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Angsthäschen2017
Hallo,
sind hier auch welche die keine Medikamente nehmen und es trotzdem geschafft haben aus dem Tief wieder herauszukommen?
Ich hatte in einem Beitrag geschrieben,daß 5.5 Jahre Medis genommen habe und davor auch schon.Im Februar diesen Jahres habe ich das Medikament ausschleichen lassen. Natürlich auch mit Absetzsymptomen, da habe ich zur Beruhigung Neurexan genommen.
Bin jetzt nur wieder in ein Tief gerutscht.
Mein Therapeut hat heute zu mir gesagt das ich keine Tabletten brauche um da wieder herauszukommen und einen Klinikaufenthalt hält er überhaupt nicht für sinnvoll.Die Entscheidung liegt letztendlich bei mir selbst, was ich daraus mache.
Mir ist es auch gerade nochmal sehr bewusst geworden.
Geht es von euch jemanden ähnlich oder hat Erfahrungen dazu?
Freue mich auf Antworten

01.08.2017 10:30 • 26.10.2019 #1


18 Antworten ↓


Carcass
Moin Moin,

ich habe es ohne Tabletten geschafft, einige habe ich sofort nach einer Einnahme wieder absetzen müssen. Hyperaggressivität bis Suizidgedanken waren dabei. Darauf hatte ich keinen Bock ,als kognitive Verhaltenstherapie und immer wieder an mir arbeiten , konfrontieren und aushalten lernen. Es wird besser, man muss nur wollen. Sonst wird datt nix. Alles eine Frage des Kopfes und des eigenen Willens.^^ Ab und an kommen aber immer wieder Symptome, wie jetzt vorm Urlaub, schlägt mir Mega auf den Magen und Grippesymptome schleichen sich ein, das ist jedes Jahr der selbe Mist. Sitze ich erst einmal im Auto isses super. Aber das ist erst Samstag ganz früh der Fall!

01.08.2017 10:31 • x 2 #2


HTLrainer
Ich schließe mich an, allerdings mit einer Ausnahme. Ich bekam eine Zeit AD gegen meine Panikstörung die ich 6 Monate nahm,
geholfen gegen die Symptome hat dass aber nichts, ich war nur wie in Watte gewickelt und immer Müde was auch gut war.

Therapie in Reha damals 8 Wochen in einer 12 Schritte Klinik und 6 Jahre ambulante Therapie mit Selbsthilfegruppen und in
psychotherapeutischer Medizin. Danach 12 Jahre Ruhe und der Rückfall 2016, diesmal ganz ohne Medikamente. Ich habe aber
gegen meine Platzängste immer eine Lorazepam Dura 1mg in meiner Tasche falls mal ein Notfall vorliegt was aber noch nie
geschah.

Du "musst" ständig an dir arbeiten und dein altes Verhaltensmuster ablegen sonst hat das alles keinen Zweck. Das fängt mit
kleinen Dingen an wenn man Unruhe verspürt die dann zur Panik ausartet oder wenn man nicht schlafen kann. Ist es eben
halt mal so und ich bleibe wach und lese oder beschäftige mich. Kam öfter mal vor so das daraus auch schon mal 3 Tage ohne
Schlaf bei heraus kamen.

Ist ein ständiger Kampf und kommt immer was neues dazu, der Kopf und die Gedanken kreisen und dadurch entsteht Panik aber
auch anderes. Ich mache das nun mit Unterbrechungen seit 20 Jahren durch. Ich weiß aber auch das es größtenteils an mir
selber liegt und nicht an dem was ich mal erlebt habe oder durchmachen musste, müssen andere auch! Und jeder trägt die eine
oder andere Last.

Es gibt Tage da hänge ich durch und muss mich deswegen sogar krank melden, zu jeder Jahreszeit und sogar schon im Urlaub.
Ich war bei so einer Attacke mal auf Borkum und bin stundenlang alleine am Ostland bei Sturm entlang gewandert bis es mir
etwas besser ging. Ich hatte Angst zum liegen zu kommen aber es war mir Schei*egal. Die restliche Zeit konnte ich aber wieder
genießen und beschwerdefrei unseren Urlaub fortsetzen.

