21

danke für deine Antwort,

allerdings bevorzuge ich die Anweisungen meiner Psychiaterin zu folgen. Die mir klar gesagt hatte, das Medikament braucht 2, eventuell bis zu 4 Wochen um zu wirken. Alle wissenschaftliche Webseiten, die von den Eigenschaften von Antidepressiva berichten, geben ebenfalls als Wirkungseintrittsdauer mindestesns 7 Tagen, in der Regel 2 Wochen an.
Also das heißt, das ist bislang wissenschaftlich belegt. Genau das und nichts anders gilt offiziell für dieses Medikament.

Da die einzelnen Erfahrungen der Patienten stark variieren können, ist ohne Zweifel. Deswegen gibt es dieses Forum, um Erfahrungsberichten auszutauschen. Ich sage bloß aber, es könnte gefährlich sein wenn man seine eigene Erfahrung generalisiert und als Hinweis anderen unbekannten Patienten anbietet.

Ich habe persönlich z.B. schon mit Vollchaoten über seine Erfahrung gesprochen. Aber unsere Reaktion gegenüber Medikamenten variiert stark. Er hat zB. Problem mit den meisten ADHS-Medikamenten, demgegenüber ist bei mir die Wirkung vom Standard-Medikament ganz "normal" und wie erwartet. Da seine Erfahrung mit Tianeurax ist so, heißt nicht dass das gleiche Medikament seine Wirkung/Nebenwirkung bei mir oder bei dir genauso entfaltet.

Mein Vorschlag ist bloß, dass man erstmal vorsichtig unterscheidet was wissenschaftlich für jedes Medikament gilt von einzelnen Erfahrungen und auf jeden Fall medizinische Hinweise unbekannten Personen zu geben ist keine gute Idee.

20.06.2019 11:35 • #41


Bin auch mal mit von der Party, was die Erfahrungsberichte angeht.
Ich nehme seit letztem Samstag Tianeurax, also seit 6 Tagen, und das ganze 3x täglich.
Die ersten 2 Tage waren der Hammer, es ging mir sicherlich 20-30% besser. Leider hat's dann wieder etwas abgenommen, was ich mal darauf schiebe, dass die opioide Wirkung, die für den Soforteffekt verantwortlich ist, dann aufgehört hat. (Tianeptin hat ja auch eine Wirkung im opioiden Bereich, und eine gewisse Toleranz habe ich hier eh schon - Daher schnelleres Wirkungsversagen.)

Ich warte jetzt aktuell auf den Wirkungseintritt der antidepressiven Komponente, bin aber seit etwa Mittwoch geplagt von Müdigkeit und auch zwischendurch episodenweise Kopfschmerzen. Wenn ich dafür aber in den nächsten Tagen mit einem Wirkungseintritt rechnen kann, soll es mir das recht sein.
Ich bin sehr gespannt, mein Hausarzt hat mir das Medikament verschrieben da ich eine schlechte Compliance habe was ADs angeht da ich mich kaum an was rantraue. Sollte das fehlschlagen wäre die nächste Wahl wohl Opipramol und wenn das auch fehlschlägt geht's wohl an die härten Sachen ala Sertralin, oder sowas. Mal abwarten.

28.06.2019 16:00 • #42


Robinson
Zitat von Azelas:
Bin auch mal mit von der Party, was die Erfahrungsberichte angeht.
Ich nehme seit letztem Samstag Tianeurax, also seit 6 Tagen, und das ganze 3x täglich.
Die ersten 2 Tage waren der Hammer, es ging mir sicherlich 20-30% besser. Leider hat's dann wieder etwas abgenommen, was ich mal darauf schiebe, dass die opioide Wirkung, die für den Soforteffekt verantwortlich ist, dann aufgehört hat. (Tianeptin hat ja auch eine Wirkung im opioiden Bereich, und eine gewisse Toleranz habe ich hier eh schon - Daher schnelleres Wirkungsversagen.)

