Hallo! Halte noch etwas durch, es wird besser. Denk an deine Kinder, deine angsterkrankung hat bereits große Auswirkungen auf sie. Sie brauchen eine gesunde, stabile Mama, die nicht ihre Ängste auf ihre Kinder überträgt, du hast selbst geschrieben, dass auch dein Kind schon Ängste entwickelt hat!
Ich bin auch nicht begeistert, dass ich Medis brauche, aber nur so kann ich meinen Kindern diese Mutter sein, die sie verdienen.
Liebe grüße
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#101
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juwi Gast
Wenn man das Pech hat, die Gähnerei als Nebenwirkung zu haben, wird man die leider nicht los - ich hatte auch mal so ein Medikament, das nervt wirklich arg. Und das mit den Sehstörungen klingt gefährlich, wenn du damit trotzdem Auto fährst. Aber 150 mg Venlafaxin ist nicht so viel, ich nehme das auch. Vielleicht besteht aber die Möglichkeit, auf etwas anderes mit ähnlicher Wirkung umzusteigen?
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#102
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Eure Erfahrungen mit Venlafaxin
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marfa1981 Mitglied
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Zitat von nektarine:
Ich bin auch nicht begeistert, dass ich Medis brauche, aber nur so kann ich meinen Kindern diese Mutter sein, die sie verdienen.
Was nimmst du für ein Medikament? Wie lange schon und wie geht es dir dabei? Meine Libido, die eh auch sonst nicht der Hit ist, ist jetzt halt gleich Null. Das belastet die Ehe natürlich zusätzlich auch nocht.
Zitat von juwi:
Wenn man das Pech hat, die Gähnerei als Nebenwirkung zu haben, wird man die leider nicht los - ich hatte auch mal so ein Medikament, das nervt wirklich arg.
Oh Gott, wirklich? Also damit kann ich nicht leben mit diesem Gähnen. Ist echt schlimm, wenn das bleibt...
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#103
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juwi Gast
Zitat von marfa1981:
Oh Gott, wirklich? Also damit kann ich nicht leben mit diesem Gähnen. Ist echt schlimm, wenn das bleibt...
Leider, hat mir meine damalige Psychiaterin gesagt, dass das bleibt. Und dass die Forschung bis heute nicht weiß, warum es auftritt und wie man es wegbekommt. Tut mir leid, dir nichts Positiveres dazu sagen zu können
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#104
la2la2 Mentorin
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Zitat von marfa1981:
Ich würde so gern das Medikament doch sein lassen und muss es jetzt entscheiden, solange ich es noch nicht lange nehme.
Warum musst du es "jetzt" entscheiden? Du kannst doch JEDERZEIT entscheiden, es LANGSAM wieder auszuschleichen. Dauert dann halt einige Wochen/Monate länger das ausschleichen - aber außer "Zeitverlust" passiert da nichts. Wenn du die retadierte Version hast, gibts davon Kapseln mit Kügelchen zu je 12,5mg. Die kann man problemlos öffnen und jede Woche 1 Kügelchen mehr in den Mülleimer schmeißen.......
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#105
Pinselspitze Mitglied
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Bist du wegen deiner Ängste denn auch in einer guten begleitenden Psychotherapie, oder gehst du 'nur' zum Psychiater für die Medikamente?
Ich teile außerdem juwi's Bedenken bezüglich des Autofahrens... Wenn du so Probleme mit dem Sehen aktuell hast, solltest du zu deinem, aber auch zum Schutz aller Anderen im Straßenverkehr, wirklich überlegen auf das Fahren zu verzichten. Zumindest solange, bis sich das ganze reguliert und eingespielt hat.
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x 1#106
Acanthurus Mitglied
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Nach 10 Tagen Einnahme braucht man eigentlich nicht langwierig auszuschleichen. Zur Sicherheit 1-2 Tage jeweils 37,5mg weniger und dann weg.
