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Ich habe diesel Mittel für Notfälle verschrieben bekommen habe jedoch Angst es zu nehmen da ich nicht weiß wie es wirkt.

14.02.2012 22:00 • 17.07.2012 #1


13 Antworten ↓


Wie soll es wirken? Beruhigend.

Für Notfälle ist es gut, gibt nichts besseres, allerdings sollte man es wegen Suchtgefahr nicht ständig nehmen.

14.02.2012 22:36 • #2



Kennt jemand Lorazepam?

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Lorazepam ist ein recht starkes Beruhigungsmittel was nur bei Bedarf genommen werden soll (je nach Dosierung wie dir es der Arzt verschrieben hat).
Es wirkt halt beruhigend und macht dich auch müde.
Man soll es nur im Notfall nehmen weil man bei regelmäßiger Einnahme arg süchtig wird.

Wenns dir mal nicht gut geht kannst du ja fürs Probieren am Abend mal die halbe Dosis nehmen.

20.02.2012 11:54 • #3


Schade, dass das Medikament süchtig macht, denn mir hat es erst mal überhaupt geholfen, meine Beschwerden als psychosomatische Störungen zu akzeptieren. Hatte über 3 Jahre ständig Angst, dass ich eine schlimme Krankheit haben könnte, weil ich immer die unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden, Missempfindungen und Anspannungen gespürt habe. Dann habe ich mal eine Woche jeden Tag eine Tavor (= Lorazepam) genommen und mir ging es so super! Es war alles endlich wieder normal und ich war so entspannt... Und ich habe endlich eingesehen, dass alles psychisch bedingt ist. Wegen der Suchtgefahr nehme ich die Tabletten nicht mehr, habe aber immer eine bei mir, nur zur Beruhigung für den Fall der Fälle. Seit September habe ich auch keine mehr genommen. Dafür nehme ich jetzt Citalopram (AD), das mir zwar die Angst und die Symptome noch nicht ganz nimmt, aber ich merke doch, dass ich schon insgesamt etwas gelassener damit umgehe.

23.02.2012 22:15 • #4


Lorazepam entspricht Valium, ist aus der Sparte der Benzodiazepine, ein Muskelrelaxans, ein angstlösendes Medikament was oft leichtfertig verschrieben wird und bereits nach 6 Wochen zur körperlichen und seelischen Abhängigkeit führen kann. Betroffene beschreiben das Entzugssyndrom stärker als bei einem Alk. oder Entzug, je nach Menge und Dauer der Einnahme.

Es gibt - die Strukturformeln unterscheiden sich etwas voneinander - verschiedene Devirate = Abkömmlinge. Dieses Medikament ist ein absolutes Notfallmedikament, was auch bei Panikattacken verschrieben wird. An den zugrundeliegenden Ängsten ändert es jedoch nichts,
im Gegenteil. Beim Absetzen werden Ängste, Unruhe, Schlaflosigkeit, Anspannungen eher verstärkt als vorher wahrgenommen. Depressionen sind mit dabei.

In einzelnen Fällen - und das ist der therapeutische Sinn - kann das Medikament die Angst vor bisher vermiedenen wichtigen und positiven Situationen nehmen (Sprechangst, Angst im Team, Beruf und weitere).

Es besteht das Risiko von Unfällen, Atemlähmungen, auch in Verbindung mit Alk. als Wirkungsverstärker.

28.02.2012 00:30 • #5


Natürlich hat Lorazepam Nebenwirkungen.
Es wird ja auch daher absichtlich nur zur Unterstützung für die Anfangszeit verschrieben.
Ich glaube aber gehört zu haben, dass Lorazepam bereits nach 2 Wochen regelmäßiger Einnahme abhängig macht.

Trotzdem ist absolut nichts dagegen zu setzen Lorazepam ab und an als Unterstützung zu nutzen.

02.03.2012 09:25 • #6


Na, also zwecks Suchtgefahr sagt jeder Arzt was anderes. Meine Ärztin in der Notfallambulanz sprach von 2 Jahren Einnahme von Sucht, was ich auch blödsinn finde.

Wie gesagt, Notfallmedikament und so sollte man es auch halten. Parallel dazu sollte immer eine Therapie laufen, wo eventuell entsprechende Antidepressivas gegen die Angst verschrieben werden.