Ich warte jetzt aktuell auf den Wirkungseintritt der antidepressiven Komponente, bin aber seit etwa Mittwoch geplagt von Müdigkeit und auch zwischendurch episodenweise Kopfschmerzen. Wenn ich dafür aber in den nächsten Tagen mit einem Wirkungseintritt rechnen kann, soll es mir das recht sein.
Ich bin sehr gespannt, mein Hausarzt hat mir das Medikament verschrieben da ich eine schlechte Compliance habe was ADs angeht da ich mich kaum an was rantraue. Sollte das fehlschlagen wäre die nächste Wahl wohl Opipramol und wenn das auch fehlschlägt geht's wohl an die härten Sachen ala Sertralin, oder sowas. Mal abwarten.


Ging mir ähnlich.
Besonders die anfängliche Entspanntheit war deutlich.
Die pieksenden Kopfschmerzen gingen bei mir vorbei. Was bleibt sind die Stimmungsschwankungen zwischendurch.
Und ich bin Emotionaler.
Inzwischen (nehme es nach Pause wieder seit 2Wochen) habe ich sonst Null NW, bin aktiver und das Denken und Erinnern ist klarer. Fast wie Normalzustand.
Ich vermisse aber auch den first Turn, dieses anfängliche Wohlbefinden.
Sertralin kappt ja Gefühle, nach oben und unten. War sehr künstlich die Stimmungsaufhellung.
Etwas mehr Wirkung wäre bei Tia nicht verkehrt, denn nach Wochen merkst du subjektiv nicht mehr dass du ein AD nimmst.
Opipramol wirkte anfangs leicht, später paradox: Ich war den ganzen Tag hellwach, auch gut gelaunt, aber schlafen konnte ich nicht mehr.

28.06.2019 21:30 • #43


Wenn ich mir hier den Thread so durchlese und zum großen Teil meine ich damit @robinson, mache ich mir ernsthaft Gedanken wie das alles hier auf Menschen wirkt, die AD's verschrieben bekommen und dem skeptisch gegenüberstehen und noch dazu Angstpatienten sind.
Du magst vielleicht emotional sein @robinson, aber an diese Menschen denkst Du hier überhaupt nicht.
Ich lese hier schon sehr lange mit und man könnte glauben, du hast Spaß daran die AD's der Reihe nach zu testen und dann deine Meinung mit anderen zu teilen.
Ich weiß, dass das mit Sicherheit nicht so ist und das du mit Sicherheit auch deine gesundheitlichen Probleme hast.
Ich lese es hier aber so und finde es teilweise zu ausführlich und in die Breite geschrieben und von daher rücksichtlos.
Es ist nur meine Meinung mal so am Rande, aber ich musste das einfach mal schreiben.

29.06.2019 15:53 • x 1 #44


Robinson
Zitat von Woiza:
Wenn ich mir hier den Thread so durchlese und zum großen Teil meine ich damit @robinson, mache ich mir ernsthaft Gedanken wie das alles hier auf Menschen wirkt, die AD's verschrieben bekommen und dem skeptisch gegenüberstehen und noch dazu Angstpatienten sind. Du magst vielleicht emotional sein @robinson, aber an diese Menschen denkst Du hier überhaupt nicht.Ich lese hier schon sehr lange mit und man könnte glauben, du hast Spaß daran die AD's der Reihe nach zu testen und dann deine Meinung mit anderen zu teilen. Ich weiß, dass das mit Sicherheit nicht so ist und das du mit Sicherheit auch deine gesundheitlichen Probleme hast. Ich lese es hier aber so und finde es teilweise zu ausführlich und in die Breite geschrieben und von daher rücksichtlos.Es ist nur meine Meinung mal so am Rande, aber ich musste das einfach mal schreiben.


Ich habe keinen Spass daran, Medikamente zu testen. Da habe ich andere Hobbys.
Aber ich teile gerne meine Meinung was Tianeptin angeht, das stimmt.