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nektarine Mitglied
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Hallo! Ich nehme 10 mg cipralex und 25 mg trittico. Nebenwirkungen habe ich inzwischen keine mehr. Liebe grüße
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#108
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marfa1981 Mitglied
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Zitat von Pinselspitze:
Bist du wegen deiner Ängste denn auch in einer guten begleitenden Psychotherapie, oder gehst du 'nur' zum Psychiater für die Medikamente?
Ich teile außerdem juwi's Bedenken bezüglich des Autofahrens... Wenn du so Probleme mit dem Sehen aktuell hast, solltest du zu deinem, aber auch zum Schutz aller Anderen im Straßenverkehr, wirklich überlegen auf das Fahren zu verzichten. Zumindest solange, bis sich das ganze reguliert und eingespielt hat.
Ich hatte eine Therapie ein Jahr lang, die mich aber kein Stück weiter gebracht hat, weil es die falsche war. Ich brauche Verhaltenstherapie und es gibt nur einen Therapeuten hier, der die anbietet. Ewig lange Wartezeiten.
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#109
Pinselspitze Mitglied
168
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Das ist natürlich sehr ärgerlich, dass du mit der bisherigen Therapie nur 'ein Jahr verschwendet' hast. Was für eine Art Therapie war das denn?
Die teils langen Wartezeiten sind ein echtes Dilemma, aber meine Therapeutin z.B. meinte, dass man sich immer auf die Warteliste setzen lassen sollte und ruhig mehrmals nachfragen kann, wie es ausschaut... Das signalisiert zum einen die Dringlichkeit, zum anderen aber auch die Bereitschaft des Patienten, wirklich an seinen Problemen arbeiten zu wollen, was bei einer Psychotherapie ja all entscheidend ist.
Ich glaube zumindest, dass gerade bei 'spezifischen' Ängsten wie vor Krankheiten usw. eine unterstützende Therapie wirklich sinnvoll ist, denn Medikamente betäuben im besten Fall ja nur das Problem, setzen aber nicht an den Auslösern und dem Umgang mit den Ängste an.
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#110
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marfa1981 Mitglied
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Es war Tiefenpsychologie und die Therapeutin selbst sah auch, dass es gar nichts bringt. Hatte damals eine Aussicht auf einen Therapieplatz beim Verhaltenstherapeuten, hat aber dann leider doch nicht geklappt... ich rufe immer wieder dort an, aber es tut sich nichts.
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#111
Cortez Mitglied
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Hallo,
Nehme Venlafaxin seit nun fast 7 Jahren 150mg. Angst habe ich seither sehr gut im Griff bin aber was die Depressionen angeht noch tiefer drin habe ich das Gefühl. Bin aktuell in einer psychosomatischen Klinik und werde nun erstmal um 25% reduzieren, da ich was mich angeht gefühlstaub geworden bin, sprich Wut und Trauer sind sehr unterschwellig und wenn sie kommen geht's vorüber. Trotzdem bewegt sich nichts, ich bin sehr depressiv gewessn letztens und um meine Hauptprobleme bearbeiten zu können brauche ich dringend den Zugriff auf meine Gefühle wie Wut und Traurigkeit. Es ist sehr viel passiert in meinem Leben und eben auch seit der Einnahme eigentlich das schlimmste überhaupt das beide Eltern letztlich 2013 und 2018 verstorben sind.kann es nicht verarbeiten und bin wie alle immer sagen sehr rational, diplomatisch und total im Kopf. Kann sehr gut mitfühlen, aber sobald es um mich geht...
Was sagt ihr dazu, dass ich nun wieder reduziere (vor 1 Jahr per Psychiater so besprochen und nach 4 Wochen ging es mir immer schlechter, war zu dem Zeitpunkt aber auch in Arbeit und nicht in dieser engmaschigen Betreuung). Ich will mixh wieder fühlen können auxh negative Gefühle haben außer diese Hoffnungslosigkeit und Depression... mal schreien und weinen und damit arbeiten können anstatt wie gelähmt und abgestorben zu sein.