Reden bringt Segen, mir hilft es in der Gruppe darüber zu reden mit meinem Gegenüber, anderen zuhören und Mut sprechen.
Auch in der Beziehung wird darüber gesprochen und man unterstützt mich. Ich habe einen Kollege mit gleichen Problemen
der seit 15 Jahren diese Gruppen besucht. Es gibt aber auch Unterschiede und ich entschied mich für eine 12 Schritte Gruppe.
Kann jeder wie er möchte und wo er denkt es sei das beste für einen.

In meiner Reha damals hatte man mir meine Medikamente abgewöhnt und ich lernte ohne klar zu kommen und das
funktioniert auch wenn man es nur will, später war ich dankbar und froh das ich nichts mehr nehmen musste. Es ist auch
aus meiner Sichtweise ein zu leichter Weg den man damit beschreitet, zugegeben muss der eine oder andere Medis
einnehmen, aber in der Norm könnte der größte Teil darauf verzichten!

Irgendwann aber lügt man sich damit ein Loch in die eigene Tasche auch wenn man es nicht wahrhaben will. Es ist
kein guter Weg mit den Medis.

01.08.2017 11:03 • x 2 #3


Angsthäschen2017
Zitat von HTLrainer:
Ich schließe mich an, allerdings mit einer Ausnahme. Ich bekam eine Zeit AD gegen meine Panikstörung die ich 6 Monate nahm,
geholfen gegen die Symptome hat dass aber nichts, ich war nur wie in Watte gewickelt und immer Müde was auch gut war.

Therapie in Reha damals 8 Wochen in einer 12 Schritte Klinik und 6 Jahre ambulante Therapie mit Selbsthilfegruppen und in
psychotherapeutischer Medizin. Danach 12 Jahre Ruhe und der Rückfall 2016, diesmal ganz ohne Medikamente. Ich habe aber
gegen meine Platzängste immer eine Lorazepam Dura 1mg in meiner Tasche falls mal ein Notfall vorliegt was aber noch nie
geschah.

Du "musst" ständig an dir arbeiten und dein altes Verhaltensmuster ablegen sonst hat das alles keinen Zweck. Das fängt mit
kleinen Dingen an wenn man Unruhe verspürt die dann zur Panik ausartet oder wenn man nicht schlafen kann. Ist es eben
halt mal so und ich bleibe wach und lese oder beschäftige mich. Kam öfter mal vor so das daraus auch schon mal 3 Tage ohne
Schlaf bei heraus kamen.

Ist ein ständiger Kampf und kommt immer was neues dazu, der Kopf und die Gedanken kreisen und dadurch entsteht Panik aber
auch anderes. Ich mache das nun mit Unterbrechungen seit 20 Jahren durch. Ich weiß aber auch das es größtenteils an mir
selber liegt und nicht an dem was ich mal erlebt habe oder durchmachen musste, müssen andere auch! Und jeder trägt die eine
oder andere Last.

Es gibt Tage da hänge ich durch und muss mich deswegen sogar krank melden, zu jeder Jahreszeit und sogar schon im Urlaub.
Ich war bei so einer Attacke mal auf Borkum und bin stundenlang alleine am Ostland bei Sturm entlang gewandert bis es mir
etwas besser ging. Ich hatte Angst zum liegen zu kommen aber es war mir Schei*egal. Die restliche Zeit konnte ich aber wieder
genießen und beschwerdefrei unseren Urlaub fortsetzen.

Reden bringt Segen, mir hilft es in der Gruppe darüber zu reden mit meinem Gegenüber, anderen zuhören und Mut sprechen.
Auch in der Beziehung wird darüber gesprochen und man unterstützt mich. Ich habe einen Kollege mit gleichen Problemen
der seit 15 Jahren diese Gruppen besucht. Es gibt aber auch Unterschiede und ich entschied mich für eine 12 Schritte Gruppe.
Kann jeder wie er möchte und wo er denkt es sei das beste für einen.

In meiner Reha damals hatte man mir meine Medikamente abgewöhnt und ich lernte ohne klar zu kommen und das
funktioniert auch wenn man es nur will, später war ich dankbar und froh das ich nichts mehr nehmen musste. Es ist auch
aus meiner Sichtweise ein zu leichter Weg den man damit beschreitet, zugegeben muss der eine oder andere Medis
einnehmen, aber in der Norm könnte der größte Teil darauf verzichten!