Ausführlich und in die Breite geschrieben ?
Ja, soll ich nur den Markennamen nennen und dass alles Schick ist?
Wer sich Informieren will, möchte wohl positive wie negative Erfahrungen lesen, sonst kann man sich das auch sparen und besser nicht nach Medikamenten googlen.
Und vor allem selbst sein Köpfchen benutzen.
Was willst du lesen? "Bitte nur Positive Berichte über Medikament XY"?
Objektiv ist da anders.
Du kannnst gerne glauben was du möchtest, aber gestehe mir auch zu, meine Meinung frei zu schreiben, denn das ist ja meine Meinung.

Ich bin ja nicht Schuld an deinen Ängsten, also bitte Übertrage hier keine Vermutungen und Verdächtigungen.
Ich weiss, wie schwer es ist, mit einer Angsterkrankung zu leben und wir sind oft nervlich Überlastet. Deshalb nehme ich deine Anwürfe auch nicht persönlich.
Übrigens, bin ich immer noch von Tianeptin überzeugt, was die Wirkung und das geringe NW-Spektrum angeht.

29.06.2019 18:20 • #45


Ich habe bewusst am Anfang "man könnte glauben" und am Ende geschrieben, dass du mit Sicherheit gesundheitliche Probleme hast, die die Einnahme von AD's rechtfertigen.
Ich vermute nichts und verdächtige dich nicht. Es war mein Empfinden, weiter nichts.
Richtig, man möchte vom Medikament positive und negative Erfahrungen von anderen lesen.
Aber man muss nicht nur sein schlaues Köpfchen benutzen, sondern auch eigene Erfahrungen machen.
Wie hier schon geschrieben wurde, jeder Mensch hat andere Nebenwirkungen, keine oder nur sehr wenige.
Mir ging es auch nicht nur um Tianeptin. So weit wie ich mich erinnern kann, hast du eine viel größere Palette an Medikamenten, die du schon einnehmen musstest und auch hier darüber schreibst.
Ich habe, wenn ich dich lese, das Gefühl, dass jedes AD zwar einen gewissen Nutzen hat, aber die meisten nicht den gewünschten Erfolg bringen oder die Wirkung nicht lange anhält oder die vielen Nebenwirkungen auf Dauer die Wirkung nicht rechtfertigt, ausser jetzt das Tianeptin, aber ansonsten sind deine Meinungen schon oft (nicht immer) sehr negativ.
Das ist aber meine Meinung. So wie du das Recht hast hier darüber zu schreiben, habe ich das Recht dir auch mal meine Meinung mitzuteilen ohne dich persönlich anzugreifen und ich glaube, dass habe ich auch nicht gemacht.
Ich habe keine Ängste und meine Überlegung war nur, dass Menschen mit Angst auch sehr schnell die Nebenwirkungen verspüren, die sie im Vorfeld gelesen haben und du wärst für mich, wenn ich Angst hätte der Schreckens-User, weil du fast ausschließlich und fast immer sehr ausführlich die Nebenwirkungen zum Besten gibst.
Klar kannst du hier schreiben was du möchtest, mache ich ja auch und gerade ich bin nicht zimperlich in meinen Aussagen. Nur bei den Medikamenten geht es darum, dass einige Menschen sie wirklich brauchen und aufgrund von solchen genauen Schilderungen davon ablassen.
Du hast das Recht richtig, aber ein bisschen Rücksicht auf andere ist nicht verkehrt, denn deine Schilderungen der Nebenwirkungen kann genauso hilfreich sein als mal darauf ein wenig zu verzichten gerade für ängstliche Menschen.
Wie geschrieben, es war nur meine Meinung, mein Empfinden, keinesfalls persönlich.

Einen schönen Abend für dich.

29.06.2019 19:29 • x 1 #46


Meloney
Guten Morgen.