02.05.2012 21:55 • #7


ich denke, wenn man es bei bedarf nicht, und nicht jeden tag, so kann man nicht von sucht sprechen, auch wenn der "bedarf" über jahre hinweg geht.

zumindest nicht körperlicher sucht, psychisch schon, weil man ja dran gewöhnt ist, dass man was einnehmen kann.

ich selber nutze bromazepan seit jahren. achte darauf, dass ich pausen habe, die so lang sind, dass keiner sagen kann, ah, da ist jetzt ne entzugserscheinung.

aber besser wäre natürlich ganz ohne.

was bei dem einen zur sucht führt, kann für den anderen noch okay sein, von der dosierung her.

08.07.2012 22:26 • #8


habe auch immer tavor in der handtasche dabei für notfälle. habe sie bis jetzt nur 2x genommen( 0,5).. ein mal als ich sehr starke unruhe mit starkem zittern und herzklopfen hatte und mich nicht mehr beruhigt gekriegt habe, und ein mal abends als ich eine sehr lange panikattacke hatte (20min).. so nach ca 15min fühlte ich mich ruhiger und gelassener

10.07.2012 07:40 • #9


Ich hab es heute verschrieben bekommen, aber wie bereits hier geschrieben, soll Ich es nur im Notfall einsetzen. Mein Arzt sagt, alleine schon das Mitführen des Medikaments, also zu wissen, dass man im Notfall was parat hat, kann sich beruhigend auswirken.

17.07.2012 10:33 • #10


Hallo, ich nehme auch hin und wieder Lorazepam, wenn ich eine ganz schlimme Panikattacke habe. Und das ist wie ein Lernprozess: weil kurz darauf alle Symptome wie weggeblasen sind und ich mich gut fühle. Und dann erscheint es mir logisch, dass die Beschwerden psychisch sind. Natürlich muss man mit dem Medikament aufpassen wegen Abhängigkeit. Aber wenn ich wegen Todesangst den Notarzt hole, spritzt er mir wahrscheinlich das gleiche. Ich habe auch immer eine Tablette in der Handtasche.

17.07.2012 20:38 • #11


Das "Schreckgespenst" ist hier immer die Abhängigkeit und es ist ja auch ok, wenn man mit gewissen Medikamenten verantwortungsvoll umgeht. Ansonsten, ich hab im OP vor dem Herzkatheter von der Kardiologin Diazepam gespritzt bekommen. Und auch sonst sind Benzos vor OP's quasi Goldstandard. Auch nach Herzinfarkten werden unmittelbar oft Benzos gespritzt, 1. zur Beruhigung und 2. gegen die eventuellen Schmerzen.

Das zeigt doch alles, was es eigentlich für unkomplizierte und wohl auch super verträgliche Medikamente sind. Lediglich das Suchtpotential muss man im Auge behalten.

17.07.2012 21:49 • #12


Ja, das sehe ich genau so (mein Neurologe übrigens auch). Wichtig ist der gewissenhafte Umgang. Dem einen gelingt es wohl, anderen nicht. Mit Alk. ist es sicher ähnlich. Manche Menschen werden abhängig, andere nie.

17.07.2012 21:59 • #13


Na klar kann es eine Verführung sein. Ich hab mich neulich mal getraut, eine 50er Tratzepam zu nehmen, die ich mittlerweile schon vom Hausarzt, von der Orthopädin und vom Neurochirurg verschrieben bekam (wegen HWS, Verspannungen etc.). Ne 25er hatte ich Wochen vorher schon mal versucht, aber quasi kaum Wirkung. Die 50er war dann aber doch recht angenehm. Obwohl Teratzepam ein Benzo ist, welches nie rein zur Beruhigung verschrieben wird, sondern zur Muskelentspannung. Trotzdem ist es ein Benzo und die Wirkung ist da.

Ich kann schon nachvollziehen, warum manche Leute dann daran hängen bleiben. Trotzdem bin ich der Meinung, man hat IMMER noch genug Klarheit im Kopf um zu wissen, was man tut. Allein die Tabletten machen einen nicht automatisch süchtig, dazu gehört erstmal Schwäche, manchmal sicher auch gepaart mit Unwissenheit und/oder Naivität.

Was aber kaum bekannt ist und das wird auch selten thematisiert, zahlenmäßig bei den Abhängigen steht bei uns Nikotin an 1. Stelle, dann kommt Alk. und an 3. Stelle (mehrere Millionen Menschen) kommen Benzos. Und die findet man dann sicher auch bei etlichen Promis, Berufspolitikern etc.

17.07.2012 22:51 • #14



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Dr. med. Andreas Schöpf