Meint ihr die Angst kommt wieder zurück? Werde ixh Venlafaxin vielleicht für immer nehmen müssen!?
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marvin_23 Mitglied
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Verwandtes Thema
Venlafaxin Erfahrungsbericht
Guten Tag an alle Foren Mitglieder, Ich würde gerne eure Erfahrung mit dem Medikament Venlafaxin Wissen. Ich nehme es seit Freitag ein. Die ersten beiden Tage kaum bis keine Symptome manchmal ein wenig aufgedreht und manchmal ein wenig Schwindel oder Übelkeit. 3 Tag verlief wie die beiden oben genannten. Leider am 4 Tag, in der Nacht 5 Uhr Wachte ich auf,hatte Schwindel und Übelkeit. Das erstreckte sich mal mehr mal weniger über den Tag bis es so um 16 Uhr verschwand. Hatte diesbezüglich die Psychiaterin angerufen sie meinte das sich meine Symptome nicht mit ihrer Erfahrung deckten und sie nicht wisse ob es vom Medikament oder meine Psyche kommen würde. Da bin ich echt Ratlos und würde gerne eure Erfahrung wissen wie es euch ergangen ist.
Ich hatte schonmal Venlafaxin vor 2 Jahren genommen, leider erinnere ich mich nicht mehr ans einschleichen.
Ganz Liebe Grüße
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#113
Debodori Mitglied
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Hi! Ich würde mich bei den NW nicht zu sehr auf das "verlassen" was der Arzt sagt. Die können sicher Schwindel, Übelkeit etc. auslösen. Aber das kann auch ein Nocebo-Effekt.
Ich habe mit dem Medikament keine gute Erfahrung gemacht, aber jeder ist anders. Ziemlich sicher gehen die Symptome wieder weg🍀
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#114
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marvin_23 Mitglied
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@Debodori Hey, meine Psychiaterin ist schon etwas älter so um die 75 rum. Da ist die Frage wie gut sie sich mit den (neueren Medikamenten) auskennt. Tag 5 ist bis jetzt alles tut mal schauen was die nach birgt. Wie ging es dir denn bei der einnahme und wie lange hast du das Medikament genommen?
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#115
Debodori Mitglied
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@marvin_23 hi, ich hoffe, heute war's etwas besser. Ja eh, ich denke kein Arzt kann alles wissen, allgemein nicht.
Ich habe es 1x eingenommen und neben psychischer Nebenwirkungen musste ich 2 Tage erbrechen. Hab's nicht weiter eingenommen.
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#116
Tsentsi Mitglied
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Hallo @marvin_23
ich habe auch drei Jahre mit Venlafaxin gelebt. Bei mir war das Einschleichen der absolute Horror! Ich musste aber durchhalten,weil keine Alternative in Sicht. Soweit,so gut......irgendwann hatte ich "nur noch" nervige bis inakzeptable Nebenwirkungen-aber ich konnte überleben. Ich kenne aber andere,die Venla sehr gut vertragen.
Was Venlafaxin an positivem mit mir gemacht hat ist,dass ich plötzlich wahnsinnig kreativ wurde! Ich hab mir plötzlich alle meine Klamotten selbst genäht und hatte auch den Anspruch,möglichst nichts "fertiges"zu kaufen 😁 Wenn ich nicht genäht habe,hab ich Figuren und Tiere mit der Nadel gefilzt...... meine Familie ist fast komplett vom Hocker gefallen,weil ich vorher sowas noch nie gemacht hatte und nun die ganze Familie mit Klamotten und Figuren versorgt habe. Leider wurden aber die Nebenwirkungen vom Venlafaxin irgendwann nicht mehr akzeptabel. ich konnte keine Nacht durchschlafen ich hatte krasse restless legs schlimme Alpträume,etc irgendwann bekam ich sowas wie heftiges Rheuma in den Händen....das wurde aber mit dem Ausschleichen wieder sehr viel besser! (und laut Ärzten hat das nichts mit dem Venla zu tun 😏 )
Venlafaxin kann ein sehr gutes Medi sein,wenn es grad das Richtige für einen ist.Musst du einfach ausprobieren. Alles Gute!