Ich hab mich jetzt extra hier im Forum registriert, weil ich selbst Tianeptin bekomme und doch über einige Antworten und Dinge die hier gesagt werden relativ schockiert bin. Ich denke erstmal das kaum einer aufgrund von im Internet geschriebenen Nebenwirkungen jemand auf die Idee kommt das dieses Medikament ja doch nicht das Gelbe vom Ei für die Patienten ist.
Natürlich ist es gut sich über Wirkung und Nebenwirkung zu informieren, aber wieso sollte man Dinge vor Patienten verheimlichen (Dinge die Sowieso im Beipackzettel stehen mal angemerkt)? @Robinson hat schon ganz richtig und einen für viele Menschen durchaus Sinnvollen Beitrag verfasst und ich verstehe nicht wieso sich manche darüber aufregen.

Nicht Jeder Angstpatient kriegt direkt Panik wenn man von Nebenwirkungen etc hört. Eine Angsterkrankung kann sich in etlichen Weisen bemerkbar machen. Aber ich gehe mal auf einige Beiträge näher ein die hier verfasst wurden:

"Wirkungseintrittsdauer mindestesns 7 Tagen" Für die dauerhafte Hintergrund Wirkung mag das zwar stimmen, aber es gibt eine durchaus entspannende sofortige Wirkung. (Mag mit dem Opioid-Rezeptor zusammenhängen)

"Voraussetzung ist, daß man niemals im Leben Dro. hatte" Das ist absoluter Schwachsinn. Ich hatte selbst eine unschöne Vergangenheit mit der Ich leben muss und Tianeptin hilft mir Prima dabei. Besser als andere es je haben. (Bekomme nebenbei Bupropion). Ich bin ein Non-Responder was die Sache bei Medikamenten angeht und bin auf Atypische AD angewiesen.

"sehr schnell die Nebenwirkungen verspüren, die sie im Vorfeld gelesen haben und du wärst für mich, wenn ich Angst hätte der Schreckens-User" Die beschriebenen NW stehen, wie oben angemerkt genauso auch im Beipackzettel. Er schildert lediglich das diese bei ihm aufgetreten sind.

"aber ein bisschen Rücksicht auf andere ist nicht verkehrt" Das mag zwar richtig sein, aber zuviel Rücksicht ist auch nicht gut. Wenn man (gerade Angstpatienten) immer Besserung verspricht ist ihnen genausowenig geholfen. Diese Leute stecken dann hohe Erwartungen in das Medikament und bekommen nicht die erhoffte Wirkung weil sie zuviel erwartet haben. Und Enttäuschung ist für solche Menschen sicher Kontraproduktiv.

Fakt ist das nunmal nicht alles Positiv in der Richtung ist und unter Umständen auch andere Dinge probiert werden müssen auch wenn es Kraft kostet. Falsche Erwartungen sind genauso schlecht wie Angst vor Nebenwirkungen, möglicherweise sogar noch schlimmer. Ich selbst spreche unheimlich gut an auf das Medikament und bin ehrlich gesagt wirklich froh Kommentare wie von Robinson gelesen zu haben als ich mich über das Medikament erkundigt habe. Es hat mir auch die Negativ Seiten gezeigt und ich konnte mir im vorhinein schon ein Nutzen-Schadens Bild selbst machen.

Es ist spät und ich entschuldige mögliche Rechtschreibfehler.

MFG

30.06.2019 00:41 • #47


Ich konnte jetzt an dem Beitrag auch nix schlimmes finden. Wenn man hier nur positive Sachen darstellen würde, dann wäre das auch nicht unbedingt vertrauensfördernd und ich finde, grade wenn man auch die negativen Punkte (Nebenwirkungen etc) hervorhebt können andere, die dann auch diese Nebenwirkung haben, davon profitieren weil sie wissen - Das ist alles gut und verschwindet wieder, oder es ist Zeit für einen Arztbesuch.

