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ku17
Zitat von Flame:

Ich werde nächstes Jahr 40.
Ja,ich arbeite auch nur stundenweise,alles nicht so einfach.
Und dann hat man auch noch die Schuldgefühle,weil man nicht Vollzeit schafft.
Ich bin andererseits aber auch froh,dass ich überhaupt noch arbeiten kann...

Insgesamt bereue ich das keinesfalls,dass ich die Medikamente nehme,wenn ich die nicht hätte,wäre ich Dauergast in der Psychiatrie.
Dann lieber dick aber wieder am Leben teilnehmen können.

Ich denke schon,dass man auch mit Medikamenten abnehmen kann.
Man muss nur Geduld haben,es dauert halt länger.
Wichtig ist eigentlich nur,dass das Gewicht tendenziell sinkt,das darf ja ruhig länger dauern.

Ich glaube,wenn man sich nicht zuviel Druck macht aber trotzdem am Ball bleibt kann das funktionieren.

Ja,mir hilft das Lyrica sehr gut.Im Vergleich zu letztem Jahr um diese Zeit (da wurde ich gerade aus der Psychiatrie entlassen) geht es mir jetzt echt gut.
Angstzustände und Unruhe gleich null nur ab und zu hab ich phasenweise erhöhte Anspannung,für den Fall nehme ich Amitriptylin als Bedarf.
Ist aber alles echt gut auszuhalten.

Wenn ich das mit dem Gewicht langsam aber sicher wieder in den Griff bekomme,bin ich wirklich zufrieden.



Das hört sich ja gut an. Ich habe auch schon viele Medis durch. Wer weiß villt. werde ich irgendwann auch als letzten Strohhalm versuchen.

23.08.2018 21:24 • #41


Skeletor
Zitat von Flame:

Ja,ich hatte verschiedene SSRI ,u.a. auch Venlafaxin.
Das Venlafaxin hatte mir mein Hausarzt verschrieben und er meinte,es sei gut verträglich.

Ich habe dann eine Minidosis davon eingenommen und fand mich dann leider 20 Minuten später auf der Toilette wieder mit Durchfall.
Deswegen hab ich es dann auch nicht weiter genommen.

Danach bekam ich Doxepin,das hat mich zwar müde gemacht aber die innere Unruhe war noch da.

Es gibt generell Menschen,die in einer Depression eher zunehmen ,andere kriegen nichts mehr runter.
Dann kommen noch die Medikamente in´s Spiel:

Beruhigende Medikamente (trizyklische Antidepressiva) hemmen halt einfach den Stoffwechsel und fördern damit eine Gewichtszunahme.

Ich selbst habe unter Amitriptylin stark zugenommen aber auch nach dem Absetzen wurde es nur leicht besser.
Muss allerdings hinzufügen,dass ich unter einer Esstörung leide,was noch "erschwerend" hinzukommt.


Eine "Komplettlösung" gibt es in der Regel nicht,man kann nur Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen.

Hinzu kommt: jedes Medikament wirkt unterschiedlich bei jedem Einzelnen.
Was dem Einen hilft,kann Gift für den anderen sein.

Es bleibt also nichts ausser probieren und nicht aufgeben.

Ein Trizyklikum wie Amitriptylin oder Clomipramin würde ich gerne mal ausprobieren. Haben SSRIs dich emotional abgestumpft und indifferent gemacht? Ich habe mit Sertralin das altbekannte "Zombie"-Syndrom (null Motivation, indifferent, Anhedonie). Ich bekomme meinen Arrsch einfach nicht hoch.

25.11.2018 07:08 • #42



Eure Erfahrungen mit trizyklischen Antidepressiva

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Zitat von Skeletor:
Ein Trizyklikum wie Amitriptylin oder Clomipramin würde ich gerne mal ausprobieren. Haben SSRIs dich emotional abgestumpft und indifferent gemacht? Ich habe mit Sertralin das altbekannte "Zombie"-Syndrom (null Motivation, indifferent, Anhedonie). Ich bekomme meinen Arrsch einfach nicht hoch.


Ich hatte unter SSRIs hauptsächlich verstärkte innere Unruhe,was die Panikattacken noch verstärkt hat.
Manche haben auch gar nicht gewirkt,Sertralin hat mich z.B. extrem unruhig gemacht,war nicht auszuhalten.
Abgestumpft haben sie mich nicht.

Probieren geht über studieren,Du siehst ja,dass Sertralin bei Dir ganz anders gewirkt hat als bei mir.Fast gegenteilig sogar.

Probier einfach mal Amitriptylin aus,fang mit einer kleinen Dosis an und wenn Du die eingenommen hast,lenk Dich erstmal ein bisschen ab und nicht die ganze Zeit in Dich hineinhorchen.
Wenn Du es dann zwei oder dreimal genommen hast,kannst Du Dir ein Urteil bilden,ob es Dir gut tut.

