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Ich habe gerade 'Die letzten Männer von Aleppo' geguckt. In der ARD Mediathek.
Der Film ist wirklich nichts für schwache Nerven. Es geht dort um die Arbeit von ein paar Weißhelme. Ich wusste garnicht das die bewusst nicht bewaffnet sind. Da gehört schon sehr viel Größe und Überzeugung vom Frieden zu, wenn man täglich Leichen birgt und mit dem Wahnsinn des Krieges konfrontiert ist. Die Gruppe der Weißhelme um die es geht ist sehr symphatisch. Es wird sehr nah und persönlich gefilmt. Es werden insgesamt 4 tote Säuglinge geborgen und auch gezeigt. Väter die weinen. Männer die ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen um täglich den Schutt wegzuräumen in der Hoffnung lebende zu bergen. Oder die Toten anständig nach ihrem Glauben beizusetzen.

Es wird gesungen, es wird gefeiert, es wird geheiratet. Dann wird gestorben, geweint und nie wird die Waffe in die Hand genommen.

In einer Szene sieht der Einfall der Bomben aus, als wenn in Fenstern ein Feuerwerk gespiegelt wird. Bis sie dann wenige Augenblicke später detonieren.

Mich hat der Film durchweg sprachlos, traurig und ohnmächtig gemacht. Ich kenne den politischen Hintergrund nicht. Aber das da, kann nicht richtig sein. Die Menschen dort in Aleppo halten nur die Stellung. Sind dort weil es ihr Zuhause ist. Weil sie nicht weg kommen. Weil sie nicht weichen wollen. Es ist ihr Zuhause und sie tragen keine Waffen.

Es ist der Wahnsinn, was die Weißhelme leisten und wie fähig sie trotzdem sind zu Mut und Lebensfreude.

Der Film würde eigentlich meine Sympathie für Migranten hier stärken oder überhaupt herstellen. Wenn man nur wüsste wer wirklich Kriegsflüchtling ist...
Kann man sich anmaßen in 14 Tagen rechts orientiert zu wählen? Die Frage stelle ich mir in Gedanken... Das soll keine politische Diskussion auslösen.

Ich versuche nur zu beschreiben mit welchem Gefühl...mit welchen Gedanken der Film mich in mein Leben entließ.

Gegen Schluss wird eine Katze gezeigt, die verletzt ist und starke Schmerzen hat und das war zusätzlich schlimm für mich, weil ich viel mehr Trauer und Schmerz fühle, wenn Tiere leiden.

Doch die eigentliche Schluss-Szene topt auch das noch.

Wenn ihr euch den Film anschauen wollt, dann macht es so, das ihr am Schluss nicht unbedingt zur Tagesordnung übergehen müsst.
Ansonsten bin ich froh ihn gesehen zu haben. Er hat mich sensibilisiert.

27.08.2017 12:08 • 09.11.2017 x 5 #1


7 Antworten ↓


YesItsMe0
Zitat von Flocke37:
Kann man sich anmaßen in 14 Tagen rechts orientiert zu wählen? Die Frage stelle ich mir in Gedanken... Das soll keine politische Diskussion auslösen.


Genau das löst du aber mit deinem Post aus. Ich lehne mich etwas weiter aus dem Fenster heraus und behaupte mal du versuchst hier versteckt anti AfD, CSU, CDU Werbung zu machen.

Mir persönlich ist egal wer die Wahl gewinnt da ich kurz vorher den Walomat anwerfe und danach mein Kreuzchen mache. Mein Ziel ist es sowieso in ein paar Jahren auszuwandern.

Deutsche Mainstreammedien oder Propagandamedien wie ich sie nenne verfolge ich sowieso nicht mehr. Ich bevorzuge lieber die BBC und auf youtube Al Jazeera oder andere unabhängige Medien aus dem englischen Sprachraum

27.08.2017 12:41 • x 4 #2



Die letzten Männer von Aleppo

x 3


Ich wollte mir meinen Eindruck des Films von der Seele schreiben und was andere damit machen, wie sie damit umgehen, ist allein deren Verantwortung. Es sind ausschließlich meine Gefühle, meine Gedanken und ich habe Null Interesse einer politischen Diskussion. Und ich lasse mir das auch nicht unterstellen.
Sollte dieses Thema in genau das ausarten, bitte ich die Admins es zu sperren/schließen.

Hast du was zum Inhalt des Films beizutragen?

27.08.2017 12:51 • x 3 #3


Veritas
Ich kann den Film auch nur empfehlen, habe ihn bei der Erstausstrahlung gesehen. Hat mich tw. auch sprachlos gemacht, v.a. wenn die Männer ihre eigenen toten Kinder aus Trümmern bergen. Krieg ist eine schreckliche Sache, die getroffenen ansich können leider kaum etwas gegen die Aggressoren (nicht nur Assad, der Westen - allen voran die USA - muss nicht immer einen auf unschuldig machen) ausrichten. Außer den vom Westen unterschätzten Afghanen hat es früher niemand geschafft.

YesItsMe0, Du liegst ganz falsch, was das anti-AfD usw. Das soll hier auch nicht das Thema sein.

Alt, aber auch interessant (anderer Krieg): Dienstreise in den Tod - Russische Spezialeinheiten in Grozny 1996

27.08.2017 13:10 • #4


Ara
Zitat von Flocke37:
Ich kenne den politischen Hintergrund nicht.

...

Kann man sich anmaßen in 14 Tagen rechts orientiert zu wählen? Die Frage stelle ich mir in Gedanken... Das soll keine politische Diskussion auslösen.


Den politischen Hintergrund sollte man sich aber vielleicht holen wenn das maßgeblich die Wahlentscheidung beeinflussen wird...

Den gibt's z.B. hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Syrischer ... chutz_(Weißhelme)
http://www.alternet.org/world/inside-sh ... ange-syria
http://www.alternet.org/grayzone-projec ... s-military

Die humanitäre Hilfe ist da wohl nur ein Nebenprodukt. Es geht eher um Lobbyarbeit für ein Eingreifen der USA und den Sturz von Assad.

27.08.2017 13:14 • x 1 #5


Zitat von Ara:

Den politischen Hintergrund sollte man sich aber vielleicht holen wenn das maßgeblich die Wahlentscheidung beeinflussen wird...

In diesem Thema interessiert mich jener überhaupt nicht.

27.08.2017 13:21 • #6


YesItsMe0
Zitat von Flocke37:
Hast du was zum Inhalt des Films beizutragen?


Warum sollte ich etwas anschauen wenn ich mach danach wahrscheinlich schlecht fühle?

Nein ich schaue solche Dokus nicht an. Nicht mein Land nicht mein Problem. Ich bevorzuge lieber dokus über Technologie, das Universeum, Tiere....

27.08.2017 15:42 • #7


Veritas
Kommt heute um 23:45 Uhr im SWR noch einmal: https://www.swrfernsehen.de/-/id=414149 ... index.html

09.11.2017 20:13 • x 1 #8




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