Solange man hier nicht im Stil ala "Dieses Medikament ist böse und wird uns alle töteeeeeen" schreibt finde ich es voll in Ordnung wenn man seine Meinung und Erfahrungen objektiv aufschreibt - Was die Leute dann draus machen ist ja jedermanns Sache, und jeder der die Beipackzettel solcher Medikationen liest weiß auch ungefähr wodrauf er sich einlässt. Wenn man dann Angst davor bekommt, dann ist das sicher nicht schön, in manchen Fällen kann eine gewisse Grundangst aber natürlich auch hilfreich sein.

30.06.2019 09:29 • x 1 #48


Robinson
Zitat von Meloney:
Guten Morgen.Ich hab mich jetzt extra hier im Forum registriert, weil ich selbst Tianeptin bekomme und doch über einige Antworten und Dinge die hier gesagt werden relativ schockiert bin. Ich denke erstmal das kaum einer aufgrund von im Internet geschriebenen Nebenwirkungen jemand auf die Idee kommt das dieses Medikament ja doch nicht das Gelbe vom Ei für die Patienten ist.Natürlich ist es gut sich über Wirkung und Nebenwirkung zu informieren, aber wieso sollte man Dinge vor Patienten verheimlichen (Dinge die Sowieso im Beipackzettel stehen mal angemerkt)? @Robinson hat schon ganz richtig und einen für ...


Sag mal, du nimmst noch Elontril dazu ?
Wie sind deine Erfahrungen?
Mein Arzt meinte, da beide auf Dopamin und so ... ginge es nicht.
Solo hat es mich sehr unangenehm Hart aufgeputscht. Selbst bei nur 150mg.
Tia wirkt da softer.
Schade, dass es nur ab 150mg zu haben ist. Da ich so in Richtung ADS unterwegs bin war das mal eine Option.
Oder lässt diese Agitiertheit auch mal nach? Ich hatte Elontril so 4Wochen.
Besten Dank und Gruss,
Robinson.

30.06.2019 20:10 • x 1 #49


Meloney
Zitat von Robinson:
Sag mal, du nimmst noch Elontril dazu ?Wie sind deine Erfahrungen?Mein Arzt meinte, da beide auf Dopamin und so ... ginge es nicht.Solo hat es mich sehr unangenehm Hart aufgeputscht. Selbst bei nur 150mg.Tia wirkt da softer. Schade, dass es nur ab 150mg zu haben ist. Da ich so in Richtung ADS unterwegs bin war das mal eine Option.Oder lässt diese Agitiertheit auch mal nach? Ich hatte Elontril so 4Wochen.Besten Dank und Gruss,Robinson.


Elontril dabei ist kein Großes Problem. Tianeurax und Bupropion verträgt sich prima. Diese "Wachheit" wird durch Tianeptin sanft ausgeglichen ohne großartige Probleme zu machen. Ich selbst merke nicht viel vom Dopamin, wäre mir auch relativ neu da viel der Wirkung von Tia auf den Agonismus an den Opioid-Rezeptor zustande kommt. Die Dopaminerge WIrkung geht nach einigen Tagen vorbei ohne das die WIrkung verloren geht. Elontril putscht vorallem die ersten Tage unglaublich auf (ist immerhin ein Amphetamin, vorsicht beim Autofahren. Idealerweise immer eine Ärztliche Bestätigung dabei haben, da ein Dro. auf Amphetamine anschlagen kann!). Habe allerdings auch gute Nebenwirkungen: Zig. sind innerhalb von 3 Tagen echt lästig und unnötig geworden. Das verlangen nach Nikotin ist gesättigt, nein sie schmecken sogar ekelig. Positiv ist die Stimmungsaufhellung und der gesteigerte Antrieb. Meine PTBS ist auf Ängste fixiert und dennoch verstehen sich die Medikamente prima. Mein Facharzt hatte vorher relativ häufig Tia verschrieben, hatte aber bei bis auf 5 Patienten niemals eine Positive Wirkung und bei mir bewirkt es "Wunder". Tolle Kombi find ich.

