App im Playstore
Pfeil rechts
12

Crazybird

Crazybird
Mitglied

61
5
42
Hey, nehme jetzt seit 2 Monaten Escitalopam gegen eine Angststörung die sich aus massiven Dauerstress entwickelt hat.

Seitdem das Zeug wirkt und die Unruhe, Angst und Anspannung weg gehen fühlen sich meine Muskeln nach jeder Anstrengung total schwer an. Das regeneriert sich auch kaum durch ausreichend ausruhen oder schlafen. Hatte das schon mal jemand oder kennt sich damit aus?

Bin jetzt seit ca. 2-3 Wochen runter gekommen von der Anspannung und es wird mit dem Schweregefühl kaum besser. Kann nur noch liegen und mich von minimalen Haushaltsaufgaben ausruhen.

03.12.2025 #1


18 Antworten ↓


Luce1
Zitat von Crazybird:
sich meine Muskeln nach jeder Anstrengung total schwer an


Ich hatte das mal bei einem AD vor Jahrzehnten. Das war aber nach 1 ider 2 Wochen so.
Stand auch in den NW.

Hast Du mal geguckt, ob das eventuell eine NW sein könnte?

x 1 #2


A


Schweregefühl wenn Angst und Unruhe nachlassen

x 3


Crazybird
Ja, steht bei Nebenwirkungen Kraftlosigkeit, aber auch dass es ein Symptom der Erkrankung sein kann...

Der Psychiater hatte es jetzt auf 10mg erhöht, da ich immernoch Stress hatte. Im Kopf bin ich jetzt das erste Mal total ruhig seit sehr langer Zeit.

Bei mir hat sich Angststörung durch extreme Muskelanspannung u.a. gezeigt, weiß nicht ob es jetzt das Resultat der Anspannung ist. Der Muskeltonus geht runter. Muskulär habe ich mich noch nie so entspannt, aber auch noch nie so schwer gefühlt.

x 1 #3


A
Ich habe diese Symptome auch ohne AD …

#4


Somatom
@Crazybird hey...

Also wenn du sehr lange an Ängsten und Stress gelitten hast, ist es doch einfach normal, dass der Körper jetzt einfach nur Müde ist, auch wenn der Kopf ruhiger wird. Ich denke das braucht seine Zeit. Bin sowieso der Meinung, bis ein AD richtig ins System eingependelt ist, braucht es 5-6 Monate.

x 1 #5


Crazybird
Ja, kann schon sein. Bin ja schon froh, dass die schlimmsten Nebenwirkungen gerade erst abgeklungen sind und es nach 2 Monaten die Angst und damit auch die Schlafstörungen weggemacht hat.

Meine Hausärztin hat diese Erschöpfungszustände halt nicht ernst genommen. Und die Ängste auch nicht, seit Monaten das ärgert mich gerade am Meisten. Es ist fast Weihnachten und ich bin so durch.

Wieso denkst du, dass das AD 5-6 Monate braucht?

#6


Somatom
@Crazybird ich nehme schon länger Antidepressiva und auch verschiedene Marken. Ich habe irgendwie gemerkt, dass nach 4-6 Wochen ADs die Botenstoffe entsprechend ausgleicht was als "Wirkung" scheint. Der ganze Denkapparat, die Anpassung an das "neue" Gefühl dauert aber länger als nur der chemische Prozess im Hirn. Auch die Selbstsicherheit wird grösser. Am Anfang denkt man, wirkt es oder nicht, ist das noch die Krankheit oder wirkt das Medikament nicht gut. etc etc. und irgendwann traut man dem Braten etwas besser und länger, das dauert einfach seine Zeit.

Aber das ist nur meine Meinung unter vielen. Smile

x 1 #7


Crazybird
Achso, na als die anfänglich 5 mg bei mir eine Miniwirkung nach 3 Wochen gezeigt haben, bin ich auch vollkommen in Panik verfallen. So blöd das jetzt auch klingt.

Ich wusste ja dass ich total angespannte Muskeln habe und dann konnte ich sie nicht mehr so anspannen bzw. meine Schultern haben sich abgesenkt. Da habe ich noch Wochen gegen angekämpft, weil Angst bei körperlichen Befindlichkeiten habe. Dann sollte ich noch Pipamperon nehmen das hat mich vollkommen umgelegt, da habe ich auch gegen angekämpft, eine Woche.

Und jetzt nach der Erhöhung haben die Schultern sich nochmal abgesenkt, aber ich habe keine Angst mehr davor... aber auch keine richtige Kraft mehr.

Mein Kopf will so viel machen und mein Körper liegt um.

