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Hallo. Ich habe ein wenig das Forum durchsucht, und da ich gern einen aktuellen Austausch zu dem Thema hätte oder mir erhoffe zumindest, habe ich beschlossen, ein neues Topic anzulegen.
Mir ist es eigentlich sehr wichtig, hier nicht großartig Nebenwirkungen breitzutreten und Horrorgeschichten zu teilen (die hat sicher jeder zur Genüge wenn's um Medikamente geht), sondern eher mich mit anderen auszutauschen, die gute Erfahrungen gemacht hatten oder eins der Medikamente noch immer nehmen.

Kurz mal meine Vorgeschichte zu den Meds:
Ich hatte 2011 eine sehr lange Phase von Herzneurose und Panik, was in einen Dauerzustand ausgeartet ist.
Erst in einer Tagesklinik wurde ich auf 300 mg Lyrica eingstellt und mir ging es nach kurzer Zeit wieder so gut, wie ich das nicht für möglich gehalten hätte.
Das hielt auch ein Jahr, dann dachte ich, ich kann absetzen.
Wieder ein Jahr später, im Juni 2013, hatte ich einen Rückfall.
Im Winter dann wieder Tagesklinik, wieder Lyrica, diesmal auf 450, ausserdem Valdoxan, weil ich nie schlafen konnte.
Valdoxan wirkte so gut wie nebenwirkungsfrei, und ich nehme bis heute 25 mg abends.
Lyrica hingegen wollte ich irgendwie nicht mehr nehmen, keine Ahnung warum, wohl ein Teil meines Krankheitsbildes.
Nach der Klinik habe ich im letzten Jahr dann auf 200 wieder reduziert...
Und jetzt? Ja jetzt geht's mir miserabel, jeden Abend brutale Angstschübe, und das dringende Anraten meines Psychiaters, wieder auf 450 zu steigern und dort mal zu bleiben, bis ich meine Lebensumstände entsprechend geändert habe um einfach mal ein 'normaleres' Gefühl in mir haben zu können.
Mein Blutbild ist prima, auch sonst scheint alles okay zu sein, aber ich trau mich nicht mehr, das Lyrica zu steigern.
Ich kann nicht mal wirklich sagen warum, irgendwie im Unterbewusstsein es könnte was in mir kaputt machen.
Dabei bin ich relativ nebenwirkungsfrei, keine Gewichtszunahme, ganz selten mal schwindlig oder so, ein Müdigkeitsschub am Nachmittag, aber alles halb so wild.

Hat jemand eine ähnliche Dosis aus vergleichbaren Gründen? Oder kennt ihr die Angst vor den Medikamenten auch so gut?
Ich hoffe, mich hier wirklich mit jemandem darüber unterhalten zu können, der das nachvollziehen kann.

23.02.2015 20:10 • 18.04.2015 #1


17 Antworten ↓


Butterfly77
Hallo,

ich selbst lebe auch seit einiger Zeit mit einer Kombination aus Lyrica und Valdoxan.

Vom Valdoxan nehme ich auch 25 mg Abends und schlafe seitdem wirklich besser.

Ich bin allerdings bei "nur" 150 mg Lyrica, die ich ebenfalls Abends nehme. Bis vor einigen Wochen waren es noch 75, aber ich musste es auf Grund von aktuellen Ängsten doch hochsetzen.

Etwas irritiert hat es mich, dass mein Hausarzt mir nun von Lyrica abrät. Er meint, es ist nicht schlimm, dass ich es nehme, aber sie würden es dort nicht verschreiben, weil es Abhängig macht, sich schwer ausschleichen lässt und beim Absetzen viele Nebenwirkungen macht.

Ich habe nun Anfang März nochmal einen Termin beim Psychiater gemacht und will die Medikation nochmal besprechen.

Ich habe Lyrica übrigens auch in der Tagesklinik bekommen.

23.02.2015 20:44 • #2



Positive Erfahrungen mit Lyrica und Valdoxan?

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Hallo Butterfly und danke für deine Antwort.
Also ich kann dich vielleicht ein wenig beruhigen: ich habe Lyrica ja schonmal ein Jahr genommen (300 mg) und hatte eigentlich keine nennenswerten Probleme beim Absetzen.
Interessant dass du auch Valdoxan nimmst, verträgst du das auch so gut wie ich?
Ich würde jedenfalls bei so etwas nicht auf den Hausarzt hören, sondern auf den Psychiater.
Das ist NICHT negativ gegen Hausärzte gemeint, meiner ist zum Beispiel ganz wunderbar und hat mir schon sehr geholfen auch, aber sagt selber dass sowas ein Facharzt besser im Blick hat. Ausser du hast plötzlich katastrophale Blutewerte oder so etwas ähnliches.
Seit wann nimmst du denn Lyrica?