Doxepin z.B. hat mich persönlich nur müde gemacht aber nicht beruhigt.
Amitriptylin macht erst in höheren Dosierungen müde ,mich hat es einfach beruhigt und das Gedankenkreisen hörte auf.
Man bekommt dadurch zwar Abstand von seinen Gefühlen aber ich fand das sehr erleichternd und null "zombiemässig".
Im Gegenteil,ich hatte eher wieder das Gefühl,klarer denken zu können und nicht von den Gefühlen "überrollt" zu werden.

Zusätzlich kann ich Dir noch einen Kurs in Autogenem Training empfehlen.
Die Kurse werden weitgehend von der Kasse übernommen,der Eigenanteil beträgt ca. 35 Euro.
Autogenes Training ist leicht zu lernen und man kann es überall und jederzeit anwenden,das find ich so praktisch.
Wie der Name Autogenes Training schon sagt: man muss es (gerade zu anfang) regelmässig üben aber es dauert nur wenige Minuten und nach ein paar Wochen läuft es fast von alleine.

25.11.2018 11:32 • #43


@Skeletor

Duloxetin, Venlafaxin schon ausprobiert?

25.11.2018 13:21 • #44


Zitat von Flame:

Probier einfach mal Amitriptylin aus,fang mit einer kleinen Dosis an und wenn Du die eingenommen hast,lenk Dich erstmal ein bisschen ab und nicht die ganze Zeit in Dich hineinhorchen.
Wenn Du es dann zwei oder dreimal genommen hast,kannst Du Dir ein Urteil bilden,ob es Dir gut tut.

Doxepin z.B. hat mich persönlich nur müde gemacht aber nicht beruhigt.
Amitriptylin macht erst in höheren Dosierungen müde ,mich hat es einfach beruhigt und das Gedankenkreisen hörte auf.


Wie viel mg hast du denn genommen?
Nehme 50mg seit 12Tagen und bemerke bis jetzt keinen Vorteil gegenüber Doxepin in Punkto Sedierung und Beruhigung oder Abflachung der kreisenden Gedanken.

25.11.2018 13:27 • #45


Zitat von Acanthurus:
Wie viel mg hast du denn genommen?
Nehme 50mg seit 12Tagen und bemerke bis jetzt keinen Vorteil gegenüber Doxepin in Punkto Sedierung und Beruhigung oder Abflachung der kreisenden Gedanken.


Ich habe morgens und abends je 12,5 mg genommen also 25 mg pro Tag.
Hat von Anfang an gut angeschlagen.
Schade,dass es bei Dir nicht so gut wirkt...

Mein Hauptmedikament ist ja Lyrica,hast Du das schonmal gehabt?

25.11.2018 14:22 • #46


Ja, 2 Monate bis 300mg. Ab der Dosis soll es ja überhaupt erst angst lösend wirken.

25.11.2018 16:18 • #47


Zitat von Acanthurus:
Ja, 2 Monate bis 300mg. Ab der Dosis soll es ja überhaupt erst angst lösend wirken.


Hab ich auch schon oft gelesen und war bei mir auch so.

25.11.2018 18:36 • #48


Danke! Und du hattest bisher noch nicht das Gefühl die Dosis von Pregabalin erhöhen zu müssen?

26.11.2018 00:33 • #49


Zitat von Acanthurus:
Danke! Und du hattest bisher noch nicht das Gefühl die Dosis von Pregabalin erhöhen zu müssen?


Zum Glück nicht.
Ich nehme es seit knapp 1,5 Jahren und mit den 300 mg bin ich gut eingestellt.
Zusätzlich nehme ich ab und zu Baldrian abends zum runterkommen.
Ich habe auch immer diese Angst,dass es erhöht werden muss aber bisher ist alles gut.

26.11.2018 15:00 • #50


Keldor
Zitat von Flame:
[Beruhigende Medikamente (trizyklische Antidepressiva) hemmen halt einfach den Stoffwechsel und fördern damit eine Gewichtszunahme.

Kann man nicht pauschalisieren. Desipramin, Imipramin und Clomipramin sind gewichtsneutral. Einige Menschen nehmen davon sogar ab. Nortriptylin ist etwas sedierender als Desipramin, aber nicht so stark sedierend wir Amitriptylin.

19.05.2020 00:39 • x 1 #51


Keldor
Zitat von Acanthurus:
@Skeletor Duloxetin, Venlafaxin schon ausprobiert?

Nein, der Müll kommt mir nicht in meinen Körper

Sorry, aber allein schon wegen der kurzen Halbwertzeit. Ich hätte keine Lust darauf sofort in den schweren Entzug zu schlittern sobald ich mal eine Tagesdosis vergesse...

Außerdem: Venlafaxin ist auch nur ein FAKE-SNRI, entspricht eher einem SSRI... und Duloxetin offeriert eine breite Palette an möglichen Komplikationen.

Vor 1 Stunde • #52



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