App im Playstore
Pfeil rechts
183

Ich hatte gestern abend zum ersten Mal seit langem auf 7,5 mg reduziert. Der Einschlafprozess war etwas holprig, aber der Schlaf trotzdem noch sehr erholsam. Heute fühlte ich mich den ganzen Tag mit viel mehr Antrieb als sonst. Aber mal sehen, wie das so weitergeht.

Habe auch vor kurzem auf 7,5 reduziert und fühle mich nicht mehr ganz so krass motivationslos, wie noch auf 15 oder vorher 30mg. Zum einschlafen reicht die Dosis auch. Wenn das reduzieren im weiteren Verlauf keine Probleme macht, bleibe ich mal auf 7,5. Dann hört vielleicht die Fresssucht auch wieder auf^^

A


Mirtazapin absetzen?

x 3


Kenne kein Medikament wo man solches inflationäres binge eating betreibt wie auf mirta. Nach dem Essen dreht sich im kopf schon alles um die nächste Mahlzeit. Völlig crazy^^

Zitat von maximilian99:
Kenne kein Medikament wo man solches inflationäres binge eating betreibt wie auf mirta. Nach dem Essen dreht sich im kopf schon alles um die nächste Mahlzeit. Völlig crazy^^

Bei mir war das nicht so. Nur die ersten sechs Wochen oder so hatte ich einen ziemlich trockenen Mund, aber das legte sich irgendwann.

Hi zusammen,
ich wollte mal in die Runde fragen, ob es möglich ist das durch Mirtazapin die Angstzustände/ starke innere Unruhe verstärkt werden kann ?

Lg Pitty

@Pitty bei mir ist es zwar schon eine Weile her, als ich sie zum ersten Mal genommen habe. Ich hatte gerade zu Beginn mit starker Unruhe zu kämpfen. Nachdem die Dosis angepasst war (am Ende 45 mg) hatte ich das Problem nicht mehr. Allerdings kann ich dir nicht mehr sagen, wie lange das anhielt. Falls es für dich nicht erträglich ist, spreche am besten mit deinem Arzt darüber. Eventuell liegt es an der Dosierung.

Manche vertragen die Noradrenerge Wirkung halt nicht.

@maximilian99 ich glaube das ist bei mir der Fall...ich spüre regelrecht wie mein Gehirn ständig auf Touren ist... und plötzlich kommt es zu angstzustände... Ich nehme das Zeug schon seit 7 Monaten....musste seit ner Woche auf 15mg runter weil ich starken Kopfdruck hatte...evtl ist es ne Absetzsymptom !

@Pitty auf welcher Dosis warst du denn? Alles ab 30mg und darüber hab ich auch nicht vertragen. Hat da regelrecht aufputschend gewirkt.

@maximilian99 ich war bis vor 1 Woche auf 22,5mg... Seit 10 Tagen auf 15mg...
Ich hatte mit 22,5mg schon starke Unruhe , als ich auf 15mg runter ging , ging schlagartig mein kopfdruck weg, hab mich auch gut gefühlt, nun seit 2 Tagen ist wieder die grundlose Angst / unruhe wieder da!
War heute beim Doc, der sagt eiskalt das ich sofort auf 7,5mg runter soll...was ich definitiv nicht machen werde...da ich vor 2,5monaten schon viel zu schnell runter ging , und es nicht auszuhalten war...bin dann wieder damals auf 22,5mg hoch...
Heute ist mein CBD-ÖL gekommen, werde mal ausprobieren ob das hilft!

Hallo zusammen, ich nehme seit mittlerweile 1,5 Jahren Mirtazapin wegen Schlafstörungen. Erst 7,5 mg und dann 15 mg, erhöht wurde nur, um zu sehen, ob es gegen meine chronischen Kopfschmerzen hilft. Aber außer stärkerer Müdigkeit abends habe ich nichts von der höheren Dosis gemerkt.
Seit Juni nehme ich wegen einer Angststörung und Depression zusätzlich 10 mg Escitalopram.
Jetzt bin ich auf die Idee gekommen, das Mirtazapin von 15 auf 7,5 mg wieder zu reduzieren. Ich dachte das geht leicht, weil ich ja keinen großen Effekt gemerkt habe. Tjaaaa. Mittlerweile nehme ich seit zwei Wochen die geringere Dosis und bin morgens bis nachmittags wieder deutlich angespannt, unruhig und alle Ängste kommen wieder voll durch.
Ich frage mich ob ich noch ein kleines bisschen durchhalten muss bis sich mein Hirn umgewöhnt hat, oder ob ich direkt wieder auf die 15 mg gehen sollte...