Irgendwann aber lügt man sich damit ein Loch in die eigene Tasche auch wenn man es nicht wahrhaben will. Es ist
kein guter Weg mit den Medis.

Ja das ständige an sich selbst arbeiten, da fange ich gerade erst mit an und versuche es zu lernen. Die Sitzung heute hat mir auch wieder einmal gezeigt das man es nur alleine schaffen kann. Bei mir ist es das innere Kind was immer Angst und Panik bekommt. Mein Therapeut hat zu mir gesagt wenn die Angst kommt auf jedenfall nicht deprimiert ins Bett und schlafen.Raus und spazieren gehen und die kleine an die Hand nehmen. Ich muss das erst noch lernen.Als Kind war ich dem ausgeliefert,heute kann ich selbst was ändern an der Situation. Das ist immer wieder ein harter Kampf mit sich selbst.

01.08.2017 11:17 • #4


Zitat von HTLrainer:
Es ist kein guter Weg mit den Medis.


Einspruch, Euer Ehren! Es kommt immer auf den Betreffenden und seine Situation an.
Einige brauchen Medis, um erst mal so stabil werden zu können, weitere, notwendige Schritte gehen zu können.
Wie zum Beispiel Therapie, Gruppe, Reha etc.. Es kommt auch darauf an, wie hoch dosiert man ist.
Ich brauche nur sehr wenig, aber ohne, fühle ich mich einfach nur wie ein halber Mensch.
Also habe ich für mich akzeptiert, daß ich es dauerhaft nehmen werde. Eine Bekannte von mir, hat zum Beispiel
starke Nervenschmerzen und nimmt täglich 300mg Lyrica. Sie sagt, daß sie ohne die Medis nicht funktionieren kann.
Es kommt also immer auf die individuelle Situation an und würde den "Weg mit Medis" pauschal nicht als ungut bezeichen.
Für mich ist es ein ungeahnter Zugewinn an Lebensqualität gewesen und auch immer noch!
Inzwischen kann ich, wenn es nun nicht so tropisch heiß, wie jetzt ist, nur dadurch möglich, fast jede Nacht schlafen zu können.
Was meinst Du mit 12Schritte-Gruppe? EA? Die haben doch auch diese Schritte, war ich auch schon, aber für mich nicht
das Passende.

01.08.2017 11:20 • x 3 #5


Gerd1965
So ist es, Medikamente generell zu verteufeln ist der falsche Weg..
Der eine Mensch benötigt medikamentöse Unterstützung der andere kommt ohne aus.
Am schlimmsten jedoch ist es für Erkrankte, deren Umfeld strikt gegen Medikamente ist und den Patienten zum Teil (negativ) beeinflussen. Keiner will als Versager gelten, wenn es heißt, solch Medikamente brauchst du doch nicht. Dieser Ruf der AD resultiert noch von den noch wirklich schrecklichen aber bereits veralterten Wirkstoffen.
Hier ist generell ein Umdenken von Nöten.
Einem Gehbehinderten wird man auch seine Krücken belassen, damit er sein Leben meistern kann. Genauso sehe ich auch die Unterstützungen mit Medikamenten bei bestimmten Erkrankungen. Sie haben ihre Berechtigung.

01.08.2017 11:38 • x 4 #6


Worrylein60
Ich habe es auch ohne verschreibungspflichtige Medis geschafft, allerdings nehme und nahm ich Passionsblumenkraut.

01.08.2017 11:40 • x 1 #7


@Worrylein60

Es kommt immer auf Schwere und Intensität, der Symptome an! Bei leichteren Beschwerden, klappt es auch damit.

Für mich war Johanneskraut nur eine kleine Unterstützung, aber an Wirkung niemals vergleichbar, mit den Medis.

01.08.2017 11:43 • x 3 #8


juwi
Mich stört dieses "geschafft" ein wenig, da schwingt - für mich - mit, dass es eine zu honorierende, besondere Leistung ist, auf Medikamente zu verzichten und dass die anderen es sich zu leicht machen. Ich hatte mich selbst lange gesträubt gegen Medis, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen hatte - zu Recht, denn das meiste von dem, was ich durchprobiert hatte, vertrug ich nicht. Aber schlussendlich habe ich "mein" Mittel gefunden und komme damit hundertmal besser durch den Alltag als ohne, und es ist mir egal, dass ich nicht zu denen gehöre, die es ohne "schaffen".