Ich bin es nicht gewohnt nach Ausruhen und Schlafen ohne Ende nicht erholt zu sein. Und das wochenlang.

x 1 #8


Somatom
@Crazybird ich glaube ein grosser Teil der Lösung wird sein, den Zustand jetzt zu akzeptieren und etwas Vertrauen zu haben. Solange man gegen alles ankämpft ist es schwierig, ich weiss sehr gut wie das ist 😄

#9


Crazybird
Ja, ich glaube ich habe keine Wahl als es jetzt zu akzeptieren. Mein Körper zwingt mich dazu.

Idt bestimmt auch die Krankheit, dass ich gegen alles angekämpft habe. War ja felsenfest davon überzeugt, dass etwas schlimmes passiert wenn ich mich ausruhe.... das ist jetzt gut gedrosselt durch das Medikament.

Wie mache ich das mit diesem @Somatom, dass es unterstrichen ist?

#10


Crazybird
Aha jetzt ist es unterstrichen....

x 1 #11


Somatom
@Crazybird also Körper und Geist ist immer eine Einheit. Wenn es dir Körperlich schlecht geht wird es dir auch psychisch nicht so toll gehen und auch umgekehrt.

Woher kommt dieses "ich darf mich nicht ausruhen sonst passiert was"? Manchmal führen einen solche Aussagen zum Ursprung der Problematik. Smile

x 1 #12


Crazybird
@Somatom mich hat dann immer so eine extreme körperliche Angst angetrieben, wenn ich mich hingelegt habe. Das ich das nicht überleben werde, wenn ich zur Ruhe komme...

Vermutlich dass sich immer alle abwenden wenn ich krank bin, dass ich deswegen von der Verwandschaft verstoßen wurde, Hausärzte die das ganze runter spielen, ein Krankenhaus das mir nicht geholefen hatte, vermeindliche Freunde die sich abgewandt haben, die eigentlich hilfbereiten Nachbarn grüßen nicht mehr, weil ich ja total normal aussehe äußerlich...

Bin halt jetzt komplett auf mich allein gestellt und weiß nicht wie ich den Einkauf bewältigen soll.

Und mir ist 3 Mal meine ehemalige Kollegin am Bett erschienen und hat mich angeschrien...weil ich so wenig geschlafen habe, hatte ich schon hallis... Was soll man da machen?!

x 1 #13


Somatom
Hm ich denke die Therapie wird dir gut tun zusammen mit den Medis. Es ist ja wie immer ein Prozess, für alle hier.

Ich denke du bist auf dem richtigen Weg 😌

x 1 #14


Crazybird
@Somatom tja bei therapie bin ich noch lange nicht, weil ich körperlich absolut nicht fit bin gerade.

Ich habe halt viele Fragen, aber niemanden der sich damit auskennt. Mein Psychiater ist nicht gerade gesprächig, der macht nur Tabletten. Und dann kann ich wieder gehen...

x 1 #15


Somatom
@Crazybird ok dann würde ich sagen, schau zu dass du zu einer Therapie gehen kannst. Wenn der Psychiater nicht gut ist, respektive du keine Perspektive siehst, dann such dir wen neues. Ich denke das ist Prio 1. Versuche das Zeugs nicht selber zu lösen, meist geht das ja nur semi gut. Versuche dich jetzt zu schonen und lass deinem Körper die nötige Zeit die er braucht.

x 1 #16


Kragenbär
Könnte natürlich auch eine Reaktion auf die Dosiserhöhung sein, die sich nur sehr langsam verspielt.
Jede Änderung der Dosis kann ja noch mal Nebenwirkungen auf den Plan rufen.

x 1 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Crazybird
@Somatom ja das mit dem Schonen bekomme ich erst seit der Dosiserhöhung hin, weil ich jetzt erst zur Ruhe komme imnerlich. Wenn die Angst so extrem ist, dann spüre ich meinen Körper nicht mehr. Und den spüre ich jetzt mit voller Wucht.

Wir haben hier in der kleinen Stadt nur 2 Psychiater. Und es war ein Wunder dass ich überhaupt so schnell einen Termin bekommen habe. Der hat mich vor seinen Sprechzeiten und dannach dran genommen weil es so voll da ist, das fand ich ganz nett. Aber so richtig erklären ist nicht sein Ding.

Ich habe ihn halt schon gefragt wie es weiter geht, er meinte jetzt erstmal stabilisieren und das andere ist die Zukunft... man muss ihm alles aus der Nase ziehen. Zu der bleieren Schwere meinte er dass die Stressphase bei mir wohl sehr lang gewesen sei. Vielleicht sieht er es als logisch an dass ich mich ausruhe, für mich war das halt nicht logisch. Und das Pipamperon hätte mich eben beruhigt, wenn ich es genommen hätte. Er hat es sogar in Tropfenform angeboten damit die Nebenwirkungen nicht so krass sind....

#18


Crazybird
@Kragenbär ja, die Nebenwirkungen waren jetzt die ersten 2 Wochen krass, dass hat mich auch nochmal gestresst. Jetzt geht es langsam wieder.

#19


A


x 4






Dr. med. Andreas Schöpf
App im Playstore