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Hallo,
zuerst einmal freu ich mich, dieses Forum hier gefunden zu haben. Ich finde mich oft wieder, deshalb dachte ich mir, meld ich mich mal an.

Zu meiner Geschichte in kurz gefasst: meine Grunderkrankung ist eine soziale Phobie, die ich aber ansich gut im Griff habe. (Verhaltenstherapie vor 3 Jahren). Leider habe ich des öfteren in meinem Leben auf Medikamente zurückgegriffen, wenn die Zeit recht schlimm war, ich nicht mit meinen Ängsten umgehen konnte(Dies aber in Situationen, die schon ohne Phobie schlimm gewesen wären). Ich habe 2 Jahre Tramadol eingenommen, hochdosiert, dann einen kalten Entzug erfolgreich vor ca. 2 Jahren geschafft. Leider habe ich vor einem Jahr wieder zu diesem Medikament gegriffen. Dieses mal habe ich aber, wahrscheinlich vor lauter Stress und generell schlechterm Befinden, paradox darauf reagiert, nach einem halben Jahr Einnahme. Ich habe es plötzlich nicht mehr vertragen und mit Panikattacken darauf reagiert. Ich habe es dann sofort abgesetzt (Januar 2017) und einen erneuten Entzug geschafft. Blöderweise habe ich in der Zeit auch das Schlafen verlernt und mit Zolpidem angefangen. Diese habe ich ca. 1,5 Jahre genommen, bis Februar 2017, dann habe ich sie absetzen können und 2 Monate ging es mir ganz gut. Dann hatte ich enormen Stress und vermehrt Panikattacken, keine Ahnung warum nach dieser langen Zeit. Wahrscheinlich durch Stress ausgelöst(Umzug) und habe dadurch wieder dazu gegriffen. Nun ging es mir kontinuierlich schlechter. Brennen im bzw. auf dem Kopf, starke Kopfschmerzen(die mittlerweile zum Glück weg sind), Unwirklichkeitsgefühl, Schmerzen usw. Was mich am meisten belastet, ist der Kopfdruck und das brennende Gefühl in den Ohren. Kennt das jemand? Ich habe das Gefühl, dass mein ganzes Nervensystem einfach überlastet ist und es Zeit braucht, bis sich alles beruhigt. Ich habe schon öfter Phasen, in denen es ganz weg geht, aber bei jedem kleinen Aufreger, sofort wieder kommt und mir auch Angst macht. Ich versuche jetzt das Zolpidem abzusetzen, habe aber Angst dass es noch schlimmer wird. Ich nehme ja nicht mal viel, aber wieder täglich...

Ich war deswegen vor kurzem auch im KH, es wurde alles gemacht, Lumbalpuktion, MRT, sämtliche Blutuntersuchungen. Langzeitblutdruck, Langzeiturin(ergebnisse stehen noch aus). Und einige Blutwerte stehen auch noch aus. Ich muss dazu sagen, dass ich auch noch erkältet bin, sowas aber sonst nicht kenne...

Naja, mit dem Denken hab ich es momentan auch nicht so^^ Ich hoffe der Text ist soweit verständlich. Vielleicht gibt es hier ja Gleichgesinnte, die evtl. auch zu dem Zolpidem Erfahrungen haben. Ärzte sagen ständig was anderen, einmal, dass es gar nichts macht und einmal, dass es gefährlich ist...

Vielleicht liest ja jemand den langen Text. Wenn etwas nicht klar ist, oder ich es vergessen habe(wie so oft ) einfach fragen.

Liebe Grüße

09.08.2017 19:32 • 10.08.2017 #1


9 Antworten ↓


la2la2
Hey,
lässt sich schwer sagen, was da los ist.
Wichtig ist, dass du Psychopharmaka IMMER nur langsam einschleichst und über Wochen ganz allmählich wieder ausschleichst (= langsam die Dosis reduzieren). NIEMALS abrupt absetzen - das führt oft zu schwersten Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen, die leider selbst manch ein Psychiater leugnet.

09.08.2017 19:58 • x 1 #2



Panikattacken-Zolpidem absetzen schuld?

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Danke für deine Antwort.

Dann ist das Zolpidem also doch ein Antidepressivum? Ich dachte immer, es wäre nur ein Schlafmittel, dem Benzo ähnlich. Vielleicht hab ich die ganze Sache doch unterschätzt...Das würde dann aber bedeutet, wenn es das Zolpidem ist, dass es wieder gut wird?!