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#117
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marvin_23 Mitglied
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@Tsentsi Guten Tag,
Albträume hatte ich diese Nacht auch, ich schrägte auf und bekam keine Luft mehr das legte sich schnell. Aber in meinem Kopf hat es sich wie ein Gewitter angefühlt und die Nacht war gelaufen. Heute kann ich kaum stehen oder gehen das strengt mich zu sehr an. Wie lange dauert das im schnitt bis die ganzen Nebenwirkungen aufhören? Erhöhten Puls hatte ich heute Morgen auch ging auf 100 zu das legte sich aber nach ner halben stunde wieder. Das freut mich das du mit Venlafaxin so gute Erfahrung gemacht hast. Außer natürlich beim einschleichen. Was bedeutet denn restless legs? Sowas wie, du konntest deine Füße nicht still halten?
Ganz Liebe Grüße
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#118
Tsentsi Mitglied
682
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@marvin_23 bei mir haben die Nebenwirkungen leider so sehr überwogen,und einige sind nicht mehr weggegangen,dass ich das Medi wieder ausschleichen musste. Die Kreativität,die ich entwickelt hatte war verblüffend und echt toll!Allerdings hab ich mich in der Zeit auch sehr getriben gefühlt,ständig etwas zu nähen oder zu filzen.Das ist richtig ausgeartet. Mein Hobby Lesen konnte ich nicht mehr ausleben,weil ich keine Zeit mehr dazu fand und ich mich nicht konzentrieren konnte. Ja,restless legs bedeutet unruhige Beine.Das war bei mir ein ständiges Ziehen und Bewegungsdrang in den Beinen...kann man schlecht beschreiben....ist aber mehr als unangenehm.
Aber ich bin gespannt,wie sich das bei dir entwickelt!....ist ja bei jedem anders. Noch ein Tip von mir: MEIDE Alk.! Das hat bei mir immer zu unangenehmen Reaktionen geführt.......
@Tsentsi Ich bin gerade auf der Suche nach Beiträgen über Venlafaxin, Erfahrung und Wirkung während der Einnahme, besonders Nebenwirkungen beim Ausschleichen und danach. Nach 20jähriger Einnahme von Sertralin brachte dieses SSRI über Nacht keine Wirkung (auch bei Dosiserhöhung) mehr, worauf Venlafaxin eingeschlichen wurde. Die reinste Hölle, massivste Nebenwirkungen - Schwitzen (mir lief wortwörtlich die Brühe, während andere sich vor Kälte in Decken hüllten), zittern, Unruhe, Getriebenheit, Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Herzstolpern, ständiges Weinen, Null-Bock-Stimmung. Und das schon bei 37,5 mg retard, unter 75 mg wurde es noch extremer, so dass die Neurologin nach 4monatiger Einnahme ein Ausschleichen für das richtige hält. Ein drittes AD will ich nicht mehr ausprobieren, weil es mir jetzt reicht und seit März keine Verbesserung, sondern nur Nebenwirkungen auftreten. Seit einer Woche nehme ich 37,5 mg Venlafaxin retard aller 2 Tage. Geändert hat sich bisher nichts, außer die Unruhe ist weg. Habe trotzdem Angst, dass noch mehr Symptome durch die Reduzierung des AD kommen, ich will aber unbedingt weg von Antidepressiva, da sie anscheinend nichts mehr bringen. Wer hat noch paar gute Tipps zum Ausschleichen von Venlafaxin? Ich bin dankbar für jeden Rat.