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Tinka01
Hallo,

ich bin Angehörige, mein Mann (61 Jahre) hat eine mittelschwere Depression mit zusätzlichen Panikattacken. Er hatte schon zwei Herzinfarkte, hat eine KHK, weshalb er jetzt mit dem AD Escitalopram eine Therapie startet (vom Hausarzt verordnet), was ja für Herzpatienten geeignet ist. Er nimmt jetzt den 8. Tag 5 mg und wollte eigentlich auf 10 mg erhöhen, traut sich aber nicht, weil die NW unter 5 mg schon so extrem sind.
Hat jemand Erfahrungen, ob sich die NW tatsächlich mit der Dosiserhöhung auch verschlimmern? Oder hält es sich in Grenzen und es kommt der Wirkungseintritt mit 10 mg schneller, als mit 5 mg? Beachten muss man sicher hier auch das Alter und den langsameren Stoffwechsel? Daher reichen vielleicht 5 mg?

Fragen über Fragen....

Vielleicht kann uns ja jemand seine Erfahrungen damit schildern?

LG

15.04.2016 12:03 • 20.02.2024 #1


15 Antworten ↓


S
Hi!

Ich bin zwar erst 26 und nehme Citalopram, aber ich kann schon sagen, dass die NW bei mir bei Dosissteigerung schon ausgeprägter wurden.

Welche NW beschreibt dein Mann denn?

15.04.2016 12:16 • #2


A


Escitalopram von 5 auf 10 mg erhöhen, Erfahrungen?

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Tinka01
Hallo,

er hat eine ausgeprägte Übelkeit (heute das erste Mal etwas besser), Schwindel, das Gefühl neben sich zu stehen, innere Unruhe und Zittern, Schlaflosigkeit und die Mundschleimhaut schwillt an. Der Blutdruck ist auch um etliche Punkte niedriger geworden, er braucht jetzt nur noch 2,5 mg Ramipril, statt sonst 5 mg.
Zum Schwindel usw. muss ich noch dazu sagen, er hatte vor 4 Wochen eine HWS-OP (Verblockung von 2 Wirbeln), 2 Tage später einen Hörsturz, weiß nicht mehr wie er liegen soll, um überhaupt schlafen oder sich zwischendurch mal auch tagsüber entspannen zu können, weil der Nacken schmerzt ...also eigentlich zu viel, um an allen Fronten gleichzeitig zu kämpfen...wo da noch anfangen?
Ich denke erstmal muss die psychische Situation stabilisiert werden, um überhaupt einen Grundstein für die Abarbeitung der anderen Beschwerden zu haben, daher die Unsicherheit, wie die Dosierung zu händeln ist...



LG

15.04.2016 15:07 • #3


U
Ältere Menschen sollen schon anders auf Escitalopram ansprechen, nämlich dass sie eine geringere Dosis benötigen. Daher sicherlich nur die 5 mg. Ich würde das erst mal so lassen. Und frühestens nach 4 Wochen erhöhen. Außerdem was sagt der Arzt dazu? Ich denke es ist ganz wichtig ihm die Entscheidung einer Erhöhung zu überlassen!

16.04.2016 00:54 • x 1 #4


Tinka01
Hallo, ja, so werden wir es wohl machen! Zur Zeit sind die Schlafstörungen extrem schlimm, ca. 1-2 Std. Schlaf pro Nacht mit extremer innerer Unruhe, innerem Zittern. Ob das wohl mal aufhört? Er kann ja gar nicht zu Kräften kommen und somit das AD einen positiven Effekt haben, oder?

LG

16.04.2016 08:27 • #5


Tinka01
Zitat von Tinka01:
Hallo, ja, so werden wir es wohl machen! Zur Zeit sind die Schlafstörungen extrem schlimm, ca. 1-2 Std. Schlaf pro Nacht mit extremer innerer Unruhe, innerem Zittern. Ob das wohl mal aufhört? Er kann ja gar nicht zu Kräften kommen und somit das AD einen positiven Effekt haben, oder?

LG


Es muss doch irgendein Medikament geben, damit er ohne Schmerzen im Nacken und Unruhe schlafen kann...Lorazepam haben wir zu Hause, würde gegen die Unruhe ja wenigstens helfen, aber passt das zum Escitalopram?

16.04.2016 08:56 • #6


U
also die Schmerzen haben ja eher eine körperliche Ursache in diesem Fall. Escitalopram bringt da ja schon mal nichts. Und die Schlafstörungen können jetzt natürlich mehrere Ursachen haben. Die Schmerzen und die Depression. Was die Depression betrifft hatte ich auch Schlafstörungen und die gingen dann weg als das Escitalopram zu wirken begann. Und gegen die Schmerzen selber hat der Arzt nichts verschrieben?
Mit Lorazepam kenne ich mich leider nicht aus.

16.04.2016 11:05 • #7


S
Lorazepam ist ein Tranquilizer und hilft nicht gegen Schmerzen, kann aber beim Einschlafen helfen.