01.08.2017 11:48 • x 5 #9


yellowBag
@juwi

Dann hast du es eben mit Medikamenten geschafft,
es zählt doch nur das es dir besser geht und du eine Lebensqualität zurück hast.

Ich habe auch keine Medikamente genommen, bei gewissen Sachen wie schlimme Depris usw. würde ich die aber nicht
ausschließen.

01.08.2017 11:55 • x 1 #10


Zitat von juwi:
Aber schlussendlich habe ich "mein" Mittel gefunden und komme damit hundertmal besser durch den Alltag als ohne, und es ist mir egal, dass ich nicht zu denen gehöre, die es ohne "schaffen".


Geht mir auch so und zieh mir diesen Schuh auch nicht an.

01.08.2017 11:56 • x 1 #11


Angsthäschen2017
Zitat von juwi:
Mich stört dieses "geschafft" ein wenig, da schwingt - für mich - mit, dass es eine zu honorierende, besondere Leistung ist, auf Medikamente zu verzichten und dass die anderen es sich zu leicht machen. Ich hatte mich selbst lange gesträubt gegen Medis, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen hatte - zu Recht, denn das meiste von dem, was ich durchprobiert hatte, vertrug ich nicht. Aber schlussendlich habe ich "mein" Mittel gefunden und komme damit hundertmal besser durch den Alltag als ohne, und es ist mir egal, dass ich nicht zu denen gehöre, die es ohne "schaffen".

Hallo Juwi, entschuldige bitte meine Wortwahl. So sollte es nicht rüber kommen.
Eine Bekannte von mir hat es öfters ausprobiert sie abzusetzen. Sie hat auch zu mir gesagt, sie wird es jetzt nicht nochmal probieren. Sie hat auch ihr Medikament gefunden und bleibt dabei.
Mein Therapeut hat zu mir gesagt,daß die Entscheidung nur bei liegt und was ich dann am Ende daraus mache.

01.08.2017 13:52 • #12


Carcass
Ich finde es immer wieder erstaunlich wie Medikamente gefeiert werden, währenddessen andere Substanzen verteufelt werden. Aber wem es hilft, soll es nehmen! Hatte übrigens eine Weile Opipramol 300 am Tag, und als mir der Neurologe sagte es seien Kindertabletten, wirkten sie natürlich nicht mehr. Aber die waren ganz gut

01.08.2017 14:06 • #13


HTLrainer
[quote="Blackstar"
Was meinst Du mit 12Schritte-Gruppe? EA? Die haben doch auch diese Schritte, war ich auch schon, aber für mich nicht
das Passende.[/quote]

Nicht nur die Emotions Anonymous da gibt es ja viele, aber dass 12 Schritte Programm zum Beispiel in Reha Maßnahmen
wird von den Krankenkassen oder Rententrägern nicht mehr finanziert, man findet 12 Schritte Kliniken nur noch bei privaten
Trägern und dort übernehmen sie auch noch die Therapiekosten. Gesetzlich Versicherte schauen in die Röhre oder zahlen selber.

Die 12 Schritte Therapie Maßnahmen kann man so auf die schnelle nicht erklären, und Ende der 90`ziger wurde diese Art
aus dem Katalog der gesetzlichen Trägern gestrichen (Kostenfrage). Ich selber kann nur die Aussage treffen das es nicht
einfach war sich darauf einzulassen. Viele resignierten und gaben auf, aber die meisten hielten durch auch wenn es keine
einfachen 8 bis 16 Wochen waren. In der Gruppentherapie entstanden Zusammenhalt und sogar Freundschaften.

Ich habe einen Bekannten der war erst vor kurzem 3 Monate in einem Krankenhaus und wurde dort wegen Depression
behandelt, auf Tabletten eingestellt dauerte schon recht lang, zwischendurch am Wochenende mal nach Hause. Einmal
am Tag für eine knappe Stunde Gespräche in Gruppe oder alleine. Sonst Beschäftigungstherapie der leichten Art und meist
sinnlos wo Langweile auftrat. Er ist jetzt wieder zu Hause nimmt seine Medis und kann immer noch nicht wieder zur Arbeit
weil seine Beschwerden eigentlich unverändert sind.

