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Orangia

Orangia


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Ja, jetzt verstehe ich besser, Soziale Phobie hatte ich als junge Frau, insbesondere bei Einkaufen im Supermarkt, habe mich immer krampfhaft am Einkaufswagen festgekrallt...war auch ne schlimme Zeit.
Versuche nochmal mit deinem Arzt darüber zu sprechen, ob er nicht ein anderes Medi für dich hat.

22.09.2019 15:41 • #141


NIEaufgeben

NIEaufgeben


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Ja,ich denke auch das es da bestimmt einige gute medis gibt die für dich in Frage kämen...ich wünsche dir viel kraft und Kopf hoch es wird wieder bessere Zeiten geben....für dich und für uns alle hier

22.09.2019 15:49 • #142


la2la2

la2la2


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Zitat von lorle:
Mein Herz schlägt extrem schnell und mein Körper ist steif und schwach.

Wie sind denn Puls und Blutdruck gemessen?

Zitat von lorle:
Aktuell zittern meine Hände so sehr, dass ich mühe habe die Tasten vom Laptop zu bedienen.

Nach 10 Jahren Tavor kein Wunder.....
Könntest jetzt die letzten Schritte beim Ausschleichen deutlich langsamer angehen. Gerade die letzten Schritte sind die schlimmsten.

Was für ein Arzt hat dir eigentlich so viel Tavor aufgeschrieben, dass du auf 4mg täglich gekommen bist oder hast du dir die Rezepte bei x verschiedenen Ärzten beschafft?

Soziale Ängste sind ein sehr "konkretes" Problem. Hast du es mal bei einem Psychologen mit Gesprächstherapie versucht?

22.09.2019 16:03 • x 1 #143


lorle


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Die Tavor hat mir immer mein Hausarzt ohne Probleme verschrieben.
Ich suche händeringend nach einem Psychologen. Habe schon so viele angeschrieben. Die nehmen sogar niemand mehr auf der Warteliste auf. Überlege ob ich zu einer Heilpraktikerin gehe, aber die Kosten sind halt sehr hoch.

22.09.2019 19:12 • #144


Orangia

Orangia


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Warst du schon mal bei einem Psychiater ?
Ich frage deshalb, weil du sagst du hast die Tavor vom Hausarzt...

22.09.2019 21:40 • #145


Icefalki

Icefalki


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@lorle , alle Achtung, dass du den Entzug durchziehst. Hast meine Hochachtung dafür.

Mich ärgert es nur, dass Ärzte so leichtfertig Abhängigkeiten in Kauf nehmen, ohne dem Patienten Alternativen anzubieten.

Vielleicht hilft dir der Gedanken, dass mit jedem Tag, das Zeug mehr aus deinem Körper verschwindet und wer so tapfer ist, und so durchhält, auch mit dem Rest fertig wird.

Drück dir die Daumen. Schreib mit uns, wenn die Symtome überhand nehmen. Und schau wirklich, dass du nen Psychiater an Land ziehen kannst.

23.09.2019 12:32 • #146


Thatsme


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[quote="Icefalki"]@lorle , alle Achtung, dass du den Entzug durchziehst. Hast meine Hochachtung dafür.Mich ärgert es nur, dass Ärzte so leichtfertig Abhängigkeiten in Kauf nehmen, ohne dem Patienten Alternativen anzubieten. Vielleicht hilft dir der Gedanken, dass mit jedem Tag, das Zeug mehr aus deinem Körper verschwindet und wer so tapfer ist, und so durchhält, auch mit dem Rest fertig wird.

Das sehe ich genauso. Hut ab, dass Du es jetzt durchziehst. Da ist es jetzt müßig darüber zu diskutieren warum ein Arzt so lange Tavor verschreibt, wichtig ist, dass Du gemerkt hast, dass dies nicht der richtige Weg ist und Du es ausschleichst. Da gehören die Entgiftungserscheinungen (wie hoher Puls) dazu. Ich wünsche Dir alles Gute und Du schaffst das.