01.07.2019 09:07 • x 1 #50


Hat noch jemand Erfahrung mit Bläschenbildung bei Tianeptin? An einer Hand bilden sich jetzt verstärkt kleine Bläschen und vereinzelt folgt das jetzt auch woanders. Das merke ich jetzt an Tag 9 der Einnahme und bin etwas besorgt. Ich hoffe nicht dass sich hier jetzt eine Allergie abzeichnet!

01.07.2019 10:01 • #51


Robinson
Zitat von Azelas:
Hat noch jemand Erfahrung mit Bläschenbildung bei Tianeptin? An einer Hand bilden sich jetzt verstärkt kleine Bläschen und vereinzelt folgt das jetzt auch woanders. Das merke ich jetzt an Tag 9 der Einnahme und bin etwas besorgt. Ich hoffe nicht dass sich hier jetzt eine Allergie abzeichnet!


Nein, bei Tia nicht, aber bei Opipramol hatte ich diese Bäschen. Sahen aus wie Mückenstiche und jukten. So in etwa?
Das ist wohl eine Allergische Reaktion.
Nimmst du noch andere Medikamente ?
Sprich mal mit deinem Arzt.

Elontril:
Ich habe in Erinnerung, dass es etwas "Mutiger", "Härter" macht. Also es kümmert einen nicht jeder Sch.
Ich bräuchte was gegen Reizüberflutung und geringer Impulskontrolle.
Bin aber jetzt schon so agitiert, allerdings ungerichtet Will alles sofort und perfekt machen.
Morgens geht das schon los. Kaum wach, schon 100 Dinge am frickeln...

01.07.2019 11:36 • x 1 #52


Meloney
Zitat von Robinson:
Nein, bei Tia nicht, aber bei Opipramol hatte ich diese Bäschen. Sahen aus wie Mückenstiche und jukten. So in etwa?Das ist wohl eine Allergische Reaktion.Nimmst du noch andere Medikamente ?Sprich mal mit deinem Arzt.Elontril:Ich habe in Erinnerung, dass es etwas "Mutiger", "Härter" macht. Also es kümmert einen nicht jeder Sch.Ich bräuchte was gegen Reizüberflutung und geringer Impulskontrolle.Bin aber jetzt schon so agitiert, allerdings ungerichtet Will alles sofort und perfekt machen.Morgens geht das schon los. Kaum wach, schon 100 Dinge am frickeln...


Elontril hat wie bereits erwähnt ähnliche Wirkungen (und eben auch Nebenwirkungen) von normalen Amphetaminen.
Dazu gehören auch wie du sagst das man "Mutiger" oder "Härter" sein kann. Das muss aber nicht sein. Ich selbst denke oft viel zu viel nach und durch die Kombo der Wirkstoffe schaff ich es meine Gedanken zu ordnen ohne direkt durchzudrehen. Die ersten Tage waren echt schlimm..wie aufgeputscht und das Gefühl "High" zu sein, nur ohne Rausch und alles noch Kontrollierbar. Mittlerweile sind nurnoch die erwünschten Wirkungen vorhanden und es hilft mir mal was gebacken zu kriegen. Möglicherweise kannst du mal mit deinem Facharzt reden und es probieren. Die Kombi wird durchaus manchmal kritisch gesehen, aber da wird auch oft übertrieben. Sollte man zu Krampfanfällen neigen, ist das Medikament sowieso nichts.