Ich erinnere mich an meinen Ablauf damals und war erstaunt wie es heute läuft. Von 06:00 bis 21:00 und von Montag
bis Samstag war ich mit Therapie/Sport/Ergo/Gruppen/ect. beschäftigt. Außer in der Mittagspause war da keine Minute
ungenutzt. Und genau das war für mich damals der Punkt wo ich wusste das ist echte Therapie. Leider ein Auslaufmodell.

01.08.2017 15:56 • #14


Worrylein60
@Blackstar ,

wenn Du meine Geschichte hier liest, kannst Du überzeugt sein, daß ich einer der schwersten Fälle überhaupt war. Schau mal auf meine Webseite, die steht in der Signatur.

Aber ich gebe zu, daß ich auch einfach zuviel Angst vor den Nebenwirkungen hatte, und deswegen vehement verschreibungspflichtige Medis gemieden hatte.

Zudem finde ich es nicht verwerflich, Medis einzunehmen, manchen helfen sie sehr gut, man kann sie nicht pauschal verteufeln.

01.08.2017 16:26 • #15


@HTLrainer

Weil es zu teuer geworden ist und nicht mehr genügend Mittel dafür bereit gestellt werden können.
Ja, die 12 Schritte sind sehr gewöhnungsbedürftig, weil eben noch die religiöse Komponente dazu kommt.
Damit meine ich die usprüngliche Wortbedeutung von religio= rückver(an)bindung zu einer höheren Macht (Gott).
Und da fangen die inneren Wiederstände, die zu Abbruch und Resignation führen, beim Großteil an.
Diese Gesellschaft, hat sich zu einer weitgehend atheistischen gewandelt und deshalb, wird diese Form
oft als fragwürdig angesehen, weil gerade diese Komponente, das Kernstück darstellt.
Vor etwa 25 Jahren, war ich auch ein paarmal bei der EA, auch die Anonymen Alk. arbeiten ja nach
diesen Grundsätzen, aber die Gruppe selbst war nicht sehr einheitlich und zerbrach deshalb auch schnell.
Wir waren damals in der ortsansäßigen Schwesergruppe AA einmal eingeladen und fand das sehr interessant
und beeindruckend, wie dort ein paar Leute tatsächlich, so dauerhaft vom Alk. loskamen.
Geht aber auch ohne und in anderen Gruppen. Da muß wohl jeder seine Form finden und dann muß es
eben noch mit der Gruppe passen und das ist immer Glücksache. Für mich sind Gruppen, nachgewiesen
schädlich, da ich ein absoluter Einzelgänger bin und auch viele Jahre brauchte, bis ich das annehmen konnte
und mich damit arrangiert habe. Nach Gruppen, war ich jedesmal krank und zwar richtig. Mit Fieber im Bett,
für Tage bis zu einer Woche und absolut kaputt, als ob ich einen Marathonlauf gemacht hätte, ohne Training.
Auch ich habe schon alle möglichen Therapieformen hinter mir und mir ist inzwischen klar, daß man eben
irgendwie einen Weg finden muß, wie man eben mit sich selbst klar kommen kann und dabei keine Wunder
erwarten darf! So einfach ist das im Grunde, aber dafür habe ich jahrzehntelang immer wieder in der
sehr einträglichen Psymühle gestrampelt. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg, aber nie bis zur
vollständigen Heilung.

