Mutmachpost!
Ich war heute wieder mutig und bin zum Zahnarzt gegangen.
3 Zähne rausoperiert, und provisorische Teilprothese bekommen.
Hat 1,5 Sunden gedauert!
Puh!
Bekam 10mg Diazepam 1h vorher und war gut sediert.
Ich habe es durchgestanden obwohl es nicht leicht war. Aber das Team (Frauen) war professionell und Super nett. (und hübsch!

)
Ich konnte jederzeit pausieren und habe das auch 1x beansprucht.
Also volle Kontrolle.
War ne ziemliche polkerei, die Stumpen rauszubekommen, aber: je länger ich mich drauf einliess, (musste ja sein) desto ruhiger wurde ich.
Auch habe ich die Anfrage ob wir nächstes mal lieber weitermachen sollen beim 3. Zahn dann kühn abgelehnt.
😳Und ja, es hat manchmal recht weh getan, so ehrlich muss man schon sein, so dass nachgespritzt werden musste. Aber Leute, die Spritzen merkst du dann kaum weil das Zahnfleisch eh schon betäubt ist und du lieber keine Schmerzen beim ziehen haben willst.
Jetzt habe ich es hinter mir und ich habe es verinnerlicht, dass es zu schaffen ist!
Bin mächtig Stolz auf mich.
Es sind noch einige Baustellen zu machen aber da gehe ich schon gelassener heran.
Deshalb meine Empfehlung als Zahnarztschisser vor dem Herren: es geht nur der Weg da hindurch! Ja,leicht gesagt, ich weiss es ja wie es ist...
Und 5-10mg Diazepam wirken Wunder.
Und ich habe mir eine Begleitung gesucht, damit ich nicht wieder 100x kneife.
Was auch gut war, die Praxis roch nicht ein bisschen nach Zahnarzt. Kaum Instrumente lagen herum, der Raum war recht leer bis auf den Stuhl.
Die nette Schwester hatte mir einen Knautschezahn aus Gummi in die Hand gedrückt und mir ein nasses Tuch auf die Stirn gelegt als ich doch etwas "transpiriert" habe.
Dank dem Benzo kam einfach keine Panik auf, wie sonst. Unglaublich.
Ärztin und Schwester waren wie gesagt sehr zuvorkommend und nicht wie Onkel Doktor.
Auch die Chefin, die noch hinzugezogen werden musste, war Supernett und hat den Rest getan.
Lief alles ganz ruhig und gelassen ab, garnicht mehr wie früher dieses Zahnarztfeeling aus meiner Erinnerung.
Also an alle, die wie ich Zahnarztphobiker sind: es geht!
Aber wichtig ist für mich neben der Sedierung eben das Setting und dass mich jemand begleitet, der keine Ausreden toleriert.
Jetzt habe ich noch etwas Wundschmerz und die Prothese drückt.
Pillepalle.
Morgen zur Kontrolle gehe ich alleine hin.
Also als Angstpatient ein Erfolgserlebnis, oder?
Gruss Robinson...