.w. Na ja, wir können die Gesetze nicht ändern, aber unsere Stimme erheben. Von nix kommt schließlich nix.

Bei allen Wohnformen, die für Senioren konzipiert werden, sollte man auch bedenken, dass die ältere Generation in puncto Flexibilität und Experimentierfreudigkeit nicht mit Jüngeren mithalten kann. Es überrascht mich keineswegs, dass sich auf dem vorgestellten Bauernhof in Bayern junge Leute niedergelassen haben. Hier muss noch sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, müssen sich Projekte mit Älteren erst bewähren. Die Ideen stecken ja noch ganz am Anfang und in der Zwischenzeit gehen die entwürdigenden Bedingungen in der Pflege weiter.

#16


I
So hätte ich es nicht formulieren können...aber so denke ich das auch, bis auf..
Zitat von Quasinemo:
gehen die entwürdigenden Bedingungen in der Pflege weiter.

Kommst du aus der Pflege ?
Das kann man nicht verallgemeinern. Ich kenne es auch anders und verteidige mal die Pfleger, die sich den Popo aufreißen.

#17

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Windy
Mir geht es genauso wie @Schlaflose. Es wäre eine Horror für mich, ständig jemand um mich herum haben zu müssen, brauche meinen Freiraum, mit viel Ruhe. Halte mich so gut wie möglich fit, um nicht abhängig werden. Wenn ich meine Eltern anschaue, dann überkommt mich das pure Grauen, jemanden ständig auf der Pelle zu haben und wie die sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen.

#18


Q
Zitat von Isalie:
Kommst du aus der Pflege ?
Das kann man nicht verallgemeinern. Ich kenne es auch anders und verteidige mal die Pfleger, die sich den Popo aufreißen.


Das ist möglicherweise ein Missverständnis - ich wollte keineswegs die Pflegekräfte angreifen! Sie sind genau so die Leidtragenden wie die Bewohner/innen. Man findet natürlich hier und da unangemessene Verhaltensweisen, und zwar auf beiden Seiten. Bew. können ohne Frage auch schwierig sein, so dass der wohlwollensten Pflegekraft irgendwann der Geduldsfaden reisst. Umgekehrt gibt es eben auch Beschäftigte mit mangelnder Empathie und fragwürdiger Arbeitsmoral. Veralllgemeinern darf man so etwas nicht, da hast du völlig recht! Das Grundproblem ist aber auch ein ganz anderes, wie zuvor schon beschrieben.

Meine Mutter lebt im Pflegeheim, da kann ich regelmäßig beobachten, wie sich das Personal "den Popo aufreisst". Bei meiner inzwischen verstorbenen Tante sah das deutlich anders aus.

x 2 #19


C
Zitat von Schlaflose:
Das ist doch gut. Wenn man in so einem körperlichen oder geistigen Zustand ist, dass man ins Heim muss, will man gar nicht weiterleben. Ich zumindest nicht.

Damit sagst Du implizit ja auch nichts anderes, als dass Du Heime für nicht lebenswerte Orte ansiehst (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen). Ist das nicht unwürdig, dass wir schon so selbstdestruktiv denken, statt uns auf den nächsten Lebensabschnitt zu freuen?

#20


A


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