@Worrylein60
Dann kannst Du ja stolz darauf sein, es ohne geschafft zu haben. Ich bin es aber auch, weil ich es mit geschafft habe
und fühle mich keineswegs, deswegen abgewertet. Auch ich habe völlig unnötig, viel zu lange darauf verzichtet,
genau wegen den gleichen Gründen wie Du. Wenn ich aber gewußt hätte, was für eine immense Verbesserung, es
für mein gesamtes Leben ist, dann kann ich guten Gewissens sagen, daß ich schön blöd war und sinnlos, sehr viel
Zeit meines kostbaren Lebens verschwendet habe. Dazu kommt, daß letztes Jahr erst herausgefunden wurde, daß
meine Depressionen von Rheuma kommt, daß mein ZNS angreift. Anscheinend hatte ich das schon immer und erblich
bedingt. Nur vor zwei Jahren wurde es nochmal richtig aktiviert, durch einen sehr aggressiven Grippevirus, bei dem
ich fast über den Jordan geschippert wäre. Da hätte ich den Rest meines Lebens, so weiter machen können und es
wäre nie zu einer Heilung gekommen. Es kommt immer, auf die individuelle Situation, des Einzelnen an!
Das habe ich aber auch bereits geschrieben. Ich sehe auch davon ab, andere hier missionieren zu wollen, daß es
nur ohne Medikamente, das einzig richtige für alle ist. Denn ich benötige nur eine sehr geringe Dosis, die den
Körper auch nicht zu sehr belastet. Kommt aber von einer hohen Medikamentenempfindlichkeit und ist wieder ein
anderes Kapitel, daß zu weit führen würde.

01.08.2017 16:30 • x 3 #16


HTLrainer
Habe auch sehr damit zu schaffen gehabt damals und konnte mir als höhere Macht nicht unbedingt Gott vorstellen was aber nicht verlangt wurde,
ich bin keine Kirche angehörig aber eben getauft. Ich trage ein Kreuz um den Hals aber nur weil ich eben dies Kreuz nicht als ein Relikt der Kirche
betrachte, als Jesus es auf seinem Leidensweg tragen musste gab es auch noch gar keine Kirchen!

Die höhere Macht für mich kenne ich heute noch nicht, sie hat für mich aber nichts mit Religion zu tun eher mit der Natur. Ich habe auch noch nie
etwas angebetet oder angehimmelt außer meiner Freundin, ich denke der Weg ins Leben und wieder heraus hat nichts mit Religion zu schaffen,
kein Paradies welches mich erwartet aber auch keine Hölle. Wenn da etwas ist was einen leitet oder schützt so finde ich es in der Evolution oder
der Naturgeschichte. Man kommt und man geht ohne etwas davon zu halten, *beep* und als Kohlenstoffeinheit. Wenn man aus etwas heraus stammt
zu dem man wieder geht so befindet sich dies im Sternenstaub. Unser eigenes ich und das Gedächtnis waren vor der Geburt nicht da und sind es
hinterher ebenfalls nicht! Ein ganz kurzer Besuch der uns ins Licht brachte, was die Ewigkeit damit macht entscheidet kein Gott.

01.08.2017 16:54 • x 1 #17


Zitat von HTLrainer:
Unser eigenes ich und das Gedächtnis waren vor der Geburt nicht da und sind es hinterher ebenfalls nicht!
Ein ganz kurzer Besuch der uns ins Licht brachte, was die Ewigkeit damit macht entscheidet kein Gott.


Damit lehnst Du Dich aber ziemlich weit aus dem Fenster und strafst Milliarden von Leuten, mit Dummheit, die an Reinkarnation glauben
und denk auch nicht, daß von denen alle dümmer sind als wir. Es ist Dein Ding und damit auch in Ordnung, lebe danach, aber versuch nicht andere
zu missionieren, daß es das einzig Wahre ist. Dann geht das schon. Glauben und Religion, ist für mich Privatsache und das breite ich nicht
in der Öffentlichkeit aus. Weil jeder seine eigenen Wahrheit hat. Und bevor hier ein weiterer Religionskrieg ausbricht und das tut es für
gewöhnlich, unterlasse ich weiteren Senf zu diesem Thema. Apropos Senf, mein Schinkensandwich wartet auf mich und freut sich darauf,
damit gekrönt zu werden.

01.08.2017 16:59 • x 2 #18


Carsten1974
Zitat von HTLrainer:
man findet 12 Schritte Kliniken nur noch bei privaten
Trägern und dort übernehmen sie auch noch die Therapiekosten. Gesetzlich Versicherte schauen in die Röhre oder zahlen selber.


Die Dr.-Georg-Reisach-Klniken arbeiten mit dem 12-Schritte-Programm und sind Akutkliniken für gesetzlich und privat Versicherte.

26.10.2019 09:20 • #19




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