01.07.2019 14:23 • x 1 #53


Robinson
Danke @Meloney

Ich habe auch das Gedankenrasen.
Erst komme ich nicht auf Spur, Hypoaktiv, und dann, wenn ich bei der Sache bin, komme ich nicht los und mache zuviel auf einmal.
Ich nutze sozusagen den "Schwung" um möglichst viel abzuarbeiten, bin dabei im "Flow" auch Oprimistisch, aber ich merke die Grenze dabei nicht. Erst wenn ich runterkommen will, und dann ganz böse.
Kleine Schritte und Pause fällt mir schwer, weil ich dann lustlos bin. Also hintereinander weg, wie. normale Leute geht nicht.
Bin meist im StandBy Modus, wie geistig abwesend oder im Flow, also nur "Unter" oder "Übererregt".
Bei Elobtril war da mehr Linie drin. Den ganzen Tag wach.
Aber du glaubst nicht wie ich die ersten Tage "Wach" war! Hart an der Grenze. Und mal dösig ein Nickerchen Mittags war nicht. Gewöhnungsbedürftig.
Wenn du aber sagst, das Überwache lässt nach, wär Elo noch eine Option.
Tia hilft schon den A. hochzukriegen, leider finde ich es nicht sehr Stark in der Wirkung.
Aber als Langzeitmedikament gut für bessere Kognitive Leistung. Das Denken ist klarer, nicht mehr so stumpf, und wenn es an der HPA-Achse rumschraubt und Cortisolhemmend wirkt, prima.
Leider lässt das Opioide immer mehr nach und nach Monaten glaubst du es wirkt nicht mehr.
Aber Woll!
Denn ich vergesse schnell den Zustand in dem ich vorher war. Und so spüre ich dann keine NW und direkte Wirkung, ala Gut-Drauf-Sein oder so mehr.
Eigentlich fühlt man sich "normal", mit allen Hochs und Tiefs. Tia ist ja therapeutisch keine "Glücksdroge" doch ich finde im Gegensatz zu SSRI um längen besser wenn man damit klarkommt, in der Depression reflektierter zu werden, kann auch nach hinten losgehen, alles klarer zu sehen.

01.07.2019 15:12 • x 1 #54


Robinson
Ihr Lieben,

nimmt noch jemand Tianeptin?

06.09.2019 15:33 • #55


Hallo - ja, ich ...
ich nehme es seit Anfang Mai. Die ersten Wochen war ich begeistert. Aufbruchstimmung. Ich konnte mich super konzentrieren, war insgesamt selbstbewusster. Zur gleichen Zeit kam ich auch in der Therapie einen ganzen Schritt weiter. Den Tinnitus und den verspannten Nacken den ich definitiv vom Tia bekommen habe, habe ich gern in Kauf genommen. Mundtrockenheit machen ja leider viele Psychopharmaka.

Ganz so hin und weg bin ich jetzt nicht mehr. Vor allem zwei Einbußen stören mich jetzt extrem. Ob sie vom Tia stammen weiß ich nicht sicher. Man ist ja im Leben auch immer allen möglichen Schwankungen ausgesetzt. Wetter/Wechsel der Jahreszeit, Ernährung Katze krank, Streit mit irgendjemandem, Zahn-OP, Stress im Job, harte Phasen in der Therapie, etc.

Mir kommt es aber derzeit so vor, als hätte ich seit dem Tia keine echte Freude mehr an Musik und Beine wie Blei Das ist schlecht. Denn Laufen und Musik sind mit meine größten Ressourcen, deswegen versuche ich es gerade abzusetzen.
Von 3 auf 2 ging noch. Bei der weiteren Reduktion werde ich jetzt meinen Neurologen einbinden.
Irgendwie habe ich jetzt auch Wassereinlagerungen in den Beinen, die ich vorher nicht hatte. Oder habe ich zugenommmen, weil ich keine Lust mehr auf Laufen habe?

Nebenher bekomme ich Methylphendidat und Amitriptylin.
Ach so: das Medikinet konnte/musste ich beim Tia übrigens sehr schnell runterdosieren. Das war zusammen sehr unschön.
Warum dieses Medikament solches Mißbrauchspotential haben soll, verstehe ich nicht ganz. Aber ich bin mittlerweile auch recht brav geworden.

Kennt evtl. jemand diesen "Beine wie Blei"-Effekt, den ich grad erlebe ...?

07.09.2019 16:50 • #56


Robinson
Zitat von Reh:
Kennt evtl. jemand diesen "Beine wie Blei"-Effekt, den ich grad erlebe ...?