23.09.2019 18:17 • x 1 #147


lorle


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Es freut mich, dass Ihr meinen Entschluss Tavor zu entziehen so unterstützt.
Heute geht es mir etwas besser und ich nütze die Zeit hier zu schreiben. Der Entzug ist ein auf und ab. Jetzt wo es mir besser geht habe ich auch wieder Hoffnung, dass es eines Tages gut wird.
Zum Glück habe ich keinen "Suchtdruck" weder von Tavor noch vom Alk., den ich vor 25 Jahren besiegt habe.
Auch ambulant zu Hause. In dieser schweren Zeit haben mir meine beiden Kinder und die Hundchen Moritz und Raissa viel geholfen. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Ich sehe, dass es viele Leute hier gibt, die in etwa das gleiche Krankheitsbild haben. Ich habe in meinem Leben sehr viel Leid erfahren müssen, aber ich stehe immer wieder auf und die Erfahrungen, die ich mit meiner Krankheit erfahren habe machen mich im nachhinein auch wieder stark.
Ich wünsche Euch Allen noch einen schönen Tag

Hannelore

24.09.2019 11:56 • x 2 #148


lorle


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Hallo meine Lieben,
In meinem Alter noch Tavor entziehen, lohnt sich das ? Ja, ich bin jetzt 64 Jahre und habe Tavor 10 Jahre genommen.
Am Schluss 4.0 mg. Nun sind es schon 4 Monate her seit ich mit dem Ausschleichen begonnen habe. Gerade im Juli bei der großen Hitze hatte ich meinen Höhepunkt. Ich dachte ich muss sterben. Mit allem Symptomen wie es überall beschrieben wird. Und nun seit 6 Tagen verspüre ich Besserung. Die Muskelschmerzen haben sich gebessert. Das Zittern ist auch weniger geworden und die Ängste und Depressionen sind milder geworden. Ich habe nicht mehr daran geglaubt. Ich nehme jetzt aktuell nur noch 0.25 mg abends. Es gibt so viele Menschen etwa 1.5 Millionen, die Benzodiazepin abhängig sind. Ich kann nur jedem sagen "macht einen Entzug" es lohnt sich wirklich.
Ich habe zu Hause entzogen, das schafft nicht jeder. Dafür sind aber auch Kliniken da mit denen es auch zu schaffen ist.
Liebe Grüße
Hannelore

30.09.2019 19:12 • x 2 #149


lorle


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Hallo meine Lieben,
nehme seit 2 Tagen nur noch 0.25 mg also eine viertel Tavor.
Ich hatte mich so gefreut, weil es mir besser ging. Aber jetzt mir der Viertel geht es mir wieder sehr schlecht.
An Schlaf ist kaum zu denken und die schmerzhaften Verspannungen haben mich voll im Griff.
Morgen muss ich einkaufen gehen, weil ich mich selbst versorge und ich weis nicht wie ich das schaffen soll.
Aber es ist gut, dass es mir einige Tage gut ging. Jetzt weis ich wenigstens wie es sein wird, wenn ich das alles hinter mir habe. Habe alles versucht um einen Therapieplatz zu bekommen - negativ. Meint Ihr ich soll zu einer Heilpraktikerin gehen in meiner Not ? Am Dienstag bekomme ich endlich Akupunktur. Ich habe gekämpft bis die Krankenkasse grünes Licht gegeben hat. Es ist schon schlimm wenn man alleine ist. Meine Kinder sind im beruflichem Stress und haben auch wenig Zeit.
Liebe Grüße
Hannelore

03.10.2019 17:42 • #150


lorle


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Hallo meine Lieben mit und ohne Tavor,
habe gestern Abend die viertel Tavor, die ich noch zum Ausschleichen nehme, vergessen.
Heute Morgen ging es mir dann wieder sehr schlecht. Alle Symptome wie am Anfang meines langen Entzugprogramms.
Kann das sein, dass 0.25 mg Tavor so viel ausmacht ?
Meine Neurologin hat mir beim letzten Besuch schon voraus gesagt, dass es bei 0 noch Mal schlimm wird.
Jetzt habe ich große Angst, bis es dann soweit ist. Vielleicht sogar an Weihnachten ?
Ich glaube mein Körper ist total vergiftet. Warum geht es mir immer noch so schlecht.
LG
Hannelore

