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Hallo zusammen,


es würde mich mal interessieren , ob es hier User/innen gibt, die aufgrund diverser Ängste und Phobien auch unter bing eating ( oder einer anderen Essstörung ) leiden .


Bei mir habe ich es leider oft beobachtet, daß ich zuviel und ungesund esse, wenn es mir schlecht geht.

Hinterher habe ich dann ein total schlechtes Gewissen mir und meinem Körper gegenüber, da ich eh schon übergewichtig bin.

Vor einigen Monaten habe ich dann mit FDH angefangen und 10 Kilo abgenommen, doch nehme ich immer wieder 1 Kilo zu, wenns mir schlecht geht, welches ich wieder abtrainieren muß, damit ich zum Ausgangspunkt zurückkomme.


Wenn sich öffentlich niemand dazu bekennen will, würde ich mich auch über eine PN freuen.



Viele Grüße,


Cocoon951

07.08.2012 20:41 • 09.08.2012 #1


12 Antworten ↓


Hallo Cocoon, dass kenne ich auch von früher. Zwei Jahrzehnte hab ich immer abends Berge von Süßigkeiten gegessen. Ich habe Adipositas, diese Berge Süßigkeiten esse ich seit über 10 Jahren nicht mehr. Nach vielen auf Dauer erfolglosen Diäten habe ich vor vier Jahren meine Ernährung dauerhaft umgestellt. Seither nehme ich sehr langsam ab. Es kommt schon vor das ich manchmal eine ganze Tafel Schokolade esse oder eine Tüte Chips, aber ich versuche das ohne Schuldgefühle und kommt auch nicht mehr täglich vor wie früher und erst Recht nicht mehr in solchen Mengen... aber ich muss weiter achtsam sein.
Ich glaube man kann wirklich süchtig sein nach Zucker.
Ansonsten glaube ich das bei Essstörungen nicht Essen das erste Problem ist. Dazu hab ich viel gelernt in Therapie und durch ein Buch von Doris Wolf.

Ich hab immer noch einen hohen BMI, aber sonst hat sich mein ganzes Leben geändert bzw ich hab auch viel geändert.

Herzlich grüßt kerze

08.08.2012 06:55 • #2



Bing eating

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Hallo Kerze,

herzlichen Dank für Deine Antwort !

Ja, das Essen ist halt das Ventil in diesem Momenten !

Bei mir sinds nicht Süßigkeiten, sondern eher deftige Sachen , die ziehen dann noch mehr rein, Pizza, Chips ect.

Ich würde mir wünschen, diesen heftigen Drang , besonders abends, widerstehen zu können, aber es fällt mir enorm schwer !

Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, abends Vollkornbrot und viel Salat zu essen, das macht mich eher satt und verhindert diese Heisshungerattacken in etwa.


Aber so an 2 bis 3 Tagen in Monat kann ich mich nicht beherrschen.


Darf ich fragen, was Du für eine Therapie gemacht hast und wie heißt das Buch von Frau Dr. Wolf ?


Viele Grüße,


Cocoon

08.08.2012 09:53 • #3


Hallo, dieses Buch heißt "Übergewicht und seine seelischen Ursachen" von Dr. Doris Wolf.

Ich hab eine tiefenpsychologische Therapie gemacht und eine Verhaltenstherapie. Ich war auch in einer sehr guten Klinik, kannst Du Dir ja im Internet ansehen, Klinik Heiligenfeld.

Herzlich grüßt Dich kerze

08.08.2012 17:11 • #4


Hallo Kerze,

dann werde ich mir dieses Buch mal besorgen !

Und nach dieser Klinik , die Du mir genannt hast, werde ich mal googlen .


Vielen Dank für Deine Tipps und lieben Gruß,


Cocoon951

08.08.2012 18:43 • #5


Bitte, sehr gerne! Das Buch ist wirklich gut und man kann auch damit über Monate arbeiten und üben. Ich würde es neu kaufen da man da auch viel selber einträgt.

Alles Gute wünscht kerze....

08.08.2012 18:55 • #6


Hallo

Bei mir geht die Essstörung in die andere Richtung.Aber das ist genauso schlimm.Schaffe es einfach nicht zuzunehmen.