Nein, bei Tia nicht, nur vom Lyrica.
Ich habe kaum noch NW, eig. keine mehr. Aber der Verlusst vom Anfangseffekt habe ich auch.
Vielleicht ist der Nutzen ausgereizt?
Absetzten konnte ich immer ohne Ausschleichen,also Körperlich oder so keine Probleme.
Schade, es hat mich anfangs sehr Entspannt und war Stressresistenter!
Aber ich nehme es noch weil ich hoffe, dass es meinem Gehirn weiter hilft.
Ich bin ja auch so ADS mässig unterwegs und kann nicht abschalten.
Auch bei Pausen zwischendurch kam nie wieder der Anfangseffekt.
Aber ich habe auch nicht das Suchtverlangen, die Dosis zu erhöhen.
Tia ist ein 'kleines Add-On' geworden, hat Potential aber nicht mehr so Stark.
Vielleicht bemerkt man es nicht mehr so?
Ich denke klarer, aber das ist auch nicht immer so gut und kann in Grübelei ausarten.
Und Emotionaler wurde ich auch, grade wenn die Wirkung nachlässt.
Ich glaube, wir sollten nicht allzu viele Hoffnungen nur auf Tabletten setzen?
Alles Gute für dich,
Robinson

08.09.2019 15:39 • #57


Hallo Robinson,
nein, wir sollten nicht allzuviel Hoffnung in Tabletten investieren =/
Und ein Medikament, dass mich bei nachlassender Wirkung noch emotionaler werden lässt, möchte ich als Trauma-Patient eigentlich nicht unbedingt nehmen.
Bestimmt spielen seit einigen Tagen auch viele andere Aspekte mit hinein, aber die letzten Tia-Einnahmen waren die Hölle. Vorgestern hatte ich nur bei einer Viertel 10 Minuten später das Gefühl, eine eiskalte Flüssigkeit steigt in meiner Speiseröhre hoch - dann hat es innerhalb von Sekunden Weinen ausgelöst und ich befand mich in totaler Verzweiflung.

Trotzdem wollte ich zumindest ausschleichen und nahm gestern Abend dann nochmal eine dreiviertel. Ich hab nach 10-15 Minuten Paniksymptome bekommen, mir wurde speiübel und ich hatte Schüttelfrost.

Also ich setz die jetzt ab, mein Körper scheint sie zu hassen. Ich belasse es jetzt erst mal bei Amitryptilin und Methylphenidat. Es geht mir alles andere als gut, aber so schnell werde ich kein neues AD mehr ausprobieren. Leider scheint mir der Tinnitus von dem Tianeurax erhalten zu bleiben

Liebe Grüße

15.09.2019 21:41 • x 1 #58


Gerade habe ich den Thread nochmal überflogen - sollte ich evtl. gegen Forenregeln verstoßen zu haben (z.B. Name des Präparats oä.) oder jmd. daran zu hindern ein für ihn gutes Medikament auszuprobieren, bitte ich darum den Beitrag einfach zu löschen. Ich habe leider keine Möglichkeit gefunden ihn noch zu editieren. Meine Konzentration ist derzeit im Keller. Und meine generalisierte Angststörung macht es mir vermutlich fast unmöglich etwas neutral zu bewerten.

16.09.2019 15:11 • #59


Robinson
Zitat von Reh:
Gerade habe ich den Thread nochmal überflogen - sollte ich evtl. gegen Forenregeln verstoßen zu haben (z.B. Name des Präparats oä.) oder jmd. daran zu hindern ein für ihn gutes Medikament auszuprobieren, bitte ich darum den Beitrag einfach zu löschen. Ich habe leider keine Möglichkeit gefunden ihn noch zu editieren. Meine Konzentration ist derzeit im Keller. Und meine generalisierte Angststörung macht es mir vermutlich fast unmöglich etwas neutral zu bewerten.


Nö, alles Schick.
Du bist nicht für die Handlungen und Gefühle anderer verantwortlich, da du ja nur deine Meinung sagst.
Also keine Panik.
Das ist nur die Angststörung.
Alles Gute Dir.

16.09.2019 15:51 • x 1 #60




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