23.02.2015 21:32 • #3


Butterfly77
Lyrica seit 1,5 Jahren 75 mg, vor 6 Wochen auf 150 erhöht.

Valdoxan seit Anfang Dezember und das vertrage ich gut und hat meine Schlafprobleme geknackt. Leberwerte sind super.

23.02.2015 22:48 • #4


Ich neme auch Lyrika. Dosis 100 mg. Schlafe aber nicht gut. Werde meine Neurologin auf Valdoxan ansprechen. Das hört sich ja gut an.

24.03.2015 09:57 • #5


Ich konnte Lyrica auch problemlos ausschleichen.
Leichter als Citalopram z.B.

Ich nehme als Schlafmittel Quentiax in der niedrigsten Dosis 25 mg.
Kann seitdem wieder gut schlafen.

Valdoxan kenne ich nicht.

Guter Schlaf ist essentiell. Gut, dass euch Valdoxan hilft.

24.03.2015 16:15 • #6


Hallo

ich nehme 300mg Lyrica und vertrage es ganz gut.Ich habe extrem viel zugenommen durch den Heißhunger .Das ist das übel,welches ich nicht mehr hinnehmen will.
Sobald ich mit dem Sertralin gut eingestellt bin,möchte ich mit meiner Psychiaterin übers absetzen sprechen.
Hab ehrlich gesagt schon Schiss vor dem ausschleichen.
Bei der Menge wird sich das hinziehen und Absetzerscheinungen lassen grüßen.

Ich hab schon viele Medis ausgeschlichen und das war teilweise wie ein Benzo Entzug.

Ich hatte Lyrica vor Jahren schonmal.Es hatte vom ersten Tag an eingeschlagen wie eine Bombe.Die Ängste waren von jetzt auf gleich weg

Valdoxan hatte ich auch schon.War ne weile gut zum schlafen,ansonsten keine Wirkung und keine Nebenwirkungen.Absetzen ging ohne Probleme

25.03.2015 17:07 • #7


Ich freue mich soviel positives über Valdoxan zu hören.
Ich schlafe nicht tief und fest,ganz komisch. Kann das auch nicht richtig beschreiben.
Werde meine Therapeutin beim nächsten Termin mal mit ihr sprechen.


Liebe Grüsse:
Panik 1944

25.03.2015 19:34 • #8


delirium
Hallo traumfahrer,

wie gehts dir jetzt eigentlich mit dem lyrica,sträubst du dich immer noch dagegen an die dosis zu erhöhen?ich mach grad das selbe durch,bin bei 300mg und will ums verrecken nicht auf 450mg erhöhen obwohl ichs ja dringend nötig hätte....
Ich weiss nicht warum aber irgendwas in mir wehrt sich dagegen!
Wirkt das valdoxan bei dir eigentlich auch antidepressiv,wie fühlst du dich damit wenn du morgens aufstehst?

@alexandra
hast du dich schon aufs sertralin einstellen lassen?weisst du ich frag nur aus dem grund,weil ich genau das selbe vorhabe wie du,lyrica raus und sertralin rein....
Ich hoffe das ich das mit der einschleichphase vom sertralin jetzt hinkriegen werde und das medikament endlich anschlägt!
Wenn nicht,hat man mir eben auch option b vorgeschlagen und die lautet dann eben valdoxan+lyrica....

11.04.2015 16:29 • #9


Hallo @ Delirium

Ich bin bei 100 mg Sertralin. Mir wurde letzte Woche Blut abgenommen um zu schauen ob ich was den Medikamenten Spiegel angeht im therapeutischen Bereich liege.Habe heute angerufen aber der Spiegel liegt noch nicht vor.Er müsste aber in den nächsten 2 Tagen kommen.Vom Gefühl her würde ich sagen,dass ich es erhöhen muss.Naja,mal abwarten.Das Lyrica habe ich vor ca. 1 Woche angefangen zu reduzieren und ich muss sagen,dass ich schon so etwas wie Entzugserscheinungen habe.Der eine merkt nichts und der andere eben schon.Jedenfalls sollte man es wirklich langsam reduzieren. Wie geht es dir mittlerweile und was hast du jetzt medikamentös verändert?