Gestern 17:38 • #151


Acanthurus

Acanthurus


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Hallo!
0,25 Lorazepam entsprechen äquivalent ca. 2,5mg Diazepam. Das ist immerhin eine Einstiegsdosis. Daher ja, das kann was ausmachen. Meiner Meinung nach noch zu hoch, um es einfach weg zu lassen. Vor allem nach 10 Jahren! Du kannst aber stolz sein es bis hierher überhaupt geschafft zu haben!

Vielleicht bringt dir ein Wechsel auf ein lang wirksames Benzo wie Diazepam oder Clonazepam in Tropfenform etwas Linderung, weil du damit nicht immer so schnell in die Entzügigkeit gerätst. Auch damit wird es kein Spaziergang, macht es aber in vielen Fällen erträglicher.

Gestern 22:38 • #152


petrus57

petrus57


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Zitat von Acanthurus:
Vielleicht bringt dir ein Wechsel auf ein lang wirksames Benzo wie Diazepam oder Clonazepam in Tropfenform etwas Linderung, weil du damit nicht immer so schnell in die Entzügigkeit gerätst. Auch damit wird es kein Spaziergang, macht es aber in vielen Fällen erträglicher.


Hatte ich ihr ja auch schon vorgeschlagen. Sie will es aber so machen. So schafft man den Entzug auch aber man nimmt damit stärkere Absetzerscheinungen in Kauf.

Vor 10 Stunden • x 1 #153


Acanthurus

Acanthurus


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Zitat von petrus57:
Hatte ich ihr ja auch schon vorgeschlagen. Sie will es aber so machen. So schafft man den Entzug auch aber man nimmt damit stärkere Absetzerscheinungen in Kauf.


Hast du es schon mal versucht abzusetzen?

Vor 6 Stunden • #154


petrus57

petrus57


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Zitat von Acanthurus:
Hast du es schon mal versucht abzusetzen?


Nein. Trau mich da nicht so ran.

Vor 6 Stunden • #155


lorle


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Habe Diazepam Tropfen von meiner Neurologin bekommen. Mit diesem Medikament ging es mir noch viel schlechter.
Dann durfte ich wieder Tavor nehmen.
Das Blöde an einem Entzug ist, dass man nicht weiß wie lang es noch dauert. So könnte ich auf ein Ziel hin
arbeiten.
Ich wollte doch, dass ich bis Weihnachten endlich ohne Entzugsbeschwerden bin.
Die Akkupunktur, die ich im Moment bekomme hat auch noch nicht angeschlagen.
Nächste Woche fange ich mit Mass. gegen die Muskelschmerzen an .
Ich bin fast jeden Tag unterwegs mit irgend welchen Behandlungen.
Aber ich merke, dass ich jetzt viel besser mit meiner Sozial - Panikattacke umgehen kann.
Es kostet zwar immer Überwindung aus dem Haus zu gehen aber hinterher freue ich mich wieder was geschafft zu haben.

LG. Hannelore

Vor 1 Stunde • x 1 #156


Acanthurus

Acanthurus


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Diazepam ist ein Spiegelmedikament, das benötigt 5-7 Tage bis die volle Wirkung einsetzt. Es wirkt auch eher sedierend und beruhigend und weniger angstlösend und der Wirkeintritt ist nicht so stark wie Alprazolam oder Lorazepam. Nach Null, egal bei welchen Psychopharmaka ist der Entzug/Ausschleichprozess zumindest psychisch noch lange nicht vorbei. Aber mit langsamen abdosieren minimiert man die Begleitsymptome und reduziert den Reboundeffekt.

Vor 14 Minuten • x 1 #157



Dr. med. Andreas Schöpf


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