Drücke dir die Daumen, dass du deine Essstörung schnell in den Griff bekommst!

LG

08.08.2012 19:14 • #7


Tja, ich bin ein menschliches YoYo. Aktuell wiege ich sicherlich auch 100+ Kilo. Dabei hatte ich vor 3 1/2 Jahren sogar leichtes Untergewicht.

Meine Psychaterin meint ich versuche ein seelisches Loch zu stopfen. Ich könnte irgendwie immer essen, meist viel zu viel, zu fett, zu süss... und das, obwohl ich Reizdarm und somit sehr viel mit Krämpfen und DF zu tun hab.

Momentan hab ich aber keine Lust und auch keine Kraft, das anzugehen. Aber ich bin nicht glücklich weil ich mich mit meinem Schwabbel und dem Doppelkinn als sehr hässlich sehe.

LG
Nika

08.08.2012 20:08 • #8


Hallo Kerze,

im Moment würde es mir eher helfen, wenn ich etwas für akute Situationen hätte, was mir helfen würde, obwohl ich weiß, daß es eine langfristige Sache ist und ich mich ja schon mein ganzes Leben damit beschäftige.

Obwohl ich immer versuche, möglichst nicht ans Essen zu denken, pasiert genau das.

Ich suche jede Möglichkeit mich abzulenken, aber zurzeit ist es echt schlimm.

Morgen fahre ich in die Stadt und werde mal danach schauen.

Die Klinik habe ich mir auch angesehen, macht einen guten Eindruck.

Aber ich bezweifel, daß ich so schnell nochmal ne Kur bekomme, da ich erst im letzten Herbst zur Reha gefahren bin, das war auch eine psychsomatische Klinik.


Viele liebe Grüße und gute Nacht,


Cocoon

08.08.2012 22:22 • #9


Zitat von Hoffnungsschimmer:
Hallo

Bei mir geht die Essstörung in die andere Richtung.Aber das ist genauso schlimm.Schaffe es einfach nicht zuzunehmen.

Drücke dir die Daumen, dass du deine Essstörung schnell in den Griff bekommst!

LG




Hallo Hoffnungsschimmer,

ich kann mir gut vorstellen, daß es mindestens genauso schwierig ist, zuzunehmen, besonders wenn man keinen Appetit hat und Untergewicht hat.

Das Problem hat nämlich mein Sohn jahrelang gehabt, mittlerweile hat er Normalgewicht, aber das Thema Essen war und ist heute noch oft schwierig.


Danke für Deine Wünsche, ich drücke Dir ebenfalls die Daumen und bedanke mich für Deine Antwort,


viele Grüße,


Cocoon951

08.08.2012 22:26 • #10


Zitat von nika66:
Tja, ich bin ein menschliches YoYo. Aktuell wiege ich sicherlich auch 100+ Kilo. Dabei hatte ich vor 3 1/2 Jahren sogar leichtes Untergewicht.

Meine Psychaterin meint ich versuche ein seelisches Loch zu stopfen. Ich könnte irgendwie immer essen, meist viel zu viel, zu fett, zu süss... und das, obwohl ich Reizdarm und somit sehr viel mit Krämpfen und DF zu tun hab.

Momentan hab ich aber keine Lust und auch keine Kraft, das anzugehen. Aber ich bin nicht glücklich weil ich mich mit meinem Schwabbel und dem Doppelkinn als sehr hässlich sehe.

LG
Nika



Hallo Nika,


ja, diesen yoyo -Effekt kenne ich auch !

Das ist dann ein ganz krasser Gewichtsanstieg, wenn Du vorher am Rande vom Untergewicht stands. Nimmst Du Psychopharmaka. ?



Hat Deine Therapeutin auch einen Rat, wie Du Dein seelisches Tief anders stopfen könntest, denn das ist ja gerade das Problem von vielen ( von uns ).

Gerade in der zeit, wenn man eine Therapie macht, ist es auch enorm anstrengend für die Seele und Essen ist leider immer irgendwie greifbar.
In der Rehaklinigk letztes Jahr, ging es mir auch erstmal richtig schlecht und ich habe zugenommen.