15.04.2015 15:27 • #10


delirium
Hi alex
Und hast du schon deine ergebnisse?ich krieg wahrscheinlich dann auch morgen erst bescheid....
Habe inzwischen das sertralin aber auch lyrica erhöhen müssen
Lyrica erhöht um den nebenwirkungen vom sertralin entgegen zu wirken.
Wie wirkt sich der lyricaentzug bei dir aus,psychisch oder eher physisch?
Mir gehts noch nicht so gut,werd die blöde angst einfach net los!aber inzwischen merke ich zumindest die antriebssteigernde wirkung!naja immerhin etwas,zumindest weiss ich das das sertralin jetzt wirkt...
Fehlt jetzt nur noch die stimmungsaufhellende komponente,hoffe das es jetzt bald dann soweit ist

16.04.2015 15:23 • #11


Mm. Gegen Angst wirkt das sertralin nicht immer optimal. Gegen Depressionen Zwänge wirkt es sehr gut.

16.04.2015 21:54 • #12


delirium
laut deinen studien ja,aber ich verlass mich da jetzt mal auf die praxis...
die stationsärztin hier ist anderer meinung und sagt das wir's jetzt mitm sertralin durchziehen,anscheinend hatts schon vielen angstpatienten im krankenhaus geholfen.
Ich lass mich da jetzt einfach mal überraschen,im netzt kriegt man ja außerdem auch noch von vielen angstpatienten bestätigt das das zeug schon wirkung zeigt...
Schau'ma mal

16.04.2015 22:36 • #13


Ja wirken tut es schon . Aber es beseitigt die Angst nicht zu 100% . Aber das tat Citalopram mit 40 mg auch nicht.

17.04.2015 13:19 • #14


Zitat von delirium:
Hi alex
Und hast du schon deine ergebnisse?ich krieg wahrscheinlich dann auch morgen erst bescheid....
Habe inzwischen das sertralin aber auch lyrica erhöhen müssen
Lyrica erhöht um den nebenwirkungen vom sertralin entgegen zu wirken.
Wie wirkt sich der lyricaentzug bei dir aus,psychisch oder eher physisch?
Mir gehts noch nicht so gut,werd die blöde angst einfach net los!aber inzwischen merke ich zumindest die antriebssteigernde wirkung!naja immerhin etwas,zumindest weiss ich das das sertralin jetzt wirkt...
Fehlt jetzt nur noch die stimmungsaufhellende komponente,hoffe das es jetzt bald dann soweit ist

Hallo

Ich liege unter der Norm und muss das Sertralin von 100 mg auf 150 in 25mg Schritten erhöhen.
Ich entscheide wann ich es erhöhe weils mir durch den Lyrica Entzug psychisch und physisch nicht gut geht.Die Meinungen ob Lyrica beim ausschleichen zum Entzug führt gehen auseinander.Is wohl auch bei jedem anders.Ich für mich kann sagen,dass ich gerade nen richtigen Entzug durch mache aber ich zieh das durch.Ich denke mal so in 3-4 Wochen bin ich durch
Hast du dein Ergebnis @delirium und wieviel mg nimmst du jeweils?

@Serthralinn Benzos nehmen einem vllt. die Angst eine weile zu 100%.Ad's in der Regel nicht.
Man muss selbst seinen Beitrag dazu leisten und darf sich nicht nur auf die Medis verlassen

17.04.2015 13:56 • #15


delirium
Hallo

Also der medikamentenspiegel wurde bei 50mg gemacht,bin aber inzwischen schon auf 75mg hoch...
Die ergebnisse habe ich vorher auch mitgeteilt bekommen,herausgekommen sind 20ng/ml und der therapeutische bereich fängt bei 10ng/ml an.
Zumindest weiss ich jetzt das da was im blut ankommt und ich sogar noch spiel nach oben hab.
Hab auch scho a bißl angst dann irgendwann das lyrica auszuschleichen
Merkst du schon was vom sertralin?

17.04.2015 17:11 • #16


Hallo

Ui,bei 50 mg einen Spiegel zu machen ist aber ziemlich früh
Durch den Entug vom Lyrica merke ich derzeit nichts vom Sertralin.
Vllt. merke ich eine Veränderung wenn ich erhöhe aber das is mir grad zu viel durcheinander.
Weiss noch nicht wie und wann ich das machen soll.

Mach dir jetzt mal keine Sorgen ums ausschleichen vom Lyrica.
Jeder Körper reagiert anders,manche merken garnichts.

Wichtig ists eben langsam auszuschleichen

Positive Erfahrungen mit Lyrica und Valdoxan?

Eig. passt das was wir schreiben garnicht mehr zum Thema

18.04.2015 12:30 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

delirium
Da hast du recht und deswegen sollten wir es hier dabei belassen und uns dem eigentlichen thema widmen

Aber trotzdem danke

18.04.2015 13:26 • #18



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