Eigentlich sollte von der Rezeptorbelegung zwischen 15 und 7,5 noch kein sooo großer Unterschied sein, vielleicht kommt die Unruhe auch vom Escitalopram und ist nur stärker spürbar, weil das Mirtazapin bei 7,5 nicht ganz so sedierend ist?

Zitat von maximilian99:
Eigentlich sollte von der Rezeptorbelegung zwischen 15 und 7,5 noch kein sooo großer Unterschied sein, vielleicht kommt die Unruhe auch vom ...

Am Anfang hatte ich vom Escitalopram wirklich furchtbare Unruhe (habe ab Januar ganz langsam eingeschlichen und war dann eben erst ab Juni auf der vollen Dosis). Dann hat sich das eigentlich gelegt. Aber ja, den Gedanken hatte ich auch schon, dass es die 15 mg braucht um das Aktivierende abzupuffern.
Allerdings hatte ich schon mal versucht das Mirtazapin von 7,5 mg auf 0 abzusetzen (damals nahm ich das Escitalopram noch nicht) und habe nach wenigen Tagen furchtbare Panikzustände bekommen und gar nicht mehr geschlafen. Damals habe ich gleichzeitig versucht Amitriptylin einzuschleichen. Ging gar nicht. Aber sofort als ich das Mirtazapin wieder genommen habe und das Amitriptylin weggelassen habe ging es mir wieder super.

Von 7,5 auf 0 ist der Step auch ziemlich heavy. Von 15 auf 7,5 normalerweise nicht. Mirtazapin ist auf 7,5-15 mg ein potenter H1, 5HT2a und 5HT2c-Blocker, was anxiolyse und Sedierung erklärt. Auf 15mg ist dieser Effekt vielleicht noch etwas ausgeprägter als auf 7,5. Es dürften aber von 15 auf 7,5 nicht schon so viele Rezeptoren frei werden dass es schon zu einem Entzug führen würde. Ich selbst hatte da jedenfalls nie Probleme, von 7,5 auf 0 hingegen schon.
Lg

Das war halt wieder so ein Ärzteklassiker: 7,5 mg ist quasi gar nichts, das können Sie einfach absetzen.

Ich gebe mir noch ein paar Tage. Wenn's nicht besser wird gehe ich wieder auf 15 mg. Bin noch nicht stabil genug für große Experimente.

Ich habe damals auch von 15 auf 7,5 reduziert das war einfach zu groß der Schritt. Ich derbe Panikzustände bin dann nach 15 Tagen wieder hoch auf 15mg.

Zitat von maximilian99:
Es dürften aber von 15 auf 7,5 nicht schon so viele Rezeptoren frei werden dass es schon zu einem Entzug führen würde


Naja du halbierst die Dosis. Natürlich merkt der Körper das.
Mirtazapin gehört zu den ADs die am schlimmsten sind abzusetzen.
Es gibt dazu genug Beiträge auf Reddit.
Nicht umsonst sollte man es mit der Wasserlöse Methode machen.

Ich bin damals komplett unvorbereitet vorgegangen und musste nach 4 Tagen halber Dosis feststellen dass ich Entzugssymptome bekomme

Erstaunlich. Sollte eigentlich Pharmakologisch nicht so krass sein und war es bei mir auch nicht. Bin sehr lange zwischen mal paar Wochen 15 mal 7,5 hin und her gewechselt ohne Probleme.
Mitglied werden - kostenlos & anonym

Pharmakologische Aussage von fast jedem Psychiater ist, dass Antidepressiva nicht Abhängig machen und keine Entzugsymptome verursachen.

Ich habe das erste Mal Mirtazapin nach 9 Monaten abgesetzt von 15 auf 0. da ist überhaupt nichts passiert. 2 Monate später wieder genommen. Dann 2 1/2 Jahre weiter genommen diesmal von 15 auf 7,5mg und einfach die Hölle.

Vielleicht liegt es an der Zeit. Umso länger umso so krasser die Reaktion

Würde behaupten jeder Arzt der sowas behauptet hat von den Medikamenten die er verordnet keine Ahnung. Denn das weiß die Forschung schon sehr lange, dass sich nach längerer Anwendung sehr wohl eine körperliche Abhängigkeit einstellt. Auch Absetzphänomene sind sehr gut dokumentiert. Dieses herunterspielen dessen habe ich aber auch schon sehr häufig erlebt.

A


x 4






Dr. med. Andreas Schöpf
App im Playstore