Ein Arzt meinte mal, dass wenn ich es so lang regelmäßig nehme, ich immer drauf bin. Ich dachte, das wäre Quatsch, weil die Halbwertszeit ja nur 2,5 h ca. ist.

PS: ich bekomm das Medi nur vom HA, nicht Psychiater. Der verschreibt es mir allerdings auf Privatrezept.

09.08.2017 20:23 • #3


petrus57
Zolpidem ist ein Schlafmittel.

09.08.2017 20:35 • x 1 #4


la2la2
Das langsama Absetzen bezieht sich auf ALLE Substanzen, die auf die Psyche wirken. Egal ob Antidepressiva, Benzos, Neuroleptika, etc..

Zolpidem kann genauso wie Benzos abhängig machen bei langfristiger Einnahme.
Da hat der Arzt schon recht, dass es problematisch ist.....

09.08.2017 20:39 • x 1 #5


Ich frag mich nur, ob es nicht von der Einnahme kommt, statt vom Absetzen. Weil zuerst konnte ich es ja gut absetzen, 2 Monate ohne. Erst Stress hat mich wieder dazu getrieben und dann ging es mir immer schlechter.
Wahrscheinlich war alles zusammen zuviel... Vielleicht reagier ich jetzt viel empfindlicher darauf, wie auf das Tramadol plötzlich.

Sind diese Beschwerden denn dann normal? Gerade dieses Brennen im Kopf und diese seltsamen Schmerzen auf dem Kopf, teilweise wie ein Kältegefühl, machen mir zu schaffen. Und der Druck auf den Ohren. Ist das auch typisch?

09.08.2017 21:06 • #6


la2la2
Einfach mal beim Hausarzt ne gründliche Blutuntersuchung machen lassen (Blutbild +Leber +Nieren +....) und zum Neurologen gehen.

10.08.2017 08:05 • #7


War ja grad erst im KH und jetzt noch in einer Klinik ambulant da wird grad alles ausgeschlossen. Ich hatte das mit dem Zolpi ja schon öfter erwähnt, aber so wirklich interessiert das keinen... Aber bei Tramadol hieß es damals ja auch, das macht nicht abhängig und kann keinen Entzug verursachen ^^ Ja ja. Naja gut. Die Nierenwerte sind bei mir seltsamerweise schnell erhöht, da gibt es aber auch widersprüchliche Meinungen. Beispielsweise, dass es einfach vom Ibuprofen kommt, dies kurzzeitig die Werte erhöht. Aber gut, das wird wirklich nur ein Arzt klären können.

Ansonsten steht noch eine Sache aus, das weiss ich dann am 21.

Ich versuch es jetzt mal mit Lasea, evtl. hilft das auch schon, das ich von dem blöden Zolpidem weg komm...Da steh ich mir aber selbst sehr im weg, weil es einfach immer zu verlockend ist, das zu nehmen.

Gibt es hier denn eigentlich sowas, wie Selbsthilfegruppen? Dass man evtl. sogar in seiner Nähe schauen kann? Hier ist ja so viel geboten, ich wusste anfangs gar nicht, wo ich mein Thema einstellen soll, ist ja auch alles immer sehr komplex.

Jetzt vormittags geht es mir immer besser, deshalb fällt mir das Schreiben auch wieder wesentlich leichter Angenehm. Bis ich dann später arbeite und für ein Anschreiben 1 Stunde brauch^^

10.08.2017 08:24 • #8


petrus57
Zitat von IchBins87:
Jetzt vormittags geht es mir immer besser, deshalb fällt mir das Schreiben auch wieder wesentlich leichter


Bei mir ist es genau andersherum. Morgens die ersten Stunden eher panikmäßig drauf, abends geht es mir meist super.

10.08.2017 08:28 • #9


Nimmst du irgendwelche Medis ein? Wenn ich fragen darf.

Bei mir hat sich das immer verschoben, mal Morgens, jetzt eher mittags und gegen nachts nochmal etwas. Aber seit einigen Wochen keine richtigen Attacken mehr. Das kann aber auch an der Schilddrüse liegen, muss ich dazu sagen. Bin momentan etwas runtergegangen und seitdem ist der Blutdruck fast schon zu niedrig. Aber da muss ich erst mal Werte abwarten. Trotz allem kommt es mir so vor, als würden die Verspannungen das Hauptübel auslösen. Schwindel, Kopf brennen, Ohren zu. Alles komisch und nervig.

10.08.2017 08:45 • #10



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