Wirklich geholfen hat mir nur der innere Wille und die Disziplin nur das zu essen, was mir und meinem Körper gut tut.


Aber wer ist schon immer stark ?


Daß Du so wie Du im Moment nicht glücklich bist, kann ich gut nachvollziehen, denn ich mag meinen dicken Körper auch nicht, obwohl ein jeder Arzt oder Therapeut sagt, man solle sich lieben , wie man ist.


Trotzdem und gerade deeswegen schicke ich Dir ganz liebe Grüße und wünsche Dir alles Gute, damit es Dir ( auch ) wieder besser geht.


Viele liebe Grüße,


Cocoon951

08.08.2012 22:37 • #11


Zitat:
Das ist dann ein ganz krasser Gewichtsanstieg, wenn Du vorher am Rande vom Untergewicht stands. Nimmst Du Psychopharmaka?


Ja, seit 2 Jahren nehme ich wieder SSRI. Zu meinem rasanten Gewichtsanstieg haben die sicherlich ihren Teil beigetragen, ebenso die Tatsache, dass ich vor allem durch eine Magenschleimhautentzündung so sehr dünn geworden bin - mir wurde immer übel wenn ich nur an Essen dachte, also hab ich kaum gegessen aber dafür viel Sport getrieben. Irgendwann hatte ich dann die richtigen Tabletten, und von da an konnte ich wieder essen. Da wog ich dann statt 57 Kilo 68 Kilo.

Dann hab ich aufgehört zu rauchen... und zugenommen. Die Antidepressiva... zugenommen. Stress auf der Arbeit, Stress im Privaten... ich esse und esse und stopfe das Loch in meiner Seele. Dabei fand ich mich sehr sehr hübsch als ich so dünn war. Aber ich kann es nicht kontrollieren, und nehme stetig zu. Ich weiss nicht was ich wiege aber ich bin bei Konfektionsgr. 48. Vielleicht 100 Kilo, vielleicht 105... ich trau mich nicht mehr auf die Waage.

Ich mache keine Therapie mehr. Irgendwann war ich an dem Punkt an dem es mich nur noch angenervt hat, und dann habe ich nicht mehr verlängert. Irgendwann werde ich wieder abnehmen, nur bin ich mir beinahe sicher dass ich es dann entweder übertreibe und zu viel abnehme, oder dass ich schön abnehme und dann ziemlich schnell wieder zu. Normal essen, das kann ich irgendwie gar nicht mehr. Mein Körper meint wohl ständig dass eine neue Hungersnot droht... dabei bin ich Mitte 40 und kein Teenie mehr.

09.08.2012 18:51 • #12


Hallo Nika,

ohmann, Du hast es aber auch echt nicht einfach gehabt.
Daraus entwickelt sich dann immens schnell dieser fatale Teufelskreis, der schwer zu stoppen ist.


Aber es geht !

Für mich war und ist es immer ein schwerer Gang zur Waage, weil ich Abnahme mit etwas positiven verbinde, also mit Disziplin und Ausdauer und Zunahme mit mit Faulheit und Gefräßigkeit, beides keine erstrebenswerten Eigenschaften in meinem Leben, obwohl ich auch immer fleissig bin, obwohl ich zunehme.

Irgendwann habe ich mir gesagt : Komm es ist nur eine Zahl und sagt doch über Deinen Charakter nichts aus.

Versuche es unter diesem Aspekt zu sehen, wenn Du auf die Waage gehst und mal abgesehen von der Optik ist es gut für die Gesundheit , annähernd sein Normalgewicht zu haben, wenn nicht gleich ganz.

Oder aber zu seinem Wohlfühlgewicht zu kommen.

Der Schwierigkeitsgrad ist dabei , daß es immer schwieriger wird, je älter man wird, das sehe ich bei meiner Mutter und die ist wirklich oft wie ein Spatz und nimmt schlecht ab, also besser jetzt, als irgendwann.


Viele liebe Grüße,

Cocoon951

09.08.2012 21:44 • #13



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