Bitte beachten: Aus eigener Erfahrung machen Benzodiazepine (wie lorazepam) sehr schnell abhängig! Das letzte was dein Mann gebrauchen kann, ist eine Medikamentenabhängigkeit und der damit verbundene Entzug (Es ist die Hölle!). Vielleicht kann euer Arzt ein anderes Beruhigungsmittel verschreiben, das nicht abhängig macht.

Falls er sich entscheidet Lorazepam zu nehmen, ja das geht mit Escitalopram.

Merksatz: Lorazepam so selten, so kurz und in geringster Dosierung wie möglich!

16.04.2016 11:16 • #8


Tinka01
Ja, es ist alles ein Teufelskreis...! Er möchte einfach nur mal schlafen können und hat schon Panik, wenn's gen Abend geht.
An Schmerzmedikation hatte er vom Krankenhaus her noch Novalgin Tropfen, die er aber später nicht mehr vertragen hat und Ibuprofen 600 hilft nicht.
Dieses Einschleichen macht ihn fertig. Morgens, BEVOR er die nächsten 5 mg nimmt, geht's eigentlich relativ gut, und eine Std. nach Einnahme gehen die NW los....halt wie beschrieben, dass alles erstmal schlimmer werden kann. Er ist kurz davor, das AD in die Tonne zu werfen und es wieder so zu probieren. Aber was ist dann? Dann geht wieder alles von vorne los und er ist fix und alle. Ein bisschen Wirkung zeigt es ja bereits, wir können schon wenigstens wieder ein bisschen weiter spazierengehen z. B., aber die NW überwiegen halt. WAS SOLLEN WIR TUN? Klinik kommt für ihn nicht in Frage, da war er 2008 schon einmal und das war für ihn die Hölle, da möchte er NIE wieder hin! Ziemliche Ratlosigkeit hier....Psychotherapie hat er 1 x pro Woche.
Ich denke für meinen Teil: Weitermachen, Augen zu und durch und abwarten bis die Tbl. endlich greifen....für ihn natürlich schwer zu ertragen....aber hat man eine Alternative? Die ganzen pflanzlichen Sachen sind denke ich mal bei einer mittelschweren Depri (lt. Psychotherapeutin) wohl nicht mehr sehr hilfreich....zwei Infarkte hatte er bereits und wenn alles sooo furchtbar schlimm wieder werden würde ohne AD, hab ich Angst das ein dritter folgt....

LG

16.04.2016 12:56 • #9


coldbrew2810
Sorry , ich schreibe es jetzt mal hier rein , sind Gelenkschmerzen mögliche Nebenwirkungen?

23.04.2016 19:52 • #10


U
Zitat von coldbrew2810:
Sorry , ich schreibe es jetzt mal hier rein , sind Gelenkschmerzen mögliche Nebenwirkungen?


ja!

siehe: http://www.apotheken-umschau.de/Medikam ... 81000.html

Zitat:
Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100):

Verstopfte oder laufende Nase (Sinusitis)
Verminderter oder gesteigerter Appetit
Angst, Ruhelosigkeit, anormale Träume, Einschlafschwierigkeiten, Schläfrigkeit, Schwindel, Gähnen, Zittern, Kribbeln der Haut
Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Mundtrockenheit
Vermehrtes Schwitzen
Schmerzen in Muskeln und Gelenken (Myalgie und Arthralgie)
Störungen der Sexualfunktion (verzögerte Ejakulation, Erektionsstörungen, Minderung des sexuellen Interesses und bei Frauen Orgasmusstörungen)
Müdigkeit, Fieber
Gewichtszunahme

23.04.2016 22:49 • #11


coldbrew2810
Seit zwei Wochen ist es jetzt bei mir so , fühle mich sonst so gut. Mist.

23.04.2016 22:57 • #12


U
und wie lange nimmst das schon ein?

Dort steht auch
Zitat:
Die Nebenwirkungen klingen gewöhnlich nach wenigen Behandlungswochen ab.
Ich hoffe, es wird bei dir aushaltbar sein, um die Wochen abzuwarten. Und hoffe natürlich auch, dass es dann wirklich weg ist.

Welche Gelenke betrifft das denn bei dir? Alle? oder nur bestimmte?

23.04.2016 23:00 • #13


coldbrew2810
Eigentlich sind die Probleme ,bei mir nach längerer Einnahme eingetreten ,ca 4-5 Wochen nach Einnahme Beginn. Zur Zeit sind Beine , Arme und Hände betroffen . Manchmal habe ich auch ein Kribbeln in den Fingern.

23.04.2016 23:05 • #14


U
gut 4-5 Wochen sind einerseits noch nicht so lang. Andererseits ist das natürlich nicht so angenehm denke ich. Je nachdem wie stark das ausgeprägt ist. Ich würde mir einen Termin bei meinem Arzt schon mal holen, um den zu fragen, ob das noch weg gehen kann.
Ich nehme zwar auch das Medikament. Habe allerdings mit Nebenwirkungen in der Form jetzt keine Erfahrung und ob das weggehen könnte.

23.04.2016 23:14 • #15


F

20.02.2024 04:22 • #16


A


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